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Unternberg

Startplätze:2
Landungen:2
Koord.:47.7283°N, 12.6383°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 2 Landeplatzätze

Unternberg Nord Startplatz

Start
Höhe1381m ü. M.
Koord.47.7283, 12.6383
WindNNW
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Unternberg Bärngschwendt Landeplatz

Landung
Höhe714m ü. M.
Koord.47.7444, 12.6261
Korrekt?

Unternberg Startplatz Süd

Start
Höhe1369m ü. M.
Koord.47.7267, 12.6353
WindS
Korrekt?

Unternberg Laubau Not-Landeplatz

Landung
Höhe700m ü. M.
Koord.47.7250, 12.6567
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Unternberg in Ruhpolding: Ein umfassender Experten-Guide für Gleitschirm- und Drachenpiloten Executive Summary: Der ultimative Pilotencheck für den Unternberg

Der Unternberg bei Ruhpolding (1.425 m NN) gilt unter erfahrenen Alpinfliegern als eines der vielseitigsten und verlässlichsten Fluggebiete in den bayerischen Alpen. Während benachbarte Gipfel wie der Rauschberg oder der Hochfelln oft durch ihre schroffe Exposition und anspruchsvolle Thermik bestechen, bietet der Unternberg einen harmonischen Mix aus technischem Anspruch und Genussfliegerei. Besonders berühmt ist das Gelände für den sogenannten "Bayerischen Wind", ein ausgeprägtes Talwindsystem, das ab den frühen Nachmittagsstunden stabiles Soaren an der bewaldeten Nordflanke ermöglicht und Flugzeiten bis in den späten Abend garantiert.  

Für Piloten bietet der Berg drei primäre Startbereiche (Nordwest, Süd und den Melkboden), die unterschiedliche Anforderungen an das Können stellen. Während der Nordweststart an der Bergstation durch seine Nähe zum Sessellift Präzision verlangt, ist der Südstart aufgrund der notwendigen Bergumrundung und der komplexen Landeplatz-Erreichbarkeit vorwiegend versierten XC-Piloten vorbehalten. Die Infrastruktur ist mit einem modernen Doppelsessellift, großzügigen Landewiesen direkt an der Talstation und zwei professionellen Flugschulen vor Ort exzellent. Dennoch lauern Gefahren: Eine trügerische Ostwindlage kann am Startplatz Vorwind suggerieren, während sie in der Luft zu gefährlichen Rotoren führt. Dieser Guide liefert eine tiefgehende Analyse aller sicherheitsrelevanten und fliegerischen Aspekte, die weit über die Standard-Datenbankeinträge hinausgehen.  

Parameter Technische Daten und Spezifikationen Hauptstartplatz NW (Sessellift)

47°43'42.00" N, 12°38'18.00" E

Startplatz Süd

47°43'36.00" N, 12°38'07.00" E

Startplatz Melkboden (Flugcenter)

47°43'33.66" N, 12°37'36.67" E

Landeplatz Stocking (Talstation)

47°44'29.31" N, 12°38'19.40" E

Höhendifferenz

ca. 625 m bis 705 m (je nach Startplatz)

Startrichtungen

N, NW, NE, S

Schwierigkeitsgrad

Mittel (Anspruchsvoll bei thermischen Bedingungen und Südstart)

Geländenutzungsgebühr

2,00 € Tagesmitgliedschaft (DCB/SKYbavAIRia)

Landegebühr (Stocking)

5,00 € für Tagesgäste

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Topografische Analyse und Startplatz-Konfiguration

Die geografische Beschaffenheit des Unternbergs ist für die aerodynamischen Verhältnisse im Ruhpoldinger Tal von zentraler Bedeutung. Als nördlicher Ausläufer der Chiemgauer Alpen fungiert er als erste Barriere für einströmende Luftmassen aus dem Alpenvorland. Dies begünstigt nicht nur thermische Ablösungen an den steilen Waldkanten, sondern macht den Berg auch zu einem idealen Prallhang für dynamische Winde.

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Der Hauptstartplatz Nordwest: Präzision an der Schneise

Der unmittelbar neben der Bergstation der Unternbergbahn gelegene Hauptstartplatz (1.381 m NN) ist eine künstlich freigehaltene Waldschneise. Die Neigung ist für Gleitschirmstarts ideal, verlangt jedoch eine saubere Schirmkontrolle, da der Platz begrenzt ist. Drachenpiloten finden hier eine Rampe vor, die den Abflug in die oft turbulente Grenzschicht erleichtert.  

Eine der größten Herausforderungen an diesem Startplatz ist die unmittelbare Nähe zum Sessellift. Piloten müssen nach dem Abheben zwingend einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Seilen und Masten einhalten. Bei thermischen Bedingungen können die Ablösungen direkt an den Baumreihen links und rechts der Schneise erfolgen, was in der Startphase zu einseitigen Entlastern führen kann. Es wird empfohlen, den Schirm bei stärkerem Wind etwas weiter unten in der Schneise auszulegen, um nicht in den Lee-Bereich der Bergstation zu geraten.

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Der Südstart: Das Tor zu den Zentralalpen

Der Südstartplatz (1.369 m NN) liegt etwa 250 bis 300 Meter südwestlich der Bergstation und ist charakterisiert durch eine breite Waldschneise mit idealer Hangneigung. Trotz der scheinbaren Einfachheit ist dieser Startplatz für Einsteiger nicht zu empfehlen. Das Hauptproblem besteht in der Flugwegplanung: Um die offiziellen Landeplätze in Ruhpolding zu erreichen, muss das gesamte Bergmassiv umflogen werden.  

Besonders tückisch ist der Südstart bei schwachen Bedingungen oder einsetzendem Nordwind (Talwind). Wenn die Höhe nach dem Start nicht ausreicht, um den Berggrat sicher zu überqueren, bleibt oft nur die Notlandung im Bereich Laubau oder Hinterpoint. Drachenpiloten bevorzugen diesen Startplatz oft für Flüge zum Rauschberg, müssen jedoch eine detaillierte Einweisung in die Landeplatz-Ansteuerung "Boider" vorweisen.

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Der Melkboden: Die moderne Alternative

Etwa 5 bis 10 Gehminuten westlich der Bergstation befindet sich der seit 2010 zugelassene Startplatz "Melkboden" (1.345 m NN). Er wird primär vom Flugcenter Ruhpolding für Schulungszwecke genutzt. Die Ausrichtung nach Nord-Nordost macht ihn zur perfekten Wahl, wenn der Wind am Hauptstartplatz zu sehr von der Seite kommt. Die Fläche ist großzügiger als an der Bergstation, was besonders Tandempiloten und weniger erfahrenen Piloten entgegenkommt.

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Zugang, Logistik und die "Meine Bergwelt" Infrastruktur

Der Unternberg hat sich in den letzten Jahren von einem reinen Fliegerberg zu einem integrierten Outdoor-Zentrum entwickelt, das unter dem Label "Meine Bergwelt" firmiert. Dies hat die Logistik für Piloten erheblich verbessert, bringt aber auch neue Regeln im Miteinander mit anderen Touristen mit sich.

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Anreise und die Parksituation

Die Anreise erfolgt in der Regel über die Autobahn A8, Ausfahrt Traunstein-Siegsdorf. Von dort führt die B306 direkt nach Ruhpolding. Innerhalb des Ortes ist der Weg zur Unternbergbahn (Ortsteil Gstatt) lückenlos beschildert.  

Die Parkplatzsituation an der Talstation ist professionell geregelt, aber kostenpflichtig. Piloten sollten beachten, dass das Parken im Bereich des Wasserschutzgebietes streng untersagt ist und regelmäßig sanktioniert wird. Ein wichtiger Kostenvorteil: Wer eine gültige Fahrkarte für den Sessellift besitzt oder die Fly-Line nutzt, erhält an den Automaten oft einen ermäßigten Parktarif von etwa 3,00 € für das Tagesticket.

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Der Sessellift: Technik und Kapazität

Die Unternbergbahn ist ein klassischer Doppelsessellift, der einen Höhenunterschied von etwa 680 Metern überwindet.  

Gleitschirmtransport: Die Mitnahme von Gleitschirmrucksäcken auf dem Schoß oder dem freien Nebensitz ist Routine.

Drachentransport: Dies ist eine Besonderheit am Unternberg. Die Sessel verfügen über spezielle Haltebügel, auf die Drachen (auch Starrflügler) seitlich aufgelegt werden können. Ein "Kurzpacken" des Drachens ist für den Transport ausdrücklich nicht erforderlich.  

Betriebszeiten: Während der Sommersaison verkehrt der Lift in der Regel täglich von 10:00 bis 16:30 Uhr. Bei unbeständigem Wetter empfiehlt sich ein Blick auf die Website von "Meine Bergwelt", da der Betrieb bei Starkwind eingestellt wird.

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Alternative Aufstiege: Hike & Fly

Für Piloten, die den sportlichen Aufstieg bevorzugen, bietet der Unternberg zwei attraktive Routen:

Von der Talstation: Ein gut markierter Wanderweg führt in ca. 1,5 Stunden durch den Wald zum Gipfel.

Von der Raffner Alm: Dies ist der "Insider-Weg" für Faule oder Eilige. Man kann mit dem Auto bis zur Raffner Alm auf ca. 1.000 m NN fahren (gebührenpflichtiger Wanderparkplatz) und bewältigt die restlichen 450 Höhenmeter in gemütlichen 30 bis 45 Minuten. Von hier aus ist auch der Übungshang "Schwendtboden" in ca. 20 Minuten erreichbar.

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Registrierung und Gebührenordnung

Der Unternberg wird vom Delta Club Bavaria (DCB) Ruhpolding und dem Verein SKYbavAIRia betreut. Jeder Gastpilot ist verpflichtet, sich vor dem ersten Start an der Infotafel der Talstation zu informieren und in das ausliegende Flugbuch einzutragen.  

Die Gebührenstruktur gliedert sich wie folgt:

Tagesmitgliedschaft: Zur Deckung der Pacht- und Instandhaltungskosten wird eine Gebühr von 2,00 € erhoben, die direkt bei Vereinsmitgliedern oder im Flugcenter entrichtet werden kann.  

Landegebühr: Für die Nutzung des gepflegten Landeplatzes Stocking erhebt das Flugcenter Ruhpolding eine Gebühr von 5,00 € für Tagesgäste.  

Tandemflüge: Private Tandemstarts müssen aufgrund des intensiven Schulungsbetriebs vorab bei der Flugschule angemeldet werden. Gewerbliche Tandemflüge sind exklusiv den lokalen Schulen vorbehalten.

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Meteorologie und Aerodynamik: Das Phänomen "Bayerischer Wind"

Das Verständnis der lokalen Windsysteme ist am Unternberg essenziell, um nicht nur sicher zu fliegen, sondern auch die maximalen Flugzeiten auszureizen. Der Berg reagiert sehr sensibel auf das Zusammenspiel zwischen überregionalem Wind und der lokalen Thermik.

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Die tageszeitliche Thermikentwicklung

Die thermische Aktivität am Unternberg beginnt an sonnigen Tagen meist gegen 10:00 Uhr. Die ersten Ablösungen finden sich oft an den steilen, nach Südosten ausgerichteten Flanken Richtung Rauschberg.  

Vormittags: Die Thermik ist oft noch zerrissen und eng. Lokale Piloten suchen den Anschluss am "Eisenberg" (links vom Startplatz), wo die Sonneneinstrahlung früher wirkt.  

Mittags: Die Ablösungen werden großflächiger, können aber besonders im Bereich der Waldschneisen auch kräftige Turbulenzen verursachen.

Nachmittags: Dies ist die "Primetime". Die Thermik verbindet sich oft mit dem einsetzenden Talwind zu einem großflächigen Steiggebiet vor der gesamten Nordwestflanke.

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Das Talwindsystem (Der Bayerische Wind)

Eine Besonderheit im Chiemgau ist der "Bayerische Wind". Dabei handelt es sich um eine großräumige Luftströmung, die vom kühleren Alpenvorland in Richtung der aufgeheizten Alpentäler zieht. Da Ruhpolding wie ein Trichter wirkt, wird dieser Wind am Unternberg kanalisiert und gegen die Hangkante gedrückt.  

Dieser Wind setzt im Sommer meist ab 14:00 Uhr zuverlässig ein und weht aus nördlichen Richtungen. Er ermöglicht ein dynamisches Soaren, bei dem man stundenlang ohne thermischen Anschluss an der Kante hin- und herfliegen kann. Erfahrene Piloten nutzen diesen Wind, um bis tief in die Abenddämmerung in der Luft zu bleiben, wenn die Thermik längst erloschen ist.

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Die Ostwind-Falle: Eine Warnung

Ein kritischer Fehler, den viele Neulinge am Unternberg machen, ist das Fliegen bei Ostwindlagen. Am Startplatz NW sieht es bei Ostwind oft so aus, als käme ein leichter Vorwind den Hang herauf. Dies ist jedoch eine Täuschung durch lokale Verwirbelungen. In Wahrheit umströmt der Ostwind das Bergmassiv und erzeugt im Abflugbereich gefährliche Rotoren und Lee-Walzen. Tobias S., ein lokaler Experte, warnt in Pilotenforen ausdrücklich: "In Wirklichkeit kriegt man aber gleich nach dem Start eins auf die Mütze".  

Windrichtung Bewertung und Flugtaktik Nord / Nordwest

Idealbedingungen. Dynamisches Soaren und Thermikanschluss exzellent.

Nordost

Gut fliegbar am Melkboden. Im Hauptstartbereich NW evtl. Seitenwindkomponente.

Süd

Nur bei schwachen Lagen am Südstart fliegbar. Vorsicht vor Föhn!.

Ost

Gefährlich! Lee-Turbulenzen und Walzenbildung unmittelbar nach dem Start.

West

Bedingt fliegbar. Ab ca. 15 km/h Westwind Soaring an einer kleinen Kante möglich.

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Streckenflug-Potential (XC): Strategien für Kilometer-Sammler

Obwohl der Unternberg primär als Genuss- und Soaringberg bekannt ist, bietet er ambitionierten Piloten hervorragende Einstiegsmöglichkeiten für weite Flüge in die Zentralalpen. Er fungiert oft als "Sicherheits-Startplatz", wenn an den höheren Bergen die Basis zu niedrig oder der Wind zu stark ist.

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Der Sprung zum Rauschberg

Dies ist die Standard-Route für jeden XC-Piloten am Unternberg. Da der Unternberg selbst nur begrenzte Höhengewinne erlaubt, ist das Ziel meist, genügend Höhe zu gewinnen (mindestens 200–300 Meter über Gipfelniveau), um das Tal nach Südosten zu queren. Dort trifft man auf die markanten Felsflanken des Rauschbergs (1.645 m NN). Hier ist die thermische Aktivität aufgrund der Gesteinsmassen deutlich aggressiver und zuverlässiger. Vom Rauschberg aus eröffnen sich Routen in Richtung Loferer Steinberge, Zell am See oder tief in den Pinzgau.

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Die Chiemgau-Achter

Eine beliebte Route für Fortgeschrittene führt vom Unternberg zum Rauschberg, weiter nach Süden zum Sonntagshorn und über das Heutal zurück zum Weitsee. Von dort kann man den Rückweg über die Jochberg-Hangkante nach Ruhpolding antreten. Diese Runde verlangt ein gutes Verständnis der Talwindsysteme, da man am Nachmittag oft gegen den Bayerischen Wind ankämpfen muss, um zurück zum Landeplatz Stocking zu kommen.

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Luftraum-Struktur und Beschränkungen

Die größte Hürde für Streckenflieger am Unternberg ist die unmittelbare Nähe zum Flughafen Salzburg (LOWS).

CTR Salzburg: Östlich von Ruhpolding beginnt die Kontrollzone des Flughafens. Ein Einflug ohne Funk und Freigabe ist lebensgefährlich und führt zu drakonischen Strafen.  

Höhenbeschränkungen: Über Ruhpolding und dem Unternberg gelten gestaffelte Obergrenzen für den Sichtflugverkehr (TMA Salzburg). Piloten müssen zwingend eine aktuelle ICAO-Karte oder ein Fluginstrument mit Luftraumdaten mitführen.  

Transponderpflicht: Ab einer bestimmten Höhe (oft FL100 oder FL130 in den Alpen) besteht Transponderpflicht. Da die meisten Gleitschirme nicht damit ausgerüstet sind, bildet diese Höhe die faktische Obergrenze.

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Insider-Tipps: Das geheime Wissen der lokalen Piloten

Was diesen Guide von einem DHV-Eintrag unterscheidet, sind die kleinen Details, die oft nur durch "Trial and Error" oder beim Landebier in Erfahrung gebracht werden können.

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Die "Walzen-Falle" bei Seitenwind von rechts

Ein Phänomen, das oft unterschätzt wird: Wenn am Nordweststart der Wind leicht von rechts (Nordost) kommt, bildet sich an der rechten Waldkante der Schneise eine gefährliche Lee-Walze. Diese kann unmittelbar nach dem Abheben, wenn der Pilot noch bodennah ist, zu massiven Klappern führen. Insider-Tipp: Wenn der Windsack an der Bergstation flattert oder Seitenwind anzeigt, ist es oft sicherer, 10 Minuten zum flacheren Melkboden zu wandern, wo der Wind sauberer anströmt.

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Thermik-Hotspot "Eisenberg"

Viele Piloten versuchen, direkt über der Skipiste Höhe zu gewinnen. Das ist oft mühsam. Lokale Cracks fliegen nach dem Start sofort ca. 400 Meter nach links (Osten) zum "Eisenberg". Dort ist die Waldflanke steiler und die thermischen Ablösungen sind oft kerniger und verlässlicher als direkt über der Seilbahntrasse.

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Der "Boider-Landeplatz" als Rettungsanker

Wenn man den Sprung zum Rauschberg wagt, aber auf halbem Weg im Sinken landet, sollte man nicht verzweifelt versuchen, den Hauptlandeplatz in Stocking zu erreichen. Auf halber Strecke liegt der Drachenlandeplatz "Boider" (Hinterpoint). Er ist groß, hat einen eigenen Windanzeiger und ist die sicherste Option, um eine riskante Außenlandung im hohen Gras oder in der Nähe von Stromleitungen zu vermeiden.

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Die besten Webcams für die Flugplanung

Verlassen Sie sich nicht nur auf den Wetterbericht. Lokale Piloten nutzen eine Kombination aus mehreren Kameras:

Bergstation Unternberg: Zeigt den aktuellen Wind am Startplatz und die Sichtweite Richtung Süden.  

Zeller Hof: Ideal, um die Windrichtung im Tal (Talwindstärke) zu beurteilen.  

Rauschberg-Webcam: Da der Rauschberg höher liegt, lässt sich hier die Wolkenbasis oft besser einschätzen.

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Landeplätze: Präzision im Zielanflug

Das Ruhpoldinger Tal ist weitläufig, aber die Landeplätze verlangen aufgrund des Talwindes und der Hindernisse volle Konzentration.

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Hauptlandeplatz Stocking (Flugcenter)

Dies ist die erste Wahl für Gleitschirmflieger. Er liegt direkt gegenüber der Talstation des Sessellifts.  

Lage: 47°44'29.31" N, 12°38'19.40" E.

Anflug: Es wird eine klassische Linksvolte geflogen. Da der Talwind (Nordost) am Nachmittag oft kräftig weht, sollte man die Position nicht zu weit südlich wählen, um nicht hinter die Talstation versetzt zu werden.  

Gefahrenpunkt B305: Die Bundesstraße verläuft unmittelbar am Landeplatz. Ein horizontaler und vertikaler Sicherheitsabstand von mindestens 50 m ist zwingend einzuhalten. Ein Überfliegen der Straße in geringer Höhe führt unweigerlich zu Konflikten mit dem Geländehalter.

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Landeplatz Bärngschwendt (DCB)

Etwas weiter westlich gelegen, bietet dieser Platz sehr viel Raum.

Lage: Am Ortsende von Ruhpolding Richtung Bärngschwendt.  

Besonderheit: Hier landen oft Drachenflieger mit einer Rechtsvolte, während Gleitschirme links anfliegen. Piloten müssen darauf achten, den markierten Fußweg zum Parkplatz zu nutzen, um die eingezäunten Weideflächen nicht zu beschädigen.

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Notlandeplatz Laubau

Sollte man am Südstart gestartet sein und keine Thermik finden, ist der Weg nach Ruhpolding oft durch Gegenwind versperrt. In diesem Fall ist die Laubau (südlich des Berges) die einzige sichere Option. Es handelt sich um ein Wiesengelände ohne offizielle Zulassung, das nur im absoluten Notfall genutzt werden sollte.

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Sicherheit, Regeln und Naturschutz: Der Ehrenkodex

Der Erhalt des Fluggebietes Unternberg ist das Ergebnis jahrzehntelanger Verhandlungen mit Landwirten, Jägern und Behörden. Ein Fehlverhalten einzelner Piloten kann den Status des Geländes gefährden.

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Wildschutz und Flugverbotszonen

Ruhpolding ist ein Rückzugsgebiet für seltene Tierarten wie das Auerhuhn und den Wanderfalken.

Strohnschneid: Das Überfliegen der "Strohnschneid" bei Flügen Richtung Norden ist strikt untersagt.  

Abstand zum Hang: In den ausgewiesenen Wildschutzgebieten (z.B. Nockstein-Bereich am benachbarten Gaisberg) ist ein Mindestabstand von 150 m zum Hang einzuhalten.  

Höhenbeschränkungen im Süden: Bei Flügen über den Gröhrkopf und die Haaralmschneid muss eine Mindesthöhe von 200 m über Grund eingehalten werden. Diese Zone darf zudem nur zwischen 10:00 und 14:00 Uhr beflogen werden.

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Landwirtschaftliche Rücksichtnahme

Die Landewiesen sind Futtergrundlage für das Vieh.

Mähzeiten: Landewiesen wie "Grashof Ost" dürfen während der Aufwuchsphase (1. April bis 15. Juni) nicht genutzt werden.  

Verpacken: Schirme müssen nach der Landung unverzüglich am Rand der Wiese oder auf dem dafür vorgesehenen Abbauplatz zusammengelegt werden. Ein "Ausschütteln" des Schirms mitten in der Wiese ist streng verboten.

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Schulungs- und Tandembetrieb

Da am Unternberg zwei große Flugschulen operieren, herrscht oft reger Ausbildungsbetrieb.

Vorfahrtsregeln: Flugschüler haben grundsätzlich Vorrang. Erfahrene Piloten sollten bei Annäherung an Schulungsgruppen großräumig ausweichen.

Funk: Die Frequenzen der Flugschulen sollten von Gastpiloten nicht gestört werden.

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Das "Drumherum": Kulinarik und Lifestyle nach dem Flug

Ein perfekter Flugtag endet in Ruhpolding nicht mit dem Zusammenlegen des Schirms. Die Infrastruktur bietet für jeden Geschmack das Richtige.

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Einkehr-Möglichkeiten (Das "Landebier")

Unternberg Alm: Direkt unterhalb des Gipfels gelegen, bietet sie eine der schönsten Terrassen im Chiemgau. Der Blick auf Ruhpolding und den gegenüberliegenden Rauschberg ist spektakulär. Ideal für Piloten, die nach dem Flug noch einmal den Blick von oben genießen wollen.  

Bärnstüberl: Direkt an der Talstation. Es ist der klassische Treffpunkt der Fliegerszene, besonders wenn im Winter Skibetrieb herrscht.  

Restaurant Janos: Direkt am Landeplatz Stocking gelegen. Hier treffen sich die Piloten der Flugschule Flugcenter Ruhpolding zum Fachsimpeln.

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Übernachtung für Flieger

Gästehaus Zeranka: Ein Pilotentreffpunkt par excellence. Hier finden oft Briefings und Theorieeinheiten der Flugschulen statt. Es wird ein spezieller Pauschalpreis für Flieger angeboten.  

Campingplatz Ortnerhof: Ein preisgekrönter Platz (5 Sterne), der nur wenige Autominuten vom Landeplatz entfernt ist. Er bietet modernen Komfort und ist ideal für fliegende Familien.

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Alternativprogramm am Unternberg

Falls der Wind einmal nicht passt, bietet "Meine Bergwelt" attraktive Alternativen:

Fly-Line: Eine Mischung aus Achterbahn und Seilrutsche, bei der man in einem Gurt sitzend durch den Wald schwebt. Ideal für Kinder und flugbegeisterte Partner.  

Kletterwald: Direkt an der Talstation befindet sich einer der größten Kletterwälder Bayerns mit acht verschiedenen Parcours auf 7.900 m².

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Zusammenfassung der wichtigsten Kontakte und Notfall-Infos

Institution Kontaktinformationen Unternbergbahn (Meine Bergwelt)

+49 8663 9878 / info@meinebergwelt.de

Flugcenter Ruhpolding (Markus Fiedler)

+49 8663 416960 / www.flugcenter-ruhpolding.de

Flugschule Freiraum (Achim Joos)

+49 8663 416410 / www.freiraum-info.de

Delta Club Bavaria Ruhpolding (DCB)

www.dcb-ruhpolding.de

Polizei Ruhpolding +49 8663 88170 Bergwacht / Rettungsdienst 112  

Der Unternberg ist mehr als nur ein Startplatz – er ist eine Institution in den bayerischen Alpen. Durch die Kombination aus moderner Infrastruktur, dem verlässlichen Talwindsystem und der tief verwurzelten Fliegergemeinschaft bietet er Bedingungen, die sowohl für den ersten Höhenflug eines Schülers als auch für den 100-Kilometer-Flug eines Experten geeignet sind. Wer die hier beschriebenen Regeln achtet und die lokalen Tücken wie die Ostwind-Falle kennt, wird am Unternberg Fliegerlebnisse finden, die ihresgleichen suchen. Das Ruhpoldinger Tal lädt ein: "Fünf, vier, drei, zwei, eins – abheben!".

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