StartseiteFluggebieteÖsterreichTirolStalpe

Stalpe

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.7574°N, 12.4172°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Stalpe Startplatz

Start
Höhe1541m ü. M.
Koord.46.7574, 12.4172
WindSO-S
Korrekt?

Sillian Landeplatz

Landung
Höhe1078m ü. M.
Koord.46.7501, 12.4308
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Gleitschirm-Guide: Stalpe (Sillian/Thurntaler) – Der ultimative Experten-Report Executive Summary: Strategische Einschätzung für Piloten

Sillian im Hochpustertal, gelegen an der geografischen Nahtstelle zwischen den Lienzer Dolomiten und dem Südtiroler Alpenhauptkamm, nimmt in der Geschichte des österreichischen Gleitschirmsports eine Sonderstellung ein. Oft als die "Wiege des Paraglidings" in Österreich bezeichnet, bietet das Fluggebiet rund um den Thurntaler eine Infrastruktur und meteorologische Zuverlässigkeit, die im Alpenraum ihresgleichen suchen. Doch innerhalb dieses renommierten Areals fristet der Startplatz Stalpe (oft auch "Stalpen" genannt) zu Unrecht ein Dasein als bloßer Ausweichplatz.

Diese detaillierte Analyse zeigt, dass die Stalpe weit mehr ist als eine Notlösung für Tage mit tiefer Basis. Sie ist ein taktisches Instrument für versierte Piloten. Durch ihre geschützte Lage auf knapp 1.540 Metern NN ermöglicht sie Starts in der frühen Jahreszeit (Februar/März), wenn die hochalpinen Startplätze am Gipfel (2.400 m) noch tief verschneit oder von Höhenwinden unfliegbar gemacht sind. Die aerodynamische Positionierung auf halber Hanghöhe erlaubt zudem einen direkten Einstieg in das komplexe Talwindsystem des Pustertals, was für Streckenflieger (XC) sowohl Chance als auch Risiko darstellt.  

Die Kernbefunde dieser Analyse:

Saisonale Überlegenheit: Die Stalpe ist der "Spring Opener". Während Nordalpen-Spots noch im Winterschlaf liegen, heizt die südseitige Ausrichtung hier bereits thermische Systeme an, die Steigwerte von über 4 m/s generieren können.

Taktische Komplexität: Der Startplatz verlangt ein tiefes Verständnis der lokalen Windregimes. Die Interaktion zwischen dem überregionalen Meteo-Wind und dem lokalen "Puster-Pump" (Talwind) entscheidet hier binär über "Genussflug" oder "Gefahrenzone". Besonders die Leewirkung bei Westwindlagen wird oft unterschätzt.

Infrastrukturelle Exzellenz: Die Symbiose aus Bergbahn, der professionell organisierten Flugschule Blue Sky und einem etablierten Shuttle-System eliminiert logistische Reibungsverluste fast vollständig.

Dieser Report richtet sich an Piloten, die über das reine Abgleiten hinauswollen. Er dekonstruiert die mikrometeorologischen Phänomene, analysiert die thermischen Trigger-Punkte rund um die Stalpe und liefert einen definitiven Guide zur Vermeidung der klassischen Touristenfehler. Wer Sillian verstehen will, muss die Stalpe beherrschen.

Korrekt?

Topografische Analyse und Basisdaten

Die präzise Kenntnis der geografischen Gegebenheiten ist das Fundament jeder sicheren Flugplanung. Im Gegensatz zu vielen vereinfachten Online-Datenbanken, die oft veraltete oder ungenaue Koordinaten liefern, basiert diese Zusammenstellung auf einer Kreuzvalidierung aktueller DHV-Daten, lokaler Flugschul-Informationen und topografischer Kartenanalysen.

Der Startplatz: Stalpe (Stalpen) – Das Mittelgebirgs-Plateau

Der Startplatz Stalpe liegt nicht auf dem Gipfelgrat, sondern auf einer markanten Geländestufe (Mittelstation) des Thurntaler-Massivs. Diese Lage ist topografisch signifikant: Sie befindet sich unterhalb der Baumgrenze, eingebettet in landwirtschaftlich genutzte Almwiesen.

Geografische Verortung: Der Startplatz befindet sich auf einer Höhe von 1.541 Metern über dem Meeresspiegel (NN). In einigen älteren Quellen oder abhängig vom genauen Messpunkt auf der langgezogenen Wiese finden sich auch Angaben bis zu 1.573 m , doch 1.541 m ist der anerkannte Referenzwert für die Kalibrierung der Instrumente.  

Koordinaten: Die exakte Position für das GPS-Gerät lautet N 46° 45' 26.49", E 12° 25' 02.08".  

Startrichtung & Ausrichtung: Das Gelände ist ideal nach Südost bis Süd (SO-S) ausgerichtet. Diese Exposition fängt die Vormittagssonne optimal ein, was die Stalpe zu einem thermisch früh aktiven Startplatz macht.  

Charakteristik: Es handelt sich um eine weitläufige, hindernisfreie Almwiese. Die Neigung beginnt moderat, was einen kontrollierten Aufbau und Startcheck ermöglicht, geht dann jedoch in ein steileres Gefälle über, das auch bei schwachem Wind ein zügiges Abheben ("Take-off") begünstigt.  

Startart: Der Platz ist sowohl für Gleitschirme (Hangstart) als auch für Drachenflieger (Rampe oft vorhanden, Wiesenstart möglich) zugelassen.  

Der Landeplatz: Sillian – Die Talsohle

Der offizielle Landeplatz liegt im Talgrund des Pustertals, direkt an der Hauptverkehrsader und der touristischen Infrastruktur.

Geografische Verortung: Der Landeplatz befindet sich auf 1.078 Metern NN. Dies ergibt eine Höhendifferenz (Arbeitshöhe für den reinen Gleitflug) von ca. 463 Metern.  

Koordinaten: N 46° 45' 00.42", E 12° 25' 50.82".  

Lage: Strategisch günstig gelegen direkt gegenüber der Talstation der Thurntaler Bergbahn und südlich der Drautal-Bundesstraße (B100).

Beschaffenheit: Eine sehr große, flache Wiese, die auch für weniger punktgenaue Landungen Toleranz bietet. Ein markanter Windsack befindet sich meist auf dem Dach der kleinen Hütte oder des Flugschul-Containers am Rand der Wiese.

Korrekt?

Zugang & Logistik: Effiziente Anreise-Strategien

Die Erreichbarkeit der Stalpe ist ein wesentlicher Faktor für ihre Beliebtheit, insbesondere in der Nebensaison, wenn Bergbahnen stillstehen. Die logistische Kette in Sillian ist hochgradig organisiert, weist jedoch spezifische Regeln auf, deren Missachtung schnell zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung führen kann.

Option A: Der "Blue Sky" Shuttle – Die Expertenwahl

Für ortsunkundige Piloten und Erstbesucher stellt der Shuttle-Dienst der Flugschule Blue Sky die absolut empfehlenswerte Premium-Variante dar.

Operative Details: Der Shuttle verkehrt in der Regel ab der Flugschule im Ortszentrum (Sillian 82) oder direkt vom Landeplatz. Die Frequenz richtet sich stark nach der Saison und dem Flugbetrieb (Schulung vs. freies Fliegen).

Der versteckte Mehrwert: Der Transport ist nicht nur eine Fahrt, sondern ein "Briefing auf Rädern". Die Fahrer sind häufig selbst Piloten oder Fluglehrer. Während der Auffahrt erhält man unschätzbare Informationen über den aktuellen Windgradienten, die Basisthöhe und eventuelle Besonderheiten des Tages.

Kostenstruktur: Meist wird eine geringe Gebühr erhoben, die oft synergetisch mit der Tageskarte für das Fluggebiet oder der Landegebühr verrechnet wird.  

Option B: Individualanreise mit dem PKW – Die Regel-Falle

Die Auffahrt mit dem privaten PKW ist gestattet, was die Stalpe zu einem der wenigen "Drive-in"-Startplätze dieser Höhenlage macht. Doch hier lauert die größte Konfliktquelle des Gebiets.

Routenführung: Von der Pfarrkirche in Sillian folgt man der Beschilderung Richtung "Thurntaler" bzw. "Stalpen". Es handelt sich um eine klassische Tiroler Bergstraße – asphaltiert, aber stellenweise eng und steil.

Das Parkplatz-Protokoll (Kritisch): Es ist zwingend erforderlich, die Straße bis zum absoluten Ende durchzufahren.

Das Problem: Viele Piloten parken aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit bereits beim Bauernhof "Schüssler" oder in Nischen bei den anliegenden Wohnhäusern.

Die Konsequenz: Dies ist strikt untersagt und führt regelmäßig zu massiven Spannungen mit den Anwohnern und Landwirten. Ein solches Verhalten gefährdet langfristig die Befahrbarkeit der Straße für alle Sportler.  

Die Lösung: Nutzen Sie ausschließlich die offiziell ausgewiesenen Parkflächen am Ende der Asphaltstraße. Bilden Sie Fahrgemeinschaften ("Car-Pooling") am Landeplatz, um die begrenzte Kapazität oben nicht zu sprengen.

Option C: Fußmarsch & Bergbahn-Kombination

Hike & Fly: Vom Parkplatz am Ende der Straße führt ein Feldweg hinter dem Bauernhof vorbei. Der Fußmarsch zum Startplatz dauert etwa 10 Minuten und ist technisch einfach.  

Die Bergbahn-Logik: Die Thurntaler Bergbahn führt bis zur Bergstation Gadein (ca. 2.100 m). Von dort ist die Stalpe nicht sinnvoll zu Fuß erreichbar (zu weiter Abstieg). Die Bahn dient primär dem Zugang zu den Gipfelstartplätzen (Thurntaler Gipfel). Wenn es jedoch am Gipfel "bläst" (z.B. starker Höhenwind), kann man mit der Bahn wieder ins Tal fahren und dann per Auto zur geschützteren Stalpe wechseln.

Saisonale Lücke: In den Monaten November bis Dezember sowie im April (Zwischensaison) ist die Bergbahn oft wegen Revision geschlossen. In diesen Zeitfenstern ist die Stalpe dank der PKW-Auffahrt oft der einzige fliegbare Startplatz der Region.

Korrekt?

Meteorologische Tiefenanalyse: Das Pustertaler Mikroklima

Das Verständnis der Aerologie des Hochpustertals ist der Schlüssel, um in Sillian sicher und erfolgreich zu fliegen. Das Tal fungiert als massive Düse, die regionale und überregionale Winde kanalisiert und beschleunigt.

Das Talwind-System: Der "Puster-Pump"

Sillian liegt an einer meteorologischen Schnittstelle. Westlich bei Toblach (Südtirol) befindet sich eine Wasserscheide, die oft auch als Wetterscheide fungiert. Hier prallen zwei Talwindsysteme aufeinander, was zu einer Konvergenzzone führt.

Korrekt?

Der dominierende Ostwind (Der "Gute")

Im Normalfall zieht der Talwind tagsüber von Lienz (Osten) das Drautal hinauf.

Aerodynamik: Da die Stalpe nach Süd-Südost ausgerichtet ist, trifft dieser Ostwind schräg auf den Hang. Er wirkt unterstützend ("laminarer Zustrom") und schiebt die Thermikblasen den Hang hinauf.

Das "Magic Lift": Wenn sich dieser Talwind am Nachmittag stabilisiert, entsteht oft ein breites, ruhiges Aufwindband. Dies ermöglicht stundenlanges Soaren und macht die Stalpe am Nachmittag auch für Genussflieger attraktiv.

Warnsignal: Wird der Ostwind im Tal zu stark (> 25 km/h), kann er am Landeplatz turbulent werden. Am Startplatz merkt man davon oft noch nichts, da man "über" der stärksten Stromlinie sitzt. Ein Blick auf den Windsack im Tal ist obligatorisch.

Korrekt?

Der gefährliche Westwind (Der "Böse")

Ein überregionaler Westwind oder ein Durchbrechen des Pustertaler Windes von Südtirol her ist für die Stalpe kritisch.

Lee-Situation: Aufgrund der Topografie (vorgelagerte Bergrücken und Waldschneisen westlich der Stalpe) liegt der Startplatz bei Westwind im Lee.

Die Falle: Es kann vorkommen, dass am Startplatz scheinbare Windstille herrscht oder sogar leichter Aufwind (durch thermisches Ansaugen) spürbar ist, während in der Höhe und im Tal bereits starker Westwind herrscht. Startet man in diese Bedingungen ("Rotor"), gerät man kurz nach dem Abheben in massive Turbulenzen.  

Faustregel: Bei prognostiziertem Westwind ist die Stalpe oft nicht fliegbar. Hier ist absolute Disziplin gefragt.

Thermische Charakteristik & Jahreszeiten

Frühjahr (Februar - Mai): Dies ist die "Königszeit" der Stalpe für XC-Piloten, aber auch die anspruchsvollste Phase. Die dunklen Nadelwälder und schneefreien Wiesen heizen sich extrem auf, während die Umgebungsluft noch kalt ist.

Konsequenz: "Atomare" Thermik. Steigwerte von 6-8 m/s sind keine Seltenheit. Der Temperaturgradient ist extrem steil. Einsteiger sollten in dieser Zeit unbedingt bis 11:00 Uhr gelandet sein oder erst am späten Nachmittag starten.  

Sommer: Die Thermik wird weicher, aber die Talwindsysteme werden dominanter und kräftiger. Der Startplatz funktioniert zuverlässig, aber die "Arbeitshöhe" für Streckenflüge liegt nun höher.

Winter: Ein oft übersehenes Highlight. Aufgrund der Inversionslagen ist es im Tal oft kalt und windstill, während an der Stalpe (oberhalb der Inversion) angenehme Temperaturen und sogar leichte Thermik herrschen können.

Korrekt?

Flugpraxis: Taktik für Start und Flug

Ein Flug von der Stalpe erfordert mehr als nur technisches Können; er verlangt taktische Entscheidungen bereits vor dem Auslegen des Schirms.

Die Startphase

Der Startbereich ist klar strukturiert. Es gibt eine definierte Aufbauzone.

Regel: "Nicht außerhalb der Absperrung auslegen!". Diese Regel dient dem Schutz des Weidelandes und der guten Beziehung zu den Landwirten.  

Technik: Aufgrund der Neigung, die nach unten zunimmt, ist ein Vorwärtsstart bei Nullwind gut möglich. Bei thermischen Ablösungen (Rückwärtsaufziehen) sollte man darauf achten, nicht in der Aufbauphase von einer Böe überrascht zu werden.

Der "Petersberg-Trick" (Insider-Wissen)

Dies ist einer der wertvollsten Tipps für Piloten, die oben bleiben wollen, wenn es "zähe" Bedingungen hat.

Das Problem: Viele Piloten fliegen nach dem Start intuitiv geradeaus über den Ort Sillian oder Richtung Landeplatz, um dort Thermik zu suchen. Dies ist oft ein Fehler, da man dort in das Sinken der Talmitte oder in das Lee der Ortschaft gerät.

Die Lösung: Halten Sie sich nach dem Start links (östlich). Gleiten Sie entlang des Hanges Richtung "Petersberg".

Warum funktioniert das? Der Petersberg ist ein Bergrücken östlich der Stalpe. Der vorherrschende Ost-Talwind prallt hier frontal auf, was ein verlässliches Soaring-Band erzeugt. Oft triggert dieser dynamische Aufwind auch thermische Ablösungen.

Taktik: Man "parkt" quasi am Petersberg im Soaring, bis man eine Thermikblase erwischt, die einen wieder auf Gipfelhöhe bringt. Dieser Umweg ist der sicherste "Aufzug" im Gebiet.  

Landeanflug in Sillian

Der Landeplatz ist riesig, aber der Wind ist der Spielmacher.

Volten-Richtung: Die Flugschule und lokale Regeln schreiben je nach Windrichtung unterschiedliche Volten vor.

Bei Ostwind (Standard): Rechtsvolte. Man baut die Höhe südlich der Straße ab und dreht rechts gegen den Wind ein.

Bei Westwind: Linksvolte.

Merkregel: Immer vom Ort weg drehen. Die Gebäude von Sillian und die Seilbahnstation stellen Hindernisse und Turbulenzquellen dar.  

Gefahren: Achten Sie auf die Seilbahnkabel und die Bundesstraße. Fliegen Sie mit ausreichender Reserve über die Straße ein.

Korrekt?

XC-Potential: Das Tor zur Rennstrecke

Sillian ist nicht umsonst Austragungsort internationaler Wettbewerbe. Von der Stalpe aus öffnen sich drei strategische Routen für Streckenflüge (Cross Country / XC).

Route A: Die "Drautal-Rennbahn" (Ost-Route)

Dies ist die klassische Route für Einsteiger und Genussflieger.

Start & Aufbau: Von der Stalpe zum Thurntaler Gipfel aufdrehen.

Der Sprung: Querung zum Golzentipp (Obertilliach). Hier ist Geduld gefragt, da man das Gailtal quert.

Der Run: Einmal am Golzentipp etabliert, fliegt man die Bergkette entlang Richtung Osten: Steinfeld -> Greifenburg (Emberger Alm).

Vorteil: Man fliegt oft mit dem (West-)Wind in der Höhe und hat die exzellente Infrastruktur der Drautalbahn für den Rücktransport. Flüge von 50 bis 100 km sind hier an guten Tagen Standard.  

Route B: Die Dolomiten-Expedition (West-Route)

Diese Route ist landschaftlich spektakulärer, aber meteorologisch anspruchsvoller.

Start: Aufdrehen am Thurntaler.

Die Querung: Sprung über das Pustertal auf die Südseite zu den Sextner Dolomiten (Helm).

Panorama: Vorbei an Innichen und Toblach mit direktem Blick auf die Drei Zinnen.

Herausforderung: Man fliegt oft gegen den Talwind oder muss komplexe Konvergenzen bei Toblach meistern. Zudem nähert man sich dem italienischen Luftraum.

Route C: Das "Pustertal-Dreieck" (FAI Triangle)

Für ambitionierte Piloten. Start Sillian -> Wende Helm (Westen) -> Wende Lienz (Osten) -> Ziel Sillian. Diese Route erfordert präzises Timing, um am späten Nachmittag nicht gegen einen zu starken Ostwind ins Ziel gleiten zu müssen ("Einparken gegen den Wind").

Korrekt?

Sicherheit & Regularien: Don't be "that guy"

Sillian ist für seine entspannte Atmosphäre bekannt, doch bei Sicherheitsfragen verstehen die Locals keinen Spaß.

Luftraum & Grenzverkehr

Sillian liegt unmittelbar an der Staatsgrenze zu Italien (Westen).

Die Grenze: Verläuft bei Arnbach/Winnebach.

Regularien Italien: Sobald Sie die Grenze überfliegen, gelten die italienischen VFR-Regeln. In Italien ist der Luftraum oft komplexer strukturiert (TMA, CTR Bozen/Aviano). Für das Pustertal selbst gibt es meist Freigaben, aber Vorsicht ist geboten bei weiten Flügen Richtung Süden (Cortina/Belluno).

Funk: In Italien ist das Mitführen eines Funkgerätes (PMR/LPD) oft Standard in Gruppen, und die Frequenzen unterscheiden sich. Informieren Sie sich über die lokalen Kanäle.  

Wildschutz & Naturschutz

Ruhezonen: Besonders im Winter und Frühjahr ist das Wild (Gams, Rotwild) geschwächt. Vermeiden Sie tiefe Überflüge über die bewaldeten Hänge des Thurntalers und respektieren Sie ausgewiesene Wildfütterungen.

Sextner Dolomiten: Beachten Sie, dass Teile der Dolomiten Nationalparks sind, in denen strikte Mindestflughöhen oder Landeverbote gelten können.

Korrekt?

Drumherum: Einkehr, Schlafen & Alternativen

Ein perfekter Flugtag endet nicht mit dem Packen des Schirms.

Aprés-Fly & Gastronomie

Fliegerbar: Direkt am Landeplatz/Talstation. Hier trifft sich die Szene. Ideal für das erste Landebier und den Austausch mit den Fluglehrern von Blue Sky.

Puschtra Alm: Ein rustikales Restaurant in Arnbach (nahe der Grenze). Bekannt für große Portionen und Platz für Gruppen – ein echter "Piloten-Stammtisch" Geheimtipp.  

Restaurant Casale: Wer im Zentrum von Sillian gute italienische Küche sucht, ist hier richtig.  

Unterkunft

Die Flugschule Blue Sky kooperiert mit vielen lokalen Betrieben. Fragen Sie dort nach "Flieger-Konditionen".

Camping: Der Campingplatz Lienzer Dolomiten (ca. 15 Min Richtung Lienz) oder Camping Hochpustertal in Sillian bieten Stellplätze.

Hotels: Der "Schwarze Adler" oder der "Sillianer Wirt" sind klassische Anlaufstellen.

Alternativen (Non-Flyable Days)

Sillianer Hütte: Auch ohne Schirm eine Wanderung wert. Sie liegt am Karnischen Höhenweg und bietet spektakuläre Ausblicke.  

Drauradweg: Einer der schönsten Radwege der Alpen. Man kann von Sillian bis Lienz (immer leicht bergab) rollen und bequem mit dem Zug zurückfahren.  

Fazit & Checkliste

Der Startplatz Stalpe ist der "Hidden Champion" des Hochpustertals. Er bietet die perfekte Balance aus thermischem Anschluss und Schutz vor den extremen Bedingungen des Hochgebirges. Wer die Windsysteme respektiert und die Logistik-Regeln befolgt, wird hier Flüge erleben, die lange in Erinnerung bleiben.

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Petersberg
Tirol
Thurntaler
Tirol
Helm
Südtirol
Misurina
Südtirol
Golzentipp
Tirol
Mehr in Tirol
Bergrettung
112