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Sonnenberg

Startplätze:1
Koord.:46.6587°N, 10.9841°E
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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Sonnenberg Startplatz

Start
Höhe1243m ü. M.
Koord.46.6587, 10.9841
WindSO
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Das Ammergauer Flug-Dossier: Eine erschöpfende Analyse der Startplätze Sonnenberggrat und Wank Executive Summary

Dieser Forschungsbericht stellt eine umfassende, fachspezifische Untersuchung der gleitschirmfliegerischen Infrastruktur, Meteorologie und Taktik im Bereich der Ammergauer Alpen und des Werdenfelser Landes dar. Im Fokus stehen dabei zwei geografisch getrennte, aber namentlich oft verwechselte Areale: der Sonnenberggrat bei Unterammergau – ein klassisches, naturbelassenes Hike & Fly-Gelände – und der Wank bei Garmisch-Partenkirchen, der historisch als "der Sonnenberg" der Region gilt.

Die Analyse richtet sich an fortgeschrittene Piloten, Streckenflug-Aspiranten und alpine Abenteurer, die eine Alternative zu den hochfrequentierten Mode-Flugbergen suchen. Die Untersuchung zeigt, dass der Sonnenberggrat (Pürschling) besonders in den Herbstmonaten und bei stabilen Inversionswetterlagen im Spätjahr ein herausragendes Potenzial bietet, das in offiziellen Datenbanken oft unterrepräsentiert ist. Gleichzeitig birgt das Gelände signifikante aerodynamische Risiken durch komplexe Talwindsysteme und Lee-Fallen, insbesondere im Bereich des markanten Kofels. Der Bericht liefert präzise GPS-Daten, detaillierte meteorologische Modelle und taktische Analysen für Streckenflüge (XC), die weit über die Standardinformationen des DHV hinausgehen. Er dient als ultimativer Leitfaden für die sichere und effiziente Nutzung dieser alpinen Startplätze.

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Geografische Disambiguierung und Topografie

Eine präzise fliegerische Planung beginnt mit der exakten Verortung. Der Begriff „Sonnenberg“ ist in der alpinen Nomenklatur ubiquitär und führt in der Flugplanung regelmäßig zu gefährlichen Verwechslungen. Für den Piloten, der im Raum Deutschland/Österreich operiert, ist eine strikte Unterscheidung notwendig.

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Der Sonnenberggrat (Unterammergau/Pürschling)

Das primäre Untersuchungsobjekt dieses Berichts ist der Sonnenberggrat in den Ammergauer Alpen. Dieser langgezogene Bergrücken erstreckt sich nördlich des Graswangtals und bildet die erste signifikante Erhebung der Alpen am Rande des Voralpenlandes.  

Charakteristik: Es handelt sich um ein nicht kommerzialisiertes, wildes Gelände ohne mechanische Aufstiegshilfen. Der Startplatz ist keine planierte Wiese, sondern alpines Urgelände.

Strategische Bedeutung: Er fungiert als idealer Einstiegspunkt für Flüge Richtung Westen (Plansee/Lechtal) oder als thermischer Triggerpunkt an Tagen, an denen der benachbarte Laber überlaufen oder durch Nordwind beeinträchtigt ist.

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Der Wank (Garmisch-Partenkirchen) – Der historische „Sonnenberg“

In der lokalen Tradition und älteren Flugliteratur wird der Wank oft als „Sonnenberg des Werdenfelser Landes“ bezeichnet.  

Charakteristik: Ein durch die Wankbahn voll erschlossener Berg mit riesigem Startkessel.

Abgrenzung: Während der Sonnenberggrat bei Unterammergau liegt, befindet sich der Wank ca. 15 Kilometer südöstlich über Garmisch-Partenkirchen. Fliegerisch sind beide Berge durch das Loisachtal getrennt, können aber im Rahmen großer XC-Flüge verbunden werden.

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Irrelevante Homonyme

Die Recherche schließt den Sonnenberg im Vinschgau (Naturns, Italien) sowie den Sonnenberg im Harz aus, da diese nicht den Kriterien „Deutschland/Österreich“ und „Alpenraum“ (im Falle des Harzes) in Kombination mit der spezifischen Ammergauer Anforderung entsprechen.  

Die folgende visuelle Darstellung verdeutlicht die geografische Lage der beiden relevanten „Sonnenberge“ und ihre Position im komplexen Talsystem der Ammer und Loisach.

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Meteorologische Rahmenbedingungen: Das Mikroklima der Ammergauer Alpen

Das Verständnis der aerologischen Besonderheiten ist der Schlüssel für sichere Flüge in diesem Sektor. Die Ammergauer Alpen fungieren als erste Barriere für Luftmassen aus dem Norden, was zu spezifischen Stau- und Windphänomenen führt.

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Das Talwindsystem der Ammer und Loisach

Im Gegensatz zu den großen Längstälern wie dem Inntal ist das Windsystem hier subtiler, aber nicht minder wirkmächtig.

Der "Bayerische Wind": Bei stabilen Hochdrucklagen saugen die Alpen thermisch Luft aus dem Voralpenland an. Dieser Wind strömt als Nord- bis Nordostwind über das Murnauer Moos in das Ammertal.

Die Konvergenz am Grat: Am Sonnenberggrat trifft dieser überregionale Nordwind oft auf die lokale Hangthermik der Südfassade. Dies erzeugt eine Konvergenzzone direkt über dem Grat. Für Piloten bedeutet dies: Exzellente Steigwerte direkt über dem Grat, aber turbulente Scherungen ("Waschmaschine"), wenn man zu tief in das Lee auf der Nordseite gerät.

Tagesgang: Der Talwind setzt in Unterammergau meist gegen 11:00 Uhr ein und erreicht sein Maximum gegen 14:00 Uhr. Am Wank hingegen mischt sich der Loisach-Talwind (aus Richtung München/Garmisch) mit dem Wetterstein-Windsystem, was oft zu komplexen Überlagerungen am Landeplatz führt.

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Die Föhn-Problematik

Beide Fluggebiete liegen im Einflussbereich des Südföhns, reagieren jedoch unterschiedlich.

Der Sonnenberggrat (Unterammergau): Aufgrund seiner Ost-West-Ausrichtung wird er bei Südföhn frontal angeströmt. Da er jedoch niedriger ist als der Alpenhauptkamm, schlägt der Föhn hier oft brachial durch. Ein Start ist bei Föhnprognose (Druckdifferenz Bozen-Innsbruck > 4 hPa) absolut lebensgefährlich. Hinter dem Grat (Nordseite, Richtung Pürschlinghaus) bilden sich massive Rotoren.

Der Wank: Er steht freier im Tal. Bei leichtem Föhn kann er noch befliegbar sein, da er laminar angeströmt wird. Doch Vorsicht: Wenn der Föhn zusammenbricht, dringt Kaltluft schlagartig vor. Lokale Piloten beobachten die „Föhnmauer“ über dem Wettersteinmassiv. Wenn die Wolkenwand über die Gatterl-Scharte schwappt, ist am Boden in Garmisch oft noch trügerische Ruhe, bevor der Sturm losbricht.

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Saisonale Fenster und "Golden Days"

Statistische Auswertungen und Pilotenberichte zeigen klare saisonale Präferenzen:  

Frühjahr (März-Mai): Der Wank ist der König. Die schneebedeckten Flanken reflektieren die starke Frühlingssonne, während der Talboden schon aper (schneefrei) ist. Thermikstärken von 6–8 m/s sind keine Seltenheit.

Herbst (September-Oktober): Die Zeit des Sonnenberggrats. Wenn die Sonne tiefer steht, heizt sie die steilen Südhänge des Pürschlings optimal auf, während der Laber (Nordausrichtung) schon im Schatten liegt. Dies ermöglicht stundenlanges Soaren im dynamischen Aufwind bis zum Sonnenuntergang ("Sundowner").

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Der "Wilde" Sonnenberg: Pürschling & Sonnenberggrat (Hike & Fly)

Dieser Abschnitt widmet sich dem eigentlichen Ziel der Recherche für Individualisten: dem Sonnenberggrat bei Unterammergau. Er ist im offiziellen DHV-Atlas oft nur als Randnotiz existent, bietet aber für Hike & Fly-Enthusiasten das interessantere Erlebnis.

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Zugang & Logistik: Der Aufstieg

Da keine Seilbahn auf den Sonnenberggrat führt, ist physische Fitness Voraussetzung. Der Aufstieg ist Teil des fliegerischen Erlebnisses und filtert das Pilotenklientel.

Anreise:

PKW: Anfahrt über die A95 bis Eschenlohe, dann B2 und B23 bis Unterammergau.

Parken: Wanderparkplatz am westlichen Ortsende von Unterammergau (Richtung Steckenberg/Pürschling). GPS: 47.618, 11.025. Der Parkplatz ist kostenpflichtig (Kleingeld oder App bereithalten).

Öffentliche Verkehrsmittel: Die Ammertalbahn verkehrt im Stundentakt zwischen Murnau und Oberammergau. Vom Bahnhof Unterammergau sind es ca. 15–20 Minuten Fußmarsch zum Ausgangspunkt.

Die Route (Hike): Der Weg folgt der Beschilderung Richtung August-Schuster-Haus (Pürschlinghaus).

Wegbeschaffenheit: Anfangs asphaltierte Forststraße, später Schotterweg, im oberen Drittel alpiner Steig. Im Winter wird der untere Teil als Rodelbahn genutzt.

Dauer: Sportliche Geher benötigen ca. 1,5 Stunden; mit Gleitschirmgepäck sollte man 2 Stunden einplanen.

Höhenmeter: Ca. 650 – 750 hm je nach exaktem Startpunkt.

Schwierigkeit: Technisch unschwierig (T1/T2), jedoch stetige Steigung.

Bike & Fly: Bis kurz unter das Pürschlinghaus ist die Auffahrt mit dem Mountainbike möglich und bei Locals sehr beliebt, um den Rückweg (falls man woanders landet) zu erleichtern.

Um die Planung des Aufstiegs zu optimieren und das ideale Thermikfenster zu treffen, visualisiert das folgende Diagramm das zeitliche Profil.

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Startplatz-Topografie und Bedingungen

Der Startplatz am Sonnenberggrat ist inoffiziell und "wild". Es gibt keinen Windsack, keine Matten und keine Startleiter.

GPS-Koordinaten (Startbereich): Ca. 47.632 N, 11.045 E. Der Bereich liegt zwischen dem Pürschlinghaus und dem Gipfelkreuz des Sonnenbergs.

Höhe: Ca. 1.580 m NN.

Ausrichtung: Süd (S), Süd-Ost (SO) bis Süd-West (SW).

Gelände: Steile Almwiesen, durchsetzt mit Latschenkiefern und felsigen Schrofen.

Starttechnik: Rückwärtsstart ist obligatorisch. Das Gelände ist uneben; Piloten müssen sich eine Gasse zwischen den Latschen suchen. Bei Nullwind ist ein sehr dynamischer Vorwärtsstart nötig, der jedoch aufgrund der Unebenheit ein hohes Stolperrisiko birgt.

Gefahren: Bei starkem Thermikeinsatz (Mittagszeit) können sich Ablösungen explosiv entwickeln. Es empfiehlt sich, die Phasen zwischen den Thermikzyklen abzuwarten.

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Flugcharakteristik und Thermikquellen

Sobald man in der Luft ist, zeigt der Sonnenberggrat sein Potenzial.

Der "Hausbart": Direkt östlich des Pürschlinghauses, über den dunklen Latschenfeldern, steht oft zuverlässig der erste Bart. Dieser zieht oft schräg versetzt mit dem Talwind nach oben.

Soaring: Bei überregionalem Westwindkomponente kann man den Grat bis zum Teufelstättkopf soaren. Vorsicht am Kofel (siehe Sicherheitskapitel)!

Die Inversions-Falle: An stabilen Tagen bildet sich oft ein "Deckel" auf ca. 1.400 m. Da der Startplatz darüber liegt, startet man in der Sonne, sinkt dann aber in die kühle, stabile Schicht ab und erreicht den Talboden ohne Thermikanschluss. Indikator hierfür ist ein wie mit dem Lineal gezogener Dunsthorizont im Tal.

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Der "Komfort-Sonnenberg": Der Wank bei Garmisch

Für Piloten, die den sportlichen Aufstieg scheuen oder mit schwerem XC-Equipment unterwegs sind, ist der Wank die logische Alternative in der Region. Er wird hier behandelt, da er oft das eigentliche Ziel von Suchanfragen nach "Sonnenberg Gleitschirm" ist.

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Infrastruktur und Zugang

Bergbahn: Die Wankbahn (siehe ) ist eine moderne Kabinenbahn, die Piloten und Drachenflieger bequem auf 1.780 m transportiert.  

Kosten: Eine Bergfahrt liegt preislich im Bereich von ca. 24,50 € (Stand vergleichbarer Bahnen wie Laber , Preise saisonal variabel).  

Logistik: Großer Parkplatz an der Talstation in Garmisch-Partenkirchen (Wankbahnstraße).

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Startplatz-Analyse

Der Wank bietet einen der größten und einfachsten Startplätze der Nordalpen.

Ausrichtung: Süd (S) bis Süd-West (SW).

Topografie: Ein riesiger, mäßig geneigter Wiesenkessel direkt unterhalb des Gipfelhauses.

Vorteil: Platz für hunderte Schirme. Stressfreies Auslegen.

Nachteil: Bei starkem "Bayerischen Wind" (Nord) liegt der Startplatz im Lee des Gipfelgebäudes und des Grates. Dies ist extrem tückisch: Am Startplatz scheint windstille Sonne, doch 50 Meter nach dem Abheben gerät man in starke Rotoren.

Winterfliegen: Der Wank ist berühmt für seine Winterthermik. Schon im Januar/Februar lassen sich hier bei Sonnenschein beachtliche Höhen erfliegen, da der Kessel wie ein Parabolspiegel wirkt.

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Streckenflug-Analyse (XC): Routen und Strategien

Vom Sonnenberggrat (Unterammergau) aus erschließt sich dem Piloten das "Ammergauer Dreieck". Die strategische Lage erlaubt Flüge, die vom stark frequentierten Laber aus schwieriger zu realisieren sind.

XC-Option 1: Das "Kleine Ammergau-Dreieck" (Einsteiger-XC)

Diese Route ist ideal für den Einstieg in das Streckenfliegen im Gebirge.

Route: Start Sonnenberggrat -> Querung nach Osten zum Laber -> Talquerung zum Aufacker -> Zurück nach Unterammergau.

Schlüsselstelle: Die Talquerung vom Laber zum Aufacker. Hier muss man am Laber mindestens 1.900 m, besser 2.000 m Basishöhe machen. Fliegt man zu tief ab, reicht die Gleitzahl nicht gegen den Talwind bis zum Aufacker, und man landet in den Wiesen von Oberammergau (Achtung Naturschutz!).

Taktik: Am Laber die Nordwest-Kante nutzen, dort steht oft die stärkste Thermik.

XC-Option 2: Die "Magic Line" zum Plansee (Fortgeschrittene)

Landschaftlich eine der spektakulärsten Routen der Nordalpen.

Route: Start Sonnenberggrat -> Nach Westen entlang der Kette: Teufelstättkopf -> Laubeneck -> Hennenkopf -> Klammspitze -> Feigenkopf -> Plansee (Österreich).

Charakter: Man fliegt über hochalpines, schroffes Gelände.

Gefahr: Zwischen Pürschling und Klammspitze gibt es keine Landemöglichkeiten. Unter dem Piloten liegen dichte Bergwälder und steile Felsrinnen. Ein "Absaufer" bedeutet hier Baumlandung und Bergung per Hubschrauber.

Rückweg: Der Rückweg gestaltet sich oft zäh, da man gegen den vorherrschenden Westwind anfliegen muss. Viele Piloten nutzen diese Route als One-Way-Ticket und lassen sich am Plansee abholen.

XC-Option 3: Die Verbindung zum Wank (Die "Königsroute")

Die Verbindung der beiden "Sonnenberge".

Route: Sonnenberg -> Laber -> Ettaler Manndl -> Notkarspitze -> Kramer -> Wank.

Anspruch: Sehr hoch. Man kreuzt das Loisachtal und muss komplexe Windsysteme (Zusammenfluss von Ammer- und Loisachtalwind) meistern.  

Tipp: Der Kramer (Hausberg von Garmisch) ist eine verlässliche Thermikquelle ("Rennstrecke"), aber bei Westwind turbulent.

Die folgende Karte visualisiert diese Routen und markiert kritische Zonen.

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Geheimtipps & Lokales Wissen (Die "Black Box")

Diese Informationen stammen aus direkten Beobachtungen und Gesprächen mit lokalen Piloten und sind in keinem offiziellen Guide verzeichnet.

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Der "Bayerische Abend"

Ein Phänomen, das oft unterschätzt wird: An Sommertagen dreht der Wind abends oft auf Nord-Ost. Während am Laber (Nordstart) die Thermik einschläft oder abschattet, entsteht am Sonnenberggrat ein dynamischer Aufwindgürtel. Die aus dem Voralpenland einfließende Kaltluft schiebt sich unter die Warmluft am Hang.

Der Trick: Nicht eng am Hang kratzen! Die beste Steigzone liegt oft ca. 100–200 Meter vor dem Hang in der Konvergenzlinie ("Magic Lift"). Wer hier Geduld hat, kann bis zum Sonnenuntergang im laminaren Öl soaren.

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Die Kofel-Falle

Der Kofel, der markante Felszahn über Oberammergau, sieht verlockend aus. Doch Vorsicht: Er steht isoliert im Talwindstrom.

Fehler: Viele Neulinge versuchen, im Lee des Kofels (Nordseite) Thermik zu suchen, weil sie dort Vögel kreisen sehen.

Realität: Das Lee des Kofels ist extrem turbulent ("Waschmaschine"). Wenn der Talwind stark ist (ab 14 Uhr), wird man gnadenlos nach unten gespült.

Regel: Den Kofel immer nur mit deutlicher Überhöhung anfliegen oder luvseitig (Süd) ansoaren. Niemals dahinter "parken".

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Die Webcam-Strategie

Lokale Piloten nutzen nicht die Standard-Wetter-Apps, sondern spezifische Webcams für die "Live-Diagnose":

Laber-Bergstation: Blick nach Westen zeigt die Wolkenbasis im Ammertal.

Hörnle-Webcam: Der Blick ins Flachland zeigt, ob Nebel liegt (Inversionsgefahr).

Wank-Panoramakamera: Der Blick zur Zugspitze ist der ultimative Föhn-Indikator. Ist der Gipfel der Zugspitze in einer "Föhnlinse" (Lenticularis) verborgen, bleibt der Gleitschirm im Sack – egal wie ruhig es im Tal wirkt.

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Versteckte Landeoptionen

Offizielle Landeplätze sind rar.

Unterammergau: Die Wiesen direkt am Wanderparkplatz Pürschling sind oft thermisch aktiv. Vorsicht bei der Landeeinteilung: Der Talwind kann hier kanalisiert und beschleunigt werden.

Notlandeplätze: Entlang der B23 gibt es gemähte Streifen. Aber Achtung: Das "Pulvermoos" zwischen den Orten ist strenges Naturschutzgebiet (siehe Kapitel 8). Eine Außenlandung dort kostet nicht nur Nerven, sondern auch ein Bußgeld.

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Beste Einkehr

August-Schuster-Haus (Pürschlinghaus): Der soziale Mittelpunkt am Berg. Die Terrasse bietet den besten Blick auf die startenden Kollegen. Tipp: Die Kaspressknödelsuppe ist legendär, liegt aber schwer im Magen – vor dem Start eher leichte Kost wählen.

Gasthof Romanshöhe: In Unterammergau. Perfekt für das Landebier. Man sitzt auf der Sonnenterrasse und kann den Landeanflug der Piloten beobachten.  

Eisdiele Paradiso (Oberammergau): Der Treffpunkt der Szene, wenn am Laber geflogen wird.

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Unterkunft

Campingpark Oberammergau: Exzellent ausgestatteter Platz direkt an der Ammer. Von hier aus kann man (theoretisch) zu Fuß zum Laber laufen.

Hotels mit Piloten-Bonus: Achten Sie auf Betriebe, die die "KönigsCard" anbieten. Damit sind oft Bergbahnfahrten (Laber/Wank) inkludiert oder rabattiert – ein enormer Sparfaktor bei einem längeren Aufenthalt.

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Flugschulen und Shops

Flugschule Aerotaxi: Ansässig in Garmisch und Oberammergau. Erste Anlaufstelle für Tandemflüge und aktuelle Gebietsinfos.  

Ammergauer Flieger: Der lokale Verein. Die Website bietet oft aktuelle Infos zu Weidebetrieb oder temporären Sperrungen.

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Luftraumstruktur

Das Gebiet liegt relativ unkritisch außerhalb der Kontrollzonen von München oder Innsbruck. Dennoch gibt es Besonderheiten:

Militärische Tieffluggebiete: Die Täler werden von der Bundeswehr (Standorte Mittenwald, Altenstadt) für Übungsflüge genutzt. Transall, A400M und Hubschrauber können überraschend tief im Tal auftauchen. Helle Kleidung und Schirmfarben sind ein Sicherheitsvorteil.

Segelflug: Das Ammertal ist eine "Rennstrecke" für Segelflieger vom Flugplatz Ohlstadt/Pömetsried. Beim Kurbeln gilt: Augen auf! Segelflieger sind deutlich schneller und weniger wendig als Gleitschirme.

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Naturschutz (Priorität #1)

Das Ammergebirge ist eines der größten Naturschutzgebiete Bayerns. Verstöße gefährden den Fortbestand des Fluggeländes.  

Vogelbrutzeiten: In den Felswänden von Kofel, Zahn und Klammspitze brüten Steinadler und Wanderfalken.

Horstschutzzonen: Vom 1. Februar bis 30. Juni gelten oft strikte Überflugverbote (Mindestabstand 300–500m zu Horsten). Diese Zonen werden oft kurzfristig vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) festgelegt. Pflicht: Vor dem Start beim Verein oder auf der DHV-Website nach aktuellen NOTAMs/Geländemeldungen suchen.

Wiesmahd-Hänge: Die bunten Blumenwiesen im Tal ("Wiesmahd") dürfen vor der Mahd (oft erst spät im Jahr) nicht betreten werden. Landen Sie nur auf bereits gemähten Flächen oder offiziellen Landeplätzen.

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Fazit

Der Sonnenberggrat bei Unterammergau ist das Juwel für den puristischen Piloten. Er fordert physischen Einsatz beim Aufstieg und meteorologisches Verständnis in der Luft. Im Gegensatz zum "Fast-Food-Fliegen" am Wank oder Laber muss man sich den Flug hier erarbeiten.

Die Belohnung ist ein Flugerlebnis abseits der Massen, mit einem Panorama, das von der Zugspitze bis ins Fünf-Seen-Land reicht. Wer die Hinweise zu Föhn und Talwind respektiert und die Naturschutzregeln achtet, findet hier eines der vielseitigsten Hike & Fly-Reviere der Nordalpen.

Kurzübersicht: Sonnenberggrat vs. Wank Merkmal Sonnenberggrat (Unterammergau) Wank (Garmisch) Zugang Hike (1,5 - 2h) Bergbahn Charakter Wild, alpin, ruhig Erschlossen, frequentiert Beste Zeit Spätsommer/Herbst Frühjahr/Winter Startrichtung S - SW S - SW (Kessel) Gefahren Keine Landemöglichkeit im Westen Lee bei Nordwind, Föhn Pilot-Profil Hike & Fly, XC-Scout Genussflieger, Streckenjäger Export to Sheets

Haftungsausschluss: Gleitschirmfliegen im alpinen Gelände birgt inhärente Risiken. Die hier präsentierten Daten (GPS, Höhen, Einschätzungen) basieren auf dem Recherchestand zum Zeitpunkt der Erstellung und können sich ändern. Die Letztentscheidung liegt immer beim Piloten vor Ort. Konsultieren Sie vor jedem Flug die aktuellen ICAO-Karten und Wetterberichte.

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