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Die Rampoldplatte: Ein hochalpines Juwel im Inntal – Der ultimative Guide für anspruchsvolle Gleitschirm- und Drachenpiloten
Die Rampoldplatte, ein markanter Gipfel im bayerischen Mangfallgebirge, stellt für Flugsportler eine der faszinierendsten und zugleich forderndsten Herausforderungen im nördlichen Alpenraum dar. Mit einer stolzen Höhendifferenz von fast einem Kilometer und einer strategischen Lage, die sowohl das Inntal als auch das bayerische Voralpenland dominiert, ist dieser Berg weit mehr als nur ein Startplatz; er ist ein Tor zu den Zentralalpen und ein Testfeld für das fliegerische Können. Im Gegensatz zu den hochgradig kommerzialisierten Fluggebieten mit Seilbahnanbindung hat sich die Rampoldplatte ihre Ursprünglichkeit bewahrt, was primär auf die logistische Exklusivität und das Engagement des lokalen Vereins, der Bergdohlen Brannenburg e.V., zurückzuführen ist. Der folgende Bericht analysiert das Gelände aus der Perspektive eines erfahrenen Piloten und Reisejournalisten, um ein detailliertes Bild zu zeichnen, das weit über die standardisierten Einträge offizieller Datenbanken hinausgeht.
Executive Summary: Die Rampoldplatte auf einen Blick
Für Piloten, die eine schnelle Entscheidungshilfe suchen, lässt sich die Rampoldplatte als ein „Hike & Fly“- sowie „Streckenflug“-Mekka charakterisieren, das keine Fehler verzeiht. Der Startplatz auf 1.450 m NN bietet ein beeindruckendes Panorama und ermöglicht Starts nach Osten und Westen, was eine enorme meteorologische Flexibilität bedeutet. Die logistische Hürde – kein öffentlicher Lift, Auffahrt nur per Vereins-Shuttle oder zu Fuß – sorgt für eine angenehme Pilotendichte, erfordert aber physische Ausdauer oder organisatorisches Timing. Thermisch ist der Berg ein Kraftwerk, das besonders im Frühjahr und Frühsommer Basishöhen ermöglicht, die den Einstieg in die großen Alpentäler erlauben. Dennoch ist die Rampoldplatte aufgrund ihrer Lage am Inntalausgang extrem anfällig für Talwindphänomene und Föhn, was eine fundierte Wetteranalyse zur absoluten Pflicht macht. Wer die strengen Regeln am politisch sensiblen Landeplatz „Anita“ missachtet, gefährdet nicht nur seine Zulassung, sondern den Fortbestand des gesamten Geländes.
Die Rampoldplatte ist geomorphologisch als Teil des Mangfallgebirges ein klassischer Aussichtsgipfel, der den Übergang vom flachen Alpenvorland in die schroffen Kalkalpen markiert. Die fliegerische Nutzung konzentriert sich auf den Bereich unmittelbar unterhalb des Gipfelkreuzes, wo der Grat eine natürliche Schneise bildet.
Geodaten und Höhenprofil
Die präzise Kenntnis der Koordinaten ist nicht nur für das Navigationsgerät, sondern auch für die Sicherheitsplanung essenziell. Die Rampoldplatte bietet eine der größten Höhendifferenzen in den Bayerischen Voralpen ohne Seilbahnerschließung.
Feature Bezeichnung/Wert GPS-Koordinaten Höhe (m ü. NN) Startplatz Rampoldplatte Gipfelgrat N 47°43'29", E 12°02'34" 1.450 m Landeplatz Hauptlandeplatz „Anita“ N 47°44'39", E 12°05'46" 480 m Notlandeplatz Schlipfgrubalm N 47°44'01", E 12°03'30" ca. 850 m Höhendifferenz Effektive Fallhöhe - 970 m Export to Sheets
Startrichtungen und Eignung
Der Startplatz am Grat ermöglicht Starts in zwei entgegengesetzte Richtungen, was in diesem Teil der Alpen eine Besonderheit darstellt. Der Oststartplatz ist das primäre Ziel für Thermikflieger am Vormittag, während der Weststartplatz am Nachmittag seine Stärken ausspielt, wenn die Sonne die Westhänge Richtung Bad Feilnbach erwärmt.
Ost (O): Steil abfallendes Gelände, ideal für den Einstieg in das Inntal-System. Erfordert saubere Aufziehtechnik, da der Hang wenig Raum für Korrekturen lässt.
West (W): Ebenfalls steil, bietet den Zugang zum Leitzachtal und ist oft die bessere Wahl, wenn der bayerische Wind aus Nordosten im Tal zu stark wird.
Der Schwierigkeitsgrad wird einhellig als mittel bis hoch eingestuft. Dies liegt weniger an Hindernissen in der Luft, sondern an der Topografie der Startplätze, die eine „entsprechende Routine“ und ein sicheres Beherrschen des Rückwärtsstarts erfordern, falls thermische Ablösungen den Wind am Boden böig machen.
Die Erschließung der Rampoldplatte ist eine Lektion in Geduld und Kooperation. Da es keine Bergbahn gibt, ist der Berg ein Refugium für sportliche Piloten.
Der Clubbus-Shuttle: Das exklusive Nadelöhr
Die Auffahrt mit privaten Fahrzeugen zur Rampoldplatte ist streng verboten und wird durch Schranken sowie lokale Forstaufsichten kontrolliert. Das einzige motorisierte Transportmittel ist der Clubbus der Bergdohlen Brannenburg. Die Nutzung dieses Busses ist ein Privileg, das in der Regel Vereinsmitgliedern und Gästen mit Tagesmitgliedschaft vorbehalten ist.
Die Logistik des Shuttles ist für Drachenflieger überlebenswichtig, da ein Hike & Fly mit einem 30 kg schweren Gerät über 1.000 Höhenmeter selbst für Profis eine extreme Belastung darstellt. Piloten sollten sich zwingend vorab auf der Webseite des Vereins über die aktuellen Shuttle-Zeiten informieren, da diese stark wetterabhängig und nicht täglich garantiert sind.
Hike & Fly: Der sportliche Aufstieg
Für die wachsende Gemeinschaft der Hike & Fly-Piloten ist die Rampoldplatte ein Premium-Ziel. Der klassische Aufstieg beginnt am Wanderparkplatz Sagbruck, der über die Bergstraße von Brannenburg-Lechen erreichbar ist.
Die Wegführung bietet verschiedene Nuancen, die für Piloten mit schwerem Gepäck relevant sind: Der Standardweg folgt der Forststraße Richtung Schlipfgrubalm. Dieser Teil ist technisch einfach (Zustand: gut ausgebaut), aber stetig ansteigend. Ab der Schlipfgrubalm teilt sich der Weg. Die Route über die Schuhbräualm ist die landschaftlich reizvollere, führt aber über steilere Bergpfade, die Trittsicherheit und eine gute Kondition erfordern.
Die Gehzeit variiert je nach Fitness und Ausrüstungsgewicht zwischen 2 und 3 Stunden. Insider-Tipp: Wer die erste Morgenthermik am Oststartplatz nutzen will, sollte spätestens um 8:00 Uhr am Parkplatz Sagbruck aufbrechen.
Parken und Gebühren
Der Parkplatz Sagbruck ist gebührenpflichtig. Da er auch ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderer zum Wendelstein oder zur Hochsalwand ist, ist er an Wochenenden oft schon früh am Vormittag überfüllt. Ein Ausweichen auf den Parkplatz an der Anita-Firma im Tal ist möglich, verlängert den Aufstieg aber um zusätzliche 150 Höhenmeter und etwa 40 Minuten Gehzeit.
Das Fluggebiet Rampoldplatte wird maßgeblich durch das komplexe Windsystem des Inntals beeinflusst. Wer hier fliegen will, muss die Interaktion zwischen großräumiger Wetterlage und lokalen Ausgleichswinden verstehen.
Thermikzyklen und Zeitfenster
Die Rampoldplatte ist ein ausgesprochener Vormittagsberg. Sobald die Morgensonne die steilen Ostwände erwärmt, bilden sich die ersten stabilen Ablösungen. Typischerweise setzen die thermischen Bedingungen am Oststartplatz zwischen 10:30 und 11:30 Uhr ein.
Ein besonderes Phänomen ist die „Inntal-Düse“. Da das Tal bei Brannenburg enger wird, beschleunigt der thermische Talwind (aus Norden/Nordosten kommend) hier merklich. Dies kann dazu führen, dass man am Startplatz laminaren Wind von vorne hat, während 100 Meter tiefer turbulente Ablösungen den Vorwärtsdrang hemmen. Am Nachmittag, oft ab 15:00 Uhr, verlagert sich der Schwerpunkt auf die Westseite, wo die Abendthermik oft sanfter, aber großflächiger ausfällt, was ideal für entspanntes Soaren oder das „Ausgleiten“ eines XC-Tages ist.
Die Föhn-Problematik
Die Rampoldplatte liegt in einer der kritischsten Föhnzonen Deutschlands. Bei Südföhn wirkt das Inntal wie ein Windkanal, der die Luftmassen mit enormer Geschwindigkeit nach Norden presst. Die Rampoldplatte befindet sich dann auf der gesamten Nordseite in einem großflächigen, oft turbulenten Lee. Ein Start bei Föhnprognose ist nicht nur riskant, sondern lebensgefährlich.
Ein verlässlicher Indikator ist die Windstation am Wendelstein (1.838 m). Zeigt diese Südwind mit Böen über 30 km/h an, ist an der tiefer gelegenen Rampoldplatte oft trügerische Stille oder wechselhafter Wind, was auf Rotorenbildung hindeutet. Lokale Piloten nutzen zudem die Webcam am Wendelstein, um nach Föhnlinsen (Altocumulus lenticularis) Ausschau zu halten.
Der Bayerische Wind und der Talwind-Check
Ein oft unterschätzter Faktor ist der „Bayerische Wind“ – eine nordöstliche Luftströmung, die besonders im Sommer am späten Nachmittag aus dem Alpenvorland in das Inntal drückt. Er kann die Thermik an der Rampoldplatte regelrecht „ausblasen“. Wer zu spät startet, findet sich oft in einer stabilen, sinkenden Luftmasse wieder und erreicht den Landeplatz nur mit Mühe.
Die Rampoldplatte ist berühmt für ihr enormes XC-Potenzial. Wer hier startet, hat nicht nur die Voralpen vor sich, sondern den Zugang zu den großen Zentralalpen-Rennstrecken.
XC-Potential und klassische Routen
Die strategische Lage ermöglicht es, sowohl kleine Dreiecke im Mangfallgebirge zu fliegen als auch große FAI-Aufgaben anzugehen.
Die Pinzgau-Verbindung: Von der Rampoldplatte quert man das Inntal zur Hochries oder zum Geigelstein. Von dort geht es weiter Richtung Kössen und schließlich in das Pinzgau. Dies ist die Standardroute für Flüge über 100 km.
Das Karwendel-Dreieck: Eine anspruchsvolle Route führt nach Westen über den Wendelstein, das Rotwandgebiet bis zum Tegernsee und von dort nach Süden in das Karwendel. Hierbei ist die Querung des Inntals bei Brannenburg die erste große Hürde, da man oft gegen den Talwind ankämpfen muss.
Die Vorland-Tour: An Tagen mit hoher Basis kann man auch nach Norden Richtung Simssee oder Chiemsee fliegen. Dies ist landschaftlich reizvoll, erfordert aber eine genaue Beobachtung der Lufträume.
Luftraumbeschränkungen: Die unsichtbaren Grenzen
Die Navigation im Bereich Brannenburg ist aufgrund der Nähe zu großen Flughäfen und militärischen Zonen komplex.
Luftraum Relevanz für Rampoldplatte Beschränkung / Regel CTR Salzburg Östlich der Rampoldplatte
Absolutes Einflugverbot für Gleitschirme ohne Freigabe.
CTR Innsbruck Südlich bei XC-Flügen
Strikte Obergrenzen und Einflugverbote im Inntal.
TMA Salzburg Vertikale Staffelung
Maximale Flughöhen beachten, oft ab 1.500 m oder 2.300 m NN relevant.
FFH-Gebiete Direkt am Berg
Blau markierte Schutzgebiete meiden; Mindesthöhen über Alpflächen einhalten.
Besonders kritisch ist die Einflugschneise Richtung Salzburg. XC-Piloten müssen zwingend ein aktuelles Fluginstrument mit Luftraumdaten mitführen, da Verstöße hier nicht nur teuer sind, sondern auch den gesamten Flugverkehr gefährden.
Der wahre Mehrwert für den Piloten liegt in den Details, die sich erst durch jahrelange Beobachtung erschließen.
Die besten Thermikquellen (Triggern wie ein Local)
Erfahrene Piloten wissen, dass der Gipfel nicht immer die beste Ablösung bietet. Oft findet sich ein verlässlicher „Hausbart“ etwa 200 Meter südlich des Grats über einer markanten Felsrippe. Diese Rippe speichert die Wärme der Morgensonne effizienter als die umliegenden Wiesen.
Ein weiterer Geheimtipp ist die Waldkante unterhalb der Schuhbräualm bei Westwindlagen. Wenn der Wind leicht schräg von Südwesten kommt, bildet sich hier eine Konvergenzzone mit dem Talwind, die ein müheloses Aufsteigen bis zur Basishöhe ermöglicht, ohne dass man eng kreisen muss.
Häufige Fehler von Neulingen
Der fatalste Fehler an der Rampoldplatte ist die „Gier nach dem Gipfel“. Viele Piloten queren nach dem Start zu früh in das Tal, in der Hoffnung, dort Thermik zu finden. Das Inntal ist bei Brannenburg jedoch oft stabil. Wer die „sicheren“ Aufwinde am Hang verlässt, bevor er mindestens 300 Meter über Gipfelniveau ist, findet sich oft sehr schnell in einer aussichtslosen Gleitphase zum Landeplatz wieder.
Ein weiterer Fehler ist die Unterschätzung des Talwindes bei der Landung. Neulinge planen oft eine Standard-Lande-Einteilung, stellen aber im Endanflug fest, dass sie aufgrund des starken Gegenwindes kaum noch Vorwärtsfahrt über Grund haben. Dies führt oft zu gefährlichen Landungen kurz vor oder direkt auf der angrenzenden Straße.
Lokale Webcams und Tools
Lokale Experten nutzen ein spezifisches Set an Kameras, um die Lage zu sondieren:
Wendelstein Gipfel-Cam: Zeigt die Bewölkung und die Windfahnen auf höchstem Niveau.
Hochries-Weststartplatz-Cam: Ideal, um zu sehen, ob die Kollegen gegenüber bereits „oben bleiben“.
Holfuy Wetterstation Rampoldplatte: Die wichtigste Quelle für Echtzeit-Windwerte direkt am Startplatz.
Regenradar (Meteox/Pflotsh): Unverzichtbar für die Beobachtung von Gewitterzellen, die oft aus den Ammergauer Alpen Richtung Inntal ziehen.
Der Erhalt des Fluggebiets Rampoldplatte hängt an einem seidenen Faden, der „Landeplatz-Politik“ heißt.
Der Landeplatz „Anita“: Ein heiliger Ort
Der offizielle Landeplatz nördlich von Brannenburg ist ein politisches Minenfeld. Er befindet sich auf Privatbesitz und grenzt direkt an eine Staatsstraße.
Strikte Einteilung ist Pflicht: Es besteht ein absolutes Landeverbot in dem Bereich unmittelbar südlich der zwei markanten Bäume an der Holzhausener Straße. Dies dient der Sicherheit des Straßenverkehrs. Wer hier landet, riskiert eine Anzeige und den Entzug der Startberechtigung. Es darf ausschließlich auf dem kurz gemähten Teil der Wiese gelandet werden. Der Bauer nutzt das Gras als Viehfutter; jede Landung im hohen Gras ist eine Sachbeschädigung. Geparkt wird nur auf den offiziellen Plätzen der Firma Anita. Das Parken am Friedhof oder in der Siedlung ist strengstens untersagt, um die Anwohner nicht zu belasten.
Notlandung auf der Schlipfgrubalm
Sollte man es nicht mehr zum Hauptlandeplatz schaffen, ist die Schlipfgrubalm die einzige legale Notoption. Aber Vorsicht: Die Alm beherbergt oft Pferde, die auf Gleitschirme panisch reagieren können. Eine Landung dort muss zwingend beim Verein gemeldet werden. Es ist keine bequeme Alternative für Faule, sondern ein „Last-Resort“-Szenario.
Unfallanalyse und Prävention
Die Statistik des DHV verzeichnet für das Mangfallgebirge immer wieder Unfälle durch Klapper in Bodennähe. Besonders bei thermisch aktiven Tagen im Frühjahr können die Ablösungen an der steilen Startrampe der Rampoldplatte extrem scharfkantig sein.
Ein Startabbruch muss an der Rampoldplatte konsequent durchgeführt werden. Da das Gelände nach der ersten Kante sehr steil wird, gibt es nach dem ersten Drittel des Startlaufs kein „Vielleicht“ mehr. Experten empfehlen, den Schirm lieber einmal mehr zu Boden zu ziehen, als mit einem unsauber stehenden Flügel in das steile Gelände zu rennen.
Ein Flugtag ist erst mit dem „Après-Fly“ komplett. Die Rampoldplatte bietet hierfür eine Infrastruktur, die ihresgleichen sucht.
Einkehr: Wo Flieger willkommen sind
Die Gastronomie rund um die Rampoldplatte ist tief in der Region verwurzelt und bietet authentische bayerische Kost.
Gasthaus Lage Spezialität Tipp für Piloten Schlipfgrubalm halber Aufstieg Bio-Almweiderind, Auszogne
Ideal für den ersten Durst beim Aufstieg.
Schuhbräualm am Fuße des Gipfels Täglich wechselnde Speisen, Grillabende
Treffpunkt der lokalen Szene, tolle Terrasse.
Nowak's Bergliebe Brannenburg (Tal) Modern bayerisch
Das offizielle Vereinslokal für Clubabende.
Gasthof Kogl am Parkplatz Sagbruck Bodenständige Küche
Perfekt für das Bier direkt nach dem Abstieg.
Die Schlipfgrubalm wird in der 7. Generation geführt und legt großen Wert auf Regionalität. Hier fühlt man sich als Pilot noch als Teil der alpinen Gemeinschaft und nicht nur als Tourist.
Übernachtungsmöglichkeiten
Wer mehrere Tage bleiben möchte, hat verschiedene Optionen: Nur am Wochenende und nach Voranmeldung möglich. Mit 19 Schlafplätzen bietet sie ein echtes Hüttenfeeling direkt am Berg. In der näheren Umgebung von Brannenburg und Bad Feilnbach gibt es zahlreiche Campingplätze (z.B. Kaiser Camping), die ideal für Van-Reisende sind. Zahlreiche Pensionen im Ort bieten Zimmer für jedes Budget.
Flugschulen und Betreuung vor Ort
Die Flugschule Hochries ist die primäre Anlaufstelle für Ausbildung und Betreuung in diesem Gebiet. Sie führt auch Windenschlepp-Betrieb auf dem Segelfluggelände Brannenburg durch, was eine exzellente Alternative bei stabilen Lagen oder für Flachland-Training ist. Gäste sollten sich hier melden, wenn sie eine Einweisung in das Gelände oder Informationen zum Shuttle-Bus benötigen.
Die Rampoldplatte ist kein Berg für „Konsum-Flieger“. Sie verlangt dem Piloten alles ab: physische Fitness beim Aufstieg, mentale Stärke beim Start im steilen Gelände und taktische Klugheit bei der Navigation durch die komplexen Windsysteme des Inntals.
Wer sich jedoch auf diesen Berg einlässt, wird mit einem Flugerlebnis belohnt, das an Intensität kaum zu überbieten ist. Das Gefühl, nach einem zweistündigen Aufstieg am Gipfelgrat auszulegen, während die Adler im Aufwind kreisen, und schließlich über 1.000 Meter über dem Inntal zu schweben, ist die Essenz unseres Sports.
Die 5 Gebote für die Rampoldplatte:
Checke den Wendelstein-Wind: Bei Südwind > 25 km/h bleib im Tal.
Respektiere den Landeplatz „Anita“: Lande nur im gemähten Bereich, parke korrekt.
Bleib am Hang: Verlasse die Thermikquellen der Rampoldplatte erst mit massiver Sicherheitshöhe.
Nutze das Shuttle oder wandere früh: Die Vormittagsthermik ist die beste.
Sei ein Botschafter: Verhalte dich gegenüber Wanderern, Bauern und Anwohnern vorbildlich, um das Gelände zu erhalten.
Die Rampoldplatte ist ein Privileg. Wer sie befliegt, sollte dies mit der Demut eines Gastes und der Professionalität eines Alpinisten tun. Dann, und nur dann, offenbart dieser Berg seine wahre Magie und ermöglicht Flüge, von denen man noch Jahre später am Stammtisch der Bergdohlen erzählen wird..