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Hirzer

Startplätze:2
Landungen:1
Koord.:46.7348°N, 11.2273°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Hirzer Startplatz 1

Start
Höhe1386m ü. M.
Koord.46.7348, 11.2273
WindSW-W
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Hirzer Startplatz 2

Start
Höhe2087m ü. M.
Koord.46.7354, 11.2522
WindSW-W
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Hirzer Landeplatz

Landung
Höhe449m ü. M.
Koord.46.7243, 11.2005
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Aerologische Monografie und Piloten-Guide: Fluggebiet Hirzer (Sarntaler Alpen, Südtirol) Executive Summary

Das Fluggebiet Hirzer, gelegen im Südtiroler Passeiertal an der Westflanke der Sarntaler Alpen, repräsentiert eines der leistungsfähigsten, aber auch aerologisch komplexesten Thermikreviere der Südalpen. Mit einem Höhenunterschied von über 1.650 Metern zwischen dem alpinen Startplatz auf den „Klammeben“ (ca. 2.100 m MSL) und dem Talboden in Saltaus (450 m MSL) bietet das Gelände außergewöhnliche Voraussetzungen für ausgedehnte Thermikflüge und Streckenflug-Einstiege in Richtung Jaufenpass oder Texelgruppe.  

Dieser Bericht richtet sich an Piloten, die über das Stadium des reinen Anfängers hinausgewachsen sind. Während die Startplätze technisch einfach bis mittelschwer einzustufen sind, fordert die Aerologie – insbesondere das Zusammenspiel aus hochalpinem Talwindsystem („Der Bayerische“) und thermischen Ablösungen – ein fundiertes meteorologisches Verständnis und disziplinierte Flugplanung.  

Kernaussagen der Analyse:

Saisonales Profil: Die Primärsaison erstreckt sich von April bis Oktober. Der Winterbetrieb ist aufgrund der Schließung der Hirzer Seilbahn faktisch nicht existent; Piloten weichen dann auf Meran 2000 aus.  

Kritische Sicherheitsfaktoren: Der Landeplatz in Saltaus gilt aufgrund seiner Lage in einer Talverengung, der Nähe zu Hochspannungsleitungen und der Gefahr von Leewirbeln bei starkem Talwind als anspruchsvoll („Torgglerhof-Falle“).  

Leistungspotenzial: Die Westausrichtung der Flanken ermöglicht ab den frühen Nachmittagsstunden zuverlässige Thermikeinstiege, die als Sprungbrett für XC-Routen entlang der Sarntaler Kette nach Norden oder Westen dienen.  

Dieser Guide ersetzt und erweitert existierende Datenbank-Einträge durch eine tiefgehende Analyse der logistischen Ketten, der mikrometeorologischen Besonderheiten und der lokalen „Unwritten Rules“.

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Topografische Einbettung

Der Hirzer (2.781 m) dominiert als höchster Gipfel der Sarntaler Alpen die Ostflanke des Passeiertals. Das Tal selbst verläuft in einer Nord-Süd-Achse von Meran in Richtung Timmelsjoch und Jaufenpass. Diese Orientierung ist entscheidend für das Verständnis der lokalen Windsysteme. Die Westflanke des Hirzers, an der der Flugbetrieb stattfindet, besteht aus steil abfallenden Fels- und Wiesenformationen, die am Vormittag im Schatten liegen, aber ab dem Sonnenhöchststand (ca. 13:00 Uhr im Sommer) als effektive Kollektoren für solare Einstrahlung fungieren.

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Das Windsystem des Passeiertals

Für eine sichere Flugplanung ist die Kenntnis des Talwindsystems unabdingbar. Das Passeiertal fungiert als klassisches alpines Ablufttal für das Etschtal.

Der „Bayerische“ Talwind

Der aus dem Meraner Becken einströmende Talwind, lokal oft als „Bayerischer“ bezeichnet (obwohl er von Süden kommt, zieht er in Richtung Bayern), setzt im Sommer oft mit hoher Pünktlichkeit und Intensität ein.

Mechanik: Durch die starke Aufheizung der inneralpinen Felsmassen am Alpenhauptkamm entsteht ein massiver Sog, der Luftmassen aus dem Etschtal durch das Nadelöhr bei Saltaus saugt.

Intensität: Während am Startplatz auf 2.100 Metern oft nur schwacher Wind oder leichte Thermikbrisen herrschen, kann der Talwind im Talboden (450 m) bereits Geschwindigkeiten von 25 bis 35 km/h erreichen.  

Gefahrenpotenzial: Die Diskrepanz zwischen Höhenwind und Bodenwind ist die Hauptunfallursache für ortsfremde Piloten. Ein angenehmer Flug in der Höhe kann in einer stressreichen Landung enden, wenn der Pilot das Einsetzen des Talwinds unterschätzt hat.

Überregionale Windeinflüsse

Der Hirzer ist anfällig für Nordwindlagen (Nordföhn). Da der Alpenhauptkamm nur wenige Kilometer nördlich liegt, schlägt Nordföhn hier oft turbulent durch. Bei Druckdifferenzen von mehr als 4 hPa (Nordüberdruck) ist vom Fliegen am Hirzer dringend abzuraten, da die Startplätze und insbesondere die Lee-Gebiete im Tal unkalkulierbar werden.

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Detaillierte Analyse der Startplätze

Das Fluggebiet verfügt über zwei primäre Startareale, die durch die Seilbahn erschlossen sind. Die Wahl des Startplatzes sollte nicht nur nach Bequemlichkeit, sondern nach tageszeitlichen und meteorologischen Faktoren erfolgen.

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Startplatz Klammeben (Bergstation) – „Hirzer 2“

Dieser Startplatz ist der primäre Einstieg für Thermik- und Streckenflüge.

Geografische Position: 46° 44' 1.5'' N, 11° 13' 39.6'' O.  

Höhe: ca. 2.100 m MSL (oft als 2.087 m angegeben).  

Exposition: Süd-West bis West (SW-W).  

Geländecharakter: Es handelt sich um eine weitläufige, alpine Hochalm. Der Untergrund besteht aus Gras und niedrigem Heidekraut. Das Gelände ist kuppiert, was bedeutet, dass Piloten ihren Startlauf sorgfältig planen müssen, um nicht in Senken zu laufen oder über Bodenwellen zu stolpern.  

Logistik des Zugangs:

Von der Bergstation der Hirzer Seilbahn führt ein gut ausgebauter Wanderweg in östlicher Richtung.

Gehzeit: Rechnen Sie mit ca. 15 bis 20 Minuten. Der Weg steigt leicht an. Für Piloten mit schwerem XC-Equipment empfiehlt sich ein Rucksack mit gutem Tragesystem, da der Marsch in der Sommerhitze durchaus fordernd sein kann.  

Start-Taktik:

Da der Startplatz oberhalb der Waldgrenze liegt, ist er dem Wind frei ausgesetzt. Bei westlichen Lagen steht der Wind oft ideal laminar an.

Gefahr: Bei Nordwindkomponente kann der Wind hier unberechenbar rotieren oder als leichter Rückenwind einfallen.

Fauna-Interaktion: Im Sommer wird die Alm intensiv beweidet. Haflinger-Pferde sind neugierig und haben keine Scheu vor Gleitschirmen. Es ist schon vorgekommen, dass Pferde auf ausgelegten Schirmen standen oder Leinen anknabberten. Lautes Pfeifen oder resolutes Auftreten ist notwendig, um die Tiere auf Distanz zu halten.

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Startplatz Mittelstation (Prenn) – „Hirzer 1“

Dieser Startplatz wird oft unterschätzt, bietet aber strategische Vorteile bei niedriger Wolkenbasis oder zu starkem Höhenwind.

Höhe: ca. 1.400 m – 1.450 m MSL.  

Lage: Unmittelbar neben dem Gasthof Prennanger und der Mittelstation der Seilbahn.

Exposition: Süd bis Süd-West (S-SW).  

Geländecharakter:

Im Gegensatz zur flachen Hochalm oben ist dieser Startplatz eine steile Wiese.

Der Startlauf ist kürzer und erfordert präzise Schirmbeherrschung. Ein Startabbruch ist hier schwieriger als oben.  

Aerologische Besonderheit: Durch die tiefere Lage befindet sich dieser Startplatz näher an der Inversionsschicht und dem Einflussbereich des Talwinds. Der Wind wird hier durch das Gelände oft kanalisiert und kann stärker sein als auf der Bergstation.

Nutzung: Dieser Platz wird sehr intensiv von lokalen Tandemunternehmen (z.B. Tandemclub Ifinger, Fly Hirzer) genutzt, da der Zugangsweg extrem kurz ist. Solo-Piloten sollten hier besondere Rücksicht auf den kommerziellen Betrieb nehmen und sich kooperativ in die Startreihenfolge einreihen.

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Alternative Startoptionen

Hike & Fly (Kuhleiten/Hirzerspitze): Ambitionierte Piloten nutzen die Bergstation als Ausgangspunkt für einen weiteren Aufstieg zur Hirzerscharte (2.678 m) oder zum Gipfelkreuz (2.781 m). Der Start von dort oben ist extrem alpin, oft steinig und nur für sehr erfahrene Piloten bei absolut sicheren Windbedingungen ratsam.  

Meran 2000: Sollte der Wind am Hirzer zu stark sein oder die Bahn geschlossen haben (Winter), ist das benachbarte Gebiet Meran 2000 (Startplatz Kifferspitze oder direkt an der Bergstation) die Standard-Ausweichoption.

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Logistik und Infrastruktur: Der Weg nach oben

Die Erreichbarkeit des Startplatzes ist exzellent, hängt jedoch stark von den Betriebszeiten der Hirzer Seilbahn ab.

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Die Hirzer Seilbahn (Funivia Hirzer)

Die Bahn ist eine moderne Großkabinenbahn, die in zwei Sektionen betrieben wird.

Sektion 1: Saltaus (490 m) ➔ Prenn (1.404 m).

Sektion 2: Prenn (1.404 m) ➔ Klammeben (1.980 m).  

Kapazität: Die Kabinen fassen ca. 35-45 Personen. An starken Sommertagen kann es zu Wartezeiten kommen, insbesondere wenn viele Wanderer unterwegs sind.

Betriebszeiten und Saison (Stand 2025/2026)

Die Bahn operiert saisonal und nicht ganzjährig. Dies ist ein entscheidender Planungsfaktor.

Sommersaison: Mitte Juni bis Ende September. Betriebszeiten meist 08:30 – 18:30 Uhr.  

Randzeiten (Frühjahr/Herbst): Anfang April bis Mitte Juni und Oktober bis Anfang November. Betriebszeiten oft verkürzt bis 17:30 Uhr.  

Winterpause: Von Mitte November bis Ende März ist die Bahn in der Regel geschlossen. In dieser Zeit findet am Hirzer praktisch kein Flugbetrieb statt.  

Mittagspause: Es gibt keine klassische Mittagspause für den Personenverkehr. Allerdings ist der Fahrradtransport zwischen 09:30 Uhr und 12:00 Uhr ausgesetzt. Für Gleitschirmflieger ist dies ein Vorteil: In diesem Zeitfenster sind die Kabinen nicht mit Mountainbikes blockiert, was den Transport der sperrigen Flugrucksäcke erleichtert.  

Technische Zuverlässigkeit: In der Vergangenheit wurde in Pilotenkreisen von gelegentlichen technischen Störungen berichtet. Es empfiehlt sich, vor der Anreise kurz den Betriebsstatus auf der Website oder telefonisch zu prüfen (+39 0473 645 498).

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Anreise und Parken

Anfahrt: Von Meran kommend folgt man der Staatsstraße SS44 in das Passeiertal. Saltaus liegt ca. 9 km nördlich von Meran.

Parkplatz: Direkt an der Talstation in Saltaus befindet sich ein großer Parkplatz. Dieser ist gebührenpflichtig. Tagestickets kosten im Bereich von 3,00 € bis 5,00 € (Stand 2025, lokale Änderungen möglich).  

Bus-Option (Rückholung): Für Piloten, die eine Außenlandung im Tal machen oder XC fliegen, ist die Buslinie 240 (Meran – Passeiertal) essenziell.

Der Bus verkehrt regelmäßig (meist im 30- oder 60-Minuten-Takt).

Haltestelle: „Saltaus“ liegt direkt an der Seilbahn.

Gepäck: Gleitschirmrucksäcke werden im Gepäckraum der Reisebusse problemlos transportiert.

Tickets: Können oft kontaktlos oder via „Südtirol Pass“ App gekauft werden.

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Flugbedingungen und Thermik-Strategie

Das Fluggebiet Hirzer durchläuft im Tages- und Jahresverlauf signifikante aerologische Phasen.

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Tagesgang der Aerologie

Vormittag (bis 11:30 Uhr): Die Bedingungen sind meist ruhig. Ideal für weniger erfahrene Piloten (B-Schein Niveau empfohlen aufgrund des Landeplatzes) oder für reine Abgleiter („Sled Rides“). Die Thermik ist noch schwach, da die Westflanke noch nicht voll bestrahlt wird.  

Mittag (12:00 – 14:00 Uhr): Die kritische Übergangsphase. Der Talwind im Talboden frischt massiv auf. Gleichzeitig beginnt die Thermik an den oberen Hängen zu ziehen.

Nachmittag (ab 14:00 Uhr): Die „Prime Time“ für Thermikflieger. Die Westflanken stehen voll in der Sonne. Die Thermik ist jetzt etabliert und oft kräftig. Aber Vorsicht: Im Tal herrscht jetzt maximaler Talwind!

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Thermik-Trigger und Hausbärte („Insider-Wissen“)

Lokale Piloten nutzen spezifische Punkte, um effizient Höhe zu gewinnen.

Der Staffelalm-Bart:

Nach dem Start auf Klammeben nicht sofort ins Tal stechen. Stattdessen orientiert man sich leicht links (südlich) entlang des Hangs.

Über der Staffelalm (ca. 1.940 m) löst sich oft der erste zuverlässige Bart ab. Hier gilt es, geduldig zu zentrieren und Arbeitshöhe zu machen (mindestens 300-500 Meter über Startniveau).  

Die Felswand-Strategie (Mittagspitze):

Mit der Höhe aus dem Staffelalm-Bart versetzen sich erfahrene Piloten „nach hinten“ an die steileren Felswände unterhalb der Hirzerspitze und Mittagspitze.

Hier funktioniert das Soaring in Kombination mit Thermik sehr gut.

Warnung: In diesem Bereich fliegt man nah am Relief. Turbulenzen durch kleine Grate und Kanten sind möglich.

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XC-Potenzial (Streckenflug)

Der Hirzer ist ein exzellenter Ausgangspunkt für Streckenflüge, erfordert aber eine Strategie gegen den Talwind.

Route Nord (Jaufenpass): Vom Hirzergipfel folgt man der Sarntaler Kette nach Norden. Ziel ist der Jaufenpass und weiter Richtung Sterzing. Diese Route ist klassisch, da man oft Rückenwindkomponente durch den Talwind hat.  

Route West (Texelgruppe/Vinschgau): Eine anspruchsvolle Querung. Man muss vom Hirzer mit maximaler Höhe (Basis) über das Passeiertal zur Hochmut/Mutspitze queren.

Risiko: Wer zu tief quert, gerät in den „Düsen-Effekt“ des Talwinds zwischen den Bergketten und wird unweigerlich nach Norden Richtung St. Leonhard gespült („verblasen“), ohne Chance auf Anschluss.  

Route Süd (Bozen): Weniger frequentiert, da der Luftraum um den Flughafen Bozen (LIPB) im Süden limitierend wirken kann und das Sarntal wenige Landemöglichkeiten bietet.

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Landung in Saltaus: Die „Torgglerhof-Falle“

Der Landeplatz in Saltaus ist das kritischste Element des Fluggebiets. Er wird in fast allen Berichten als „mittel“ bis „schwierig“ eingestuft. Eine mentale Vorbereitung auf die Landung ist hier wichtiger als der Start.

Koordinaten: 46° 43' 26.5'' N, 11° 12' 0.7'' O.  

Höhe: 450 m MSL.

Lage: Direkt am Fluss Passer, neben dem Hotel „Apfelhotel Torgglerhof“.

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Gefahrenanalyse

Drei Faktoren machen diesen Landeplatz tückisch:

Starker Talwind: Der Windkanalisiert sich im Tal. Geschwindigkeiten von 20-30 km/h sind an thermischen Tagen normal. Ein Vorwärtskommen gegen den Wind kann für Schirme der A- und B-Klasse zäh werden.  

Hochspannungsleitungen: Es verlaufen zwei Hochspannungsleitungen in unmittelbarer Nähe. Eine davon knickt nordwestlich des Landeplatzes ab. Vor Waldhintergrund sind diese Kabel oft unsichtbar.

Regel: Die Leitungen müssen zwingend bei der Auffahrt mit der Gondel oder beim ersten Höhenabbau identifiziert werden.  

Die „Lee-Falle“: Das Gebäude des Torgglerhofs und die umliegenden Obstplantagen erzeugen bei starkem Südwind (Talwind) mechanische Leewirbel auf der Nordseite. Wer zu tief und zu nah hinter dem Hotel anfliegt, riskiert Kappenstörungen in Bodennähe.

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Taktik der Landeeinteilung

Um diese Gefahren zu mitigieren, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

Position: Die Position wird meist westlich (hangseitig) oder leicht nord-westlich gehalten.

Höhenabbau: Höhe sollte luvseitig (südlich vor dem Hotel) oder weit genug entfernt über dem Fluss abgebaut werden, nicht im Lee des Gebäudes.

Endanflug: Zielen Sie nicht auf die Gebäudenähe. Nutzen Sie die Länge der Wiese aus. Achten Sie auf die Beregnungsstangen in der Wiese, die im hohen Gras schwer zu sehen sind.  

Außenlandung: Sollte der Wind zu stark sein oder die Einteilung misslingen, gibt es flussaufwärts (Richtung St. Martin) weitere Wiesen. Aber Vorsicht: Landungen in den Apfelplantagen sind absolut tabu und führen zu massivem Ärger mit den Landwirten (Sachbeschädigung!).

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Saisonalität: Der optimale Zeitpunkt

Die folgende Analyse basiert auf den Betriebszeiten und der meteorologischen Statistik.  

Monat Eignung Besonderheiten Januar - März 🔴 Geschlossen Seilbahn in Winterpause. Ausweichen auf Meran 2000. April - Mai 🟢 Exzellent Starke Thermik, hohe Basis. Talwind noch moderat. Schnee am Startplatz möglich. Juni - August 🟡 Gut / Anspruchsvoll Sehr thermisch. Achtung: Talwind mittags sehr stark. Flüge am besten vor 13:00 Uhr starten oder sehr erfahren sein. September - Oktober 🟢 Genuss „Golden Season“. Ruhigere Luft, milderer Talwind, klare Sicht. Ideal für Genussflieger. November - Dezember 🔴 Geschlossen Seilbahn schließt meist Anfang November. Export to Sheets

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Insider-Tipps: Das „Drumherum“

Ein Flugtag am Hirzer wird durch die richtige Logistik und das passende „Après-Fly“ abgerundet.

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Unterkunft und Camping

Camping Passeier: Liegt in Saltaus, unweit der Seilbahn. Sehr beliebt bei Gleitschirmfliegern. Bietet Stellplätze und Mietunterkünfte. In der Hochsaison ist eine Reservierung ratsam.  

Apfelhotel Torgglerhof: Direkt am Landeplatz. Gehobener Standard. Ideal, wenn die nicht-fliegende Begleitung Wellness genießen möchte, während der Partner fliegt. Die Terrasse ist der perfekte Ort für das Landebier, um den Flugbetrieb zu beobachten.  

Gasthof Prennanger: An der Mittelstation. Bietet ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten („Mountain Lodge“). Vorteil: Man ist morgens der Erste am Startplatz.

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Kulinarik

Knödel-Tipp: Der Gasthof Prennanger (Mittelstation) ist berühmt für seine Südtiroler Küche. Ein Stopp zwischen zwei Flügen lohnt sich fast immer.  

Hirzerhütte: Wer vom oberen Startplatz noch etwas wandert (ca. 30 Min.), erreicht die Hirzerhütte und die Tallner Alm. Uriger, alpiner Flair.

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Webcams und Wetter-Check

Lokale Piloten verlassen sich nicht nur auf Prognosen.

Webcams: Nutzen Sie die Kameras „Hirzer Bergstation“ oder „Taser Alm“, um die Wolkenbasis und die Windrichtung (Fahnen!) zu prüfen.  

Wetterstationen: Achten Sie auf die Windwerte am Patscherkofel (für Föhn-Prognose) und lokale Messwerte im Meraner Becken.

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Flugschulen und Guiding

Für Piloten, die sich unsicher sind oder das Gebiet kennenlernen wollen, sind die lokalen Tandemunternehmen die besten Ansprechpartner.

Fly Hirzer: Bietet Tandemflüge an und kennt das Gebiet im Detail.  

Tandemclub Ifinger: Ebenfalls lokal ansässig und sehr erfahren.  

Hinweis: Es gibt direkt am Hirzer keine klassische Flugschule für die Grundausbildung (L-Schein), da das Gelände für Anfänger oft zu anspruchsvoll ist. Schulungen finden eher im Vinschgau oder am Übungshang in anderen Tälern statt.

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Luftrechtliche Besonderheiten

Südtirol gehört zu Italien. Es gelten die italienischen Luftfahrtregeln.

Versicherung: Eine gültige Halterhaftpflichtversicherung ist Pflicht (Blaue Karte mitführen!).

Helm: Helmpflicht besteht in Italien offiziell nicht explizit per Gesetz für Gleitschirme in gleicher Strenge wie in anderen Sportarten, wird aber vom DHV und lokalen Verbänden dringendst vorausgesetzt.

Lufträume: Der Luftraum um Bozen (LIPB) ist kontrolliert. Der Bereich Hirzer/Passeiertal ist weitgehend Luftraum G (Golf) und E (Echo), aber Piloten sollten sich vorab über aktuelle NOTAMs oder temporäre Sperrgebiete informieren.

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Notfallnummern

Europaweiter Notruf: 112

Bergrettung: Die Bergrettung Passeier ist zuständig.

Funk: PMR Kanal 8 (446.09375 MHz) mit CTCSS Subtone 8 (88.5 Hz) ist der Standard-Notfunkkanal in Südtirol für die Bergrettung, allerdings ist Mobilfunkempfang (112) meist zuverlässiger. Viele Piloten nutzen PMR Kanal 8 ohne Subtone zur Kommunikation untereinander.

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Verhaltensregeln gegenüber Locals

Respektieren Sie die Landwirtschaft! Das Passeiertal lebt vom Obstbau. Ein zertretener Zaun oder eine Landung in der Plantage schadet dem Ruf aller Flieger.

Vorrangregeln am Hang: Es gelten die internationalen Ausweichregeln. Seien Sie defensiv, besonders gegenüber Tandems, die gewerblich fliegen und oft weniger flexibel in ihren Manövern sind.

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Fazit

Der Hirzer ist eine Perle für erfahrene Piloten. Die Kombination aus einfacher Erreichbarkeit, gewaltigem Höhenunterschied und thermischer Potenz sucht ihresgleichen. Doch der Berg verzeiht wenig Ignoranz gegenüber dem Talwindsystem. Wer den „Bayerischen“ respektiert, die Leitungen am Landeplatz im Auge behält und seine Starts in die thermisch aktiven, aber windtechnisch beherrschbaren Fenster legt, wird hier Flüge erleben, die das Herz höher schlagen lassen.

Fly safe, land happy.

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