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Stettberg

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:48.5875°N, 10.2246°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Stettberg Startplatz

Start
Höhe502m ü. M.
Koord.48.5875, 10.2246
WindSW
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Stettberg Landeplatz

Landung
Höhe454m ü. M.
Koord.48.5860, 10.2241
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Strategische Analyse und umfassender Piloten-Guide: Fluggelände Stettberg

Die Identifikation und fliegerische Bewertung von Startplätzen mit der Bezeichnung Stettberg erfordert eine differenzierte geografische und meteorologische Herangehensweise, da unter diesem Namen mehrere für den Flugsport relevante Lokalitäten in Deutschland und Österreich existieren. Die primäre Bedeutung im Kontext des Gleitschirm- und Drachenfliegens entfällt auf den Stettberg (oft synonym als Stettelberg bezeichnet) bei Bodman-Ludwigshafen am Bodensee sowie den Stettberg auf der Schwäbischen Alb bei Giengen an der Brenz. Während der Standort am Bodensee als das einzige Hangstartgelände unmittelbar am Ufer des Sees eine exklusive, aber technisch höchst anspruchsvolle Position einnimmt, fungiert das Gelände bei Giengen als wichtiges Ausbildungs- und Soaring-Revier für die regionale Pilotengemeinschaft. Dieser Bericht bietet eine tiefgreifende Untersuchung beider Standorte, ergänzt um logistische, sicherheitstechnische und touristische Dimensionen, die weit über die standardisierten Datenbankeinträge hinausgehen.  

Executive Summary für die Flugplanung

Das Fluggelände Stettberg bei Bodman-Ludwigshafen stellt eine fliegerische Besonderheit im süddeutschen Raum dar. Es handelt sich um ein anspruchsvolles Südwest-Gelände, das durch seine Lage in einer künstlich angelegten Waldschneise und die unmittelbare Nähe zum Bodensee besticht. Die technische Herausforderung ergibt sich aus der schwierigen Beurteilung der Windsituation am Startplatz und einem Landeplatz, der von Obstplantagen mit Hagelnetzen umgeben ist. Eine obligatorische Einweisung durch den Geländehalter, den DGFC Seeadler e.V., ist für alle Gastpiloten zwingend vorgeschrieben.  

Der Stettberg bei Giengen (DHC Heidenheim) hingegen ist ein klassisches Übungsgelände mit geringer Höhendifferenz, das jedoch aufgrund seiner thermischen Triggerpunkte an der Albkante und der sensiblen Einbettung in Naturschutzgebiete (Wacholderheiden) eine präzise Einhaltung lokaler Regeln erfordert. Für XC-orientierte Piloten bieten die angrenzenden Schleppgelände in Dischingen eine wertvolle Ergänzung zum Hangstart.  

Standortspezifische Daten und technische Parameter

Eine fundierte Flugvorbereitung beginnt mit der präzisen Kenntnis der geografischen und technischen Eckdaten. Die folgende Tabelle bietet einen direkten Vergleich der beiden primären Standorte, um Verwechslungen bei der Anreise und Planung vorzubeugen.

Parameter Stettberg (Bodman-Ludwigshafen) Stettberg (Giengen / Heidenheim) Halter / Verein DGFC Seeadler e.V. DHC Heidenheim e.V. Startplatz Koordinaten N 47°48'48.60" E 9°04'32.19" N 48°35'15.00" E 10°13'28.40" Landeplatz Koordinaten N 47°48'32.39" E 9°04'18.59" N 48°35'09.50" E 10°13'26.60" Höhe Startplatz (NN) 590 m ca. 500 m Höhe Landeplatz (NN) 420 m ca. 450 m Höhendifferenz 170 m 50 m Optimale Windrichtung Südwest (SW) Süd (S) Schwierigkeitsgrad Anspruchsvoll (C) Einfach / Mittel (A/B) Zulassung GS 1- und 2-sitzig (A-Schein) 1- und 2-sitzig (Verein/Gast) Zulassung HG 1- und 2-sitzig (B-Schein) Bedingt geeignet Export to Sheets

Quellen:  

Analyse des Fluggeländes Bodman-Ludwigshafen (Stettelberg) Morphologie des Startplatzes und aerodynamische Risiken

Der Startplatz am Bodensee-Stettberg ist durch eine künstlich geschaffene Schneise im dichten Waldbestand charakterisiert. Diese topografische Besonderheit führt zu einem komplexen Strömungsverhalten. Während der Hang nach Südwesten exponiert ist, wird die Luftmasse innerhalb der Schneise kanalisiert. Dies kann bei idealem Vorwind zu einer laminaren Anströmung führen, birgt jedoch bei seitlichen Windkomponenten das Risiko mechanischer Turbulenzen und Rotoren durch die angrenzenden Baumwipfel.  

Erfahrene Piloten berichten, dass die Windsituation am Boden der Schneise oft trügerisch ist. Ein leichtes Aufwinden in Bodennähe kann eine thermische Ablösung vortäuschen, während über den Bäumen ein gefährlicher Seiten- oder gar Rückenwind (Nordost) herrschen kann. Daher gilt die eiserne Regel: Starts dürfen nur bei einer eindeutigen und stabilen Südwest-Wetterlage erfolgen. Die Beurteilung erfordert Erfahrung und im Zweifelsfall den Verzicht auf den Flug, da der Abflugbereich unmittelbar über unwegsamem Waldgelände liegt und keine Sicherheitsreserven für Klapper in niedriger Höhe bietet.  

Logistische Herausforderungen und Zugangskontrolle

Der Zugang zum Stettberg am Bodensee ist streng reglementiert. Die Zufahrt erfolgt über die Kreisstraße K 6174, die Bodman mit Bonndorf verbindet. Am Weierhof biegt man in südlicher Richtung auf einen schmalen Wirtschaftsweg ab. Die Parkplatzsituation ist prekär; Piloten sind angehalten, die Fahrzeuge am Waldrand abzustellen und den Schotterweg nicht weiter als unbedingt nötig zu befahren, um Konflikte mit der Forstwirtschaft und Anwohnern zu vermeiden.  

Der Fußweg zum Startplatz beträgt etwa 500 Meter durch bewaldetes Gelände. Da es keine Seilbahn oder organisierten Shuttle-Dienst gibt, ist eine gewisse physische Grundfitness erforderlich, insbesondere für Drachenflieger, die ihr Material mühsam zum Startplatz transportieren müssen. Dieser Umstand sorgt jedoch auch für eine natürliche Begrenzung der Pilotenzahl, wodurch Überfüllungen, wie man sie von alpinen Hotspots kennt, vermieden werden.  

Die Landung: Navigation zwischen Hagelnetzen

Der Landeplatz (420 m NN) in Bodman-Ludwigshafen gilt als einer der anspruchsvollsten in der Region. Die gesamte Umgebung ist geprägt von intensivem Obstanbau. Für den Piloten bedeutet dies, dass fast alle potenziellen Außenlandeflächen mit Hagelnetzen überspannt sind. Diese Netze sind aus der Luft, insbesondere bei diffusem Licht, extrem schwer zu erkennen und stellen eine massive Gefahr für Leib und Leben sowie für die Flugausrüstung dar.  

Es existieren keine offiziellen Alternativlandeplätze. Die Landeeinteilung muss daher mit höchster Präzision erfolgen. Ein zu langes Abgleiten über dem See kann dazu führen, dass die Höhe für eine sichere Landevolte über dem offiziellen Landefeld nicht mehr ausreicht. Besonders bei starkem Talwind, der oft unerwartet vom See her weht, muss der Endanflug aktiv und konzentriert gesteuert werden.  

Das Fluggelände Giengen an der Brenz: Ein Juwel der Schwäbischen Alb Topografie und ökologische Bedeutung

Der Stettberg bei Giengen bietet eine völlig andere Charakteristik. Gelegen im östlichen Teil der Schwäbischen Alb, zeichnet sich das Gelände durch seine sanften Hänge und die ökologisch wertvolle Wacholderheide aus. Der Höhenunterschied von ca. 50 Metern prädestiniert den Hang für Groundhandling-Übungen, kurze Soaring-Flüge bei Südwind und die Ausbildung von Flugschülern unter Aufsicht des DHC Heidenheim.  

Die Nutzung des Geländes ist untrennbar mit dem Naturschutz verbunden. Die Grasnarbe der Wacholderheide ist empfindlich und darf nicht durch unnötiges Schleifen der Schirme oder unsachgemäßes Begehen geschädigt werden. Zudem hat die Schafbeweidung absoluten Vorrang. Wenn eine Herde am Hang weidet, ist der Flugbetrieb einzustellen, um die Tiere nicht in Unruhe zu versetzen.  

Vernetzung der Fluggebiete auf der Ostalb

Für Piloten, die den Stettberg bei Giengen besuchen, eröffnet sich ein Netzwerk an weiteren Möglichkeiten. Der DHC Heidenheim betreut mehrere Gelände, die je nach Windrichtung unterschiedliche Profile bieten. Das Schleppgelände in Dischingen ist hierbei die wichtigste Ergänzung für XC-Flüge. Mit einer Schleppstrecke von 900 Metern und einer modernen stationären Winde ermöglicht Dischingen Ausklinkhöhen, die den Einstieg in die Thermik der Alb deutlich erleichtern.  

Gelände Windrichtung Besonderheit Stettberg (Giengen) Süd (S)

Übungshang, Wacholderheide

Dischingen Ost / West (O/W)

Windenschlepp bis 21:00 Uhr

Ipf (Bopfingen) West / Süd (W/S)

Markanter Zeugenberg, anspruchsvolles Soaring

Wirtsberg Nord (N)

Bekannter Skihang mit Thermikpotenzial

 

Quellen:  

Meteorologische Analyse und thermische Dynamik Das Mikroklima am Bodensee

Die Flugbedingungen am Bodensee-Stettberg werden massiv durch die thermischen Eigenschaften der riesigen Wasserfläche beeinflusst. Der Bodensee wirkt als gigantischer Wärmespeicher, was im Herbst und Winter zu stabilen Lagen führen kann, während im Frühjahr und Sommer eine ausgeprägte See-Land-Windzirkulation entsteht.

An sonnigen Tagen erwärmt sich der bewaldete Bodanrück schneller als die Wasseroberfläche. Dies führt zu einem thermischen Aufwindsystem, das Gleitschirmflieger nutzen können, um über die Startplatzhöhe aufzusteigen. Die besten Thermikzeiten liegen meist zwischen 12:00 und 15:00 Uhr. Kritisch wird es, wenn der überregionale Wind auf Nord oder Ost dreht; dann liegt der Stettberg im Lee, und die Turbulenzen in der Waldschneise machen das Fliegen lebensgefährlich.  

Wetterphänomene auf der Schwäbischen Alb

Auf der Ostalb ist die Situation geprägt durch die ausgeprägten Albkanten-Effekte. Der Stettberg bei Giengen profitiert von südlichen Anströmungen, die an der Kante nach oben abgelenkt werden. Dies ermöglicht stundenlanges Soaren in weicher Luft, sofern der Wind nicht zu stark wird.

Ein wichtiges Instrument für die lokale Wetterbeurteilung ist die Webcam am Wirtsberg (Bartholomä), die einen direkten Blick auf die aktuelle Bewölkung und die Windsituation im Kerngebiet der Heidenheimer Flieger ermöglicht. Piloten nutzen zudem die Wetterstationen des DHC Heidenheim und angrenzender Vereine, um die Windstärke vor der Abfahrt zu prüfen.  

Streckenflug-Potenzial (XC) und Luftraumstruktur Strategien für den Bodanrück

XC-Flüge vom Bodensee-Stettberg sind aufgrund der Luftraumkonstante des Flughafens Friedrichshafen komplex. Piloten müssen die Kontrollzonen (CTR) und die gestaffelten Lufträume genau kennen. Eine typische XC-Route führt entlang des Bodanrücks in Richtung Radolfzell oder Konstanz. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Naturschutzgebiete (Bettental) nur mit ausreichender Höhe überflogen werden.  

Bei stabilen Hochdrucklagen im Frühsommer ist es möglich, die Thermik über dem Hinterland zu nutzen, um in Richtung Hegau oder Schwarzwald vorzustoßen. Dies erfordert jedoch eine exzellente Gleitfähigkeit des Schirms und die Bereitschaft zu schwierigen Außenlandungen, falls die Thermik über dem dichten Wald abreißt.

Die Schwäbische Alb als XC-Autobahn

Vom Stettberg bei Giengen aus sind große XC-Flüge aufgrund der geringen Starthöhe selten. Hier dient das Gelände eher als Trainingsplatz für die XC-Pilotenschaft, die ihre großen Flüge meist per Windenschlepp in Dischingen startet. Von dort aus sind Streckenflüge entlang der Albkante bis weit über das Donautal hinaus möglich. Die XC-Bundesliga-Ergebnisse der Oppenauer Gleitschirmflieger zeigen, welches Potenzial die Region bietet, wenn man die Thermikquellen der Albkante geschickt verbindet.  

Sicherheit, Psychologie und Unfallprävention Mentale Aspekte und Kontrollverlust

Berichte aus Pilotenforen verdeutlichen, dass das Fliegen in thermisch aktiven Gebieten wie dem Stettberg oft mit mentalem Stress verbunden ist. Viele Piloten erleben ein Gefühl des Unbehagens, wenn sie in starker Thermik "durchgeschüttelt" werden oder die Kontrolle über den Flügel in der unruhigen Luft der Waldschneise zu verlieren glauben.  

Die Empfehlung erfahrener Flieger lautet hier: Kontinuierliches Groundhandling und regelmäßige Sicherheitstrainings (SIV). Ein Pilot, der seinen Schirm im Schlaf beherrscht und die Kappenreaktionen instinktiv ausgleicht, kann die thermischen Bedingungen am Stettberg genießen, anstatt sie als Bedrohung wahrzunehmen. Das Verständnis für die Physik des Schirms (Klappverhalten, Klapperresistenz) ist essenziell, um das Vertrauen in das eigene Gerät zurückzugewinnen.  

Kollisionswarnung und Luftraumbeobachtung

Die Region um Giengen und Heidenheim ist durch eine hohe Dichte an Luftsportaktivitäten gekennzeichnet. Segelflugzeuge, Motorflieger und Gleitschirmflieger teilen sich oft den gleichen Luftraum unter der Basis. Die Sichtbarkeit von Gleitschirmen für die allgemeine Luftfahrt ist begrenzt, was bereits zu gefährlichen Annäherungen geführt hat.  

Dringend empfohlen wird daher die Nutzung von Kollisionswarnsystemen:

FLARM: Weit verbreitet in Segelflugzeugen und zunehmend bei Gleitschirmfliegern.  

ADS-B: Hilfreich für die Sichtbarkeit gegenüber der motorisierten Luftfahrt.  

Aktives "Hin- und Her-Schaukeln": Eine einfache Methode, um durch Bewegung die Aufmerksamkeit anderer Piloten auf sich zu ziehen, falls keine elektronischen Hilfsmittel vorhanden sind.  

Infrastruktur, Einkehr und Logistik für Reisende Gastronomische Highlights nach dem Flug

Die Belohnung nach einem anstrengenden Flugtag findet sich in den zahlreichen regionalen Gasthäusern. In Bodman-Ludwigshafen locken die Restaurants direkt am Seeufer mit fangfrischem Fisch und badischen Weinen.

In der Region Giengen/Heubach sind folgende Adressen bei Piloten beliebt:

Gasthof Mohren (Stetten): Bekannt für gutbürgerliche Küche und regionale Spezialitäten.  

Restaurant Landeplatz (Gmunden): Ein gleichnamiges Restaurant in Österreich bietet mediterranes Flair und einen direkten Blick auf Flugbewegungen, was die Sehnsucht nach alpinen Flügen nährt.  

HöhlenHaus (Giengen-Hürben): Ideal für einen Snack nach dem Besuch der Charlottenhöhle oder nach Übungsflügen am Stettberg.  

Übernachtungskonzept für Flieger

Für Piloten, die einen mehrtägigen Aufenthalt planen, bietet Giengen an der Brenz exzellente Optionen für mobiles Reisen. Die Stadt verfügt über gut ausgestattete Wohnmobilstellplätze, die strategisch günstig zu den Fluggebieten liegen.

Stellplatz Lage Preis / Nacht Ausstattung Brenzufer Giengen Stadtzentrum 6,00 €

Wasser, Strom, Rasenbeton

Charlottenhöhle Hürben 7,00 €

Duschen im HöhlenHaus, Strom, Abwasser

Zeltwiese Hürben Naturnah Günstig

Duschen inklusive, ideal für Gruppen

 

Quellen:  

In Bodman-Ludwigshafen ist die Situation aufgrund der touristischen Attraktivität angespannter; hier empfiehlt sich die frühzeitige Buchung auf Campingplätzen wie dem "Camping Schachenhorn" oder die Nutzung von Ferienwohnungen im Hinterland (Bonndorf, Espasingen).  

Insider-Tipps und lokale Expertise Was lokale Piloten raten

Am Bodensee-Stettberg raten Locals dringend dazu, den Startplatz erst zu besuchen, wenn man bereits über fundierte Erfahrung in Waldschneisen-Starts verfügt. Ein häufiger Anfängerfehler ist das zu frühe Aufrichten des Oberkörpers im Gurtzeug, was den Widerstand erhöht und bei den knappen Gleitwinkeln zum Landeplatz wertvolle Meter kosten kann.  

In Giengen ist der wichtigste Tipp die soziale Integration. Wer sich freundlich beim Verein vorstellt und die Parkregeln (nicht auf Feldwegen parken!) strikt beachtet, wird schnell in die Community aufgenommen und erhält wertvolle Infos über die tagesaktuelle Thermikentwicklung.  

Webcams und Informationsquellen

Die digitale Vorbereitung ist heute Standard. Für die Region Ostalb ist die Website des DHC Heidenheim die zentrale Anlaufstelle für Gastflugregelungen und aktuelle Statusberichte.  

Wichtige digitale Tools:

Webcam Wirtsberg: Zur Beurteilung der Wolkenbasis und der Windrichtung auf der Alb.  

Windfinder Geslau: Hilfreich für die Beurteilung der Bedingungen im fränkischen Grenzgebiet.  

DHV-XC Datenbank: Analyse früherer Flüge vom Stettberg, um thermische Hotspots und XC-Routen zu identifizieren.  

Rechtliche Rahmenbedingungen und Geländeerhalt Naturschutz und Flugverbote

Die Fluggelände an den Stettbergen sind ökologisch sensible Zonen. In Bodman existiert ein zeitlich begrenztes Flugverbot zwischen dem 15. Oktober und dem 15. März, um die Winterruhe der Wildtiere nicht zu stören. Zudem sind die räumlichen Grenzen des Geländes (Bettental im Nordwesten, Pfaffental im Süden) strikt einzuhalten.  

In Giengen ist der Schutz der Wacholderheide und der Verzicht auf Flugbetrieb bei Schafbeweidung die oberste Prämisse für den Erhalt der Zulassung. Piloten fungieren hier als Botschafter ihres Sports und müssen durch rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Wanderern und Reitern sicherstellen, dass das positive Image der Fliegerei gewahrt bleibt.  

Versicherung und Lizenzen

Für beide Gelände ist eine gültige Haftpflichtversicherung und der entsprechende Luftfahrerschein (A-Lizenz für Gleitschirme, B-Lizenz für Drachen am Bodensee) zwingend erforderlich. Ausländische Piloten sollten über eine IPPI-Card verfügen, um ihre Qualifikation nachzuweisen. Die Einweisungsverpflichtung am Bodensee durch den DGFC Seeadler ist kein formaler Akt, sondern dient der Sicherheit des Piloten und dem Schutz des Geländes vor Unfällen, die eine Sperrung nach sich ziehen könnten.  

Fazit und strategische Empfehlung

Das Flugrevier Stettberg bietet für jede Könnensstufe das passende Profil, sofern man die Standorte korrekt zuordnet. Der Bodensee-Stettberg ist ein "Gourmet-Gelände" für erfahrene Piloten, die ästhetische Genüsse (Alpenblick, Seepanorama) mit technischem Anspruch verbinden wollen. Es verzeiht keine Fehler in der Windbeurteilung und erfordert volle Konzentration bei der Landung.  

Der Stettberg bei Giengen hingegen ist das soziale und sportliche Rückgrat der Ostalb-Flieger. Er bietet ideale Bedingungen für Training, Ausbildung und entspanntes Soaren in einer einzigartigen Naturlandschaft. In Kombination mit den Schleppgeländen der Region (Dischingen) bildet er ein vollwertiges XC-Revier, das auch anspruchsvolle Streckenjäger zufriedenstellt.  

Für eine erfolgreiche Reise an den Stettberg wird empfohlen, die Wettermodelle präzise zu studieren, die lokalen Webcams zu nutzen und den Kontakt zu den Geländehaltern (DGFC Seeadler oder DHC Heidenheim) bereits vor der Anreise zu suchen. Wer die Regeln des Naturschutzes und der Luftfahrt achtet, wird mit unvergesslichen Flugstunden über dem Bodensee oder der Schwäbischen Alb belohnt.

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