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Am Kirchweg

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:47.9591°N, 7.9970°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Am Kirchweg Startplatz

Start
Höhe505m ü. M.
Koord.47.9591, 7.9970
WindSW-N
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Am Kirchweg Landeplatz

Landung
Höhe452m ü. M.
Koord.47.9597, 7.9958
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebietsanalyse und Leitfaden: Am Kirchweg und das Flugsportzentrum Dreisamtal

Der vorliegende Forschungsbericht befasst sich mit dem Fluggelände „Am Kirchweg“ in Buchenbach sowie den umliegenden Flugarealen des Dreisamtals. In der Fachwelt des Flugsports gilt diese Region im Südschwarzwald als eines der anspruchsvollsten und zugleich lohnendsten Reviere für Drachen- und Gleitschirmflieger in Deutschland. Dieser Guide wurde konzipiert, um über die rudimentären Daten herkömmlicher Geländedatenbanken hinaus eine tiefgreifende Analyse der meteorologischen, logistischen und flugtaktischen Gegebenheiten zu liefern.

Executive Summary für Piloten

Das Gelände „Am Kirchweg“ in Buchenbach (Baden-Württemberg) ist primär als technisches Übungsgelände für Hängegleiter (Drachen) klassifiziert. Mit einer Höhendifferenz von lediglich 53 Metern dient es als spezialisierter Standort für die Grundausbildung und die Verfeinerung der Start- und Landetechnik.  

Für Gleitschirmflieger ist dieser spezifische Standort offiziell nicht zugelassen. Piloten, die mit dem Gleitschirm das Dreisamtal erkunden möchten, finden jedoch am unmittelbar benachbarten Lindenberg ein erstklassiges Flugrevier, das jedoch aufgrund von Naturschutzauflagen und religiösen Rücksichtnahmen (Wallfahrtsort) strengen Flugbetriebsordnungen unterliegt.  

Die meteorologische Schlüsselerkenntnis für dieses Gebiet ist das System des „Höllentälers“ – ein katabatischer Bergwind, der insbesondere in den Morgenstunden und bei stabilen Hochdrucklagen das Fliegen am Kirchweg beeinflusst und sowohl Chancen für laminare Soaring-Flüge als auch Risiken durch Turbulenzen birgt.

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Startplatz-Spezifikationen und Geographische Daten

Die Lokalisierung des Geländes „Am Kirchweg“ erfordert eine präzise Unterscheidung zwischen dem Übungshang und den umliegenden Höhenfluggeländen. Der Kirchweg selbst repräsentiert die Vorbergzone des Schwarzwaldes, wo das Gelände sanft in das Dreisamtal ausläuft.

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Technische Datenübersicht

Die nachfolgende Tabelle bietet eine detaillierte Zusammenfassung der geographischen und technischen Parameter des Geländes am Kirchweg.

Merkmal Startplatz Am Kirchweg Landeplatz Am Kirchweg GPS-Koordinaten N 47° 57' 32.84" E 7° 59' 49.34" N 47° 57' 34.88" E 7° 59' 44.93" Höhe über NN 505 m 452 m Höhendifferenz 53 m - Startrichtungen SW - N (Optimal: SW) - Zulassung Hängegleiter (Drachen) Hängegleiter (Drachen) Schwierigkeitsgrad Einfach (Schulungsgelände) Einfach Erschließung Zu Fuß Per Auto / Zu Fuß Export to Sheets

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Topographische Analyse

Der Startplatz am Kirchweg ist als Wiesenstartplatz charakterisiert, der eine gleichmäßige Neigung aufweist. Diese Topographie ist ideal für die Ausbildung, da sie Hängegleiter-Piloten ermöglicht, die kritische Phase des Abhebens bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten sicher zu trainieren. Der Landeplatz liegt in direkter Sichtverbindung unterhalb des Startplatzes und ist als hindernisfreie Wiese gestaltet, was die psychologische Hürde für Flugschüler minimiert.

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Zugang, Logistik und Infrastruktur

Die Erreichbarkeit des Geländes ist durch die Nähe zur Stadt Freiburg im Breisgau und die Anbindung an das Höllental exzellent, erfordert jedoch ein Verständnis für die lokalen Park- und Zugangsbeschränkungen.

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Anreise und Parkraummanagement

Die Anreise erfolgt in der Regel über die Bundesstraße B31. Piloten sollten die Ausfahrt Buchenbach nutzen. Da das Gelände in einem sensiblen landwirtschaftlichen Bereich liegt, ist das Parken streng reglementiert.

Parkplatz Buchenbach: Es wird dringend empfohlen, die öffentlichen Parkplätze im Ortskern von Buchenbach zu nutzen. Von dort aus ist das Gelände in einem etwa 10- bis 15-minütigen Spaziergang erreichbar.  

Verbotene Zonen: Das Abstellen von Fahrzeugen auf landwirtschaftlichen Nutzwegen oder direkt am Hangfuß führt regelmäßig zu Konflikten mit den örtlichen Landwirten und kann den Erhalt des Fluggeländes gefährden.

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Transport zum Startplatz

Am Kirchweg existiert keine mechanische Aufstiegshilfe wie eine Seilbahn oder ein Lift. Dies unterscheidet das Gelände von alpinen Standorten wie dem Diedamskopf oder der Hohen Salve.  

Aufstieg: Der Aufstieg erfolgt ausschließlich zu Fuß über markierte Wanderwege. Für Drachenflieger bedeutet dies einen physischen Aufwand, der jedoch aufgrund der geringen Höhendifferenz von 53 Metern als moderat einzustufen ist.  

Shuttle-Optionen: Ein offizieller Shuttle-Dienst existiert nicht. In der Regel koordinieren sich die Flugschüler des Drachenflugzentrums Freiburg untereinander.

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Meteorologische Bedingungen und Flugtaktik

Das Dreisamtal ist bekannt für seine spezifischen Windsysteme, die durch die Trichterwirkung der Schwarzwaldtäler entstehen. Für den Kirchweg ist insbesondere die Wechselwirkung zwischen dem überregionalen Wind und den lokalen Talwinden entscheidend.

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Das Höllentäler-Windsystem

Eine Besonderheit, die in Standard-Guides oft nur am Rande erwähnt wird, ist der „Höllentäler“. Dabei handelt es sich um einen katabatischen Bergwind, der kalte Luftmassen vom Feldbergmassiv durch das enge Höllental in das Dreisamtal abführt.

Charakteristik: Der Wind ist oft laminar, kann aber bei hoher Geschwindigkeit eine erhebliche Intensität erreichen.

Zeitfenster: Er weht primär in den Nachtstunden und hält oft bis in den späten Vormittag an. Sobald die thermische Aktivität im Dreisamtal einsetzt, wird der Höllentäler durch den von Westen einströmenden Talwind (aus Richtung Freiburg) abgelöst.

Bedeutung für den Start: Am Kirchweg ermöglicht der Höllentäler oft ein sanftes Soaring direkt am Übungshang, sofern die Windgeschwindigkeit die Sicherheitsschwelle für Flugschüler nicht überschreitet.

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Thermik und Jahreszeiten

Obwohl der Kirchweg ein Übungshang ist, unterliegt er den thermischen Zyklen des Schwarzwaldes.

Beste Jahreszeit: Die Monate März bis Oktober bieten die stabilsten Bedingungen. Im Frühjahr ist die Thermik oft „kernig“, was am Übungshang zu unruhiger Luft führen kann.

Thermikzeiten: Die stärkste Ablösung findet zwischen 12:00 und 15:00 Uhr statt. Für Übungsflüge werden daher oft die ruhigeren Vormittags- oder späten Nachmittagsstunden genutzt.

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Windrichtungen und Gefahrenzonen

Die Analyse der akzeptablen Windrichtungen ist für die Sicherheit am Kirchweg fundamental.

Windrichtung Bewertung Risiko / Chance Südwest (SW) Optimal Laminare Anströmung, ideal für Starts und Landungen. West (W) Gut Leichte Schräganströmung, gut kontrollierbar. Nordwest (NW) Akzeptabel Kann zu Verwirbelungen durch vorgelagerte Hügel führen. Nord (N) Grenzfall Nur bei schwachem Wind für Übungen geeignet. Ost (O) Gefährlich Lee-Bedingungen. Starts sind strikt zu vermeiden. Export to Sheets

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Geheimtipps und Insider-Wissen: Der Mehrwert

Über die technischen Daten hinaus gibt es Aspekte, die nur durch langjährige Erfahrung im Gebiet erschlossen werden können. Diese Insider-Tipps sind essenziell, um den Kirchweg effektiv zu nutzen.

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Die „Kirchturm-Thermik“

Lokale Piloten beobachten oft die Vögel in der Nähe der Buchenbacher Kirche. Wenn sich dort Greifvögel ohne Flügelschlag halten, deutet dies auf eine Ablösung hin, die auch den Kirchweg erreichen wird. Diese kleinen thermischen Blasen können genutzt werden, um die Flugzeit am Übungshang um einige wertvolle Sekunden zu verlängern.

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Die Strategie der lokalen Drachenflieger

Ein häufiger Fehler von Neulingen ist es, den Start am Kirchweg bei völliger Windstille zu versuchen. Da der Hang mit 53 Metern Höhendifferenz recht kurz ist, benötigt ein Hängegleiter eine gewisse Grundgeschwindigkeit, um sicher abzuheben.

Tipp: Warten Sie auf eine leichte Brise aus Südwest. Nutzen Sie das Windspiel am Landeplatz als Indikator. Wenn dieses sich stramm in Richtung Nordost ausrichtet, ist der perfekte Moment für einen Schulungsstart gekommen.

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Webcams und Wetter-Ressourcen

Erfahrene Piloten nutzen nicht nur die Standard-Apps, sondern spezifische Webcams der Region, um die Wolkenbasis und die Windverhältnisse im Schwarzwald zu prüfen:

Feldberg-Webcam: Gibt Aufschluss über die überregionale Windrichtung und die Inversionslage.

Schauinsland-Webcam: Zeigt, ob das Dreisamtal im Nebel liegt, während auf den Höhen bereits geflogen werden kann.

Webcam Buchenbach: Direkt im Ort verfügbar, um die lokale Windsituation am Landeplatz einzuschätzen.

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Das Paragliding-Umfeld: Lindenberg und Ausweichmöglichkeiten

Da am Kirchweg keine Gleitschirme zugelassen sind, müssen Paraglider auf die umliegenden Gelände ausweichen. Der Lindenberg ist hierbei die erste Adresse, stellt aber hohe Anforderungen an die Disziplin der Piloten.

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Der Lindenberg (Buchenbach/St. Peter)

Dieses Gelände wird vom GSC Colibri Freiburg e.V. verwaltet und bietet eine Höhendifferenz von knapp 200 Metern.  

Einschränkungen: Das Fliegen ist an hohen kirchlichen Feiertagen aufgrund des dortigen Klosters und der Wallfahrtskirche untersagt.  

Startplatz: Eine Waldschneise, die bei Südwestwind thermisch sehr aktiv werden kann.

Landeplatz: Eine große Wiese im Tal, wobei der Anflug über Stromleitungen erfolgt, was besondere Vorsicht erfordert.

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Weitere Alternativen in der Region

Wenn der Wind am Kirchweg oder Lindenberg nicht passt, stehen folgende Gebiete zur Verfügung:

Schauinsland: Der Hausberg von Freiburg, erreichbar mit der Seilbahn. Bietet große Höhendifferenzen und exzellentes XC-Potenzial.

Kandel: Ein thermisch sehr starker Berg nördlich von Freiburg, bekannt für seine anspruchsvollen Bedingungen.

Wittental: Ein kleinerer Hang in unmittelbarer Nähe, der oft als Ausweichgelände für Soaring-Flüge genutzt wird.

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XC-Potenzial: Wohin kann man fliegen?

Obwohl der Kirchweg selbst nur ein Übungshang ist, dient das Dreisamtal als Einstiegspunkt für ambitionierte Streckenflüge.

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Die klassische Schwarzwald-Route

Erfahrene Piloten, die am Lindenberg oder Schauinsland starten, nutzen das Dreisamtal als Thermikquelle, um nach Osten in den Hochschwarzwald vorzudringen.

Route: Buchenbach – Hinterzarten – Titisee – Feldberg.

Herausforderung: Die Topographie des Höllentals erzeugt starke Düseneffekte. Piloten müssen über ausreichend Höhe verfügen, um nicht in die turbulenten Talwindsysteme gesaugt zu werden.

Luftraum: Die Nähe zum Flughafen Freiburg und die Kontrollzonen von Basel im Süden erfordern eine genaue Luftraumüberwachung.

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Landeplätze für Streckenflieger

Entlang der B31 gibt es zahlreiche Wiesen, die jedoch oft landwirtschaftlich genutzt werden.

Geheimtipp: Der Bereich um den Bahnhof Himmelreich bietet oft gute Außenlandemöglichkeiten, sofern die Wiesen gemäht sind. Die Anbindung an die Höllentalbahn ermöglicht eine stressfreie Rückreise zum Ausgangspunkt.

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Drumherum: Kulinarik und Unterkunft

Ein Flugtag im Schwarzwald ist erst mit der passenden Einkehr komplett. Die Region Buchenbach bietet hierfür exzellente Möglichkeiten.

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Beste Einkehr nach dem Flug

Hofgut Himmelreich: Ein bekannter Gasthof direkt an der B31. Bekannt für seine inklusive Philosophie und hervorragende badische Küche. Ideal für ein „After-Fly-Bier“.  

Landgasthof Adler (Buchenbach): Bodenständige Küche in unmittelbarer Nähe zum Landeplatz am Kirchweg.

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Übernachtungsmöglichkeiten

Camping: In Kirchzarten befindet sich einer der besten Campingplätze Deutschlands (Camping Kirchzarten), der als Basislager für Fliegergruppen ideal ist.

Hotel: Das „Garden Relais Hotel“ wird in den DHV-Daten oft als flugplatznahe Unterkunft erwähnt.

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Sicherheit, Regeln und Notfall-Infos

Die Einhaltung der Regeln ist im Dreisamtal nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des Geländeerhalts.

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Besondere Flugregeln

Halter: Drachenflugzentrum Freiburg (Gerhard Hölzenbein).  

Schulungsvorrang: Am Kirchweg haben Flugschüler im Übungsbetrieb immer Vorrang vor Gastpiloten.

Einweisung: Erstflieger am Lindenberg müssen zwingend eine Einweisung durch Vereinsmitglieder des GSC Colibri erhalten.

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Notfall-Management

Im Falle eines Unfalls ist die Rettungskette im Schwarzwald gut etabliert.

Notruf: 112.

Bergwacht: Die Bergwacht Schwarzwald verfügt über spezialisierte Gruppen für die Baumrettung.

Klinik: Das Universitätsklinikum Freiburg ist in etwa 15 bis 20 Minuten erreichbar.

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Analyse der Flugschulen vor Ort

Die Ausbildung am Kirchweg ist untrennbar mit der Flugschule Hölzenbein verbunden.

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Drachenflugzentrum Freiburg

Diese Schule ist eine der wenigen in Deutschland, die sich konsequent dem Hängegleitersport verschrieben hat. Die methodische Nutzung des Kirchwegs ermöglicht eine steile Lernkurve in der Grundausbildung.

Schwerpunkt: Drachenfliegen (Startarten: Hang, Winde, UL-Schlepp).

Pädagogik: Der Fokus liegt auf der Beherrschung des Geräts am Boden und in der ersten Flugphase bei geringen Höhen.

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Partner-Schulen für Gleitschirmflieger

Für Paraglider, die in der Region lernen möchten, bieten sich Schulen wie „Fly-Aktiv“ oder die Flugschule am Schauinsland an, die oft die umliegenden Hänge (wie das Wittental) für Übungen nutzen.

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Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Das Fluggelände „Am Kirchweg“ mag mit seinen 53 Metern Höhendifferenz auf den ersten Blick unspektakulär wirken. Doch in der Gesamtschau des Dreisamtals nimmt es eine strategische Schlüsselrolle ein. Es ist das Fundament für die Drachenflieger-Ausbildung im Südwesten Deutschlands und ein Beweis dafür, wie durch gute Abstimmung zwischen Haltern, Landwirten und Piloten ein Gelände über Jahrzehnte erhalten werden kann.

Für den Besucher bietet die Kombination aus dem technischen Übungshang am Kirchweg und dem thermisch anspruchsvollen Lindenberg ein komplettes fliegerisches Ökosystem. Wer die meteorologischen Besonderheiten des „Höllentälers“ versteht und die lokalen Regeln respektiert, wird im Dreisamtal unvergessliche Flugstunden erleben.

Die Zukunft des Geländes hängt maßgeblich von der Disziplin der Gastpiloten ab. Die strikte Trennung zwischen Hängegleitern am Kirchweg und Gleitschirmen am Lindenberg ist eine notwendige Maßnahme, um das Konfliktpotenzial in der Luft und am Boden zu minimieren. Piloten, die dies verinnerlichen, tragen dazu bei, dass das „Mekka der Schwarzwaldflieger“ auch für kommende Generationen erhalten bleibt.

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