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St. Martin

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.6384°N, 10.8537°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

St. Martin Startplatz

Start
Höhe1723m ü. M.
Koord.46.6384, 10.8537
WindSW
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St. Martin Landeplatz

Landung
Höhe652m ü. M.
Koord.46.6120, 10.8565
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Umfassender Forschungsbericht: Gleitschirmflug-Operationsanalyse für die Region St. Martin (Deutschland/Österreich)

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Zielsetzung und Umfang des Berichts

Dieser Forschungsbericht dient als detailliertes operatives Handbuch für Gleitschirmpiloten, die Flugaktivitäten im Raum St. Martin planen. Im Gegensatz zu statischen Datenbankeinträgen (wie etwa beim DHV oder Paragliding365), die sich oft auf Koordinaten und Basisdaten beschränken, bietet dieses Dokument eine tiefergehende Analyse der meteorologischen Besonderheiten, logistischen Herausforderungen und sicherheitsrelevanten "Insider"-Informationen. Ziel ist es, die Lücke zwischen den offiziellen Geländedaten und der gelebten Flugpraxis vor Ort zu schließen.

Ein wesentlicher Aspekt dieser Analyse ist zunächst die geografische Disambiguierung. Der Ortsname "St. Martin" ist im deutschsprachigen Alpenraum und den angrenzenden Mittelgebirgen omnipräsent, was bei der Flugplanung zu gefährlichen Verwechslungen führen kann.

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Identifikation der Fluggebiete

Die Recherche identifiziert drei primäre Cluster, die unter dem Suchbegriff "Gleitschirm Startplatz St. Martin" relevant sind:

St. Martin im Lungau (Österreich, Salzburger Land): Dies ist das meteorologisch und fliegerisch bedeutendste Gebiet im Kontext der Anfrage. Es bildet die Basis für die Flugberge Speiereck, Aineck und den lokalen Übungshang Jocham. Aufgrund der umfangreichen Datenlage und der hohen Relevanz für Strecken- sowie Genusspiloten liegt der Fokus dieses Berichts zu ca. 85 % auf diesem Areal.  

St. Martin (Pfalz, Deutschland): Gelegen am Rande des Pfälzerwaldes unterhalb der Kalmit. Hierbei handelt es sich um ein klassisches Mittelgebirgsfluggelände, das oft von Piloten aus dem Rhein-Neckar-Raum frequentiert wird. Obwohl weniger alpin, ist es für die deutsche Fliegerszene von Bedeutung.  

St. Martin im Kofel (Südtirol/Italien): Oft nur als "St. Martin" bezeichnet, liegt dieses Gebiet im Vinschgau bei Latsch. Da die Anfrage explizit "Deutschland/Österreich" nannte, wird dieses Gebiet nur zur Abgrenzung und Vermeidung von Navigationsfehlern behandelt, wenngleich es im deutschsprachigen Pilotenkreis sehr beliebt ist.  

Der vorliegende Bericht konzentriert sich auf die Region Lungau (Österreich) als primäres "St. Martin"-Flugmekka, da hier die Komplexität der aerologischen Systeme (Talwind, Föhn, thermische Ergiebigkeit) eine detaillierte Auseinandersetzung erfordert, die weit über einen Standard-Guide hinausgeht.

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Geografischer Kontext: Das Lungauer Becken

St. Martin im Lungau liegt in einer inneralpinen Beckenlage auf über 1.000 Metern Seehöhe. Diese geografische Besonderheit ist der Schlüssel zum Verständnis des gesamten Fluggebietes. Das Becken wird im Norden von den Niederen Tauern und im Süden von den Nockbergen begrenzt. Diese Topografie schafft ein Mikroklima, das sich signifikant von den Nordalpen (z.B. Kössen, Garmisch) unterscheidet.  

Das Becken wirkt wie ein Hitzespeicher. Die Sonneneinstrahlung erwärmt den Talboden effizient, was – kombiniert mit der bereits hohen Ausgangshöhe – zu einer überdurchschnittlich hohen Wolkenbasis führt. Berichte bestätigen, dass Basishöhen von über 3.000 Metern, im Hochsommer sogar bis 4.000 Meter, keine Seltenheit sind. Für Piloten bedeutet dies, dass St. Martin nicht nur ein "Abgleiter-Berg" ist, sondern ein strategischer Ausgangspunkt für hochalpine Streckenflüge.

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Die "Tauernschleuse" und ihre aerologischen Konsequenzen

Ein kritischer Faktor für die Sicherheit in St. Martin ist die Nähe zum Katschbergpass. Der Ort liegt unmittelbar nördlich dieser Passhöhe, die eine der niedrigsten Einschnitte im Alpenhauptkamm darstellt. Dies macht die Region extrem anfällig für Druckausgleichsströmungen zwischen Nord- und Südalpen.

Während die hohen Tauern im Norden viele Schlechtwetterfronten abblocken ("Nordstau"), wirkt der Katschbergpass bei südlichen Überdrucklagen als Düse. Dieser Effekt, lokal als "Katschberg-Jet" bekannt, kann dazu führen, dass in St. Martin fliegbare Bedingungen suggeriert werden, während in der Höhe bereits ein gefährlicher Südföhnsturm durchbricht. Die Analyse der Unfallstatistiken und Pilotenberichte zeigt, dass das Unterschätzen dieses Düseneffekts eine der Hauptgefahrenquellen darstellt.

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Detaillierte Analyse der Startplätze

Im Gegensatz zur vereinfachten Darstellung in vielen Apps verfügt St. Martin über ein differenziertes System an Startplätzen, die je nach Jahreszeit, Windrichtung und Könnensstufe gewählt werden müssen.

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Jocham: Der "Hidden Champion" von St. Martin

Obwohl der Speiereck oft im Rampenlicht steht, ist der Startplatz Jocham (oft auch Jochambauer genannt) das eigentliche Herzstück für die lokale Pilotenszene in St. Martin.  

Standort und Charakteristik: Der Startplatz liegt auf ca. 1.324 m bis 1.350 m MSL, direkt oberhalb des Ortes St. Martin (Ortsteil Martinihof). Es handelt sich um eine Wiese mit einer Höhendifferenz von ca. 280 bis 300 Metern zum Landeplatz.  

Logistik: Der Zugang erfolgt über eine asphaltierte Straße bis zum Bauernhof Martinihof. Von dort ist es ein kurzer Fußmarsch von etwa 5 bis 10 Minuten. Parkmöglichkeiten sind begrenzt; es wird dringend empfohlen, Fahrzeuge am offiziellen Landeplatz stehen zu lassen und Fahrgemeinschaften zu bilden oder den Shuttle zu nutzen, um Konflikte mit der Landwirtschaft zu vermeiden.  

Aerologisches Profil: Jocham ist nach Süd (S) bis Südwest (SW) ausgerichtet. Die Besonderheit dieses Platzes liegt in seiner abendlichen Thermikgüte. Wenn die großen thermischen Systeme am Speiereck am späten Nachmittag "einschlafen" oder überentwickeln, bildet sich vor dem Jocham oft eine sogenannte Umkehrthermik. Wenn der Talwindsystem kippt und die Luftmassen im Tal zur Ruhe kommen, entsteht über der Mitte des Tales eine Konvergenz, die vom Jocham aus sanftes Soaring und ruhiges Thermikfliegen bis in den Sonnenuntergang ermöglicht. Dies macht ihn zum idealen "Feierabendberg".  

Warnhinweis: Bei westlichen Windkomponenten ist Vorsicht geboten. Eine Baumreihe in der Nähe des Startplatzes kann bei Westwind für signifikante Leeturbulenzen sorgen. Piloten sollten bei Seitenwindkomponenten von rechts (West) den Start kritisch hinterfragen.

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Speiereck: Der alpine Riese

Das Speiereck (2.411 m) dominiert die Kulisse von St. Martin und bietet hochalpine Startmöglichkeiten, die eine ganzjährige Nutzung erlauben.

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Startplatz Peterbauerkreuz (2.010 m)

Dies ist der Standardstartplatz, der in den meisten Datenbanken referenziert wird.  

Ausrichtung: Süd (S), Südost (SO) und Südwest (SW).

Besonderheiten: Der Platz ist eine steile Almwiese unterhalb der Bergstation der Sonnenbahn. Im Winter ist der Startplatz direkt von der Skipiste aus erreichbar ("Ski & Fly"). Die Thermik löst hier sehr zuverlässig ab, oft direkt südlich des Windsacks oder an der Waldkante ("Holzschlag") westlich davon.  

Gefahrenpotential: Bei starkem Südföhn ist dieser Startplatz extrem exponiert. Die Turbulenzen des Katschberg-Jets schlagen hier voll durch.

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Startplatz Gipfel (2.400 m)

Für Piloten, die bei nördlichen Windrichtungen starten müssen oder maximale Ausgangshöhe für Streckenflüge benötigen.  

Ausrichtung: Nord (N), Nordost (NO), Ost (O).

Logistik: Erfordert einen Fußmarsch von der Bergstation zum Gipfelkreuz.

Taktik: Ein Start nach Norden führt den Piloten auf die "Rückseite" des Berges, weg vom Landeplatz St. Martin. Dies erfordert entweder genügend thermische Höhe, um den Grat zu überhöhen und auf die Südseite zu wechseln, oder eine geplante Landung in den nördlichen Tälern (z.B. Zederhaus), was eine Rückhollogistik erforderlich macht.

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Aineck: Die Westflanke

Das Aineck (2.220 m), westlich vom Speiereck gelegen, ist über die Katschbergbahnen oder im Winter über die Skischaukel von St. Margarethen erreichbar.  

Ausrichtung: West-Nordwest (W-NW).

Limitierung: Im Gegensatz zum Speiereck ist der Drachentransport hier oft nicht möglich bzw. eingeschränkt.  

Sicherheitswarnung: Das Aineck liegt noch näher am Katschbergpass. Bei Südlagen ist die Windgeschwindigkeit hier oft deutlich höher als am Speiereck. Wenn am Aineck "die Fetzen fliegen", kann es am Speiereck noch startbar sein – oder umgekehrt. Ein Vergleich der Windwerte beider Gipfelstationen ist obligatorisch.

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Meteorologische Masterclass: Das Lungauer System

Für einen sicheren Flugbetrieb in St. Martin reicht der Blick auf eine Standard-Wetter-App nicht aus. Das lokale Mikroklima erfordert eine spezifische Analyse.

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Die Föhn-Diagnose

Wie bereits erwähnt, ist der Südföhn die größte Gefahr. Die lokalen Experten des DFC Lungau nutzen eine spezifische Metrik zur Risikobewertung, die jeder Gastpilot kennen muss: die Druckdifferenz Klagenfurt – Salzburg.  

Die Faustformel der Einheimischen lautet:

< 2 hPa: Unbedenklich, normales thermisches Fliegen.

3 hPa: Grenzbereich. Es wird "sportlich". Turbulenzen nehmen zu, der Talwind verstärkt sich.

≥ 4 hPa: Absolute No-Fly Zone. Bei dieser Druckdifferenz bricht der Föhnsturm durch das Nadelöhr Katschberg. Selbst wenn es im Tal windstill wirkt (Kaltluftsee), herrschen in der Höhe zerstörerische Winde.

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Das Talwindsystem und die "Lande-Falle"

Der Lungauer Talwind, oft "Murtalwind" genannt, weht vorwiegend aus Osten. Dies hat drastische Konsequenzen für den Landeanflug in St. Martin.  

Tagesgang: Vormittags ist es oft windstill oder es herrscht leichter Bergwind. Ab ca. 11:00 Uhr setzt die Thermik ein, und ab ca. 13:00 Uhr springt der Talwind an. Am späten Nachmittag kann dieser Wind am Landeplatz Geschwindigkeiten von 20–25 km/h erreichen.

Die Lee-Falle am Landeplatz: Der offizielle Landeplatz in St. Martin (neben dem Clubhaus) wird im Osten von einer Straße, Gebäuden und hohen Sträuchern begrenzt. Bei starkem Ostwind (Talwind) erzeugen diese Hindernisse einen ausgeprägten Lee-Rotor im Endanflugbereich.  

Handlungsanweisung: Piloten dürfen bei Ostwind keinesfalls tief über die Straße und die Hindernisse anfliegen ("kratzen"). Der Anflug muss "lang" in das Feld hineingelegt werden, mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu den Leequellen. Ein abruptes Durchsacken aus 10 Metern Höhe ist hier ein klassisches Unfallszenario.

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Winterthermik: Das "Sonnenstudio"

Eine Besonderheit des Lungaus ist die ganzjährige Fliegbarkeit. Während viele Nordalpengebiete im Winter thermisch inaktiv sind ("tote Luft"), erlaubt die trockene, kontinentale Luftmasse im Lungau auch im Januar und Februar thermische Flüge. Die Kombination aus schneebedeckten Flanken (hohe Albedo) und dunklen Waldflächen (Holzschläge) erzeugt starke Temperaturkontraste. Piloten berichten von Soaring-Bedingungen und Thermikbärten selbst an den kürzesten Tagen des Jahres. Dies macht St. Martin zu einem Geheimtipp für Piloten, die im Winter nicht nur abgleiten wollen ("Winterflucht").

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Auffahrt und Bergbahnen

Die logistische Situation in St. Martin variiert stark zwischen Sommer- und Wintersaison. Hier passieren Gastpiloten die meisten Fehler.

Wintersaison: Der Betrieb ist nahtlos. Die Sonnenbahn (direkt in St. Martin) und die Großeckbahn (Mauterndorf) laufen täglich für den Skibetrieb. Piloten können mit Ski und Schirm die Lifte nutzen. Der Startplatz Peterbauerkreuz ist direkt präpariert.

Sommersaison – Die "Sonnenbahn-Lücke": Im Sommer fährt die Sonnenbahn (St. Martin) oft nicht täglich. Viele Piloten stehen frustriert vor geschlossenen Türen. Die Großeckbahn in Mauterndorf fährt zwar öfter, erfordert aber einen längeren Fußmarsch (ca. 30–45 Minuten) zum Startplatz Peterbauer quer durch das Gelände.  

Die Lösung: Der DFC-Clubbus: Der lokale Club DFC Lungau organisiert im Sommer an fliegbaren Wochenenden einen Shuttle-Dienst mit dem Clubbus. Treffpunkt ist meist um 10:00 Uhr am Clubhaus/Landeplatz in St. Martin. Dies ist nicht nur bequemer, sondern auch der beste Weg, um aktuelles Briefing von Einheimischen zu erhalten. Es wird dringend empfohlen, sich vorab auf der Website oder via Facebook über den Status des Busses zu informieren.

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Landeplatz und Clubhaus

Der Landeplatz in St. Martin ist großzügig dimensioniert und auch für Drachenflieger geeignet. Er liegt auf 1.042 m MSL.  

Ausstattung: Windsack, Packwiese.

Social Hub: Das Clubhaus des DFC Lungau befindet sich direkt am Landeplatz. Es ist der zentrale Treffpunkt für "Lande-Bier", Debriefings und Wetterupdates.  

Webcams: Um die Bedingungen vorab zu prüfen, ist die Webcam am Peterbauerkreuz essenziell. Sie schwenkt über den Startplatz und zeigt oft die Windsäcke. Ein Blick auf die Seen im Süden (Weißensee, Millstätter See) via überregionaler Webcams hilft zudem, Schaumkronen als Indikator für den Nordföhn/Südföhn zu erkennen.

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Unterkunft und "Pilot-Friendly" Hosts

Da der Lungau stark touristisch geprägt ist, gibt es zahlreiche Unterkünfte. Für Piloten sind Betriebe in St. Martin oder St. Michael strategisch am besten, da sie nahe am Landeplatz und der Sonnenbahn liegen.

Beispiel: Das "Haus Alpenblick" in St. Margarethen oder die "Frühstückspension Hedwig Kremser" bieten sich an.  

Camping: Wildcampen am Landeplatz ist in Österreich generell problematisch und wird streng kontrolliert. Es wird empfohlen, offizielle Campingplätze in Mauterndorf oder St. Michael zu nutzen.

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Streckenflug (XC) und Performance

St. Martin ist ein idealer Ausgangspunkt für FAI-Dreiecke und weite Streckenflüge. Die hohe Basis und die zuverlässige Thermik ermöglichen Flüge, die in anderen Regionen an der Stabilität scheitern würden.

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Die Standard-Routen

Die "Pinzgau-Rennstrecke": Vom Speiereck nach Westen Richtung Gerlos/Zillertal. Dies ist eine klassische "Rennstrecke" entlang des Hauptkamms.

Das "Lungau-Dreieck": Start Speiereck -> Wende am Mosermandl oder Faulkogel (Norden/Zederhaus) -> Querung nach Osten zum Preber -> Rückflug über das Tamsweger Becken.

Die Kärnten-Connection: Eine Querung über den Katschberg in die Nockberge ist möglich, aber meteorologisch anspruchsvoll. Sie erfordert eine sehr hohe Basishöhe (mindestens 3.000 m), um den Düseneffekt am Pass sicher zu überfliegen.

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Luftraumstruktur

Piloten müssen sich der vertikalen Grenzen bewusst sein. Obwohl man sich im Hochgebirge wähnt, gibt es Deckel:

CTA C (Salzburg): Beginnt bei 3.810 m (FL 125).  

CTA Glockner: Reicht teilweise in den Lungau und beginnt bei 4.420 m (FL 145).  

Hinweis: An "Hammertagen" mit Basishöhen von 4.000 Metern ist der Einflug in die CTA C eine reale Gefahr. Ein Verstoß gefährdet nicht nur die Lizenz, sondern den Fortbestand des Fluggebietes. Ein Höhenmesser mit Luftraumwarnung ist Pflicht.

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St. Martin im Kofel (Südtirol)

Für Piloten, die eigentlich nach "Sonne und Pizza" suchen und versehentlich im Lungau gelandet sind: Das "andere" St. Martin liegt im Vinschgau.

Startplatz: 1.723 m, Südwest-Ausrichtung.  

Charakter: Anspruchsvolles Gelände, kaum beflogen. Der Landeplatz ist oft schwierig (Sportplatz oder kleine Wiesen), da das Tal eng ist und starke Talwinde (Vinschger Wind) herrschen. Im Gegensatz zum Lungau (breites Becken, große Landewiesen) ist dies eher ein Gebiet für Individualisten und "Hike & Fly"-Experten.

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St. Martin (Pfalz)

Das deutsche Pendant ist primär für Piloten relevant, die an der Weinstraße fliegen wollen.

Start: Kalmit.

Charakter: Mittelgebirgsfliegen, Soaring im Rheintalwind. Technisch weniger anspruchsvoll als die alpinen Bedingungen im Lungau, aber landschaftlich reizvoll über den Weinbergen.

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Sicherheitshinweise und Notfallmanagement

Zusammenfassend lassen sich aus den recherchierten Daten folgende "Golden Rules" für St. Martin im Lungau ableiten:  

Respektiere den Druck: Checke vor jedem Flugtag die Druckdifferenz Klagenfurt-Salzburg. Ignoriere Apps, die "leicht fliegbaren Wind" versprechen, wenn der Druckgradient > 3 hPa ist.

Landeplatz-Disziplin: Bei Ostwind (Talwind) immer weit in das Feld hinein landen. Meide die Straße und die Häuserzeile im Osten.

Winter-Equipment: Unterschätze nicht die Kälte. Wer im Januar auf 2.400 Meter aufdreht, benötigt beheizbare Handschuhe und Kälteschutz für das Vario/Smartphone (Akkus sterben schnell).

Sichtflug: Im Winter bei bedecktem Himmel ("Diffuslicht") ist die Konturwahrnehmung auf den verschneiten Hängen gleich null. Landungen im Gelände ("Außenlandung") können durch unsichtbare Gräben oder Zäune gefährlich werden. Bleibe in der Nähe präparierter Flächen oder bekannter Strukturen.

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Fazit

St. Martin im Lungau ist weit mehr als ein Standard-Flugberg. Es ist eine hochalpine Arena, die aufgrund ihrer Beckenlage meteorologische Privilegien genießt, die im Alpenraum selten sind – insbesondere die Winterthermik. Doch dieses Privileg kommt mit einem Preis: der Anfälligkeit für Föhn und komplexe Talwindsysteme.

Dieser Guide ersetzt nicht den gesunden Menschenverstand oder das Gespräch mit den Locals. Ein Besuch im Clubhaus des DFC Lungau oder ein Anruf beim "Obmann" sollte für Erstbesucher obligatorisch sein. Wer die Regeln des "Lungauer Hammers" respektiert, wird hier Flüge erleben, die in Erinnerung bleiben – sei es ein 100-km-Dreieck im Juli oder ein sanfter Soaring-Abend im Januar.  

Hinweis: Alle Angaben basieren auf dem Recherchestand vom Februar 2026. Fluggebiete unterliegen Veränderungen durch Naturschutz, Pachtverträge und Baumaßnahmen. Konsultieren Sie vor Ort immer die aktuelle Informationstafel.

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