StartseiteFluggebieteDeutschlandBayernRauenstein

Rauenstein

Startplätze:3
Landungen:1
Koord.:50.4247°N, 11.0427°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

3 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Rauenstein Startplatz

Start
Höhe720m ü. M.
Koord.50.4247, 11.0427
WindSSO, W
Korrekt?

Rauenstein Landeplatz

Landung
Höhe535m ü. M.
Koord.50.4198, 11.0449
Korrekt?

Rauenstein Übungshang

Start
Höhe720m ü. M.
Koord.50.4218, 11.0436
WindSW
Korrekt?

Rauenstein Startplatz 2

Start
Höhe719m ü. M.
Koord.50.4238, 11.0491
WindSSO
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Analyse und Pilotenleitfaden für das Fluggelände Rauenstein: Das thermische Mekka am Südrand des Thüringer Schiefergebirges Executive Summary für Piloten

Das Fluggelände Rauenstein, gelegen im südthüringischen Landkreis Sonneberg an der Schnittstelle zum bayerischen Oberfranken, repräsentiert eines der anspruchsvollsten und zugleich lohnendsten Mittelgebirgsreviere für Gleitschirm- und Drachenflieger in Deutschland. Mit einer Startplatzhöhe von rund 720 Metern über Normalnull und einer effektiven Höhendifferenz von 185 Metern zum Hauptlandeplatz bietet das Gelände insbesondere in den Frühjahrs- und Sommermonaten eine thermische Aktivität, die in Fachkreisen als herausragend gilt. Der Hauptstartplatz ist als technisch anspruchsvoller Schneisenstart charakterisiert, der eine präzise Schirmbeherrschung erfordert, da die umgebenden Waldbestände wenig Spielraum für Pilotierungsfehler lassen. Während die primäre Ausrichtung nach Süd-Südost (SSO) orientiert ist, erweitern neue Entwicklungen wie der Ausbau des Weststartplatzes die Einsatzmöglichkeiten erheblich. Für Streckenflieger fungiert Rauenstein als strategisches Sprungbrett in den Thüringer Wald oder entlang des Rennsteigs, wobei Flüge weit über die Landesgrenzen hinaus dokumentiert sind. Gastpiloten sind beim Geländehalter, dem Oberfränkischen Hängegleiter Verein Coburg e.V. (OHC-Coburg), nach einer obligatorischen Einweisung willkommen. Die logistische Anbindung über die Triniushütte kombiniert fliegerischen Anspruch mit einer exzellenten Infrastruktur für Unterkunft und Gastronomie.  

Geographische Lage und topographische Rahmenbedingungen

Die geographische Verortung des Fluggebietes Rauenstein ist für dessen meteorologische Sonderstellung von entscheidender Bedeutung. Es befindet sich in der Gemeinde Frankenblick, eingebettet in die markante Topographie des südlichen Thüringer Schiefergebirges. Die Region markiert den Übergang von den dichten, massiven Waldgebieten des Thüringer Kerngebirges hin zu den offeneren, sanfteren Hügellandschaften des fränkischen Hügellandes. Diese Grenzlage erzeugt spezifische aerodynamische Effekte, da die von Süden heranströmenden Luftmassen hier auf die erste signifikante Barriere des Mittelgebirges treffen, was sowohl dynamische Hangaufwinde als auch thermische Ablösungsprozesse massiv begünstigt.  

Der Ort Rauenstein liegt im Tal der Grümpen auf einer Basis von etwa 464 Metern. Das Flüsschen Grümpen hat sich hier tief in das Schiefergebirge eingeschnitten und ein Tal geschaffen, das als Kaltluftabfluss und gleichzeitig als Windkanal fungiert. Die Startplätze thronen auf dem Bergrücken oberhalb des Dorfes, wobei der Bereich um die Triniushütte als zentraler Orientierungspunkt dient. Geologisch ist das Gebiet durch den namensgebenden Schiefer geprägt, dessen dunkle Farbe und hohe Wärmespeicherkapazität als effizienter thermischer Motor fungieren.  

Geographisches Merkmal Spezifikation Staat / Bundesland Deutschland / Thüringen Gemeinde 96528 Frankenblick (Ortsteil Rauenstein) Gebirgszugehörigkeit Südliches Thüringer Schiefergebirge Höhenlage Tal (Ort) ca. 464 m NN Primärer Orientierungspunkt Triniushütte / Burgruine Rauenstein Export to Sheets Technische Spezifikationen der Start- und Landeplätze

Das Gelände in Rauenstein ist nicht als eine einzige, homogene Startfläche zu betrachten, sondern gliedert sich in verschiedene Sektionen, die je nach Windrichtung, Erfahrungsschatz des Piloten und tageszeitlicher Thermikintensität unterschiedliche Anforderungen stellen.  

Der Hauptstartplatz (Schneise)

Die technische Komplexität von Rauenstein konzentriert sich primär auf den Hauptstartplatz. Dieser liegt auf einer Höhe von 720 m NN und ist unter den Koordinaten N 50°25'28.84" E 11°02'33.75" präzise lokalisiert. Die Ausrichtung ist primär auf Süd-Südost (SSO) sowie auf den neu entwickelten Westbereich (W) ausgelegt. Die Einstufung als Schneisenstart bedeutet, dass der Pilot seinen Schirm in einer relativ engen Waldöffnung aufzieht. Dies führt dazu, dass der anströmende Wind innerhalb der Schneise kanalisiert wird. Während dies bei exakt von vorne kommendem Wind einen stabilen Aufziehprozess begünstigt, führen bereits leichte Seitenwindkomponenten zu gefährlichen Rotoren und Leeturbulenzen im Schutz der hohen Bäume. Für weniger erfahrene Piloten ist dieser Startplatz daher als "anspruchsvoll" kategorisiert.  

Startplatz 2 und die Übungshänge

Ergänzend zum Hauptstartplatz existiert der sogenannte Startplatz 2 auf 719 m NN (N 50°25'25.72" E 11°02'56.92"), der konsequent nach SSO orientiert ist. Dieser Bereich wird oft genutzt, wenn am Hauptplatz durch thermische Ablösungen ein zu hoher Frequenzdruck entsteht. Für die Grundausbildung und das Groundhandling steht zudem ein Übungshang zur Verfügung, der nach Südwesten (SW) ausgerichtet ist. Dieser Bereich bietet deutlich moderatere Bedingungen, da er weniger stark in die thermischen Hauptsysteme des Schiefergebirges eingebunden ist.  

Der Wiesenstart an der Triniushütte: Ein Experten-Geheimtipp

Ein wesentlicher Mehrwert für Piloten, die Rauenstein besuchen, ist das Wissen um den mittleren Startplatz im Bereich der Triniushütte. Wenn die Bedingungen für einen Start direkt aus der engen Waldschneise als zu turbulent oder thermisch zu aggressiv eingeschätzt werden – was besonders an heißen Frühjahrstagen der Fall sein kann – bietet dieser Wiesenstart eine sicherere und entspanntere Alternative. Er befindet sich auf ca. 640 m Höhe und ermöglicht es, direkt in die großflächigen Ablösungen einzusteigen, die sich über den Freiflächen vor der Waldkante bilden.  

Platzbezeichnung Funktion Höhe (NN) Ausrichtung Schwierigkeit Hauptstartplatz Thermik-Einstieg 720 m SSO, W Anspruchsvoll Startplatz 2 Ausweichplatz 719 m SSO Mittel Übungshang Schulung / Training 720 m SW Leicht Wiesenstart Alternative ca. 640 m S-SW Mittel Landeplatz Ziellandung 535 m Variabel Mittel Export to Sheets Logistik, Erschließung und Zugang

Die logistische Erreichbarkeit von Rauenstein ist für ein Mittelgebirgsgelände als exzellent zu bezeichnen, sofern man die spezifischen Regeln für den Zugang respektiert.

Anfahrt und Parkraummanagement

Die Anreise erfolgt in der Regel über die Autobahn A73 (Suhl-Lichtenfels). Von der Abfahrt 5 (Eisfeld-Nord) führt der Weg über die B281 in Richtung Neuhaus am Rennweg. In Rauenstein ist die Triniushütte explizit ausgeschildert. Der Parkplatz an der Triniushütte dient als zentraler Sammelpunkt für Piloten. Es ist wichtig zu betonen, dass der Parkplatz primär für Gäste der Hütte vorgesehen ist; Piloten sollten daher das Gastronomieangebot nutzen, um die Akzeptanz des Flugsports vor Ort zu sichern. Ein weiterer Parkplatz befindet sich im Tal am Bahnhof Rauenstein, was sich für Piloten anbietet, die nach der Landung einen kurzen Fußweg bevorzugen.  

Der Aufstieg zum Startplatz

Ein wesentlicher Unterschied zu alpinen Geländen ist das Fehlen einer Bergbahn oder eines organisierten Shuttles. Der oberste Startplatz ist ab der Triniushütte ausschließlich zu Fuß erreichbar. Der Wanderweg führt durch bewaldetes Gelände stetig bergauf. Die Dauer des Aufstiegs beträgt je nach physischer Konstitution und Gewicht der Ausrüstung etwa 10 bis 15 Minuten. Der Weg ist technisch unproblematisch, erfordert jedoch aufgrund der Wurzelbildung und gelegentlicher Feuchtigkeit festes Schuhwerk. Dieser kurze "Hike-and-Fly"-Aspekt sorgt dafür, dass das Gelände selten überlaufen ist und eine ruhige, fokussierte Atmosphäre bewahrt.  

Der Landeplatz und seine Tücken

Der offizielle Landeplatz liegt auf 535 m NN (N 50°25'11.15" E 11°02'41.78"). Er ist großflächig, weist jedoch eine leichte Hangneigung auf. Eine Besonderheit ist die Lage im Talwindsystem der Grümpen. Bei starken überregionalen Winden kann der Talwind hier deutlich zunehmen, was eine präzise Landeinteilung (Achter- oder Positionsschema) zwingend erforderlich macht. Piloten werden dringend gebeten, den Landeplatz vor dem ersten Start zu besichtigen, um Hindernisse wie Zäune oder die in der Nähe verlaufenden Stromleitungen zu identifizieren.  

Meteorologie und Flugbedingungen: Analyse der thermischen Dynamik

Rauenstein verdankt seinen Ruf als "Mekka" der spezifischen Interaktion zwischen Topographie und einströmenden Luftmassen.

Thermische Charakteristik und beste Jahreszeit

Die thermische Saison beginnt in Rauenstein aufgrund der Südexposition der Hänge oft sehr früh, meist schon im März. Die dunklen Schieferfelsen und die bewaldeten Flanken absorbieren die Sonneneinstrahlung hocheffizient. Dies führt zu einer frühen Labilisierung der Luftschichten. Die typischen Thermikzeiten erstrecken sich von 11:00 Uhr vormittags bis in den späten Nachmittag. Im Hochsommer kann die Thermik zwischen 13:00 und 15:00 Uhr sehr sportlich und turbulent ausfallen, was eine aktive Schirmarbeit voraussetzt.  

Windregime und Gefahrenmomente

Die idealen Bedingungen herrschen bei einem schwachen bis mäßigen Wind aus Süd-Südost bis Südwest vor. Gefährlich wird die Situation bei Nordwindkomponenten (N, NO, NW). In diesem Fall liegt der Startplatz im Lee des Thüringer Wald-Hauptkamms. Die daraus resultierenden Rotoren sind in der Schneise oft kaum spürbar, können aber unmittelbar nach dem Abheben zu massiven Klappern oder Strömungsabrissen führen. Ein weiteres Phänomen ist der sogenannte Düseneffekt in der Schneise: Bei starkem überregionalem Wind wird die Luftmasse in der Waldöffnung beschleunigt, was die reale Windgeschwindigkeit am Startplatz höher ausfallen lässt als über dem freien Gelände.  

Meteorologische Informationsquellen der Locals

Lokale Piloten verlassen sich nicht allein auf allgemeine Vorhersagen, sondern nutzen ein Netzwerk spezifischer Messstationen :  

Wetterstation Blessberg: Liefert die entscheidenden Daten für den Wind in der Höhe (Gradientwind) und die Wolkenbasis.  

Weathercloud Triniushütte: Bietet Echtzeitdaten zur Windstärke direkt am Boden der Triniushütte, was Rückschlüsse auf die thermische Ablöseintensität zulässt.  

Windfinder Coburg/Neuhaus: Dient zur großräumigen Abschätzung der Druckdifferenzen zwischen dem Frankenland und dem Thüringer Becken.  

Streckenflug-Potenzial (XC) und strategische Routenplanung

Rauenstein ist weit mehr als ein reiner Hausberg; es ist ein strategisch wertvoller Ausgangspunkt für Streckenflüge im Mittelgebirge.

Thermikquellen und der "Hausbart"

Nach dem Start am Hauptplatz gilt es, die erste thermische Ablösung zu finden, um über Gipfelniveau zu steigen. Ein verlässlicher Triggerpunkt ist der Bereich über der Triniushütte selbst sowie die exponierten Felsvorsprünge der Burgruine Rauenstein. Sobald eine Höhe von ca. 1.200 m bis 1.500 m NN erreicht ist, kann der Pilot entscheiden, in welche Richtung der XC-Flug führen soll.  

XC-Routen und Flugziele

Die Analyse erfolgreicher Flüge aus der DHV-XC Datenbank zeigt drei Hauptrichtungen :  

Die Rennsteig-Route (Nord-Ost): Fliegen entlang des Kammweges in Richtung Neuhaus am Rennweg und weiter zum Schiefergebirge. Diese Route bietet den Vorteil, dass der Pilot stets über bewaldetem Gebiet mit guten thermischen Abrisskanten fliegt.

Die Frankenland-Route (Süd): Ein Vorstoß in das flachere Hügelland Richtung Coburg und weiter in den Itzgrund. Hier sind die thermischen Bedingungen oft gleichmäßiger, erfordern aber eine höhere Gleitleistung des Schirms.

Die West-Route: In Richtung Eisfeld und Suhl. Diese Route ist fliegerisch reizvoll, aber aufgrund der Topographie (tiefe Täler, hohe Waldanteile) anspruchsvoller in der Landeplatzwahl.

Luftraumbeschränkungen

Obwohl Rauenstein in einer scheinbar abgelegenen Region liegt, ist die Luftraumstruktur zu beachten. Insbesondere bei Flügen Richtung Süden nähert man sich dem kontrollierten Luftraum des Flughafens Nürnberg (CTR Nürnberg). Die Nutzung eines GPS-Varios mit aktuellen Luftraumdaten ist für XC-Piloten in diesem Gebiet daher unverzichtbar.  

Insider-Tipps und Expertenwissen für Gastpiloten

Der Mehrwert dieses Guides liegt in den Details, die über die Standard-Datenbankeinträge hinausgehen.

Häufige Fehler von Neulingen

Viele Piloten, die zum ersten Mal in Rauenstein starten, unterschätzen die Dynamik des Schneisenstarts. Ein häufiger Fehler ist das zu langsame Aufziehen des Schirms aus Angst vor der Enge. Dies führt oft dazu, dass der Schirm in der turbulenten Bodenschicht hängen bleibt. Experten empfehlen ein zügiges, entschlossenes Aufziehen und ein sofortiges Stabilisieren des Schirms, bevor man in den eigentlichen Startlauf übergeht.

Die "geheimen" Thermiktrigger

Ein lokaler Geheimtipp ist die Nutzung der kleinen Steinbrüche in der Umgebung als Thermikquellen, wenn der Hausbart einmal nicht zuverlässig liefert. Auch die dunklen Dachflächen der Industriebauten im Tal von Rauenstein produzieren oft verlässliche Ablösungen, die man als "Low Save" nutzen kann, wenn man bereits tief am Landeplatz ankommt.

Webcams für die Fernanalyse

Vor der Abfahrt sollte man folgende Webcams prüfen:

Webcam Blessberg (Panomax): Bietet einen 360-Grad-Blick über den Thüringer Wald und zeigt die aktuelle Bewölkungssituation.  

Webcam Schalkau/Frankenblick: Ermöglicht eine Sichtprüfung der Windverhältnisse an den Ausläufern des Gebirges.  

Sicherheit, Regeln und rechtliche Rahmenbedingungen

Das Fliegen in Rauenstein ist ein Privileg, das auf der guten Zusammenarbeit zwischen dem Verein OHC Coburg, den Grundbesitzern und der Gemeinde basiert.

Die Rolle des OHC Coburg und Gastflugregeln

Der Oberfränkische Hängegleiter Verein Coburg e.V. verwaltet das Gelände mit großem Engagement. Gastpiloten sind ausdrücklich willkommen, müssen jedoch zwingend eine Einweisung durch ein Vereinsmitglied vor Ort erhalten. Diese Einweisung umfasst die Besonderheiten des Schneisenstarts und die einzuhaltenden Flugkorridore. Eine Tagesmitgliedschaft oder Gastfluggebühr wird in der Regel erhoben, um die Pacht- und Instandhaltungskosten der Startplätze zu decken.  

Naturschutz und Auflagen

Das Gelände unterliegt strengen Naturschutzauflagen. Die Vegetation an den Start- und Landeflächen ist strikt zu schonen. Dies bedeutet unter anderem, dass der Schirm nur auf den ausgewiesenen Flächen ausgelegt werden darf. Zudem ist das Fliegen während bestimmter Brutzeiten in spezifischen Waldsektoren zu vermeiden, worüber die Informationstafeln vor Ort detailliert Auskunft geben.  

Notfallinformationen und Rettungskette

Im Falle einer Baumlandung – ein Risiko, das durch den Schneisenstart statistisch präsent ist – ist die lokale Bergwacht informiert. Piloten sollten stets ein Handy mitführen und die Koordinaten des Startplatzes kennen.

Notruf: 112

Krankenhaus: Sonneberg oder Coburg

Vereinskontakt: info@ohc-coburg.de  

Kulinarik, Unterkunft und Freizeitangebote

Rauenstein bietet auch für die Zeit nach dem Flug oder für nicht-fliegende Begleitpersonen eine hohe Lebensqualität.

Die Triniushütte: Gastronomisches Highlight

Die Triniushütte ist weit mehr als nur ein Orientierungspunkt. Als Ausflugsgaststätte bietet sie eine hervorragende regionale Küche, die für ihre Qualität bekannt ist. Die Öffnungszeiten variieren saisonal, meist ist von Donnerstag bis Sonntag ganztägig geöffnet. Nach einem langen Flug auf der Sonnenterrasse zu sitzen und den Blick über das Frankenland schweifen zu lassen, gehört zum "Rauenstein-Erlebnis" dazu.  

Übernachtungsmöglichkeiten

Für Piloten, die ein ganzes Wochenende bleiben möchten, bietet die Triniushütte selbst moderne Gästezimmer und Ferienwohnungen an. Die Preise liegen im Bereich von 70 bis 90 Euro pro Nacht inklusive eines reichhaltigen Frühstücks. Alternativ gibt es im Ort Rauenstein oder im benachbarten Schalkau zahlreiche Pensionen und Ferienhäuser wie das Ferienhaus Irene oder die Ferienwohnung Panorama.  

Alternativprogramm bei "Grounding"

Sollte das Wetter einmal nicht fliegbar sein, bietet die Region Frankenblick vielfältige Möglichkeiten:

Kultur: Das Porzellanmuseum im Schloss Rauenstein zeigt die bedeutende Geschichte der lokalen Keramikindustrie.  

Technikgeschichte: Das Schildkröt-Puppenmuseum ist ein Muss für geschichtlich Interessierte, da Rauenstein die Heimat des ältesten Puppenherstellers Deutschlands ist.  

Wandern: Die "Rennsteig-Leiter" bietet anspruchsvolle Wanderungen durch das Goldwaschgebiet der Grümpen.  

Goldwaschen: In Theuern gibt es ein Goldmuseum, das Touren zum Goldwaschen in der Grümpen anbietet – ein einmaliges Erlebnis in Deutschland.  

Einrichtung Typ Besonderheit Triniushütte Berggasthof / Hotel Direkt am Startplatz, Top-Küche Schloss Rauenstein Museum Porzellangeschichte Goldmuseum Theuern Museum / Erlebnis Goldwaschen in der Grümpen Schildkröt-Museum Museum Historische Puppen Ferienzentrum Rauenstein Unterkunft Ideal für Gruppen / Vereine Export to Sheets Zusammenfassende Analyse und Zukunftsausblick

Rauenstein manifestiert sich als eines der profiliertesten Fluggebiete in der deutschen Mittelgebirgslandschaft. Die Kombination aus technischem Anspruch, thermischer Zuverlässigkeit und einer exzellenten lokalen Infrastruktur macht es zu einem Ziel erster Wahl für ambitionierte Gleitschirm- und Drachenpiloten. Die kontinuierliche Arbeit des OHC Coburg, insbesondere der Ausbau des Weststartplatzes, zeigt, dass das Gelände auch für zukünftige Anforderungen an den Flugsport bestens gerüstet ist.  

Für den Besucher bleibt die Erkenntnis, dass Rauenstein kein "Fast-Food-Fluggebiet" ist. Es verlangt Respekt vor der Natur, eine gründliche Vorbereitung und die Bereitschaft, sich auf die lokalen Gegebenheiten einzulassen. Wer diese Tugenden mitbringt, wird mit Flugerlebnissen belohnt, die in ihrer Intensität und landschaftlichen Schönheit den Vergleich mit alpinen Klassikern nicht scheuen müssen. Die Symbiose aus sportlicher Herausforderung und der herzlichen thüringisch-fränkischen Gastfreundschaft macht Rauenstein zu einem Ort, an den Piloten immer wieder gerne zurückkehren.

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Sachsenbrunn
Bayern
Spechtsbrunn Schleppgelände
Thüringen
Neukenroth
Bayern
Großneundorf
Thüringen
Schloß Banz
Bayern
Mehr in Bayern
Bergrettung
112