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Taser Alm

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.7064°N, 11.2222°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Taser Alm Startplatz

Start
Höhe1454m ü. M.
Koord.46.7064, 11.2222
WindSW-W
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Taser Alm Landeplatz 2

Landung
Höhe600m ü. M.
Koord.46.6853, 11.1600
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Ultimative Fluggebietsführer: Taser Alm (Schenna/Südtirol) Executive Summary: Strategische Einordnung für Piloten

Im dichten Geflecht der Südtiroler Fluggebiete nimmt die Taser Alm eine Position ein, die häufig missverstanden wird. Eingeklemmt zwischen dem weltberühmten Streckenflug-Eldorado Hirzer und den touristisch stark frequentierten Startplätzen der Texelgruppe, wird die Taser Alm in oberflächlichen Datenbanken oft als reiner "Ausweichberg" oder "Vormittags-Spot" kategorisiert. Diese Reduktion wird der komplexen aerologischen und taktischen Realität dieses Startplatzes nicht gerecht.

Dieser Bericht, basierend auf einer tiefgehenden Analyse topografischer, meteorologischer und logistischer Daten sowie dem impliziten Wissen der lokalen Szene, korrigiert dieses Bild. Die Taser Alm ist ein hochspezialisiertes Fluggelände, das spezifische Pilotenprofile anspricht und andere ausschließt. Sie ist kein Anfängergelände für erste Alleinflüge ohne Fluglehreraufsicht, sondern ein taktisches Werkzeug für Piloten, die das komplexe Talwindsystem des Passeiertals zu ihrem Vorteil nutzen wollen.

Kern-Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung:

Die "Thermische Lücke": Aufgrund ihrer südwestlichen Exposition und der geschützten Lage unterhalb des Ifinger-Massivs entwickelt die Taser Alm oft 60 bis 90 Minuten früher nutzbare Thermik als die höher gelegenen Startplätze am Hirzer, die am Vormittag noch von katabatischen Abwinden oder stabilen Schichtungen blockiert sein können.  

Logistische Effizienz: Mit einer Zubringerzeit von unter 10 Minuten ab Schenna via Pendelbahn bietet das Gebiet eine "Time-to-Air"-Ratio, die in den Alpen selten ist. Dies macht es ideal für das moderne "Micro-Adventure"-Konzept: Ein kurzer Flug vor der Arbeit oder während des Familienurlaubs.

Das Landeplatz-Risiko: Die größte Hürde ist nicht der Start, sondern die Landung. Der Pilot muss sich vor dem Start zwischen logistischer Bequemlichkeit (Landeplatz Schenna: technisch sehr anspruchsvoll, inoffiziell, Hindernisse) und fliegerischer Sicherheit (Landeplatz Saltaus: einfach, riesig, aber logistisch aufwendig) entscheiden.  

Die "Red Flags": Der Startplatz ist eine agrarisch genutzte Fläche mit unsichtbaren Gefahren wie Bewässerungssprinklern und mobilen Weidezäunen. Eine "Touch-and-Go"-Mentalität ohne Begehung ist hier fahrlässig.  

Dieser Report dient als umfassendes Kompendium für den verantwortungsbewussten Piloten. Er ersetzt nicht die eigene Beurteilung vor Ort, liefert aber das notwendige Datenfundament für eine fundierte Risikoanalyse.

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Geografische und Topografische Analyse

Um das Fluggebiet Taser Alm zu verstehen, muss man zunächst die Bühne betrachten, auf der gespielt wird: Das Ifinger-Massiv und das Passeiertal.

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Orographische Lage

Die Taser Alm liegt auf einer Schulter des Schennabergs, der sich als südwestlicher Ausläufer des mächtigen Ifinger-Massivs (2.581 m) ins Etschtal schiebt. Diese Position ist aerologisch signifikant:

Schutzfunktion: Der steil aufragende Ifinger im Rücken (Nordosten) schirmt den Startplatz effektiv vor den in Südtirol häufigen Nordwinden ab. Während am Alpenhauptkamm (nur wenige Kilometer nördlich) der Föhn toben kann, liegt die Taser Alm oft noch in einer geschützten Blase.

Lee-Gefahr: Diese Schutzfunktion ist zweischneidig. Bei starkem Nordüberdruck (> 4 hPa Nordföhn) kann der Startplatz windstill erscheinen ("trügerische Ruhe"), während in der Höhe turbulente Rotoren vom Ifinger-Grat herabwirbeln. Ein Start in diese "Lee-Falle" ist lebensgefährlich.

Exposition: Die Hänge sind überwiegend nach Süd (S) und Süd-West (SW) ausgerichtet. Dies garantiert eine maximale Sonneneinstrahlung ab dem späten Vormittag, was die Thermikgenese begünstigt.

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Technische Daten des Geländes

Die nackten Zahlen geben einen ersten Hinweis auf die Möglichkeiten, verschweigen aber die Details.

Parameter Wert / Beschreibung Relevanz für den Piloten Höhe Startplatz

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m MSL

Startet oft oberhalb der winterlichen Inversion, aber unterhalb der Baumgrenze. Höhe Landeplatz (Saltaus)

450 m MSL

1.000 m Höhendifferenz: Genug Arbeitshöhe für Manövertrainings oder Thermiksuche. Höhe Landeplatz (Schenna)

ca. 570 m MSL

Geringere Höhendifferenz (ca. 880 m), aber technisch anspruchsvoller Anflug. Höhe Landeplatz (Lana)

320 m MSL

Maximale Höhendifferenz für weite Gleitflüge, erfordert aber Talquerung (Luftraum!). Startrichtung

S (158°) bis W (270°)

Ideal für thermische Tage. Ostwind wird durch den Berg blockiert. Zertifizierung

Nein (Italienisches Recht)

Eigenverantwortung ist maximiert. Keine DHV-Geländehalter-Aufsicht im deutschen Sinne.

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Der Startplatz Taser Alm: Eine forensische Untersuchung

Der Startplatz ist der erste kritische Filter für jeden Flugtag. Was in offiziellen Broschüren als "Wiese" bezeichnet wird, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als ein komplexes Gelände mit spezifischen Anforderungen an die Schirmbeherrschung.

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Mikro-Topografie und Gefahren (The Hidden Hazards)

Der Startplatz liegt unmittelbar unterhalb der Sonnenterrasse des Gasthofs Taser Alm und der Bergstation der Seilbahn. Es handelt sich nicht um eine speziell für Gleitschirme angelegte Rampe, sondern um eine landwirtschaftlich genutzte Almwiese. Dies bringt spezifische Gefahren mit sich, die in der Flugvorbereitung oft übersehen werden:  

Das Sprinkler-Problem: weist explizit auf "irrigation poles" (Bewässerungsgestänge) hin. Diese Metallrohre oder Düsenköpfe ragen oft nur 10-20 cm aus dem Boden oder sind im hohen Gras verborgen.  

Risiko: Ein Verhaken der Leinen beim Aufziehen kann zum sofortigen Abbruch, Leinenriss oder schlimmstenfalls zu einem asymmetrischen Aufziehen führen, das den Piloten zur Seite in Hindernisse schleudert.

Prozedur: Eine Begehung der Startbahn ("Line Check Walk") ist obligatorisch. Vertrauen Sie nicht darauf, dass der Pilot vor Ihnen keine Probleme hatte.

Zaun-Management: Die Alm ist Viehweide. Mobile Elektrozäune werden je nach Weideplan versetzt. Oft verläuft ein Zaun quer unterhalb der optimalen Abbruchkante.

Taktik: Prüfen Sie vor dem Auspacken, ob genügend Anlaufstrecke bis zum nächsten Zaun vorhanden ist. Ein Überspringen des Zauns beim Startlauf ("Hurdle Takeoff") ist eine unnötige Risikoerhöhung und sollte vermieden werden.

Steilheit und Untergrund: Das Gelände wird als "extrem steil" () bis "steil" beschrieben.  

Vorteil: Bei Nullwind ist nur ein kurzer Startlauf nötig. Der Pilot kommt schnell frei.

Nachteil: Bei starkem Wind oder Böen wird der Pilot sehr schnell ausgehebelt. Rückwärtsstarttechnik muss sitzen. Stolpern im steilen Gelände führt unweigerlich zum Sturz in den Schirm oder die Leinen.

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Der "Publikums-Faktor"

Ein oft unterschätzter psychologischer Aspekt ist die Nähe zur Restaurant-Terrasse. An schönen Tagen sitzen dort Dutzende Touristen und beobachten die Starts.

Show-Effekt: Dies verleitet Piloten – besonders männliche – unterbewusst dazu, Risiken einzugehen, um "souverän" zu wirken. Startabbrüche werden aus Scham vermieden, auch wenn sie notwendig wären.

Empfehlung: Blenden Sie das Publikum aus. Ein professioneller Startabbruch zeugt von mehr Kompetenz als ein verwackelter "Harakiri-Start".

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Startfenster und Windregime

Die optimale Windrichtung ist Süd bis Süd-West.

Vormittags (9:00 - 11:00 Uhr): Oft dominiert leichter, thermischer Aufwind. Dies ist die "Goldene Stunde" der Taser Alm. Der Boden hat sich erwärmt, der Talwind ist noch schwach.

Mittags (11:00 - 14:00 Uhr): Die Thermik wird kräftiger, oft durchmischt mit dem einsetzenden Talwind. Starts können böig werden.

Nachmittags (ab 14:00 Uhr): Vorsicht! Wenn der "Bayerische Wind" (Talwind im Passeier) voll durchgreift, kann er bis zum Startplatz hochspülen oder, schlimmer, eine Scherungsschicht unterhalb des Startplatzes bilden. Ein Start in ruhige Luft, gefolgt von einem Eintauchen in den brutalen Talwind wenige hundert Meter tiefer, ist ein klassisches Unfallszenario im Sommer.

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Meteorologie des Meraner Landes: Der Motor des Fluggebiets

Südtirol, und speziell der Kessel von Meran, besitzt eine der komplexesten Aerologien der Alpen. Wer hier fliegt, ohne das System zu verstehen, fliegt blind.

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Das Talwind-System: Fluch und Segen

Das dominante Merkmal ist der Talwind. Im Meraner Becken treffen mehrere Systeme aufeinander:

Der Vinschger Wind: Kommt aus Westen vom Reschenpass.

Der Etschtal-Wind: Kommt aus Süden von Bozen.

Der Passeirer Wind: Saugt die Luftmassen aus dem Kessel nach Norden Richtung Timmelsjoch/Jaufenpass.

Für die Taser Alm ist primär der Passeirer Talwind relevant.

Mechanik: Er setzt im Sommer oft schon gegen 11:00 Uhr ein und erreicht Spitzenwerte von 25-35 km/h im Talboden bei Saltaus.

Gefahrenzone: Der Landeplatz Saltaus liegt mitten in dieser Düse. Ein Anflug am Nachmittag gleicht oft einer Landung auf einem Flugzeugträger bei Sturm: Wenig Vorwärtsfahrt, turbulente Luftschichten am Rand der Inversion.

Der "Saug-Effekt": An starken Tagen saugt das Passeiertal so stark, dass auch in Schenna (am Hang) der Wind deutlich zulegt. Ein Start auf der Taser Alm kann dann zwar möglich sein, aber der Weg zum Landeplatz wird zum Ritt auf der Kanonenkugel.

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Thermische Charakteristik

Die Taser Alm profitiert von ihrer Lage als "Sonnenterrasse".

Der Hausbart: Er steht meist zuverlässig links vom Startplatz (Blickrichtung Tal), dort wo die Waldkante in die Felswände des Ifinger-Sockels übergeht. Hier heizt sich der Fels auf und löst kontinuierlich Blasen ab.

Inversionen: Im Winter und Frühjahr liegt oft eine Inversion im Meraner Becken (ca. 1.000 - 1.200 m). Die Taser Alm (1.450 m) liegt häufig über dieser Suppe in der Sonne.

Flugtaktik: Man startet in der Sonne und Wärme, fliegt aber in die kalte, dunstige Suppe zum Landen. Vorsicht beim Durchstoßen der Inversionsschicht: Hier kann es zu Windscherungen und Turbulenzen kommen.

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Saisonale Besonderheiten

Frühjahr (März-Mai): Die aktivste Zeit. Starke Temperaturgradienten sorgen für "Hammer-Thermik". XC-Potential ist maximal, aber auch die Turbulenz.

Sommer (Juni-August): Oft stabile Hochdrucklagen ("Südtiroler Sommer"). Hohe Basis, aber sehr starker Talwind. Morgens und abends ("Magic Light") sind die besten Zeiten.

Herbst (September-November): Die Zeit der Genussflieger. Der Talwind wird schwächer, die Thermik sanfter. Das Laub der Lärchenwälder verfärbt sich golden – optisch die schönste Zeit.

Winter (Dezember-Februar): Oft reine Abgleiter. Achtung: Die Seilbahn und Gasthöfe haben oft im Spätherbst (November) und nach Ostern Betriebspausen ("Saisonruhe"). Immer vorher checken!

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Logistik & Zugang: Der Weg nach Oben

Ein großer Vorteil der Taser Alm ist die exzellente Erreichbarkeit. Im Gegensatz zu hochalpinen Startplätzen ist hier kein stundenlanger Fußmarsch nötig – es sei denn, man will es.

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Die Seilbahn Taser (Funivia Taser)

Die Lebensader des Gebiets ist die Pendelbahn.

Talstation: Schennaer Straße / Verdins.

GPS Talstation: ca. 46.697 N, 11.203 E.

Kapazität: Es handelt sich um eine kleinere Pendelbahn, keine Massenabfertigung wie am Kronplatz. Wartezeiten an Wochenenden einplanen.

Fahrplan: Üblicherweise von 8:30 bis 17:00/18:00 Uhr (saisonabhängig). Mittagspause beachten (oft 12:00 - 13:00 Uhr in der Nebensaison)!

Preise:

Einzelfahrt Erwachsener: ca. 11,50 € (Preise können 2025 leicht abweichen).  

Berg- & Talfahrt: ca. 15,00 €.

Tipp: Fragen Sie nach der "Schenna Card" oder Gästekarten-Rabatten, wenn Sie im Ort wohnen.

Transport von Ausrüstung: Gleitschirmsäcke werden problemlos transportiert. Da die Kabinen klein sind, gilt: Rücksicht auf Wanderer und Familien nehmen.

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Anfahrt und Parken

Mit dem Auto: Von Meran kommend Richtung Schenna, dann weiter Richtung Verdins. Die Beschilderung zur "Taser Seilbahn" ist gut.

Parkplätze: An der Talstation gibt es Parkplätze.

Status: Oft kostenlos oder gegen geringe Gebühr. An guten Flugtagen schnell belegt durch Wanderer.

Alternative: Parken in Schenna Zentrum (Tiefgarage) und mit dem Bus zur Talstation.

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Öffentlicher Nahverkehr (Südtirol Mobil)

Südtirol hat ein vorbildliches Busnetz.

Buslinie: Die Linie 231 (Meran – Schenna – Verdins) verbindet das Zentrum mit der Talstation.

Taktung: In der Regel alle 20-30 Minuten.

Vorteil: Man kann in Saltaus landen und mit dem Bus (Linie 240 Passeiertal) zurück nach Meran/Schenna fahren, ohne das Auto umsetzen zu müssen.

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Hike & Fly: Der sportliche Weg

Für Piloten, die den Aufstieg als Teil des Sports sehen, ist die Taser Alm ein lohnendes Ziel.

Startpunkt: Schenna Dorfzentrum (ca. 600 m).

Route: Über den Weg Nr. 20 (Schnuggerhof) oder 18B.  

Höhenmeter: ca. 850 hm.

Dauer: Sportliche Geher schaffen es in 1:15 h, Genusswanderer in 2:00 h.

Charakter: Der Weg führt größtenteils durch schattigen Wald und Apfelwiesen, was im Sommer angenehm ist.

Wasser: Unterwegs gibt es Brunnen (Trinkwasserqualität in Südtirol meist exzellent).

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Die Landeplatz-Problematik: Eine strategische Analyse

Hier unterscheidet sich der erfahrene Pilot vom Anfänger. Die Wahl des Landeplatzes bestimmt maßgeblich den Stresslevel des Fluges.

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Option A: Saltaus (Der Offizielle) – Sicherheit first

Der Landeplatz beim Torgglerhof in Saltaus ist der Standard.  

Charakter: Große, ebene Wiese im Talboden des Passeiertals.

Wind: Wie erwähnt, herrscht hier oft starker Talwind aus Süd/Süd-Ost (talaufwärts).

Anflug: Klassische Linksvolte (meistens, Windrichtung beachten!). Ein Windsack ist fast immer vorhanden.

Infrastruktur: Faltplatz am Rand der Wiese. Das Hotel Torgglerhof bietet Getränke und Essen ("Lande-Bier").

Nachteil: Logistik. Man landet weit weg vom Auto (wenn es an der Taser Bahn steht). Rückreise mit Bus (Linie 240) dauert ca. 20-30 Min. plus Umsteigen/Fußweg.

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Option B: Schenna (Der Inoffizielle) – Nur für Experten

Viele Piloten wollen "am Auto" landen. Es gibt Wiesen unterhalb von Schenna (nahe Maiser Waalweg / Friedhof).  

Status: Geduldet / Grauzone. Es gibt keinen offiziellen DHV-Landeplatz mit Windsack und Schautafel.

Anforderung: Punktlandung erforderlich.

Gefahren:

Hangneigung: Die Wiesen sind selten flach. Landen am Hang (Upslope landing) muss beherrscht werden.

Hindernisse: Stromleitungen, Zäune, Häuser.

Thermik: Da Schenna am Sonnenhang liegt, lösen sich hier oft thermische Blasen ab, genau im Endanflug.

Regel: Landen Sie niemals im hohen Gras. Wenn das Gras steht (Mai/Juni), ist dieser Landeplatz absolut tabu. Respektieren Sie das Eigentum der Bauern, sonst ist das Fluggebiet schnell Geschichte.

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Option C: Lana (Der Gleitflug-Gigant)

Wer viel Höhe hat oder thermisch aufdreht, kann bis nach Lana (Etschtal) gleiten.  

Distanz: ca. 8-10 km Luftlinie.

Vorteil: Offizieller, großer Landeplatz.

Nachteil: Man muss das Meraner Becken und eventuell Lufträume queren. Nur für XC-Piloten relevant.

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XC-Potential: Die "Hirzer-Rennstrecke" für Einsteiger

Die Taser Alm ist der perfekte Einstieg in das Streckenfliegen im Passeiertal. Sie bietet einen "weichen" Start in die Route.

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Die "Kleine Hausrunde"

Start & Aufdrehen: Start Taser Alm -> Linkswende zum Ifinger-Sockel. Suchen des Hausbarts.

Transition: Gleiten nach Norden Richtung Videgg. Achtung auf die Talwind-Düse, die hier schon spürbar sein kann.

Anschluss Hirzer: Am Gasthof Prennanger oder der Hirzer Mittelstation in die starke Thermik einsteigen.

Rückflug: Mit Höhe zurück über Schenna gleiten und (bei entsprechender Höhe und Können) den Landeplatz anpeilen.

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Der Weg zum Jaufenpass (Advanced)

Für Fortgeschrittene ist die Taser Alm das Sprungbrett nach Norden.

Route: Taser -> Hirzer -> Riffianer Scharte -> Richtung Jaufenpass.

Herausforderung: Die Seitentäler des Passeiertals sind berüchtigt für starken Wind und Turbulenzen. Man muss hoch bleiben (mind. 2.000m+), um sicher zu fliegen.

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Luftraum-Struktur

Das Meraner Land liegt nahe der CTR Bozen (Flughafen Bozen).

Vertikale Grenzen: Überprüfen Sie die aktuellen ICAO-Karten (z.B. via XContest Airspace oder SkyDemon). Die CTR beginnt oft schon in Höhen, die an thermischen Tagen erreichbar sind.

Militärische Tiefflüge: Italien ist bekannt für aktive militärische Nutzung der Alpentäler. Unter der Woche (Mo-Fr) ist erhöhte Wachsamkeit geboten.

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Geheimtipps & Insider-Wissen (Beyond the Basics)

Was steht nicht im Lehrbuch? Was wissen nur die Locals vom "Club Ifinger"?

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"Window of Opportunity"

Nutzen Sie die Zeit zwischen 10:30 und 11:30 Uhr.

Warum: Die Taser Alm "geht" thermisch oft früher als der Hirzer. Während am Hirzer-Gipfel (2.700 m) noch der überregionale Wind dominiert oder die Thermik noch schläft, feuert die Südwest-Flanke am Taser schon zuverlässige 2-3 m/s Bärte ab.

Der Trick: Starten Sie am Taser, drehen Sie auf, und fliegen Sie dann hoch zum Hirzer Startplatz. Sie kommen dort oft mit 500m Überhöhung an und können den Piloten am Startplatz "von oben" zuwinken.

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Webcams richtig lesen

Die Webcam der Taser Alm zeigt oft trügerische Ruhe.  

Der Profi-Blick: Schauen Sie nicht auf die Taser Alm Webcam für die Windstärke, sondern auf die Hirzer Bergstation und die Webcams im Talboden (Meran/Lana).  

Wenn am Hirzer die Fahnen straff stehen: Zu viel Wind für Taser (Überentwicklung).

Wenn im Tal der Dunst schnell nach Norden zieht: Der Talwind setzt früh ein. Vorsicht bei der Landung!

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Die "Südwind-Falle" in Schenna

Ein klassischer Anfängerfehler: Landung in Schenna bei überregionalem Südwind.

Der Wind kommt scheinbar ideal "von vorne" den Hang hinauf.

Realität: Da der Südwind über den Bergrücken (Vigiljoch/Marlinger Berg) fällt, ist er extrem turbulent ("bockig"). Ein Anflug in Schenna wird dann zum Rodeo. Bei Südwind-Prognose ist Saltaus (tief im Tal) oft laminarer und sicherer.

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Infrastruktur & Tourismus: Family & Fly

Die Taser Alm positioniert sich explizit als Familienalm. Das ist für Piloten mit Familie ein Gamechanger.

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"Wartezeit-Management" für die Familie

Während Papa oder Mama fliegt, muss sich der Rest der Familie nicht langweilen:

Hochseilgarten & Spielplatz: Direkt neben dem Startplatz/Gasthof. Top-Zustand, sicherheitsgeprüft.

Bergzoo: Kleintiere, Alpakas. Für Kinder ein Highlight.

Essen & Trinken: Die Küche der Taser Alm ist gehoben. Keine 08/15-Pommesbude, sondern Südtiroler Qualität (Knödeltris, Kaiserschmarrn). Preisniveau: Gehoben, aber angemessen.

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Übernachten

Taser Alm Hotel: Wer hier wohnt, hat den "Ski-in/Ski-out"-Luxus für Gleitschirmflieger. Morgens Kaffee auf dem Balkon, Wetter checken, Schirm schnappen, rausgehen.

Schenna: Hunderte Hotels aller Kategorien. Viele bieten Shuttle-Services oder Gästekarten für die Seilbahn an.

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Wichtige Kontakte

Notruf: 112 (Europaweiter Notruf).

Tandemclubs: Tandemclub Ifinger oder FlyHirzer. Diese Piloten sind täglich in der Luft und kennen das Wetter besser als jede App. Ein kurzer Anruf ("Wie ist der Wind oben?") kann den Tag retten.  

Frequenzen: PMR Kanal 8 (CTCSS 8) ist der Standard-Sicherheitskanal in den Alpen. Hören Sie mit!

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Unfallschwerpunkte

Startabbrüche: Wegen der Sprinkleranlagen und Zäune enden Fehlstarts oft mit Materialschaden oder Bänderdehnungen.

Baumlandungen: Wer direkt nach dem Start absäuft und versucht, krampfhaft Höhe zu halten ("Kratzen"), landet oft in den Baumwipfeln unterhalb des Startplatzes.

Regel: Wenn es nicht steigt, fliegen Sie rechtzeitig vom Hang weg Richtung Landeplatz. Der Wald unterhalb der Taser Alm ist steil und unzugänglich. Eine Bergung dort ist extrem aufwendig.

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Alternativen & Umgebung

Wenn Taser nicht geht, wohin dann?

Hirzer (Prenn/Klammeben): Der "große Bruder". Höher (2.100 m), thermisch stärker, aber oft windanfälliger.

Vigiljoch (Lana): Gegenüberliegende Talseite. Gut bei Ostwind-Lagen, wo Taser im Lee liegen könnte. Startplatz einfacher, aber Flugweg nach Lana weiter.

Mutspitze (Dorf Tirol): Anspruchsvoll, direkt über Meran. Nur für geübte Piloten (Startplatz "Steilhang").

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Fazit und Appell

Die Taser Alm ist ein Juwel für Piloten, die Intelligenz über Kraft stellen. Es ist kein Gebiet für "Haudegen", die blindlings in die Luft wollen, sondern für Taktiker, die das Wetter lesen, den richtigen Slot am Vormittag nutzen und die Logistik der Seilbahn zu schätzen wissen.

Der Appell an die Gastpiloten: Schenna ist ein dicht besiedeltes, landwirtschaftlich intensives Gebiet. Jeder Pilot, der im hohen Gras landet, Kühe erschreckt oder auf dem Pferderennplatz einfällt, gefährdet die Flugerlaubnis für alle. Seien Sie Botschafter des Sports: Freundlich, rücksichtsvoll und sicherheitsbewusst.

Genießen Sie den Flug über den Apfelgärten von Meran – es gibt kaum ein schöneres Panorama in den Alpen.

Glück ab, gut Land!

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