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Rabland

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Koord.:46.6629°N, 11.0581°E
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Start- & Landeplätze

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Rabland Landeplatz

Landung
Höhe519m ü. M.
Koord.46.6629, 11.0581
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Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebiet-Report: Rabland & Aschbach (Vinschgau, Südtirol) – Eine analytische Bestandsaufnahme und taktischer Flugführer

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Executive Summary: Strategische Bewertung für Piloten

Das Fluggebiet Rabland, gelegen an der markanten Schnittstelle zwischen dem Vinschgau und dem Meraner Becken, repräsentiert eines der faszinierendsten, aber auch taktisch anspruchsvollsten Fluggelände der südlichen Alpen. Im Gegensatz zu den weitläufigen "Autobahn"-Fluggebieten wie Bassano oder Kössen, verlangt Rabland vom Piloten ein hohes Maß an meteorologischem Verständnis, präziser Schirmbeherrschung und disziplinierter Landeeinteilung.

Für den erfahrenen Piloten bietet das Gebiet einen direkten Einstieg in die hochalpine Thermik der Texelgruppe mit einem beeindruckenden Höhenpotential von oft über 3.000 Metern und Streckenflugoptionen (XC), die tief in die Zentralalpen hineinreichen. Die Infrastruktur ist mit zwei Bergbahnen – der modernen Texelbahn auf der Nordseite (Sonnenberg) und der traditionellen Seilbahn Aschbach auf der Südseite (Nördersberg) – exzellent ausgebaut und ermöglicht eine ganzjährige Befliegbarkeit, sofern die Talwindsysteme respektiert werden.

Kritische Erfolgsfaktoren für dieses Gebiet sind:

Talwind-Management: Der "Vinschger" ist berüchtigt. Seine Düsenwirkung kann Landungen am Nachmittag in Rabland unmöglich machen.

Lande-Präzision: Der offizielle Landeplatz ist ein technisches Nadelöhr, eingebettet in intensiv genutzte Obstkulturen.

Saisonale Taktik: Während das Frühjahr (März bis Mai) das Fenster für weite Strecken öffnet, dominiert im Sommer der genussvolle Vormittagsflug oder der späte Abendflug ("Magic Air").

Dieser Report ersetzt und erweitert den Standard-DHV-Eintrag um detaillierte lokale Kenntnisse, meteorologische Analysen und sicherheitsrelevante Insider-Informationen, die für eine unfallfreie und genussvolle Flugpraxis in diesem komplexen aerologischen System unerlässlich sind.

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Die Topografie des unteren Vinschgaus

Rabland (italienisch: Rablà) ist eine Fraktion der Gemeinde Partschins und liegt auf ca. 525 m Meereshöhe. Das Fluggebiet wird durch die massive Etsch-Tal-Furche definiert, die hier von West nach Ost verläuft, bevor sie bei Meran in den südlichen Knick übergeht. Diese geografische Orientierung ist entscheidend für das Verständnis der Flugbedingungen.

Nördlich des Ortes erhebt sich steil die Texelgruppe, ein Teil der Ötztaler Alpen, mit Gipfeln weit über 3.000 Meter (z.B. Roteck, Texelspitze). Diese Südhänge ("Sonnenberg") sind extrem trocken, felsdurchsetzt und wirken als gigantische Heizflächen, die bereits am späten Vormittag kräftige Thermik produzieren.  

Südlich des Ortes liegt der Nördersberg (Ausläufer des Vigiljochs/Zufrittkamms). Da dieser Hang nach Norden exponiert ist, ist er dichter bewaldet und thermisch weniger aktiv als die Gegenseite, bietet aber am späten Nachmittag oder bei spezifischen Wetterlagen (z.B. Nordüberdruck) wertvolle Ausweichmöglichkeiten.

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Die "Töll-Düse" und ihre Auswirkung

Ein zentrales Element für jeden Piloten in Rabland ist die Töll. Wenige Kilometer östlich von Rabland verengt sich das Etschtal drastisch, bevor es sich zum Meraner Becken öffnet. Diese topografische Verengung ("Düse") beschleunigt den vom Gardasee und der Po-Ebene einströmenden Talwind (Ora) massiv.

Wenn im Sommer der Talwindsystem anspringt, wird Luft aus dem Meraner Becken durch die Töll in den Vinschgau gesaugt. Rabland liegt unmittelbar "hinter" diesem Einlassventil. Das bedeutet:

Der Talwind setzt hier oft abrupt und mit großer Stärke ein.

Die Windgeschwindigkeiten können am Landeplatz innerhalb von 30 Minuten von "windstill" auf "unlandbar" (40 km/h+) steigen.

Es entsteht eine Windscherung zwischen dem überregionalen Meteowind (oft Nord oder West in der Höhe) und dem lokalen Talwindsystem (Ost am Boden).

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Infrastruktur, Logistik und Zugang

Die logistische Anbindung des Fluggebietes ist hervorragend und ermöglicht auch Piloten ohne eigenes Fahrzeug eine stressfreie Anreise. Das Gebiet profitiert von der touristischen Erschließung des Meraner Landes.

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Anreise und Parkraummanagement

Mit dem PKW: Die Anfahrt erfolgt über die Vinschgauer Staatsstraße (SS38). Von Meran kommend sind es ca. 10 Kilometer bis Rabland.

Parken Texelbahn (Nordseite): Der Parkplatz an der Talstation (Zielstraße 11, Partschins) ist großzügig angelegt, jedoch in der Hauptsaison oft gut gefüllt. Er ist gebührenpflichtig. Tipp: Einige lokale Gastronomiebetriebe erstatten Parkgebühren bei Konsumation – hier lohnt sich eine Nachfrage im Restaurant an der Talstation.

Parken Seilbahn Aschbach (Südseite): Direkt an der Talstation in Rabland (Saringstraße 36) sowie in der Cutraunstraße befinden sich ausgewiesene Parkflächen. Diese sind besonders strategisch wertvoll, da sie näher am offiziellen Landeplatz liegen als die Texelbahn. Wer hier parkt, muss nach der Landung weniger weit laufen.  

Öffentlicher Nahverkehr (ÖPNV): Südtirol verfügt über ein vorbildliches Nahverkehrssystem. Die Vinschgerbahn hält direkt am Bahnhof Rabland. Von dort sind es:

Zur Seilbahn Aschbach: ca. 2-5 Minuten Fußweg.

Zur Texelbahn: ca. 10-15 Minuten Fußweg oder Nutzung des lokalen Anschlussbusses (Linie 265/266). Für Piloten, die Strecke fliegen und irgendwo im Vinschgau (z.B. Schlanders oder Mals) außenlanden, ist die Vinschgerbahn der perfekte Rückholer ("Bombout-Shuttle").

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Die Aufstiegshilfen im Detail

A. Texelbahn (Tor zum Giggelberg)

Diese moderne Umlaufbahn ist der Hauptzubringer für Thermikflieger.

Talstation: 635 m

Bergstation: 1.544 m

Betriebszeiten: In der Sommersaison (Juni-Sept) meist 08:00 – 19:00 Uhr, in der Nebensaison bis 18:00 Uhr. Donnerstags und Sonntags oft Frühfahrten ab 07:00 Uhr (perfekt für Hike & Fly im Sommer, um der Hitze zu entgehen).  

Kosten: Einzelfahrt Berg ca. 11,00 - 12,00 €, Berg- und Talfahrt ca. 16,00 - 17,00 €.  

Transport: Gleitschirmrucksäcke werden problemlos transportiert, da die Kabinen geräumig sind.

B. Seilbahn Aschbach (Tor zum Nördersberg)

Eine klassische Pendelbahn, die Rabland mit dem Bergweiler Aschbach verbindet.

Talstation: 525 m

Bergstation: 1.352 m

Betriebszeiten: Ähnlich der Texelbahn, aber oft mit einer Mittagspause in der Nebensaison (beachten!). Täglich von 08:00 – 12:00 und 13:00 – 19:00 Uhr (Hauptsaison).  

Besonderheit: Kapazität ist geringer als bei der Texelbahn. An Wochenenden mit vielen Bikern kann es zu Wartezeiten kommen.

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Hauptstartplatz Giggelberg (Sonnenberg)

Der Giggelberg ist der "Klassiker". Wer hier startet, will Thermik fliegen.

Koordinaten (ca.): N 46°39'xx" E 11°04'xx" (Oberhalb Gasthof Giggelberg)

Höhe: 1.565 m MSL

Startrichtung: Süd (S), Süd-Ost (SO), Süd-West (SW)

Zugang: Von der Bergstation der Texelbahn folgt man dem Wanderweg Nr. 24 Richtung "Gasthof Giggelberg". Der Weg steigt moderat an. Gehzeit ca. 10 bis 20 Minuten, je nach Kondition und Gepäck.  

Geländebeschaffenheit:

Der Startplatz ist eine naturbelassene Bergwiese. Sie ist mittelsteil, was den Startlauf erleichtert.

Untergrund: Gras, teils durchsetzt mit Steinen und im Sommer oft hohem Bewuchs. Ein sauberer Vorwärtsstart ist meist gut möglich, Rückwärtsstart bei Wind sowieso.

Startabbruch: Nach unten hin wird das Gelände steiler und geht in felsdurchsetztes Gelände über. Ein Startabbruch sollte frühzeitig erfolgen.

Aerologie am Start:

Aufgrund der Südexposition heizt sich der Hang schnell auf. Bereits ab 10:00 Uhr kann thermischer Ablösewind einsetzen.

Gefahr: Bei starkem überregionalem Nordwind liegt dieser Startplatz im Lee der Texelgruppe. Dies ist tückisch, da am Startplatz oft scheinbar perfekter Südwind (Rotor!) ansteht, der Pilot aber nach dem Abheben in extreme Turbulenzen gerät. Ein Blick auf die Wolkenbewegung über den Gipfeln (Roteck) ist Pflicht!

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Startplatz Aschbach (Nördersberg)

Die Alternative auf der Schattenseite wird oft unterschätzt, ist aber strategisch wertvoll.

Höhe: ca. 1.400 - 1.450 m (Wiesen oberhalb der Bergstation)

Startrichtung: Nord (N), Nord-Ost (NO)

Zugang: Von der Bergstation Aschbach folgt man den Wegen bergauf zu den freien Wiesen.

Charakter:

Dieser Startplatz funktioniert oft dann gut, wenn der Giggelberg "überentwickelt" ist oder der Talwind bereits sehr stark ist und man auf der Südseite im Lee fliegen würde (wobei bei starkem Talwind auch der Nördersberg turbulent sein kann).

Besonderheit: Ideal für Abendflüge im Sommer ("Sunset Soaring"). Wenn die Sonne im Nordwesten untergeht, wird der Nördersberg noch lange beleuchtet, während der Giggelberg schon im Schatten liegt.

Hike & Fly Tipp: Im Winter, wenn die Sonne tief steht und der Talwind schwach ist, bietet Aschbach oft ruhige Abgleiter.

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Detaillierte Meteorologie und Flugbedingungen

Das Verständnis des lokalen Mikroklimas ist der Schlüssel zur Sicherheit in Rabland.

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Das Vinschger Windregime

Der Talwind ist der dominierende Faktor. Er entsteht durch das Hitzetief in den Zentralalpen und saugt Luftmassen vom Alpenrand durch das Etschtal.

Phasen des Talwindes (Sommertag):

Die Ruhephase (bis ca. 10:00 Uhr): Im Tal herrscht oft noch leichter Bergwind (talauswärts) oder Windstille. Ideal für Anfänger oder erste Abgleiter.

Die Aufbauphase (10:00 - 12:00 Uhr): Der Talwind dreht auf Ost (taleinwärts) und frischt auf 10-15 km/h auf. Die Thermik am Sonnenberg beginnt zu zünden. Dies ist die beste Startzeit für Streckenflieger.

Die Hochphase (13:00 - 16:30 Uhr): Der Talwind erreicht sein Maximum. Spitzen von 30-40 km/h im Talboden sind keine Seltenheit. Gefahr: Eine Landung in Rabland ist jetzt oft rückwärts oder extrem turbulent (Leewirbel der Obstbäume). Während man auf 2.000 m Höhe noch gut fliegen kann, ist der "Deckel" im Tal zu.  

Die Ausklingphase (ab 17:00/18:00 Uhr): Der Wind lässt nach. Es entstehen oft wunderbare Restitutionsbedingungen ("Magic Air"), bei denen man sanft im laminaren Aufwind soaren kann.

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Thermikquellen und Triggerpunkte ("Hausbärte")

Lokale Piloten kennen die zuverlässigen "Tankstellen":

Direkt am Giggelberg: Oft zieht der erste Bart nicht direkt vor der Wiese, sondern leicht westlich an der Felskante oder östlich über dem Waldrücken beim Gasthof.

Die "Zielspitze": Wer Höhe gewonnen hat, orientiert sich Richtung Zielspitze. Hier stehen oft starke Bärte, die den Einstieg in die hohen Felswände der Texelgruppe ermöglichen.

Der "Aschbach-Bart": An Tagen mit Nordkomponente oder am späten Nachmittag kann man manchmal über dem Ort Aschbach auf der Südseite aufdrehen, unterstützt durch die Abendsonne.

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Jahreszeitliche Besonderheiten

Frühjahr (März-Mai): Beste Zeit für XC. Die Luft ist labil, die Basis hoch, der Talwind noch nicht so brutal wie im Hochsommer. Aber: Starke, ruppige Thermik.

Sommer (Juni-August): Starten früh (bis 11 Uhr) oder spät (ab 17 Uhr). Mittags oft zu stabil oder zu windig im Tal.

Herbst (Sept-Okt): Genussfliegerei. Die Farben der Lärchenwälder sind spektakulär. Der Talwind ist schwächer, die Thermik sanfter.

Winter (Nov-Feb): Wenig Thermik, oft Inversionen. Aber: Tolle Hike & Fly Bedingungen, da die Bahnen oft laufen (außer während der Revisionszeiten im Spätherbst).

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XC-Potential und Flugrouten

Rabland ist ein exzellentes Sprungbrett für Streckenflüge, aber es erfordert eine klare Strategie.

Route 1: Die "Rennstrecke" Ost (Passeier/Jaufen)

Dies ist die Standardroute bei normalem Talwind.

Start am Giggelberg, Höhe machen (mind. 2.000m).

Querung der Töll-Schlucht Richtung Muthöfe / Dorf Tirol.

Einflug ins Passeiertal: Hier fliegt man oft die Westflanken (Hirzer-Seite) oder die Ostflanken (Texel-Seite) ab.

Ziel: Jaufenpass oder weiter Richtung Sterzing.

Vorteil: Man fliegt tendenziell mit oder quer zum Talwindsystem.

Herausforderung: Die Querung des Meraner Beckens erfordert Arbeitshöhe, sonst säuft man über den Weinbergen von Algund ab.

Route 2: Die "Kämpferroute" West (Vinschgau)

Flug gegen den Talwind Richtung Reschenpass.

Start Giggelberg.

Flug entlang der Sonnenhänge Richtung Naturns / Schnalstal-Eingang.

Weiter zum Sonnenberg bei Schlanders.

Schwierigkeit: Man fliegt permanent gegen die "Düse". Die Groundspeed ist oft gering. Man muss konsequent die thermisch aktiven Rippen nutzen und darf nicht ins Tal sinken, wo der Gegenwind am stärksten ist.

Lohn: Sensationelle Ausblicke auf Ortler und Cevedale.

Die "Aschbach-Falle" (Achtung XC-Piloten!)

Ein klassischer Fehler bei der Rückkehr oder beim lokalen Fliegen: Piloten, die am Giggelberg absaufen, versuchen oft verzweifelt, im Tal gegen den Ostwind zum Landeplatz zu gleiten. Wenn der Talwind stark ist, schafft man es oft nicht mehr vorwärts ("Rückwärtsgang") und wird in die Turbulenzen der Talverengung bei Töll gedrückt. Lösung: Immer mit genügend Reservehöhe Richtung Landeplatz fliegen. Wenn man merkt, dass man gegen den Wind nicht ankommt: Sofort umdrehen und mit dem Wind einen alternativen Landeplatz im Westen suchen (Richtung Naturns) oder – wenn man schon zu weit östlich ist – die offiziellen Landeplätze in Algund/Meran anpeilen (sofern erreichbar). Niemals versuchen, tief gegen 30 km/h Wind anzukämpfen!

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Der Landeplatz Rabland: Das Nadelöhr

Der Landeplatz ist der kritischste Teil des Fluges in Rabland. Er verzeiht wenig Fehler.

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Technische Daten

Lage: Zwischen dem Ortsrand von Rabland und dem Etsch-Damm.

Umgebung: Dicht umringt von Apfelplantagen. Diese sind mit Betonsäulen und Hagelschutznetzen ausgestattet. Eine Landung in den Bäumen endet fast garantiert mit Zerstörung des Schirms (Risse durch Netzhaken, Leinenrisse) und ist extrem mühsam bei der Bergung.

Größe: Relativ klein und schmal, oft nur ein Streifen Wiese zwischen den Plantagen. Die genauen Dimensionen ändern sich manchmal je nach Pachtverhältnis, daher immer den aktuellen Aushang an der Bahn beachten!

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Landetaktik und Volte

Aufgrund des Talwinds wird meist nach Osten (taleinwärts gegen den Wind) gelandet.

Abbauhöhe: Die Position wird meist über dem freien Gelände Richtung Etsch gehalten, nicht direkt über dem Dorf (Lärmschutz & Hindernisse).

Peilung: Da der Platz kurz ist, muss der Endanflug präzise sitzen. Wer zu hoch reinkommt, schießt über den Platz hinaus in die nächste Obstplantage oder einen Zaun. Wer zu kurz kommt, landet im Apfelbaum vor dem Platz.

Turbulenz: Die Obstbäume und umliegende Gebäude sorgen bei starkem Wind für mechanische Turbulenzen (Rotoren) in Bodennähe. Aktives Fliegen bis zum Boden ist Pflicht! Stütze den Schirm, lass ihn nicht vorschießen.

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Notlande-Alternativen

Sollte der offizielle Landeplatz "dicht" sein (z.B. durch andere Piloten blockiert) oder der Wind zu extrem:

Wiesen Richtung Etsch: Entlang des Flusses gibt es manchmal gemähte Streifen. Aber Achtung: Der Radweg an der Etsch ist stark frequentiert. Nicht auf dem Radweg landen!

Ausweichplatz Naturns: Ca. 3-4 km westlich. Bei Westwind-Lagen (selten im Tal) evtl. besser.

Sportplätze: Nur im absoluten Notfall nutzen.

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Luftraumstruktur (Airspace)

Südtirol hat eine komplexe Luftraumstruktur aufgrund des Flughafens Bozen (LIPB).

Rabland selbst liegt meist im unkontrollierten Luftraum G (bzw. E ab einer gewissen Höhe).

Achtung XC-Piloten: Wer Richtung Meran/Bozen fliegt, nähert sich der CTR Bozen und diversen ATZ (Aerodrome Traffic Zones). Besonders im Bereich Meran (Untermais) und südlich davon gelten strikte Höhenbeschränkungen, um den IFR-Anflugverkehr nach Bozen nicht zu gefährden.

Pflicht: Vor jedem Flug die aktuelle ICAO-Karte Italien (Nord) konsultieren und die NOTAMs checken. Die "Dolomiti"-Luftraumdateien für Varios sollten aktuell sein.

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Kollisionsvermeidung

An guten Tagen ist am Giggelberg viel los.

Startplatz-Etikette: Mache deinen Startcheck neben der Startbahn, nicht darauf. Gehe erst zum Startpunkt, wenn du wirklich startbereit ("einhängefertig") bist. Blockiere nicht den Start für andere, während du deine Leinen sortierst.

Soaring-Regeln: Hangrechts hat Vorfahrt. Wer den Berg zur Rechten hat, weicht nicht aus. Überholen immer rechts (zum Tal hin).

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Stromleitungen

Im Vinschgau verlaufen mehrere Hochspannungsleitungen.

Eine markante Leitung quert das Tal bei der Töll.

Achte beim Soaren am Sonnenberg auf Materialseilbahnen, die oft schwer sichtbar zu den einzelnen Bergbauernhöfen führen. Diese sind oft nicht in Luftfahrerkarten verzeichnet.

Grundregel: Halte immer ausreichend Abstand zu einzeln stehenden Höfen am Hang – die Gefahr von nicht markierten Kabeln ist real.

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Touristische Infrastruktur & "Drumherum"

Rabland ist nicht nur für Piloten attraktiv, sondern auch für Familien und Begleitpersonen ("Non-Flying Partners").

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Unterkunft (Pilot-Friendly)

Viele Unterkünfte im Vinschgau sind auf Aktivurlauber eingestellt.

Design Hotel Tyrol (Rabland): Gehobene Kategorie, sehr sportaffin, bietet oft Infos für Biker und Wanderer, was auch Piloten entgegenkommt.  

Campings: Es gibt Campingplätze in Naturns (z.B. Waldcamping) und Richtung Meran. Wildcampen ist in Südtirol streng verboten und wird kontrolliert.

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Verpflegung & Après-Fly

Gasthof Giggelberg: Direkt am Startplatz. Legendäre Knödel und Kaiserschmarrn. Die Terrasse bietet den perfekten Blick, um anderen Piloten beim "Absaufen" oder "Aufdrehen" zuzusehen.

Landeplatz-Nähe: In Rabland selbst gibt es diverse Pizzerien und Cafés. Ein beliebter Treffpunkt ist der Bereich um die Talstation der Texelbahn, wo man nach dem Flug bei einem "Veneziano" den Tag ausklingen lassen kann.

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Alternativprogramm (Wenn es nicht fliegt)

Eisenbahnwelt Rabland: Die größte digitale Modelleisenbahnanlage Italiens – direkt im Ort. Ein Muss für Technikfans und Kinder.  

Partschinser Wasserfall: Einer der höchsten Wasserfälle der Alpen. Eine schöne Wanderung wert.

Biken: Der Vinschgau ist ein MTB-Mekka. Die Seilbahn Aschbach transportiert Bikes (Bike-Shuttle beachten). Der Trail vom Nördersberg ("Aschbach-Tour") ist flowig und beliebt.

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Kontakte, Flugschulen & Notfall

Flugschulen & Tandem

Wer das Gebiet erst kennenlernen möchte oder Guiding sucht:

Tandemclub Ifinger: Lokale Experten, die das Gebiet wie ihre Westentasche kennen. Bieten Tandemflüge vom Giggelberg und Hirzer an.  

Flugschule Südtirol / Texelflieger: Oft Ansprechpartner für Ausbildung und lokale Einweisung.

Wichtige Links & Apps

Wetter: Provinz Bozen Wetter (sehr genau für lokale Föhnprognosen).

Webcams:

Partschins/Rabland: Blick in den Talboden (Baumbewegung = Windstärke).

Texelbahn Bergstation: Blick auf die Startplatz-Situation und Wolkenbasis.

Verein: Gleitschirmclub Texelflieger. Kontakt über lokale Piloten am Landeplatz suchen.

Notfallnummern

Allgemeiner Notruf: 112 (Europaweit)

Aiut Alpin Dolomites: Bergrettung per Helikopter. Eine Mitgliedschaft/Versicherung ("Aiut Alpin") wird dringend empfohlen, da Hubschrauberbergungen in Italien bei Freizeitunfällen oft kostenpflichtig sind, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt (z.B. unverletzt am Baum hängen).

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Fazit: Für wen ist Rabland geeignet?

Rabland ist kein Anfängergebiet für die ersten Alleinflüge ohne Fluglehreraufsicht, vor allem nicht zur thermisch aktiven Tageszeit.

Für Anfänger: Nur früh morgens oder spät abends (mit Einweisung) geeignet. Der enge Landeplatz stresst unerfahrene Piloten schnell.

Für Fortgeschrittene: Ein Traumgebiet. Der schnelle Zugang zur Basis, die logistische Perfektion durch die Bahnen und die XC-Optionen machen es zu einem "Must-Fly" in den Südalpen.

Für Profis/XC-Cracks: Der perfekte Startpunkt für große FAI-Dreiecke oder weite Strecken Richtung Engadin oder Dolomiten.

Wer den Vinschger Talwind respektiert und seine Landetechnik im Griff hat, wird in Rabland unvergessliche Flüge erleben – vor der Kulisse von Gletschern, Palmen und endlosen Apfelwiesen.

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