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Wurmegg

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.5562°N, 7.8877°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Wurmegg Startplatz

Start
Höhe1707m ü. M.
Koord.46.5562, 7.8877
WindO
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Schilthorn Landeplatz

Landung
Höhe858m ü. M.
Koord.46.5561, 7.9023
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Gleitschirm-Startplatz Wurmegg: Der Ultimative Alpin-Guide (Mürren, Schweiz) Einleitung: Die Geografische Auflösung eines Mythos

In der Welt des Gleitschirmfliegens gibt es Orte, die jeder Pilot einmal im Leben besucht haben muss, und es gibt Orte, die aufgrund von Namensgleichheiten für Verwirrung sorgen. Der Startplatz Wurmegg gehört zu beiden Kategorien. Bevor dieser umfassende Report in die tiefen technischen und aerologischen Details eintaucht, ist eine essenzielle geografische Klarstellung notwendig, um die Sicherheit und Planung des Piloten zu gewährleisten.

Der Nutzerauftrag bezog sich auf einen Startplatz in "Deutschland/Österreich". Die ausführliche Recherche in den Datenbanken des DHV (Deutscher Hängegleiterverband), Paragliding Map und lokalen Foren zeigt jedoch eine eindeutige Diskrepanz: Es existiert kein offiziell zugelassener, nennenswerter Gleitschirm-Startplatz namens "Wurmegg" in Deutschland oder Österreich, der über die notwendige Infrastruktur für Gastpiloten verfügt. Der Begriff "Wurmegg" in Österreich (speziell in der Region Dienten am Hochkönig/Salzburger Land) bezeichnet primär einen Flurnamen im Skigebiet, der zwar theoretisch für "Hike & Fly" von lokalen Pionieren genutzt werden könnte, aber über keine offizielle Zulassung, keinen Windsack und keine etablierte Landeplatz-Infrastruktur verfügt.

Im Gegensatz dazu ist der Startplatz Wurmegg in Mürren (Schweiz) eine weltberühmte Institution. Er ist der zentrale Einstiegspunkt in das spektakuläre Fluggebiet des Lauterbrunnentals, direkt vor der Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau. Wenn Piloten in Foren oder an Stammtischen von "Wurmegg" sprechen, meinen sie fast ausnahmslos diesen Ort im Berner Oberland. Dieser Report wird sich daher, in Ermangelung eines relevanten Pendants in Österreich, vollständig auf das Fluggebiet Mürren-Wurmegg konzentrieren. Er dient als definitives Handbuch für den Alpinpiloten, der die Komplexität dieses hochalpinen Geländes meistern will.  

Das Lauterbrunnental, oft als das "Yosemite der Alpen" bezeichnet, bietet eine Kulisse, die weltweit ihresgleichen sucht. Doch die Schönheit der senkrechten Felswände birgt aerologische Gefahren, die in keinem Standard-Lehrbuch stehen. Dieser Guide geht weit über die Basisinformationen hinaus und analysiert die Mikro-Meteorologie, die sozio-kulturellen Regeln (insbesondere die Koexistenz mit Basejumpern) und die logistischen Feinheiten, die den Unterschied zwischen einem unvergesslichen Flug und einer gefährlichen Situation ausmachen.

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Detaillierte Startplatz-Analyse: Wurmegg (Mürren)

Der Startplatz Wurmegg ist nicht nur eine Wiese; er ist eine komplexe Schnittstelle zwischen touristischer Infrastruktur und hochalpiner Natur. Er liegt auf einer Geländeschulter oberhalb des autofreien Bergdorfes Mürren und dient als primärer Startplatz während der Sommersaison.

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Topografie und Technische Daten

Der Startplatz charakterisiert sich durch seine Lage auf einer Kuppe, die sanft nach Osten abfällt, bevor das Gelände steil in die Felswände der "Mürrenfluh" abbricht. Diese topografische Besonderheit ist für den Piloten von größter Wichtigkeit: Nach dem Abheben vergrößert sich der Bodenabstand innerhalb weniger Sekunden von wenigen Metern auf über 800 Meter. Dies erfordert eine mentale Stabilität, die nicht unterschätzt werden darf.

Parameter Daten & Details Quelle Name Wurmegg (Mürren) DHV-Kennung 1592 GPS Koordinaten (Start) N 46°33'22.40" | E 7°53'15.56" (Dezimal: 46.5562, 7.8876) Höhe MSL 1.680 m – 1.720 m (je nach Auslegeposition) Höhendifferenz ca. 850 m bis Landeplatz Stechelberg Exposition Ost (O) bis Süd-Ost (SO) Untergrund Alpine Grasmatte, hindernisfrei, kupiert Status Sommer-Startplatz (Im Winter Skipiste/geschlossen!)

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Startrichtungen und aerodynamische Charakteristik

Die Ausrichtung des Hanges ist primär nach Osten. Dies hat weitreichende Konsequenzen für den Tagesablauf eines Piloten:

Ost-Start (Ideal): Die Morgensonne trifft ab ca. 09:00 Uhr (je nach Jahreszeit) auf den Hang. Dies erzeugt frühzeitig thermische Ablösungen. Der Startlauf erfolgt direkt gegen die aufsteigende Luftmasse. Der Pilot läuft auf der Wiese an und hebt ab, bevor das Gelände steiler wird.

Nord-Komponente (Möglich, aber anspruchsvoll): Bei einer leichten Nordströmung (oft durch den Talwind induziert, der in der Höhe überschwappt) kann auch Richtung Nord-Ost gestartet werden. Hierbei ist das Gelände jedoch flacher auslaufend, was einen deutlich dynamischeren und längeren Startlauf erfordert.

Süd-Komponente: Bei leichtem Südwind ist der Start möglich, jedoch ist Vorsicht geboten, da Südwind im Lauterbrunnental oft ein Vorbote von Föhn ist (siehe Abschnitt Flugbedingungen).

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Öffnungszeiten und saisonale Restriktionen

Ein kritischer Fehler vieler Besucher ist die Annahme, der Startplatz sei ganzjährig nutzbar.

Sommersaison (ca. Mai bis Oktober): Der Startplatz ist offiziell geöffnet. Er wird von lokalen Flugschulen und Tandemunternehmen frequentiert, ist aber öffentlich zugänglich. Die Wiese wird landwirtschaftlich genutzt; Rücksichtnahme auf Weidevieh und das Schließen von Zäunen ist obligatorisch.

Wintersaison (ca. Dezember bis April): GESCHLOSSEN. Der Bereich Wurmegg verwandelt sich im Winter in eine Skipiste bzw. einen Zubringer zum Schiltgrat-Lift. Starts sind hier strengstens untersagt, um Kollisionen mit Wintersportlern zu vermeiden. Piloten müssen im Winter auf den höher gelegenen Startplatz Schiltgrat (2.100 m) ausweichen.

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Infrastruktur am Startplatz

Am Startplatz selbst finden Piloten eine Windsack-Anlage, die in der Regel vom lokalen Club oder den Tandemunternehmen gewartet wird. Es gibt keine Toiletten oder Verpflegungsmöglichkeiten direkt auf der Wiese; diese befinden sich im Dorf Mürren (ca. 10-15 Minuten Gehzeit entfernt) oder an der Station Schiltgrat. Ein flacher Bereich zum Auslegen ("Rigging Area") ist vorhanden, kann jedoch an guten Flugtagen durch Tandemschirmen stark frequentiert sein.

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Zugang & Logistik: Der Weg zum Start

Die Anreise ins autofreie Mürren ist logistisch anspruchsvoller als in vielen anderen Fluggebieten, bietet aber durch die spektakuläre Seilbahnfahrt bereits einen ersten Eindruck der Topografie.

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Anreise zum Basislager: Stechelberg

Der strategisch sinnvollste Ausgangspunkt ist Stechelberg am Ende des Lauterbrunnentals. Hier befindet sich der offizielle Landeplatz und die Talstation der Schilthornbahn.

Mit dem PKW: Die Anfahrt erfolgt über Interlaken und Lauterbrunnen bis ans Talende.

Parken: Es steht ein Großparkplatz an der Talstation der Schilthornbahn zur Verfügung (GPS: 46.5561, 7.9023).

Kosten: Der Parkplatz ist gebührenpflichtig. Rechnen Sie mit ca. 8-12 CHF pro Tag. Es empfiehlt sich, Kleingeld oder gängige Park-Apps (z.B. EasyPark, Sepp) bereitzuhalten. Wildcampen oder Parken auf den Wiesen ist streng verboten und wird rigoros kontrolliert.

Mit dem ÖPNV: Die Schweiz ist für ihre exzellente Bahnanbindung bekannt. Vom Bahnhof Interlaken Ost fährt die Berner Oberland Bahn (BOB) nach Lauterbrunnen. Von dort verkehrt das Postauto (Linie 141) im 30-Minuten-Takt bis zur Haltestelle "Stechelberg, Schilthornbahn".

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Der Aufstieg: Logistik der Bergbahn

Vom Talboden (860 m) transportiert die Schilthornbahn (LSMS) Piloten in zwei Sektionen zum Startgebiet. Die Bahn ist eine klassische Pendelbahn mit hoher Kapazität.

Sektion 1: Stechelberg -> Gimmelwald.

Sektion 2: Gimmelwald -> Mürren.

Ticket-Strategie für Piloten:

Piloten benötigen lediglich ein Ticket für die Strecke Stechelberg bis Mürren.

Ermäßigungen: Das Schweizer "Halbtax" (Halbpreiskarte) wird akzeptiert. Inhaber des GA (Generalabonnement) fahren auf dieser Strecke kostenlos.

Swiss Travel Pass: Touristen mit dem Swiss Travel Pass fahren ebenfalls kostenlos bis Mürren.

Gleitschirmtransport: Der Transport des Gleitschirmsackes ist in der Regel im Personenpreis inkludiert, sofern er als Handgepäck geführt wird.

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Der Fußweg zur Startrampe (Wurmegg)

Hier machen viele Ortsfremde den ersten Fehler. Da Mürren autofrei ist, gibt es keinen Shuttle-Dienst bis zur Wiese.

Wegbeschreibung: Nach dem Verlassen der Seilbahnstation in Mürren wendet man sich nicht nach rechts ins Dorfzentrum, sondern hält sich links (südlich). Der Weg führt vorbei am Sportzentrum (Alpine Sports Centre Mürren).

Orientierung: Man folgt der Beschilderung Richtung "Schiltgrat" oder "Gimmelwald". Der Weg ist asphaltiert bzw. geschottert.

Letzte Meile: Kurz vor der Talstation des Schiltgrat-Sessellifts zweigt man auf den Wanderweg/Wiesenpfad ab, der zur gut sichtbaren Startwiese unterhalb der Lifttrasse führt.

Zeitbedarf: Ca. 10 bis 15 Minuten Fußmarsch. Das Gelände ist einfach zu begehen, erfordert aber festes Schuhwerk (was Piloten ohnehin tragen sollten).

Warnung: Der alte Startplatz "Tennisplatz", der direkt beim Sportzentrum lag, ist dauerhaft geschlossen und darf nicht mehr genutzt werden.

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Flugbedingungen & Aerologie: Das unsichtbare Labyrinth

Das Lauterbrunnental ist meteorologisch hochkomplex. Es ist ein klassisches Trogtal, tief eingeschnitten und von hohen Gletschern umgeben. Dies führt zu spezifischen Windsystemen, die jeder Pilot verstehen muss, um sicher zu fliegen.

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Das Talwind-System: Der "Luftfluss"

Das dominierende Element im Lauterbrunnental ist der Talwind. Er funktioniert wie ein kräftiger Fluss aus Luft, der am Talboden fließt.

Mechanik: Sobald die Sonne die Hänge erwärmt (im Sommer oft schon ab 10:00 oder 11:00 Uhr), saugt das Tal Luft vom Alpenvorland (Thunersee/Interlaken) in Richtung der hohen Gipfel (Jungfrau/Gletscher).

Stärke: Dieser Wind kann am Landeplatz Stechelberg extrem stark werden. Windgeschwindigkeiten von 25-35 km/h sind an thermischen Tagen keine Seltenheit.

Schichtung (Das Drei-Schichten-Modell):

Gipfelhöhe (3000m+): Hier herrscht der überregionale Meteo-Wind (z.B. Westwind, Bise oder Föhn).

Startplatzhöhe (1700m): Hier, auf der "Terrasse" von Mürren, ist der Talwind oft nicht direkt spürbar. Es herrscht meist ein leichter thermischer Hangaufwind aus Ost.

Talboden (800m - 1200m): Hier fließt der kräftige Talwind aus Nord (talaufwärts).

Die Gefahr der Scherung: Ein Pilot startet bei perfekten, schwachen Bedingungen an der Wurmegg. Er sinkt ab und taucht in ca. 1000m bis 1200m Höhe in die Talwindschicht ein. Plötzlich trifft er auf 30 km/h Gegenwind (wenn er Richtung Interlaken fliegt) oder Rückenwind (Richtung Stechelberg). Wer hier nicht mental vorbereitet ist, kann in Turbulenzen geraten oder den Landeplatz verfehlen.

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Thermik & Beste Jahreszeit

Saison: Die beste Zeit für Thermikflüge sind das späte Frühjahr (Mai/Juni) und der Hochsommer. Im Herbst wird die Sonneneinstrahlung schwächer, und das tiefe Tal liegt früher im Schatten.

Thermik-Qualität: Die Felswände unterhalb von Mürren, die "Mürrenfluh", heizen sich schnell auf. Sie sind ein zuverlässiger Thermikgenerator.

Trigger-Punkte (Abrisskanten):

Gimmelwald-Kante: Südlich vom Startplatz, oberhalb des Ortes Gimmelwald.

Birg-Spitz: Weiter oben, unterhalb der Station Birg (für Fortgeschrittene).

Mürrenfluh: Direkt unterhalb des Dorfes. Hier muss jedoch die Uhrzeit beachtet werden (siehe "Basejumper-Regel").

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Windrichtungen und Gefahren

Westwind (Gefahr!): Da der Startplatz östlich ausgerichtet ist und im Rücken den Schilthorn-Grat hat, liegt Wurmegg bei Westwind im Lee.

Symptom: Es kann am Startplatz trügerisch windstill sein oder sogar thermisch "ansaugen". Doch sobald der Pilot Höhe gewinnt und über den Grat steigt oder in den Rotorbereich gerät, erwarten ihn massive Turbulenzen.

Faustregel: Wenn am Schilthorn (2970m) Westwind > 20 km/h gemeldet wird, ist das Fliegen an der Wurmegg riskant bis lebensgefährlich.

Föhn (Südwind): Das Lauterbrunnental ist anfällig für Föhn. Als Nord-Süd-Tal kann der Föhn bis zum Talboden durchgreifen. Anzeichen sind linsenförmige Wolken (Lenticularis) und ein rapider Temperaturanstieg. Bei Föhn ist absolutes Flugverbot.

Bise (Ost/Nordost): Die Bise ist im Berner Oberland oft ein "Spaßverderber". Sie drückt kalte Luft ins Tal, deckelt die Thermik und kann zu unangenehmen Scherungen führen. Leichte Bise ist fliegbar, starke Bise macht das Tal turbulent.

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XC-Potential (Streckenflug)

Für Streckenflieger ist Wurmegg ein interessanter, aber kniffliger Startpunkt.

Die "Kleine Tour": Start Wurmegg -> Aufsoaren an der Mürrenfluh -> Querung des Tales zur Jungfrau-Seite (Wengen/Männlichen). Dies ist der klassische Move, um am Nachmittag die Westhänge zu nutzen. Voraussetzung: Ausreichend Basishöhe (min. 2000m), um sicher über den Talwind zu kommen.

Richtung Grindelwald: Über den Männlichen hinüber ins Nachbartal nach Grindelwald zur Eiger-Nordwand.

Richtung Interlaken: Mit dem Talwind "surfen" Richtung Norden bis Zweilütschinen oder Interlaken.

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Geheimtipps & Lokales Wissen (Insider Only)

Dieser Abschnitt enthält Informationen, die oft nur lokal weitergegeben werden und den Unterschied zwischen einem Touristen und einem "Insider" ausmachen.

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Die "14:00 Uhr Regel" – Überleben mit Basejumpern

Das Lauterbrunnental ist weltweit einzigartig durch die Dichte an Basejumpern. Diese springen von den Klippen ("Exit Points"), über die Gleitschirmpiloten oft soaren.

Der Konflikt: Ein Gleitschirm, der eng an der Felswand (Mürrenfluh) fliegt, kann einen Basejumper behindern, der gerade springen will („Exit“). Da der Jumper nur wenige Sekunden freien Fall hat, ist eine Kollision fatal.

Das Gentleman's Agreement (Gesetz!): Es gibt eine strikte zeitliche Trennung.  

Ab 14:00 Uhr (Sommerzeit) ist das Soaren an der Mürrenfluh (unterhalb des Dorfplateaus) für Gleitschirme VERBOTEN.

Gleitschirme müssen ab dieser Zeit "im Tal" fliegen, also deutlichen Abstand zur Wand halten.

Im Gegenzug springen Basejumper vor 14:00 Uhr nicht von bestimmten Exits.

Warum ist das wichtig? Wer diese Regel missachtet, gefährdet Menschenleben und riskiert die Schließung des Fluggebietes. Lokale Piloten reagieren extrem allergisch auf Verstöße.

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Der "Wengen-Wechsel"

Ein Fehler vieler Neulinge ist es, zu lange auf der Mürren-Seite zu kämpfen.

Insider-Tipp: Wenn die Thermik an der Wurmegg am frühen Nachmittag schwächelt (weil die Sonne weiter nach Westen wandert und der Winkel flacher wird), wechseln die Locals die Talseite. Sie queren hinüber nach Wengen / Männlichen / Lauberhorn. Dort stehen die Hänge am Nachmittag perfekt in der Sonne (Westhänge).

Taktik: Sammeln Sie an der Wurmegg/Gimmelwald maximale Höhe. Queren Sie das Tal nicht zu tief (Gefahr des Talwinds!). Zielen Sie auf die Rippen von Wengen, um dort wieder einzusteigen.

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Webcams für den Profi-Check

Verlassen Sie sich nicht blind auf Wetterberichte. Nutzen Sie die Augen vor Ort:

Mürren Dorf Webcam: Achten Sie auf die Fahnen an den Hotels. Hängen sie schlaff? Gut. Wehen sie straff Richtung Berg? Der Talwind zieht schon hoch.

Schilthorn Piz Gloria Cam (360°): Zeigt das Wetter auf 3000m. Wenn hier Schnee horizontal fliegt oder massive Wolkenwalzen über den Grat schwappen (Föhnmauer), bleiben Sie im Bett.

Heliport Lauterbrunnen Cam: Zeigt den Windsack im Talboden. Essentiell für die Landeanalyse.

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Sicherheit & Regeln: Die Rote Zone und Konstruktion

Aktuell (Stand 2024-2025) unterliegt das Fluggebiet massiven Einschränkungen durch den Neubau der Schilthornbahn (Projekt "Schilthornbahn 20XX").

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Die Rote Zone (Helikopter-Korridor)

Aufgrund intensiver Transportflüge mit Schwerlasthelikoptern wurde eine temporäre Flugverbotszone eingerichtet.  

Zone: Der Bereich zwischen Stechelberg und Mürren (die direkte Linie der Seilbahn) ist oft gesperrt.

Gültigkeit: Meist Montag bis Samstag aktiv. Sonntags ruht die Baustelle oft.

Flugweg: Starts von der Wurmegg müssen zwingend Richtung Gimmelwald (Süden) erfolgen. Ein direktes Abfliegen über die Baustelle oder das Kreuzen der Transportseile ist verboten.

Info-Pflicht: Piloten MÜSSEN sich vor dem Start am Infoboard an der Talstation Stechelberg oder online beim Gleitschirmclub Lauterbrunnental (GCL) über den aktuellen Status der "Roten Zone" informieren.

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Landeplatz Stechelberg: Der Trichter

Der Landeplatz (N 46°33'22.04" E 7°54'08.38") erfordert volle Konzentration.

Gebühren: Um den Pachtvertrag mit den Landwirten zu sichern, wurde eine Landegebühr eingeführt.  

Tageskarte: 5 CHF.

Jahreskarte: 30 CHF.

Zahlung: Oft via TWINT-Code am Infoboard oder Barzahlung an ausgewiesenen Stellen. Bitte zahlen Sie – Schwarzlanden gefährdet das Gelände!

Lande-Volte:

Bei Talwind (Normalfall): Rechtsvolte (Anflug gegen den Wind von Norden).

Bei Bergwind (Morgens/Abends): Linksvolte.

Gefahren:

Hochspannungsleitungen queren das Tal.

Die Kabel der Schilthornbahn sind in der Luft schwer zu sehen.

Starke Turbulenzen (Scherwinde) im Endanflug, wenn der Talwind auf thermische Ablösungen trifft.

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Alternativen und Umgebung

Sollte Wurmegg wetterbedingt nicht fliegbar sein oder Wintersperre herrschen, bietet die Region Alternativen.

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Alternative Startplätze

Schiltgrat (2.100 m): Der "große Bruder" von Wurmegg. Erreichbar mit dem Sessellift von Mürren. Startet auch im Winter. Oft stärkerer Wind, da exponierter am Grat.

Birg (2.600 m): Nur für sehr erfahrene Piloten. Hochalpin, felsig, oft starker Wind.

Männlichen (Grindelwald-Seite): Wenn in Mürren der Föhn drückt oder die Bedingungen schlecht sind, kann es auf der anderen Seite (Grindelwald) manchmal besser sein (oder umgekehrt).

First (Grindelwald): Das klassische "Ausweichgebiet". Sehr große Startplätze, einfacher zu fliegen als das enge Lauterbrunnental.

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Après-Fly & Unterkunft

Einkehr in Mürren: Das Café LIV ist ein beliebter Treffpunkt für Piloten und Outdoor-Enthusiasten. Für den klassischen "Lande-Burger" empfiehlt sich das Hotel Alpenruh direkt neben der Station.

Camping: Der Camping Breithorn in Stechelberg ist legendär. Man landet quasi neben dem Zelt (bei präziser Einteilung). Er ist der soziale Hub für die internationale Flieger-Szene.

Hostel: Das Mountain Hostel in Gimmelwald ist eine Institution. Rustikal, günstig und mit einem Ausblick, der Millionen wert ist.

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Flugschulen und Kontakte

Airtime Paragliding: Die lokale Instanz. Sie betreiben viele Tandemflüge und kennen jeden Windstoß im Tal. Ein kurzer Chat mit den Piloten am Landeplatz ist oft wertvoller als jede App.

Chill Out Paragliding: Sitz in Interlaken, nutzt das Gebiet aber oft für Schulungen.

Notfall: REGA (Luftrettung) Tel. 1414. Polizei Tel. 117.

Fazit

Der Startplatz Wurmegg in Mürren ist weit mehr als nur ein Startpunkt; er ist das Tor zu einem der intensivsten Flugerlebnisse der Alpen. Der Kontrast zwischen den sanften Alpmatten am Start und den brachialen Felswänden des Tals erzeugt eine Spannung, die süchtig macht. Doch dieser Ort verzeiht keine Nachlässigkeit. Das Verständnis des Talwindsystems, der Respekt vor den Basejumpern und die Disziplin, bei Westwind am Boden zu bleiben, sind der Preis für das Ticket in den Himmel über Eiger, Mönch und Jungfrau.

Fliegen Sie konservativ, respektieren Sie die Regeln und genießen Sie das Privileg, an einem der schönsten Orte der Welt abheben zu dürfen.

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