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Aeronautische Monografie: Der Hofstetter Gummen im System des Berner Oberlandes
In der Welt des alpinen Gleitschirmfliegens existieren Orte, die in den Datenbanken der großen Verbände oft nur als bloße Koordinatenpunkte existieren, in der Realität jedoch eine Komplexität und Schönheit aufweisen, die eine tiefergehende Betrachtung verlangen. Der Hofstetter Gummen ist ein solches Juwel. Es ist zunächst von imperativer Wichtigkeit, eine geografische Fehlverortung zu korrigieren, die in nicht spezialisierten Verzeichnissen gelegentlich auftritt: Der Hofstetter Gummen befindet sich weder in Deutschland noch in Österreich. Er ist ein integraler Bestandteil der Schweizer Alpen, gelegen im Kanton Bern, präzise verortet auf der Nordseite des Brienzersees im Berner Oberland.
Diese Unterscheidung ist nicht nur semantischer Natur, sondern fundamental für die Flugvorbereitung. Die Schweizer Luftraumstruktur, die topografischen Gegebenheiten der Hochalpen und die spezifischen gesetzlichen Rahmenbedingungen (z.B. Haftpflichtversicherung, Frequenzen) unterscheiden sich signifikant von den Nachbarländern. Wer hier fliegt, bewegt sich im Hoheitsgebiet der Fluggruppe Oberhasli-Brienz (FLOB) und im Einflussbereich des Militärflugplatzes Meiringen.
Dieser Bericht dient als umfassendes Kompendium für den versierten Piloten, der über den Tellerrand des Standard-DHV-Eintrags hinausblicken möchte. Er analysiert die aerologischen Feinheiten, die taktischen Notwendigkeiten des Streckenflugs (XC) und die oft unterschätzten Gefahren dieses Startplatzes mit einer Detailtiefe, die für eine sichere Flugdurchführung unerlässlich ist.
Bevor wir uns der physischen Beschaffenheit des Geländes widmen, muss eine nomenklatorische Klarstellung erfolgen. In der Schweizer Topografie ist der Begriff "Gummen" keine Seltenheit. Piloten, die ihre Wetter- und Anreiseplanung auf Online-Tools stützen, laufen Gefahr, Daten für die Gummenalp bei Wirzweli (Kanton Nidwalden) abzurufen. Jene liegt geologisch völlig anders und wird durch eine öffentliche Seilbahn erschlossen. Der hier behandelte Hofstetter Gummen (PLZ 3858 Hofstetten bei Brienz) ist ein Südhang am Brienzer Grat, der logistisch und fliegerisch eine gänzlich andere Herangehensweise erfordert.
Der Startplatz befindet sich auf einer Höhe von ca. 1.590 Metern über Meer (MSL). Er ist charakterisiert durch eine steile Alpwiese, die direkt nach Süden bis Südwesten exponiert ist. Diese Ausrichtung ist mikroklimatisch von höchster Relevanz. Sie garantiert, dass der Hang bereits am späten Vormittag von der Sonne direkt bestrahlt wird, was die Genese von nutzbaren Thermikblasen frühzeitig initiiert.
Im Gegensatz zu den sanften Kuppen des Juras oder den weiten Grasflächen der Voralpen, ist der Hofstetter Gummen ein alpiner Startplatz mit "Charakter". Die Neigung ist progressiv: Sie beginnt moderat und geht rasch in ein steileres Gefälle über. Dies erfordert eine saubere Starttechnik. Ein "Hinauslaufen" wie an flachen Hängen ist hier oft nicht möglich; der Pilot muss bereit sein, dynamisch abzuheben.
Es ist unmöglich, die Beschreibung dieses Startplatzes fortzuführen, ohne das gravierendste Sicherheitsrisiko zu adressieren, das in Standard-Datenbanken oft nur als Randnotiz erscheint. Über den Starthang verlaufen zwei Materialtransportseile.
Diese Kabel stellen eine signifikante Gefahr dar, weil sie quer zur Abflugrichtung gespannt sind. Die Problematik wird durch optische Faktoren verschärft:
Hintergrund-Verschmelzung: Die Kabel sind oft rostig oder dunkelgrau und verschmelzen visuell mit dem dunklen Tannwald oder den Felsstrukturen im Hintergrund.
Lichtverhältnisse: Bei Gegenlicht (Südstand der Sonne) oder diffusem Licht unter einer Bewölkungsschicht sind die Seile nahezu unsichtbar.
Positionierung: Sie befinden sich in einer Höhe, die bei einem flachen Start oder bei leichtem Sinken unmittelbar nach dem Abheben genau im Flugpfad liegen kann.
Taktische Konsequenz: Vor dem Auslegen des Schirms ist eine physische Begehung des Startbereichs obligatorisch. Der Pilot muss die genaue Höhe und den Verlauf der Seile verifizieren. Der Startabbruch muss mental bereits vor dem Aufziehen des Schirms als primäre Option verankert sein, sollte der Schirm nicht satt steigen. Es gilt der Grundsatz: Im Zweifel lieber am Boden bleiben, als das Risiko einer Kollision mit einem Stahlseil einzugehen.
Der Hofstetter Gummen unterscheidet sich von Massenfluggebieten wie Interlaken oder Fiesch durch seine eingeschränkte Erreichbarkeit. Es gibt keine öffentliche Seilbahn, die Piloten und Touristen im Minutentakt auf den Berg befördert. Diese logistische Hürde wirkt als natürlicher Filter und sorgt dafür, dass das Pilotenaufkommen meist überschaubar bleibt – ein Umstand, den Kenner sehr zu schätzen wissen.
Der Zugang mit dem privaten PKW ist möglich, unterliegt jedoch strengen Reglementierungen. Die Straße von Hofstetten hinauf zur Gummenalp ist eine klassische, schmale Schweizer Bergstraße, die nicht für den allgemeinen Durchgangsverkehr freigegeben ist.
Bewilligungspflicht: Das Befahren erfordert eine offizielle Fahrbewilligung. Diese Regelung wird kontrolliert. Piloten sollten sich bei der Gemeindeverwaltung Hofstetten oder im Tourismusbüro Brienz nach den aktuellen Konditionen und Ausgabestellen für Tagesvignetten erkundigen.
Straßencharakteristik: Die Straße ist teilweise steil und exponiert. Im Frühjahr (nach der Schneeschmelze) und im Spätherbst ist mit Steinschlag oder Restschnee zu rechnen. Fahrzeuge mit geringer Bodenfreiheit könnten Schwierigkeiten bekommen.
Parken: Die Parkmöglichkeiten am Startplatz oder in dessen Nähe sind extrem limitiert. Es ist ein Gebot der Höflichkeit und des Naturschutzes, Fahrgemeinschaften zu bilden. Das wilde Parken auf Weideland führt unweigerlich zu Konflikten mit den lokalen Landwirten und gefährdet den Fortbestand des Fluggebiets.
In den letzten Jahren hat sich der Hofstetter Gummen zu einem beliebten Ziel für Hike & Fly Enthusiasten entwickelt.
Ausgangspunkt: Hofstetten bei Brienz (ca. 580m MSL) oder Brienz Bahnhof (ca. 566m MSL).
Höhendifferenz: Der Aufstieg bewältigt rund 1.000 bis 1.100 Höhenmeter.
Zeitbedarf: Ein durchschnittlich trainierter Pilot benötigt für den Aufstieg ca. 2,5 bis 3 Stunden.
Routenführung: Wanderwege führen durch dichte Mischwälder im unteren Teil und über offene Alpwiesen im oberen Bereich (Gummenalp). Die Orientierung ist dank des Schweizer Wanderwegnetzes in der Regel unproblematisch.
Ausrüstung: Leichte Ausrüstung ist hier von Vorteil. Da keine Infrastruktur am Startplatz garantiert ist (kein Kiosk, kein Wasser), muss Verpflegung und Flüssigkeit selbst mitgeführt werden.
Das Verständnis der lokalen Windsysteme ist der Schlüssel für einen sicheren Flug am Hofstetter Gummen. Der Brienzersee fungiert als riesiges thermisches Reservoir und als Leitlinie für Talwinde.
Das Haslital und der Brienzersee bilden eine klassische Talwinddüse.
Mechanismus: Bei thermischer Aktivität saugen die grossen Heizflächen im Grimsel- und Sustengebiet Luftmassen aus dem Alpenvorland an. Diese Luft strömt über den Thunersee und den Brienzersee in Richtung Meiringen.
Der "Brienzer": Dieser Talwind (Westwind) setzt im Sommer oft pünktlich gegen Mittag ein und kann bis zum Abend beträchtliche Stärken erreichen (20-30 km/h, in Böen mehr).
Einfluss auf den Start: Der Hofstetter Gummen liegt mit ca. 1.600m oft oberhalb der stärksten Talwindschicht, kann aber dennoch vom Talwindsystem beeinflusst werden. Ein zu starker Talwind kann die Thermik "zerreissen" oder die Basis absenken.
Einfluss auf die Landung: Dies ist der kritische Faktor. Die Landung in Brienz (siehe Abschnitt 7) findet oft unter starkem Talwindeinfluss statt. Piloten müssen in der Lage sein, Rückwärtsstarts zu beherrschen und bei starkem Wind sicher einzulanden.
Die Bise ist ein kalter, trockener Wind aus Nordosten, der im Schweizer Mittelland häufig auftritt.
Gefahrenpotenzial: Für den Hofstetter Gummen ist die Bise fatal. Da der Startplatz südlich des Brienzer Grats liegt, würde er bei Bise theoretisch im Lee liegen. Allerdings kanalisiert sich die Bise oft entlang der Seen.
Turbulenzen: Starke Bise führt zu unberechenbaren Rotoren im Talkessel von Brienz und macht das Fliegen extrem gefährlich. Auch am Startplatz können Leewirbel vom Grat herunterschlagen.
Indikator: Schaumkronen auf dem Brienzersee, die von Osten nach Westen wandern, sind ein absolutes Alarmzeichen.
Die Qualität der Thermik am Hofstetter Gummen unterliegt einem Tagesgang:
Vormittag (bis 11:00): Oft noch stabil oder leichte Hangaufwinde. Geeignet für Abgleiter nach Hike & Fly.
Mittag (12:00 - 15:00): Die "leistungsfähige" Phase. Die Thermik löst zuverlässig ab, oft an den Felskanten westlich des Startplatzes oder über den Waldrändern. Dies ist die Zeit für Streckenjäger.
Nachmittag/Abend (ab 16:00): Bei schwachem überregionalem Wind entwickelt sich oft ein "Magic Lift" – ein großflächiges, ruhiges Steigen, das ideal für Genussflieger ist (Soaring).
Das Berner Oberland ist nicht nur ein Spielplatz für Zivilpiloten, sondern auch ein Trainingsraum der Schweizer Luftwaffe. Die Nähe zum Militärflugplatz Meiringen-Unterbach macht eine präzise Kenntnis der Lufträume unabdingbar. Verstöße werden in der Schweiz rigoros geahndet und gefährden die Freiheiten aller Flieger.
Östlich des Startplatzes erstreckt sich die Kontrollzone (CTR) Meiringen.
Status: Es handelt sich um eine militärische CTR der Klasse D (Delta). Der Einflug ist für Gleitschirme ohne ausdrückliche Freigabe streng verboten.
Aktivierungszeiten: Die CTR ist in der Regel zu Bürozeiten aktiv: Montag bis Freitag, 07:30–12:05 Uhr und 13:15–17:05 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten (sowie an Wochenenden und Feiertagen) ist sie oft inaktiv (Status HX), was den Luftraum zur Klasse G/E macht. Doch Vorsicht: Es gibt Ausnahmen (z.B. WK, WEF-Einsätze).
Informationspflicht: Der Pilot ist in der Holschuld. Der Status der CTR muss vor jedem Flug verifiziert werden.
Info-Telefon (HX): 0800 496 347. Dies ist eine kostenlose Hotline, die den Status der Segelflugräume und CTRs ansagt.
Funk: Frequenz 130.150 MHz (TWR Meiringen). Es empfiehlt sich, ein Flugfunkgerät mitzuführen, um im Zweifel mithören zu können.
Gefahr: Jets (F/A-18, F-5 Tiger, F-35 in Zukunft) bewegen sich in diesem Tal mit hohen Geschwindigkeiten. Auch bei inaktiver CTR ist Wachsamkeit geboten.
Über dem Gebiet liegt die TMA Alpnach, die ebenfalls militärisch genutzt wird.
Sektor 4 (MIL): Dieser Sektor ist besonders kritisch, da seine Untergrenze bei 1800m MSL liegt. Da der Startplatz bereits auf ca. 1600m liegt, verbleiben bei aktiver TMA nur 200 Meter Arbeitshöhe. Ein Aufdrehen ist dann faktisch unmöglich.
Sektor 6 (MIL): Beginnt ab 3350m MSL.
Statusabfrage: Auch hier gilt: Statusabfrage über DABS (Daily Airspace Bulletin Switzerland) oder die HX-Hotline ist zwingend. An Wochenenden sind diese Räume oft inaktiv, was Aufstiege bis auf fast 4000m ermöglicht.
Der Naturschutz hat in der Schweiz Priorität. Verstöße gegen Wildschutzzonen werden mit hohen Bussen belegt.
Augstmatthorn: Westlich von Brienz liegt das Eidgenössische Jagdbannbezirk Augstmatthorn/Tannhorn. Während der Setzzeit vom 1. April bis 30. Juni ist das Überfliegen dieses Gebiets unter der Woche (Mo-Fr) absolut verboten. An Wochenenden soll es vermieden werden.
Gental: Südlich der Planplatten gilt eine Mindestflughöhe von 2000m ü. M., um das Wild im Talboden nicht zu stören.
Adlerhorst Dirrengrind: Eine lokale Schutzzone für Steinadler. Piloten müssen hier weiträumig Abstand halten.
Generelle Regel: Zu allen Wildschutzgebieten ist ein Abstand von 300m (besser 600m) einzuhalten.
Der Hofstetter Gummen dient als strategisches Sprungbrett für Flüge entlang des Brienzer Grats, einer der spektakulärsten Flugrouten der Alpen.
Nach dem Start orientiert sich der Pilot meist nach Westen oder direkt an die Krete hinter dem Startplatz.
Triggerpunkte: Die thermischen Abrisskanten befinden sich oft dort, wo der Wald in Fels übergeht. Ein zuverlässiger Bart steht häufig westlich des Starts.
Geduld: Da der Grat nach Süden ausgerichtet ist, muss man oft nicht weit suchen. Vorsicht ist jedoch geboten, nicht zu tief in die Schluchten unterhalb des Grats einzufliegen, da hier starke Talwindeinflüsse herrschen können.
Dies ist die Standard-Route für Einsteiger im Streckenflug.
Verlauf: Vom Gummen nach Osten, immer dem Grat folgend bis zum Brienzer Rothorn (2350m).
Vorteil: Man fliegt stets in Reichweite der sicheren Landeplätze im Tal. Am Rothorn angekommen, kann man bei ausreichender Höhe die Talseite wechseln (Querung Richtung Axalp/Meiringen) oder Anschluss an das Fluggebiet Lungern suchen.
Dies ist die "Königsdisziplin", die jedoch nur ausserhalb der Wildschutzzeiten (ab Juli) und bei passenden Bedingungen geflogen werden sollte.
Verlauf: Über das Augstmatthorn bis zum Harder Kulm bei Interlaken.
Charakteristik: Der Grat ist messerscharf und bietet kaum Notlandemöglichkeiten. Ein "Absaufen" bedeutet oft eine Landung im Brienzersee oder in unwegsamem Steilgelände.
Aerologie: Bei starkem Westwind (Talwind) ist diese Route extrem mühsam ("Einparken" gegen den Wind). Bei Nordwind ist sie wegen Lee-Effekten lebensgefährlich.
Die Landung in Brienz ist aufgrund der Topografie (Kesselwirkung) und des Sees nicht trivial.
Dies ist der offizielle und präferierte Landeplatz für Flüge vom Gummen.
Lage: Östlich des Dorfzentrums von Brienz im Talboden. Koordinaten: N 46°45'15.03" E 8°03'46.61".
Anflug: In der Regel wird eine Linksvolte geflogen (bitte Infotafel vor Ort prüfen!).
Bodenbeschaffenheit: Grosse Wiese, aber landwirtschaftlich genutzt. Es darf nur im gemähten Bereich gelandet werden.
Aerologie: Der Talwind vom See her sorgt oft für laminare, aber kräftige Anströmung.
Gelegen am südöstlichen Ende des Dorfes, nahe am See.
Eignung: Eher für erfahrene Piloten oder als Notoption.
Gefahren: In unmittelbarer Nähe verlaufen Hochspannungsleitungen. Zudem können Gebäude am Seeufer bei starkem Talwind Rotoren (Leewirbel) auf der Landewiese erzeugen. Die Nähe zum Wasser erfordert zudem das Tragen einer Schwimmweste, wenn man den Anflug über den See plant.
Ein Flug am Hofstetter Gummen erfordert eine angepasste Ausrüstung.
Aufgrund der potenziell starken Thermik und des Talwinds empfiehlt sich ein Schirm, mit dem der Pilot bestens vertraut ist.
Klasse: High-B oder C Schirme bieten die nötige Leistung, um gegen den Talwind vorzudringen, erfordern aber ein aktives Pilotieren in der turbulenten Mischluft.
Startverhalten: Ein Schirm mit gutem Startverhalten ist am steilen Hang und bei den Kabelhindernissen von Vorteil.
Rettungsschnur/Hook Knife: Wegen der Nähe zu Kabeln und Seilen.
Schwimmweste: Da An- und Abflug oft über dem Brienzersee stattfinden, ist eine automatische Schwimmweste (z.B. Agama) eine sinnvolle Investition, auch wenn sie gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben ist (außer bei SIKU).
Funk: Ein 2m-Band Funkgerät (für Kommunikation unter Piloten) und idealerweise ein Flugfunkgerät (für CTR-Hörbereitschaft) sind Standard.
Handy: Notfallnummern (Rega 1414) speichern. Empfang ist meist gut.
Das Berner Oberland bietet zahlreiche Alternativen, sollte der Wind am Gummen nicht passen.
Axalp: Gegenüberliegende Talseite. Startet oft früher thermisch, ist aber ebenfalls anspruchsvoll.
Planplatten (Meiringen): Höher gelegen (2200m), mit Bergbahn erreichbar. Ideal im Hochsommer.
Interlaken (Amisbühl/Beatenberg): Der "Massentourismus"-Spot. Kommerziell, aber zuverlässig und einfach zu erreichen.
Der Hofstetter Gummen wird primär von lokalen Piloten und Mitgliedern der Fluggruppe Oberhasli-Brienz (FLOB) geflogen.
Etikette: Gastpiloten sind willkommen, werden aber an ihrem Verhalten gemessen. Ein freundliches "Grüezi" am Startplatz und peinliche Sauberkeit (kein Müll!) sind selbstverständlich.
Unterstützung: Wer regelmäßig hier fliegt, sollte eine Gönnermitgliedschaft bei der FLOB in Erwägung ziehen, um den Erhalt der Infrastruktur (Windsäcke, Landeplatzpacht) zu sichern.
Après-Fly: Nach dem Flug trifft man sich in Brienz. Beliebte Lokale sind das Restaurant Steinbock oder das Brienzerburli direkt am See, wo man bei einem Landebier den Flugtag Revue passieren lassen kann.
Der Hofstetter Gummen ist kein Anfängerberg. Er ist ein Gebiet für den "denkenden Piloten", der bereit ist, sich mit Aerologie, Luftraumstruktur und Geländegefahren auseinanderzusetzen. Die Belohnung für diese Mühe ist jedoch fürstlich: Ein Flugerlebnis abseits der ausgetretenen Pfade, über einem der schönsten Seen der Alpen, mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Wer die Kabel respektiert, die CTR beachtet und den Talwind versteht, wird hier Flüge erleben, die lange in Erinnerung bleiben.