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Semslach

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.9497°N, 13.1696°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Semslach Startplatz

Start
Höhe1315m ü. M.
Koord.46.9497, 13.1696
WindO-S
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Semslach Landeplatz

Landung
Höhe675m ü. M.
Koord.46.9398, 13.1797
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Die Monografie von Semslach & Himmelbauer: Ein umfassendes Piloten-Handbuch für die Perle des Mölltals

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Einleitung: Jenseits der DHV-Datenbank

In der dicht gedrängten Landschaft österreichischer Fluggebiete, in der die Emberger Alm die Schlagzeilen der Streckenflugszene (XC) dominiert und die Gerlitzen die Acro-Elite sowie Flugschüler gleichermaßen anzieht, besetzt Semslach – und spezifisch der Startplatz am Almgasthof Himmelbauer – eine einzigartige, oft unterschätzte Nische. Er wird von lokalen Piloten und Kennern der Kärntner Szene häufig nicht als Hochleistungsarena charakterisiert, sondern als das ultimative „Feinschmeckerrevier“. Diese Bezeichnung ist keineswegs nur eine Metapher für die kulinarischen Genüsse der Region; sie spiegelt vielmehr den seltenen logistischen Luxus wider, einen Startplatz direkt neben einer hochwertigen Berggastronomie und einen Landeplatz unmittelbar angrenzend an ein Talhotel vorzufinden.  

Doch unter dieser Oberfläche aus kulinarischer Bequemlichkeit und logistischer Leichtigkeit verbirgt sich ein komplexes aerologisches Mikroklima, das vom berüchtigten Mölltaler Talwindsystem angetrieben wird. Wer Semslach nur als „Abgleiter-Berg“ betrachtet, läuft Gefahr, die tückischen Schershichten des Talwindes zu unterschätzen oder sich unwissentlich in die Falle des „Pilotengrills“ zu manövrieren.  

Dieser Bericht stellt eine definitive, expertengeprüfte Analyse der Flugzone Semslach dar. Er transzendiert die rudimentären Daten der DHV-Geländedatenbank und bietet ein nuanciertes Betriebshandbuch für den fortgeschrittenen Piloten bis hin zum ambitionierten Streckenflieger. Wir werden die Aerologie, die spezifischen Gefahren der Hochspannungsleitungen, die Nuancen der lokalen Lee-Zonen – im lokalen Jargon oft derb als „Kärntner Arschloch“ bezeichnet – und die strategische Integration dieses Startplatzes in das breitere Kärntner Streckenflugnetzwerk untersuchen. Ziel ist es, ein Dokument zu schaffen, das nicht nur informiert, sondern den Piloten mental und taktisch auf den Flug in diesem spektakulären Tal vorbereitet.

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Der Mölltal-Korridor: Eine geologische Winddüse

Semslach liegt im Herzen des Mölltals, einem der signifikantesten Gletschertäler Oberkärntens. Geographisch und meteorologisch fungiert dieses Tal als massive Verbindungsröhre zwischen den hochalpinen Zentralalpen – spezifisch der Hohe Tauern-Gruppe mit dem Großglockner – und den wärmeren, breiteren Beckenlagen Kärntens (Drautal, Millstätter See). Das Tal verläuft grob von Nordwesten nach Südosten, eine Ausrichtung, die für die Entwicklung der lokalen Windsysteme von entscheidender Bedeutung ist.  

Die Topographie ist steil und aggressiv, charakteristisch für die Südseite des Alpenhauptkamms. Der Flugbereich befindet sich in unmittelbarer Nähe der Marktgemeinde Obervellach (Seehöhe ca. 680 m). Das Gelände wird im Süden von der Reißeckgruppe und im Norden von der Ankogelgruppe dominiert. Semslach selbst dient als Landezone auf dem Talboden, während der Startplatz an der Nordflanke des Tals (südseitig ausgerichtet) liegt, an den Hängen, die zum Polinik und den benachbarten Gipfeln hinaufführen. Diese südseitige Exposition ist der Motor für die thermische Aktivität des Gebiets, birgt aber auch die Gefahr einer schnellen Überentwicklung an labilen Tagen.

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Die strategische Lage im Alpenraum

Für den reisefreudigen Piloten liegt Semslach strategisch günstig. Es befindet sich südlich des Alpenhauptkamms, was bedeutet, dass es oft fliegbares Wetter bietet, wenn der Norden (z.B. Salzburg, Bayern) unter Staulagen leidet. Durch die Abschirmung der Hohen Tauern genießt das Mölltal oft Föhn-Schutz bis zu einem gewissen Grad, obwohl starker Nordföhn auch hier turbulent bis in die Täler durchschlagen kann. Die Nähe zu anderen Top-Spots ist bemerkenswert: Das berühmte Fluggebiet Greifenburg/Emberger Alm ist nur etwa 20 Kilometer Luftlinie entfernt, das Zettersfeld bei Lienz ca. 36 Kilometer. Semslach fungiert somit oft als ruhigere, weniger überlaufene Alternative, wenn an der Emberger Alm "Kampfbedingungen" herrschen.

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Logistik und Anreise: Der "Drive-to-Fly" Vorteil

Im Gegensatz zu vielen alpinen Fluggebieten, die auf teure Bergbahnen angewiesen sind oder schweißtreibende Hike-and-Fly-Aufstiege erfordern, definiert sich Semslach durch seine exzellente Erreichbarkeit per PKW. Dies macht das Gebiet besonders attraktiv für Piloten mit schwerer Ausrüstung, für Drachenflieger (obwohl der Startplatz primär für Gleitschirme genutzt wird und Drachenflieger oft auf die Emberger Alm ausweichen), sowie für schnelle "Feierabendflüge".

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Die Auffahrt zum Himmelbauer

Die Reise zum Startplatz beginnt in Obervellach oder Semslach. Von hier aus führt eine gut ausgebaute, asphaltierte Bergstraße in Serpentinen hinauf zum Almgasthof Himmelbauer.

Das Maut-System

Ein kritisches Detail für die Flugplanung ist die Mautpflicht dieser Straße. Es handelt sich um eine Privat- oder Gemeindestraße, deren Erhaltung kostspielig ist. Piloten müssen sich auf eine Mautgebühr einstellen. Während die großen Alpenpässe wie die Großglockner-Hochalpenstraße Preise jenseits der 40 Euro aufrufen , bewegt sich die Maut für den Himmelbauer in einem moderateren, aber spürbaren Bereich (historisch oft um die 5-10 Euro, genaue aktuelle Preise sollten vor Ort am Automaten geprüft werden, da sie saisonalen Schwankungen unterliegen können). Die Mautschranke ist oft automatisiert; es empfiehlt sich daher, Kleingeld oder eine funktionierende Bankkarte griffbereit zu haben.  

Parkplatzsituation

Am Ende der Bergstraße, direkt beim Almgasthof Himmelbauer, stehen Parkplätze zur Verfügung. An Wochenenden mit gutem Flugwetter oder bei Wanderveranstaltungen kann es hier eng werden. Es ist ein Gebot der Höflichkeit und Nachhaltigkeit, platzsparend zu parken und Fahrgemeinschaften ab dem Landeplatz zu bilden. Dies reduziert nicht nur die Parkplatznot, sondern auch die Verkehrsbelastung und die Mautkosten pro Kopf.

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Öffentliche Verkehrsmittel und Shuttle

Für Piloten, die ohne Auto anreisen (z.B. per Bahn bis zum Bahnhof Mallnitz-Obervellach), ist die Logistik etwas komplexer. Es gibt keinen regelmäßigen "Fliegerbus" wie in Bassano oder an der Emberger Alm. Die effektivste Methode ist oft das Trampen ab dem Landeplatz (da viele Piloten hochfahren) oder die Nutzung lokaler Taxis. Die Flugschule FlyCarinthia organisiert im Rahmen von Schulungen oder Reisen Transporte, ist aber kein öffentlicher Shuttle-Dienstleister.

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Der Startplatz: Almgasthof Himmelbauer

Der Startplatz am Himmelbauer ist das Herzstück dieses Fluggebiets. Seine unmittelbare Nähe zur Gastronomie schafft eine Atmosphäre, die im Gleitschirmsport ihresgleichen sucht. Man startet buchstäblich unter den Augen der Gäste, die auf der Sonnenterrasse ihren Kaiserschmarrn genießen.

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Technische Spezifikationen und Layout

Höhe: 1.350 Meter MSL.  

Höhendifferenz: Ca. 520 Meter zum Landeplatz.  

Ausrichtung: Süd (S) bis Südost (SE).  

Schwierigkeitsgrad: Leicht (DHV-Einstufung).  

Die Startwiese befindet sich direkt unterhalb der Terrasse des Gasthofs. Es handelt sich um eine gepflegte Almwiese, die steil genug ist, um auch bei schwachem Wind ein sicheres Abheben zu gewährleisten, aber flach genug, um den Schirm kontrolliert auszulegen. Hindernisse wie Zäune oder Büsche sind im Hauptstartbereich in der Regel kein Problem, jedoch sollte man auf Weidevieh und dessen Hinterlassenschaften achten – ein klassisches alpines Element.

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Starttechnik und Windfenster

Aufgrund der südöstlichen Ausrichtung beginnt der thermische Tag am Himmelbauer früh.

Vormittagsphase: Sobald die Sonne über die Reißeckgruppe steigt und die Hänge des Polinik bescheint (oft schon ab 10:00 Uhr im Sommer), setzen die ersten thermischen Ablösungen ein. Dies ist die ideale Zeit für Genussflieger und weniger routinierte Piloten. Der Talwind ist noch schwach, und die Startbedingungen sind meist laminar "von vorne".

Mittagsphase: Im Hochsommer kann die Thermik hier sehr "sportlich" werden. Da der Startplatz relativ niedrig liegt (1.350m), heizt sich der Untergrund stark auf. Ablösungen können zyklisch und kräftig sein. Ein routinierter Rückwärtsstart ist hier Pflicht, auch um den Zuschauern auf der Terrasse keine unfreiwillige Show zu bieten.

Abendphase (Magic Hour): Das absolute Highlight von Semslach ist der Abendflug. Wenn die thermische Aktivität nachlässt und der Talwind sich stabilisiert hat, gibt die von der Sonne aufgeheizte Talflanke ihre gespeicherte Wärme ab. Dies führt zu großflächigem, ruhigem Steigen – der sogenannten Restitution. Flüge bis zum Sonnenuntergang sind hier keine Seltenheit und bieten ein spektakuläres Lichtspiel an den gegenüberliegenden Felswänden des Reißeck.

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Kritische Startbedingungen

Vorsicht ist geboten, wenn der überregionale Wind eine deutliche Nordkomponente hat. Obwohl der Startplatz durch den Polinik-Kamm geschützt scheint, kann Nordwind als Lee-Rotor über den Grat "schwappen". Anzeichen hierfür sind böige, richtungswechselnde Winde am Startplatz oder Wolkenfahnen an den hohen Gipfeln (Ankogel, Sonnblick) im Norden. Bei starkem Westwind kann der Startplatz ebenfalls turbulent sein, da der Wind durch das Drautal und über den Iselsberg kanalisiert wird.

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Aerologie: Das komplexe Windsystem des Mölltals

Um in Semslach sicher und erfolgreich zu fliegen, ist ein tiefes Verständnis der lokalen Aerologie unerlässlich. Das Mölltal ist kein einfaches Tal; es ist ein thermodynamischer Motor.

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Die Mechanik der "Talwind-Pumpe"

Das Mölltal saugt als Zubringer Luftmassen in das Hitzetief der Zentralalpen. Wenn sich die massiven Felsmassive des Großglockners und Ankogels aufheizen, ziehen sie Luft wie ein gigantischer Staubsauger an. Diese Luft muss irgendwoher kommen – sie strömt aus den weiten Becken Oberkärntens (Millstätter See, Drautal) nach.

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Das Biest am Talboden

Pilotenberichte und Forumsdiskussionen warnen immer wieder eindringlich vor der Stärke des Talwindes. Er kann am Talboden bei Obervellach Geschwindigkeiten von 40-50 km/h erreichen, selbst wenn am Startplatz Himmelbauer (500m höher) nur ein laues Lüftchen weht.  

Die Scherschicht: Der kritischste Punkt ist oft der Übergang von der thermischen Hangströmung in den laminaren Talwind. Diese Scherschicht kann turbulent sein. Piloten, die zum Landen absteigen, spüren oft einen plötzlichen Zuwachs an Gegenwind und Turbulenz, sobald sie unter ca. 1.000m MSL sinken.

Düseneffekte: An Engstellen im Tal (z.B. bei Kolbnitz oder Penk) beschleunigt sich der Wind zusätzlich (Venturi-Effekt). Obervellach liegt in einer leichten Talweitung, was den Wind etwas abmildern kann, aber er bleibt eine dominante Kraft.

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Das "Kärntner Arschloch" und lokale Lee-Fallen

Ein derber, aber in der Pilotenszene fest verankerter Begriff ist das "Kärntner Arschloch". Dieser Begriff bezeichnet spezifische, extrem turbulente Lee-Gebiete im Kärntner Raum, die oft an Talkreuzungen oder hinter markanten Geländerippen entstehen, wenn der Talwind darauf prallt. Im Kontext des Mölltals bezieht sich dies oft auf Bereiche, wo Seitentäler einmünden oder wo der Talwind über Bergrücken "schwappt".  

Gefahrenzone: Piloten müssen extrem vorsichtig sein, wenn sie bei starkem Talwind versuchen, auf der Leeseite von Geländerippen zu soaren oder diese zu tief zu überqueren. Die Devise lautet: Immer an der luvseitigen Flanke bleiben oder hoch genug über dem Grat fliegen.

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Gefahrenschwerpunkt: Der "Pilotengrill"

Kein seriöser Guide über Semslach darf die Gefahr der Hochspannungsleitungen verschweigen. Das Mölltal ist eine Hauptschlagader der österreichischen Energieversorgung (Verbund AG, Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck).

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Die Infrastruktur-Falle

Durch das Tal und quer über die Hänge verlaufen mächtige 220-kV- und 380-kV-Leitungen.

Sichtbarkeit: Diese Leitungen sind vor dem dunklen Hintergrund der Nadelwälder oft extrem schwer zu erkennen. Die Masten stehen weit auseinander, was dazu führt, dass die Seile dazwischen weit durchhängen und ihre Höhe über Grund variiert.

Der "Pilotengrill": Dieser zynische Name bezeichnet Abschnitte, die quer zur üblichen Flugroute oder direkt in thermisch aktiven Zonen verlaufen. Ein Pilot, der eng in einer Thermik kreist („kurbelt“) und sich dabei vom Wind versetzen lässt, kann unbemerkt in die Nähe der Leitungen driften.

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Taktische Vermeidung

Vorflug-Check: Studieren Sie Satellitenbilder (Google Earth) und identifizieren Sie die Trassenverläufe bevor Sie zum Startplatz fahren.

Höhenreserve: Überfliegen Sie Leitungen niemals knapp. Planen Sie mindestens 100 Meter Sicherheitsabstand ein.

Blickwinkel: Versuchen Sie, die Masten zu lokalisieren, nicht die Seile. Wenn Sie zwei Masten sehen, ziehen Sie in Gedanken eine Linie dazwischen – das ist Ihre Todeszone.

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Der Hausbart am Himmelbauer

Nach dem Start führt der Weg meist nach rechts (Westen) oder direkt über die Serpentinen der Straße. Hier, wo der Fels durch den Wald bricht und die Straße den Hang anschneidet, löst sich oft der "Hausbart". Er ist zuverlässig, aber oft eng und ruppig, bedingt durch die Thermikablösung aus dem steilen Gelände.

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Soaring und lokales Fliegen

Für Piloten, die nicht auf Strecke gehen wollen, bietet der Hangrücken zwischen Obervellach und dem Danielsberg wunderbare Soaring-Möglichkeiten. Man kann stundenlang im Aufwindband pendeln, die Aussicht auf die Reißeckbahn (eine Standseilbahn auf der gegenüberliegenden Talseite) genießen und die Dynamik des Tals beobachten.

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Streckenflug: Der Sprung zum Reißeck

Für ambitionierte Piloten ist Himmelbauer oft nur das Sprungbrett. Das eigentliche Ziel ist die Reißeck-Gruppe auf der Südseite des Tals.

Die Transition: Um vom Himmelbauer (Nordseite) zum Reißeck (Südseite) zu wechseln, muss man das Tal queren. Dies ist taktisch anspruchsvoll. Man benötigt maximale Höhe am Himmelbauer (mindestens 2.000m+), um die Talmitte mit ihren sinkenden Luftmassen und dem starken Talwind sicher zu überbrücken.

Ziel: Man zielt auf die sonnenbeschienenen Flanken des Reißeck, idealerweise westlich der Staumauer oder direkt über den Startplätzen der Reißeckbahn. Hat man dort Anschluss gefunden, öffnet sich die "Rennstrecke" Richtung Westen zum Großglockner oder Osten zum Katschberg.

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Das Mölltal-Dreieck

Ein Klassiker für XC-Piloten ist das FAI-Dreieck im Mölltal.  

Herausforderung: Das Schließen des Dreiecks ist oft der schwierigste Teil. Gegen den am Nachmittag oft brachialen Talwind zurückzufliegen, erfordert eine clevere Linienwahl (hoch bleiben, Relief nutzen). Wer zu tief kommt, wird "gegroundet" und muss in einem der zahlreichen Außenlandefelder landen – oder schlimmer, gegen den Wind im Rückwärtsgang landen.

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Der Landeplatz: Semslach / Gasthof Semslacherhof

Die Landung in Semslach ist der Abschluss jedes Fluges und erfordert volle Konzentration.

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Technische Daten

Höhe: 830 Meter MSL.  

Koordinaten: N 46° 56' 07", E 13° 10' 58".  

Lage: Wiese direkt hinter dem Gasthof Semslacherhof.

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Anflugtaktik

Der Landeplatz liegt tief im Tal. Die Hauptgefahr ist der Talwindgradient.

Abbauhöhe: Vernichten Sie Höhe niemals direkt über der Landewiese oder dem Hotel, sondern versetzt über den freien Feldern.

Lande-Volte: Fliegen Sie eine saubere Linksvolte (DBOT). Achten Sie peinlich genau auf die Windrichtung. Der Wind kommt meist von Ost/Südost (talaufwärts).

Endanflug: Rechnen Sie im Endanflug damit, dass der Wind zunimmt und Ihre Vorwärtsfahrt abnimmt. Fliegen Sie mit Geschwindigkeitsüberschuss an (Hände hoch, Trimmer offen), um Durchsacken im Windgradienten zu vermeiden.

Turbulenz: Die Gebäude des Semslacherhofs und die umliegenden Baumreihen können bei starkem Talwind Rotoren erzeugen. Landen Sie nicht im Lee dieser Hindernisse.

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Vergleich mit Nachbargebieten

Um die Position von Semslach einzuordnen, lohnt sich ein Vergleich mit den Giganten der Region.

Wie die Tabelle zeigt, punktet Semslach durch Logistik und Entspannung, während Emberger Alm und Reißeck eher sportlich orientiert sind.

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Wo Piloten schlafen und essen

Almgasthof Himmelbauer: Die Top-Adresse für alle, die "im Bett starten" wollen. Die Küche ist exzellent (Kärntner Kasnudeln, Schweinsbraten), die Aussicht von der Terrasse legendär. Es gibt Zimmer und Matratzenlager. Preise variieren (z.B. Matratzenlager ca. 37 €, Zimmer ca. 55-80 € inkl. Frühstück ), eine Reservierung ist in der Hochsaison zwingend.  

Gasthof Semslacherhof: Ideal für Landebier und Übernachtung direkt am Landeplatz. Von hier aus ist man schnell wieder auf der Straße oder am Bahnhof.

Camping: Wildcampen ist in Österreich streng reglementiert und oft verboten. Offizielle Campingplätze finden sich in Obervellach und Döbriach/Millstätter See.

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Flugschulen und Tandem

Die lokale Kompetenz liegt bei FlyCarinthia (Gerhard Fischer). Sie bieten Tandemflüge, Ausbildung und Reisen an. Wer neu im Gebiet ist, tut gut daran, Kontakt aufzunehmen oder zumindest am Startplatz das Gespräch mit den Fluglehrern zu suchen, um aktuelle Briefings zu erhalten.

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Alternativen: Wenn es nicht fliegt

Das Mölltal bietet exzellente Alternativen bei unfliegbarem Wetter:

Wandern: Die Tour auf das Stubeck (2.370m) von der Frido-Kordon-Hütte aus ist ein Klassiker. Das Stubeck gilt auch als einfacher Skitourenberg im Winter und als potenzieller Hike-and-Fly-Gipfel (bei passendem Wind).  

Wasser: Die Groppensteinschlucht bei Obervellach ist ein spektakuläres Naturerlebnis mit Wasserfällen und Stegen. Rafting auf der Möll ist ebenfalls beliebt.

Kultur & Technik: Ein Besuch der Reißeck-Bergbahnen (wenn in Betrieb) oder der Staumauern bietet Einblicke in die Energiewirtschaft.

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Ausrüstungsempfehlung

Welches Material funktioniert hier am besten?

Schirm: Ein solider High-B Schirm ist das ideale Werkzeug für Semslach. Er bietet genug Leistung für den Sprung zum Reißeck, ist aber passiv sicher genug, um die Turbulenzen des Talwinds und der Thermik zu absorbieren.

Gurtzeug: Ein Gurtzeug mit gutem Protektor ist Pflicht, besonders wegen der potenziell harten Landungen bei Talwind. Ein Beinsack (Pod) hilft gegen die Kälte in der Höhe, ist aber kein Muss für lokale Flüge.

Instrumente: Ein Vario mit GPS ist Standard. Wichtig: Luftraumdateien aktuell halten! Auch wenn das Mölltal relativ frei ist, gibt es in der weiteren Umgebung (Nationalpark Hohe Tauern) Schutzzonen für Wildtiere, die respektiert werden müssen.

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Fazit

Semslach/Himmelbauer ist ein Juwel, das oft im Schatten seiner berühmten Nachbarn steht. Es ist kein Ort für Piloten, die "Kilometer fressen" müssen, um glücklich zu sein – obwohl es möglich ist. Es ist ein Ort für den Gourmet-Piloten: Jemand, der die Ästhetik eines perfekten Starts vor einer grandiosen Kulisse schätzt, der die Herausforderung einer taktischen Talquerung sucht, aber auch die Qualität eines frisch gezapften Bieres auf der Sonnenterrasse direkt nach dem Top-Landing (oder vor dem Start) zu würdigen weiß.

Wer jedoch den Respekt vor dem Talwind verliert oder die Hochspannungsleitungen ignoriert, wird die Zähne des Mölltals zu spüren bekommen. Fliegen Sie konservativ, nutzen Sie die Randzeiten des Tages und lassen Sie sich auf den Rhythmus dieses einzigartigen Tales ein. Dann wird der Himmelbauer seinem Namen alle Ehre machen.

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