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Unterschwarzach

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:49.8616°N, 11.7139°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Unterschwarzach Startplatz

Start
Höhe520m ü. M.
Koord.49.8616, 11.7139
WindS
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Unterschwarzach Landeplatz

Landung
Höhe425m ü. M.
Koord.49.8604, 11.7112
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Handbuch für den Piloten: Flugsektor Unterschwarzach Umfassende Analyse zu Topografie, Aerologie, Logistik und taktischer Flugplanung Einleitung: Das Dualismus-Paradoxon von Unterschwarzach

In der Nomenklatur des Gleitschirmsports stellt der Begriff "Unterschwarzach" eine faszinierende geographische und fliegerische Ambivalenz dar. Er fungiert als Homonym für zwei diametral entgegengesetzte fliegerische Realitäten, die jedoch beide für den ambitionierten Piloten von höchster Relevanz sind. Auf der einen Seite steht das intime, technisch anspruchsvolle Hanggelände in Creußen, Oberfranken – ein Mikrokosmos des Flachlandfliegens, der Präzision und meteorologisches Feingefühl verlangt. Auf der anderen Seite dominiert die alpine Großstruktur der Unterschwarzachbahn im österreichischen Saalbach-Hinterglemm – ein infrastruktureller Knotenpunkt in einem der leistungsstärksten Streckenfluggebiete der Alpen, dem Pinzgau.

Dieser Bericht transzendiert die oberflächlichen Datenbankeinträge gängiger Verzeichnisse wie dem DHV-Geländeatlas. Er zielt darauf ab, dem Piloten ein tiefgreifendes Verständnis der atmosphärischen und logistischen Parameter beider Standorte zu vermitteln. Ein "Guide" in diesem Kontext bedeutet nicht lediglich die Auflistung von Koordinaten, sondern die Synthese aus orografischer Analyse, lokaler Wetterkunde und strategischer Planung. Wer "Unterschwarzach" in sein Navigationsgerät eingibt, muss wissen, ob er sich auf einen 95-Meter-Abgleiter mit technischem Anspruch oder auf einen 200-Kilometer-FAI-Dreiecksflug vorbereitet.

Die Notwendigkeit einer solch detaillierten Exegese ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen öffentlicher Information und lokaler Realität. Während Datenbanken oft statische Momentaufnahmen liefern, unterliegen Fluggelände dynamischen Veränderungen – seien es temporäre Straßensperrungen in Oberfranken oder saisonale Landeplatzrestriktionen im Salzburger Land. Dieser Bericht integriert diese volatilen Informationen in ein kohärentes narratives Gefüge, das dem Piloten als verlässliches Kompendium dient.

Teil I: Das primäre Fluggelände – Unterschwarzach (Creußen, Bayern)

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Geodätische und Topografische Charakterisierung

Das Fluggelände Unterschwarzach (DHV-Gelände Nr. 582) befindet sich in der Gemeinde Creußen im Landkreis Bayreuth. Es repräsentiert den Archetyp des fränkischen Hangstarts: unscheinbar in der topografischen Karte, aber komplex in der aerodynamischen Nutzung. Anders als alpine Startplätze, die oft Fehler durch schiere Höhe verzeihen, operiert der Pilot hier in einem vertikalen Fenster, das keine Indifferenz duldet.

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Das vertikale Profil und die "95-Meter-Realität"

Die nackten Zahlen des Geländes – ein Startplatz auf 520 Metern AMSL und ein Landeplatz auf 425 Metern AMSL – suggerieren eine triviale Übungswiese. Doch diese Interpretation greift zu kurz. Die Analyse des Geländeprofils offenbart eine vertikale Differenz von exakt 95 Metern, was eine sofortige thermische Anbindung zwingend erforderlich macht. Ein Gleitschirm mittlerer Leistungsklasse (Gleitzahl 8-9) benötigt für die Überwindung der horizontalen Distanz ohne thermischen Einfluss weniger als 90 Sekunden.  

Dieses knappe Höhenbudget definiert die Psychologie des Startplatzes. Der Pilot muss bereits am Boden eine mikrometeorologische Analyse durchführen, die in den Alpen oft erst nach dem Start erfolgt. Es gibt keine "Suchphase". Der Start ist der Einstieg in den Bart. Verpasst man den Abriss, endet der Flug unmittelbar am Fuße des Hanges.

Parameter Daten Quelle Startplatz Koordinaten N 49°51'41.88" / E 11°42'50.09" Landeplatz Koordinaten N 49°51'37.30" / E 11°42'40.21" Höhendifferenz 95 m Ausrichtung Süd (S)

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Morphologie und Vegetationsstruktur

Der Hang ist strikt nach Süden exponiert. In den mittleren Breiten der Nordhalbkugel fungiert eine solche Ausrichtung, selbst bei moderater Neigung, als effizienter Solarkollektor. Die umgebende Vegetation spielt dabei eine entscheidende Rolle für die lokale Aerologie. Westlich und östlich flankierende Waldstücke kanalisieren den Wind bei reinen Südlagen und verstärken den dynamischen Auftrieb durch einen Düseneffekt (Venturi), können aber bei abweichenden Windrichtungen (SO oder SW) schnell zu mechanischen Turbulenzen führen. Der Bewuchs am oberen Ende des Hanges dient oft als Abrisskante für die sich am Boden erwärmende Luft, was den Startplatz selbst zum primären thermischen Trigger macht.

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Mikroklimatologie und das "Bayreuther Trichter"-Phänomen

Die meteorologische Beurteilung von Unterschwarzach erfordert den Blick über den lokalen Tellerrand hinaus auf die orografischen Besonderheiten Oberfrankens.

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Die Südwind-Dominanz und Inversionsgefahr

Die DHV-Datenbank schreibt die Startrichtung "Süd" vor. Abweichungen von diesem Vektor werden vom Gelände hart bestraft.  

Reiner Südwind (180°): Dies ist das Ideal. Die Luftmasse trifft senkrecht auf das Relief, was den maximalen dynamischen Auftrieb generiert. Aufgrund der geringen Höhe ist dieser dynamische Hangaufwind oft die einzige Möglichkeit, sich zu halten, bis eine thermische Ablösung durchzieht.

Südost (135°-160°): Diese Lagen profitieren von der Morgensonne, die die Südostflanken früh aufheizt. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass der Wind "über das Eck" kommt, was am Landeplatz zu erhöhten Geschwindigkeiten und Scherwinden führen kann.

Nordwind-Verbot: Es ist essentiell zu betonen, dass bei Nordlagen striktes Flugverbot herrscht. Das Gelände liegt dann im Lee der nördlich gelegenen Erhebungen der Fränkischen Schweiz. Die Rotoren, die sich über den Kamm wälzen, sind unsichtbar und in Bodennähe extrem gefährlich.  

Ein spezifisches Risiko für Unterschwarzach ist die herbstliche Inversion. Aufgrund der geringen Basishöhe (520 m) liegt der Startplatz oft unterhalb der Inversionsgrenze, die sich im Bayreuther Becken bildet. Während auf der Wasserkuppe oder dem Fichtelgebirge bestes Flugwetter herrscht, kann Unterschwarzach unter einer zähen Kaltluftschicht liegen, die jede Thermikentwicklung unterbindet.

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Thermische Genese im Creußener Becken

Trotz der geringen Höhendifferenz ist das Gelände thermisch aktiv. Der Talboden des Creußener Beckens besteht aus landwirtschaftlichen Nutzflächen mit dunklen Lehmböden, die Wärme exzellent speichern.

Der Abriss-Mechanismus: Die thermischen Blasen lösen sich typischerweise an den Kontrastkanten zwischen den Feldern und dem Waldrand ab. Da der Startplatz genau an dieser Übergangszone liegt, kann der Pilot oft direkt nach dem Abheben in den "Hausbart" eindrehen.

Jahreszeitliche Varianz: Im Frühjahr (März bis Mai), wenn die Felder noch unbestellt und dunkel sind, sind die thermischen Gradienten am stärksten. Im Sommer, wenn das Getreide hoch steht und die Evapotranspiration (Verdunstung) kühlt, schwächt sich die Thermik ab und weicht oft einer reinen Soaring-Bedingung am späten Nachmittag (Restitution).

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Logistik, Zugang und Infrastruktur

Der Zugang zu Unterschwarzach unterscheidet sich fundamental von kommerziellen Fluggebieten. Es gibt keinen Lift, keinen Shuttle und keinen asphaltierten Parkplatz mit Kiosk.

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Das "Hike & Fly"-Prinzip und Parken

Die Erschließung erfolgt explizit "zu Fuß". Dies filtert die Klientel: Wer hier fliegt, ist bereit, seine Ausrüstung zu tragen. Der Aufstieg ist mit ca. 15-20 Minuten moderat, aber steil genug, um den Kreislauf vor dem Start zu aktivieren.  

Parken: Fahrzeuge werden üblicherweise am Landeplatz oder in ausgewiesenen Nischen entlang der Zubringerstraßen abgestellt. Es ist strikt darauf zu achten, landwirtschaftliche Einfahrten freizuhalten, um das Verhältnis zu den lokalen Bauern nicht zu belasten.

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Das Update zur Staatsstraße 2184

Ein kritisches logistisches Detail, das in veralteten Datenbanken fehlt, ist der Status der Staatsstraße 2184. Zwischen Unterschwarzach und Windischenlaibach fanden umfangreiche Bauarbeiten statt. Seit dem 8. August 2025 ist diese Verkehrsader wieder vollständig freigegeben. Die Fahrbahn wurde von 4,80 Meter auf 6,50 Meter verbreitert, was die Anfahrt – insbesondere mit größeren Fahrzeugen oder Campervans – erheblich erleichtert. Piloten, die alte Navigationsdaten nutzen, könnten fälschlicherweise Umleitungen fahren; die direkte Route ist nun jedoch die effizienteste.

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Geländehalter und Etikette

Das Gelände wird von Juri Anton gehalten. Dies deutet auf eine private oder vereinsgebundene Trägerschaft hin.  

Gastflugregelung: In solchen privaten Gebieten gilt ein impliziter Verhaltenskodex. Müllvermeidung, Lärmschutz und absolute Rücksichtnahme auf die Landwirtschaft sind keine Optionen, sondern Bedingungen für den Fortbestand des Flugbetriebs.

Schulung: Die Zulassung für Schulungsbetrieb ist ein Indikator für die Gutmütigkeit des Hanges im unteren Bereich, darf aber nicht über die anspruchsvollen Bedingungen bei thermischer Aktivität hinwegtäuschen.

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Strategisches Streckenfliegen (XC) in Oberfranken

Die Frage nach "XC-Infos" für einen 95-Meter-Hügel mag paradox erscheinen, doch Unterschwarzach ist ein taktischer Startpunkt im fränkischen Streckenflugnetz.

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Die "Low-Save"-Taktik

Ein Streckenflug von Unterschwarzach beginnt nicht mit einem komfortablen "Abgleiten bis zur Thermikquelle". Er beginnt mit dem Kampf.

Der Start: Erfolgt idealerweise in einer anziehenden Phase.

Das Kratzen: Der Pilot muss die geringe Höhe nutzen, um eng am Hang zu soaren, bis sich ein thermischer Bart vom Waldrand löst.

Der Ausstieg: Gelingt der Einstieg in die Thermik, versetzt der Wind den Piloten meist nach Nord/Nordost.

Luftraum-Vigilanz: Hier kommt die Nähe zum Flugplatz Bayreuth (Bindlacher Berg - EDQD) ins Spiel. Sobald man Höhe gewinnt, befindet man sich im Einflussbereich des Segel- und Motorflugverkehrs von Bayreuth. Eine Funkverbindung (oder zumindest Hörbereitschaft) auf den relevanten Frequenzen sowie die Nutzung von FLARM sind dringend empfohlen.

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Der Regionale Verbund: Zipser Berg und Walberla

Unterschwarzach ist selten das alleinige Ziel eines XC-Tages, sondern Teil eines Systems.

Der Zipser Berg: Nur unweit entfernt, dient er oft als Alternative oder Erweiterung. Er bietet eine höhere Ausgangsbasis und ist der klassische Startpunkt für Flüge tief in die Fränkische Schweiz hinein.  

Walberla: Bei westlichen Windeinschlägen weichen Piloten oft auf das Walberla (Ehrenbürg) aus.  

Strategie: Erfahrene Piloten nutzen Unterschwarzach an Tagen mit starker Südkomponente, die an höheren Bergen (Fichtelgebirge) zu stürmisch wären. Die niedrige Lage dämpft den Höhenwind, erlaubt aber dennoch thermischen Anschluss.

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Lokale Geheimtipps und Soziokultur

Ein Fluggebiet ist mehr als nur Topografie; es ist eingebettet in eine soziale Struktur. Der wahre "Local" kennt nicht nur den Bart, sondern auch das Bier danach.

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Der Flieger-Stammtisch: Brauerei Kürzdörfer

Ein essenzieller Bestandteil des Flugtages in Creußen ist der Besuch der Brauerei Kürzdörfer. Sie fungiert als inoffizielles Clubheim.  

Informationsbörse: Hier treffen sich die lokalen Piloten (und oft auch der Geländehalter), um Wetteranalysen auszutauschen. Wer als Gastpilot hier vorstellig wird und Interesse zeigt, erhält oft Zugang zu tagesaktuellen Wetterinfos, die in keiner App stehen (z.B. lokale Scherwindwarnungen).

Kulinarik: Die fränkische Braukultur ist legendär, und das "Lande-Bier" hat rituellen Charakter. Alternativ bietet der Imbiss Luci in der Vorstadt schnelle Verpflegung.  

Teil II: Der alpine Gigant – Unterschwarzach im Skicircus Saalbach Hinterglemm

Wechseln wir nun die Perspektive von der fränkischen Provinz in die hochalpine Arena. Wenn Piloten von "Unterschwarzach" im Kontext von Österreich sprechen, meinen sie fast immer die Infrastruktur rund um die Unterschwarzachbahn in Hinterglemm. Hier gelten vollkommen andere physikalische und logistische Gesetze.

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Infrastrukturelle Disambiguierung: Lift vs. Startplatz

Es ist ein häufiges Missverständnis, dass die Unterschwarzachbahn selbst ein primärer Startberg ist. Dies ist faktisch nicht korrekt, und dieser Irrtum kann zu logistischen Fehlplanungen führen.

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Die Rolle der A9 Unterschwarzachbahn

Die A9 Unterschwarzachbahn in Hinterglemm ist primär eine Infrastruktur für den Funpark, die Flutlichtpiste und Snowtubing.  

Ausrichtung: Der Hang unterhalb der Bahn ist nach Nordost/Ost ausgerichtet – also auf der "Schattenseite" des Tals am Nachmittag.

Fliegerische Relevanz: Sie dient nicht als offizieller Startplatz für Streckenflüge. Die Seile der Bahn, die Flutlichtmasten und die Pisteninfrastruktur machen Starts hier komplex und oft unerwünscht.

Die Bedeutung für Piloten: Die Talstation der Unterschwarzachbahn ist jedoch der zentrale Orientierungspunkt für den Winter-Landeplatz.

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Der eigentliche Startplatz: Westgipfel

Wer im Bereich Unterschwarzach/Hinterglemm starten will, nutzt in der Regel den Westgipfel.  

Logistik: Auffahrt mit der Westgipfelbahn oder Schattberg X-Press (und Verbindung).

Startrichtungen: Nord-West, West und Süd-West. Dies deckt die thermisch aktiven Nachmittagsstunden und den überregionalen Wind ab.

Zwölferkogel: Eine Alternative im Winter (Dezember-April) für Süd- und Südost-Lagen.

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Das Landeplatz-Dilemma: Saisonale Restriktionen

Der kritischste logistische Aspekt in Saalbach Hinterglemm, der in Standard-Guides oft untergeht, ist die strikte Trennung von Sommer- und Winterlanderegelungen. Unkenntnis führt hier unweigerlich zu Konflikten mit Bergbahnen und Skischulen.

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Winter-Regime (Dezember – April)

Im Winter ist die Situation komfortabel. Der Landeplatz befindet sich direkt am Parkplatz 12er Express in Hinterglemm.  

Lage: In unmittelbarer Nähe zur Talstation der Unterschwarzachbahn.

Gefahren: "Vorsicht Skischule". Der Landeplatz grenzt oft an Übungshänge. Bunte Schirme ziehen Kinder magisch an; Piloten müssen beim Endanflug absolute Aufmerksamkeit walten lassen und dürfen keinesfalls in gesperrte Pistenbereiche einfliegen.

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Sommer-Regime (Mai – Oktober) – CRITICAL INFO

Im Sommer existiert KEIN OFFIZIELLER LANDEPLATZ direkt in Saalbach oder Hinterglemm.  

Der Ausweichplatz: Piloten müssen in Viehhofen landen. Der Landeplatz befindet sich am Bichlweg (große Wiese, Windsack, Fly'n Soul Tafel).  

Logistische Konsequenz: Wer am Westgipfel startet und "nur" abgleitet, kann nicht einfach zum Hotel in Hinterglemm zurückfliegen. Er muss talauswärts nach Viehhofen fliegen (ca. 5-7 km Distanz) und von dort mit dem Bus oder Shuttle zurückkehren.

Tandem-Ausnahme: Kommerzielle Tandemanbieter wie Fly'n Soul haben oft Sondergenehmigungen oder spezifische Logistikketten, aber für den Solopiloten ist Viehhofen die harte Realität.

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Aerologie des Glemmtals und XC-Strategien

Das Glemmtal ist ein Ost-West-orientiertes Tal, was spezifische aerologische Muster erzeugt, die jeder Pilot kennen muss.

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Das Talwindsystem

An thermisch aktiven Tagen (Standard im Sommer) entwickelt sich ein kräftiger Talwind, der von Osten (aus Richtung Zell am See/Maishofen) in das Tal hineinzieht.

Viehhofen Landung: In Viehhofen kann dieser Talwind bereits am frühen Nachmittag Stärken von 20-25 km/h erreichen. Da das Tal hier relativ eng ist, kommt es zu Düseneffekten. Eine Landung erfordert saubere Einteilung und Vorhaltewinkel.

Startplatz Westgipfel: Da der Startplatz hoch liegt (~2096m), steht man oft über dem Talwindsystem. Der überregionale Wind (Meteowind) dominiert hier. Eine Windscherung zwischen dem Westwind in der Höhe und dem Ost-Talwind im Tal kann turbulente Schichten erzeugen.

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Der "Pinzgauer Spaziergang"

Vom Startplatz Westgipfel (oder Schattberg) aus eröffnet sich der Einstieg in eine der berühmtesten Rennstrecken der Alpen: den Pinzgauer Spaziergang.

Route: Man fliegt entlang der Pinzgauer Grasberge Richtung Osten bis zur Schmittenhöhe (Zell am See) und weiter.

Vorteil: Die Grasberge bieten zuverlässige Thermikquellen mit weniger Felskontakt als die Hohen Tauern im Süden oder das Steinerne Meer im Norden.

Taktik: Nach dem Start am Westgipfel gilt es, Basishöhe zu machen. Der Flugweg nach Osten ist meist Rückenwind-unterstützt (bei Westlagen). Der Rückweg gegen den Talwind ist oft mühsam, weshalb viele Piloten "One-Way" fliegen und den öffentlichen Nahverkehr für den Rücktransport nutzen.

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Ausrüstung und Vorbereitung: Der alpine Unterschied

Während in Creußen das leichte Gurtzeug dominiert, erfordert Saalbach eine robustere Ausrüstung.

Rettungssysteme: Aufgrund der langen Talquerungen und der potenziellen Turbulenz über den Graten ist ein aktueller Retter-Check obligatorisch.

Instrumente: Ein GPS mit aktuellen Luftraumdaten ist unverzichtbar. Die Nähe zum Flughafen Salzburg (LOWS) und diverse Naturschutzzonen (Nationalpark Hohe Tauern südlich des Tals) erfordern präzise Navigation.

Kleidung: Selbst im Sommer können die Temperaturen an der Basis (oft 3000m+) den Gefrierpunkt erreichen. Handschuhe und winddichte Schichten sind Pflicht, auch wenn es im Tal 30 Grad hat.

Fazit und Synthese

Die Analyse zeigt, dass der Begriff "Unterschwarzach" für Piloten eine Doppelnatur besitzt. Der Pilot, der in Creußen (Unterschwarzach) steht, blickt auf 95 Meter Höhenunterschied, prüft kritisch den Südwind und freut sich auf technische Bodenarbeit und ein Bier in der Brauerei Kürzdörfer. Er ist ein Meister des Minimalismus.

Der Pilot, der in Hinterglemm (Unterschwarzachbahn) steht, blickt auf eine hochkomplexe alpine Infrastruktur, plant Shuttle-Fahrten nach Viehhofen und kalkuliert Talwindsysteme und Endanflüge zwischen Skischulen. Er ist ein Manager von Logistik und Makro-Meteorologie.

Beide Standorte bieten auf ihre Weise Exzellenz: Creußen als Schule des Gefühls, Saalbach als Arena der Leistung. Dieser Guide soll sicherstellen, dass der Pilot an beiden Orten nicht nur sicher startet und landet, sondern das jeweilige Potenzial des Geländes bis zur Neige ausschöpfen kann – sei es im Kampf um jeden Meter über dem fränkischen Acker oder im Rausch des Kilometerfressens über den Pinzgauer Alpen.

Zusammenfassung der taktischen Empfehlungen Kategorie Unterschwarzach (Creußen, DE) Unterschwarzach (Saalbach, AT) Wind-Fokus Süd (S) - Strikt einhalten. West / Nord-West (am Westgipfel). Kritische Logistik Fußaufstieg (15 min), St2184 nutzen. Sommerlandung nur in Viehhofen! Gefahren Lee bei Nordwind, Inversion im Herbst. Talwind in Viehhofen, Skischulen im Winter. Kulinarik / Tipp Brauerei Kürzdörfer (Pilotentreff). Fly'n Soul für Tandem-Infos. Alternative Zipser Berg (bei Windwechsel). Schmittenhöhe (bei stabilem Wetter). XC-Strategie Anschluss an Zipser Berg suchen. Pinzgauer Spaziergang Richtung Zell am See. Export to Sheets

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