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Sommerberg

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:48.7404°N, 8.5347°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Sommerberg Startplatz

Start
Höhe730m ü. M.
Koord.48.7404, 8.5347
WindO-SO
Korrekt?

Sommerberg Landeplatz Kurpark

Landung
Höhe430m ü. M.
Koord.48.7398, 8.5449
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Strategische Analyse und umfassender Piloten-Guide: Die Sommerberg-Fluggebiete in Mitteleuropa Executive Summary: Strategische Orientierungshilfe für Gleitschirm-Piloten

Der Name „Sommerberg“ steht im deutschsprachigen Raum für drei signifikante, jedoch aerodynamisch und topographisch grundverschiedene Fluggebiete, die jeweils spezifische Anforderungen an das Pilotenkönnen stellen. Für Piloten, die eine schnelle Entscheidungshilfe suchen, lassen sich die Standorte wie folgt charakterisieren: Der Sommerberg in Bad Wildbad (Nordschwarzwald) bietet ein technisch anspruchsvolles Gelände in einem engen Tal, das durch ein ausgeprägtes Talwindsystem und die unmittelbare Nähe zum kontrollierten Luftraum des Flughafens Stuttgart geprägt ist. Hier steht die präzise Beherrschung von Landevolten in thermisch aktiver Umgebung im Vordergrund. Der Sommerberg in Haibach (Bayerischer Wald) hingegen fungiert als historisches Zentrum der ostbayerischen Thermikfliegerei und ist berüchtigt für seinen anspruchsvollen Schneisenstart, der bei Seitenwind aufgrund massiver Rotorbildung lebensgefährlich sein kann. Die Sommerbergalm in Hintertux (Zillertal) schließlich stellt die hochalpine Variante dar, die Piloten in eine Höhe von über 2.000 Metern entführt und eine fundierte Kenntnis gletscherinduzierter Windphänomene sowie eine eigenständige Absprache mit Grundeigentümern erfordert. Während Bad Wildbad durch die Sommerbergbahn eine exzellente logistische Infrastruktur bietet, punktet Haibach mit einem hohen XC-Potential entlang der Bayerwald-Kämme. Dieser Guide analysiert alle drei Standorte in einer Detailtiefe, die über Standard-Datenbankeinträge hinausgeht, und liefert essenzielle Erkenntnisse für die Flugvorbereitung.  

Standort Charakteristik Schwierigkeit Beste Windrichtung Bad Wildbad Enges Enztal, starker Talwind Anspruchsvoll O, SO (90°–160°) Haibach Klassischer Schneisenstart Mittel bis Hoch SW, W Hintertux Hochalpin, Gletschergelände Hoch (Inoffiziell) O Export to Sheets Fluggebiet Sommerberg Bad Wildbad: Aerodynamik im Nordschwarzwald

Das Fluggebiet in Bad Wildbad wird primär durch die Enztalflieger Bad Wildbad e.V. verwaltet und stellt eines der markantesten Gelände im Nordschwarzwald dar. Es ist als anspruchsvolles Gelände eingestuft, was vor allem auf die topographische Enge des Enztals zurückzuführen ist.  

Geographische Spezifikationen und technische Daten

Die fliegerische Infrastruktur am Sommerberg konzentriert sich auf den Oststartplatz am Auchhalder Kopf. Eine präzise Kenntnis der Koordinaten ist für die digitale Flugplanung unerlässlich.  

Parameter Wert (Startplatz Ost) Wert (Landeplatz Kurpark) Koordinaten N 48°44'25.28" E 8°32'04.98" N 48°44'23.37" E 8°32'41.66" Höhe (NN) 730 m 430 m Höhendifferenz ca. 290 m – 300 m - Zulassung Gleitschirm (1-sitzig, beschränkt) Gleitschirm (1-sitzig, beschränkt) Export to Sheets Zugang und Logistik: Die strategische Bedeutung der Sommerbergbahn

Die logistische Erschließung des Fluggebiets ist eng mit der Sommerbergbahn verknüpft, einer der modernsten Standseilbahnen Deutschlands. Die Talstation befindet sich im Zentrum von Bad Wildbad, in unmittelbarer Nähe zur S-Bahn-Haltestelle Uhlandplatz, was das Gebiet für umweltbewusste Piloten aus der Region Stuttgart/Karlsruhe prädestiniert.  

Nach der Auffahrt führt der Weg für Piloten über den Fußweg von der Bergstation Hermannsweg zum Startgelände am Auchhalder Kopf. Eine Besonderheit in Bad Wildbad ist die strikte Kontingentierung: Pro Tag dürfen nicht mehr als 80 Starts und Landungen erfolgen. Das Befahren der Wald- und Kurparkwege mit Kraftfahrzeugen ist strikt untersagt, wobei lediglich zwei Sondergenehmigungen für Vereinsfahrzeuge existieren.  

Fahrkartentyp Preis Erwachsene Preis ermäßigt (Gästekarte/KVV) Einfache Fahrt 5,50 € 4,50 € Hin- und Rückfahrt 8,00 € 7,00 € Jahreskarte 200,00 € - Export to Sheets

Die Bahn verkehrt im Halbstundentakt, jeweils zur Minute 15 und 45 nach der vollen Stunde. Piloten sollten diesen Takt in ihre thermische Planung einbeziehen, um unnötige Wartezeiten am Startplatz zu vermeiden.  

Flugbedingungen und meteorologische Komplexität

Die meteorologische Situation in Bad Wildbad wird maßgeblich durch das Enztal-System beeinflusst. Der Oststartplatz am Auchhalder Kopf ist für Windrichtungen zwischen 90° und 160° ausgelegt.  

Das dominierende Windphänomen ist der starke Talwind aus Norden. Dieser kann insbesondere im Sommer in Kombination mit starker Thermik zu äußerst anspruchsvollen Bedingungen führen. Ein kritischer Fehler vieler Neulinge ist die Unterschätzung des Nordwindeinschlags. Sobald der überregionale Wind eine Nordkomponente aufweist, entstehen am Startplatz Seitenrotoren, da es sich um einen Schneisenstart handelt. In der Luft führt dies zu mechanischen Turbulenzen, die bis in den Landebereich wirken.  

Die Thermikzeiten liegen typischerweise zwischen 11:00 Uhr und 16:00 Uhr, wobei die bewaldeten Südhänge als zuverlässige Thermikquellen fungieren. Piloten sollten darauf achten, bei zu starker Thermik oder ausgeprägtem Talwind auf einen Start zu verzichten, da die Landebedingungen im engen Talboden dann extrem turbulent werden können.  

Luftraumstruktur und XC-Potential

Ein wesentlicher Faktor für Streckenflieger in Bad Wildbad ist die unmittelbare Nähe zum kontrollierten Luftraum D des Flughafens Stuttgart, der direkt östlich des gegenüberliegenden Startplatzes Meistern-Kienhalde beginnt. Dies begrenzt die Flugfreiheit nach Osten massiv.  

Dennoch bietet das Gebiet XC-Potential in südlicher und südwestlicher Richtung entlang der Schwarzwaldkämme. Lokale Piloten nutzen die Rippen des Enztals, um Höhe für Talquerungen zu gewinnen. Für eine erfolgreiche XC-Planung wird die Nutzung von Apps wie XCTrack oder der Burnair Map dringend empfohlen, um die vertikalen Grenzen des Luftraums Stuttgart (oft ab 4.500 ft MSL) in Echtzeit zu überwachen.  

Sicherheit und Landeprotokoll

Der Hauptlandeplatz befindet sich am südlichen Ende des Kurparks, unterhalb des ehemaligen Hotels Valsana. Aufgrund der Umgebungsbebauung und der hohen Bäume ist eine vorherige Besichtigung des Landeplatzes für Gastpiloten obligatorisch.  

Talwind-Effekt: Häufig herrscht am Landeplatz ein kräftiger Wind aus Norden, der durch die Bäume mechanische Turbulenzen erzeugt.  

Notlandeplatz: Als Notoption dient der Sportplatz (Fußballfeld) etwas weiter südlich. Hier ist jedoch zwingend auf die Stromleitungen im südlichen Bereich zu achten. Nördlich des Hauptlandeplatzes gibt es keinerlei Notlandemöglichkeiten.  

Fluggebiet Sommerberg Haibach: Das Thermik-Labor des Bayerwaldes

Der Sommerberg in Haibach (Ortsteil Irschenbach) ist das „Hausgelände“ des Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs (DGFC) Regental e.V.. Es unterscheidet sich fundamental von Bad Wildbad durch seine Ausrichtung auf West- und Südwestlagen und seine Bedeutung als Sprungbrett für Streckenflüge im Bayerischen Wald.  

Technische Daten und GPS-Referenzen

Das Gelände bietet eine Höhendifferenz von ca. 345 Metern und ist sowohl für Gleitschirme als auch für Drachen (mit Einweisung) zugelassen.  

Parameter Wert (Startplatz) Wert (Landeplatz) Koordinaten N 49°02'11.61" O 12°44'50.07" N 49°02'17.50" E 12°43'33.00" Höhe (NN) 800 m 450 m Startrichtung SW, W - Eignung GS (1- & 2-sitzig), HG (1-sitzig) GS & HG Export to Sheets Zugang und Logistik: Die Bedeutung der Schafhof-Regel

In Haibach gibt es keine Bergbahn. Der Zugang erfolgt zu Fuß oder per PKW, wobei die Parkplatzsituation am Landeplatz kritisch ist. Am Landeplatz Sommerberg sind nicht mehr als 10 Fahrzeuge erlaubt. Wenn diese Anzahl erreicht ist, müssen Piloten zur Gastwirtschaft Dirscherl ausweichen.  

Ein entscheidender „Insider-Punkt“ ist die Durchfahrt Schafhof Decker: Diese ist am Landeplatz zwingend zu meiden, um das gute Verhältnis zum Landbesitzer nicht zu gefährden. Der Weg zum Startplatz führt am Waldrand entlang und nicht über die Wiesen. Gastpiloten zahlen eine Gebühr von 5 € für eine Tagesmitgliedschaft.  

Der Schneisenstart: Aerodynamische Herausforderung

Der Sommerberg Haibach ist für seinen Schneisenstart bekannt. Dies bedeutet, dass der Wind durch die Bäume kanalisiert wird. Ein fundamentaler Fehler von Neulingen ist der Startversuch bei Seitenwind. Bei Seitenwind besteht am Sommerberg massive Gefahr durch Seitenrotoren und Lee-Turbulenzen. Die Regel lautet: Starts nur bei Wind direkt von vorn.  

Lokale Piloten betonen, dass der Start zügig erfolgen sollte. Materialvorbereitung findet an geeigneten Stellen abseits der Startrampe statt, um den Betrieb nicht zu behindern. Für Gäste ist eine Einweisung durch ein Vereinsmitglied zwingend erforderlich.  

XC-Potential und thermische Hotspots

Haibach hat sich zu einem „Geheimtipp“ für Streckenflüge entwickelt. Bereits 2006 erzielten Vereinspiloten hier Spitzenplätze im Ostbayerncup.  

Beste Thermik: Die Thermikquellen befinden sich oft über den südlich vorgelagerten Waldrippen.

XC-Routen: Klassische Routen führen entlang des Bayerwald-Hauptkamms. Ein Klassiker ist der Flug nach Kössen, der bei ausreichendem Westwind auch für XC-Einsteiger machbar ist.  

Wetterprüfung: Lokale Piloten nutzen zur Flugplanung spezialisierte Meteogramme und Windprognosen auf 925hPa / 750m, die auf der Vereinswebsite des DGFC Regental verlinkt sind.  

Regeln und Sicherheit am Landeplatz

Der Landeplatz in Haibach ist als „einfach“ klassifiziert, erfordert aber Disziplin.

Landeplatz-Etikette: Die Wiese ist nach der Landung so zügig wie möglich zu verlassen; Gruppenbildungen sind zu vermeiden.  

Kein Groundhandling: Übungen am Landeplatz sind untersagt, um die landwirtschaftliche Nutzung nicht zu stören.  

Tandemregelung: Eine kommerzielle oder gewerbliche Nutzung von Tandemflügen ist am Sommerberg Haibach verboten.  

Sommerbergalm Hintertux: Hochalpine Flugdynamik im Zillertal

Für Piloten, die das alpine Ambiente suchen, bietet die Sommerbergalm in Hintertux eine völlig andere Dimension. Hier agiert man in Höhenlagen, die weit über denen der Mittelgebirge liegen.  

Technische Spezifikationen und alpiner Kontext

Das Gelände ist kein offiziell eingerichtetes Fluggebiet im Sinne des DHV, was bedeutet, dass es an offiziellen Landeplätzen fehlt und Piloten eigenverantwortlich handeln müssen.  

Parameter Wert (Sommerberg Hintertux) Wert (Gefrorene Wand) Höhe (NN) 2.000 m 3.250 m Startrichtung O W (anfällig für Lee) Höhendifferenz ca. 500 m (bis 1.700 m) ca. 1.700 m Export to Sheets Logistik: Gletscherbus und Hochgebirgszugang

Die Auffahrt erfolgt mit der Hintertuxer Gletscherbahn. Die erste Sektion bringt Piloten bis fast an den Startplatz der Sommerbergalm, gefolgt von einem etwa 15-minütigen Fußweg. Die Auffahrt von der Talstation hinauf zum Tuxer Fernerhaus und weiter zur Bergstation der 10er Gefrorene Wand erfolgt mit modernen Gondeln.  

Wichtig für die Planung: Im Herbst ist das Familienskigebiet rund um den Sommerberg oft nicht in Betrieb. Piloten sollten sich vorab bei der Zillertaler Flugschule über die aktuellen Bedingungen und Landemöglichkeiten informieren.  

Flugbedingungen und thermische Gefahren

Das Fliegen am Gletscher ist hochkomplex. Im Winter und Frühjahr herrscht an den Hängen oft katabatischer Abwind (Kaltluftfluss vom Gletscher), was den Startlauf verlängert und eine höhere Abhebegeschwindigkeit erfordert.  

Lee-Gefahr: Der Startplatz an der Gefrorenen Wand ist bei Ostwind aufgrund der Höhenlage extrem anfällig für Lee-Rotoren.  

Windlimit: Aufgrund der dünneren Luft in 3.250 m Höhe ist die Startgeschwindigkeit höher. Tandemflüge unterliegen hier oft einem Passagier-Gewichtslimit von 80-90 kg.  

Thermik: Im Frühjahr und Sommer sind Flüge vom Gletscher nach Mayrhofen (ca. 25 km) möglich, wobei Flughöhen von über 3.500 m NN erreicht werden können.  

Insider-Tipps für Hintertux

Lokale Experten raten Anfängern dringend von einem eigenständigen Start in Hintertux ab.  

Alternative Penken: Bei Süd- oder Westwind sollte man auf die Startplätze Finkenberg/Penken ausweichen.  

Landung: Da es keinen offiziellen Landeplatz in Hintertux gibt, ist die vorherige Absprache mit Wieseneigentümern zwingend. Ein bekannter, aber entfernter Landeplatz ist der Platz „Sidan“ in Schwendau.  

Strategische Analyse der Thermik- und Windsysteme

Ein fundierter Guide muss die Mechanismen hinter den Flugbedingungen erklären, um Piloten eine eigenständige Beurteilung zu ermöglichen.

Das Talwindsystem im Enztal (Bad Wildbad)

Das Enztal ist ein klassisches Beispiel für Relief-gesteuerte Thermik.

Morgens: Die Osthänge am Sommerberg werden früh erwärmt. Erste Thermikblasen lösen sich ab, bevor der Talwind einsetzt.

Mittags: Die Erwärmung im Tal saugt Luft aus der Ebene an. Der Nord-Talwind verstärkt sich.

Abends: Mit abnehmender Sonneneinstrahlung lässt die Thermik nach, der Talwind kann jedoch aufgrund der Trägheit der Luftmassen noch längere Zeit anhalten.  

Die Rolle der Bodenbeschaffenheit in Haibach

In Haibach fungiert der Wald als thermischer Speicher und die Schneise als Fokuspunkt.

Ablösepunkt: Die Kante der Waldschneise ist ein prädestinierter Ablösepunkt für Thermik. Piloten sollten direkt nach dem Start versuchen, diesen Bereich zu nutzen, um die nötige Höhe für den Ausflug über den Wald zu gewinnen.  

Bayerwald-Spezifik: Die dunklen Fichtenwälder des Bayerischen Waldes heizen sich stark auf, was zu kräftigen, aber oft engkernigen Thermiken führt.

Hochalpine Konvektion am Gletscher (Hintertux)

In Hintertux kämpft die Thermik oft gegen die kalte Gletscherluft.

Inversionsfliegen: Im Herbst ist die Luft über 2.000 m oft klarer und thermisch aktiver als im Tal. Wichtig ist es, „über der Inversion“ zu bleiben, um die großräumigen Aufwinde am Alpenhauptkamm zu erreichen.  

Gletschereinfluss: Die kalten Gletscherbäche in den Tälern (z.B. Waldeben) können lokale Abwinde erzeugen, die bei Talquerungen beachtet werden müssen.  

Logistik und Infrastruktur im Vergleich

Ein wesentlicher Teil des Reisejournalismus ist die Bewertung der „Soft Skills“ eines Fluggebiets.

Gastronomie und kulinarische Highlights

Bad Wildbad: Die „Grünhütte“ auf dem Sommerberg ist ein Muss. Der Ruf ihrer Blaubeer-Pfannkuchen eilt ihr voraus. Sie ist über den Sommerberg-Wanderweg (ca. 5 km) erreichbar.  

Haibach: Hier ist das Gasthaus Dirscherl die primäre Anlaufstelle für Piloten nach dem Flug. Zudem bietet das Garten-Café der Marmeladenküche Haslbeck hausgemachte Kuchen und Marmeladen direkt aus der Region.  

Hintertux: Das Bergrestaurant Lämmerbichl oder die Bichlalm bieten spektakuläre Aussichten auf den Gletscher während der Pause.  

Übernachtungsmöglichkeiten für Piloten Standort Empfehlung Kategorie Besonderheit Bad Wildbad Sleeperoo Glamping

Futuristische Design-Cubes direkt an der Bergbahn.

Bad Wildbad Hotel Rothfuß Hotel

Komfortable Unterkunft mit direktem Blick auf das Fluggelände.

Haibach Gasthaus Dirscherl Gasthof

Traditionell bayerisch, direkt am Landeplatzbereich.

Hintertux TVB Tux-Finkenberg Tourismus

Zentrale Vermittlung von Unterkünften für Alpinflieger.

  Alternativprogramm für flugfreie Tage

Da das Wetter nicht immer kooperiert, bietet der Sommerberg an allen Standorten hochkarätige Alternativen.

Bad Wildbad: Die Hängeseilbrücke „Wildline“ (380 m lang, 60 m hoch) ist eine architektonische Sensation, da sie sich zur Mitte hin nach oben wölbt. Der Baumwipfelpfad mit seinem 40 m hohen Aussichtsturm bietet zudem einen barrierefreien Blick über den Nordschwarzwald.  

Haibach: Die Region Bayerischer Wald lädt zu ausgedehnten Wanderungen oder Mountainbike-Touren ein. Ein Besuch in der Marmeladenküche Haslbeck bietet Einblicke in traditionelle Rezepte.  

Hintertux: Der „Natur Eis Palast“ am Gletscher oder die Spannagelhöhle sind wetterunabhängige Ausflugsziele von Weltrang.  

Sicherheit, Regeln und Notfall-Management

Ein professioneller Guide muss die rechtlichen und sicherheitstechnischen Rahmenbedingungen klar definieren.

Kontakt zum Verein und Geländehalter

Der Erstkontakt sollte immer über die offiziellen Kanäle erfolgen, um tagesaktuelle Sperrungen oder Auflagen zu erfahren.

Enztalflieger Bad Wildbad e.V.: Kontakt via info@enztalflieger.de oder über die digitale Pinnwand „Fliegertreff“.  

DGFC Regental e.V. (Haibach): Kontakt über webmaster@dgfc-regental.de. Der Stammtisch findet jeden ersten Mittwoch im Monat statt.  

Zillertaler Flugschule (für Hintertux): Zentrale Anlaufstelle für Informationen zu den alpinen Startplätzen und Einweisungen.  

Spezielle Flugregeln (FBO)

Bad Wildbad: Es gilt die Flugbetriebsordnung für Hängegleiter und Gleitsegel. Fliegen erst ab A-Lizenz und mit gültiger Haftpflichtversicherung.  

Haibach: Striktes Startverbot bei Seitenwind. Bei hohem Graswuchs ist das Betreten der Wiesen untersagt.  

Hintertux: Da kein offizielles Fluggelände, ist erhöhte Vorsicht geboten. Der Abstand zu Liftanlagen muss zwingend eingehalten werden (Turbulenzgefahr).  

Notfall-Informationen

Im Falle eines Unfalls sind folgende Informationen bereitzuhalten:

Bad Wildbad: Polizeiposten Bad Wildbad Tel. 07081-93900.  

Zillertal: Bergrettung Notruf 140.

Allgemein: Flugfunk Frequenz 434.55 MHz (Kanal 60) in Bad Wildbad zur Abstimmung.  

Digitale Infrastruktur: Webcams und Prognose-Tools

Erfolgreiche Piloten nutzen die Digitalisierung zur Risikominimierung.

Webcams für den Live-Check

Bad Wildbad: Die Enztalflieger betreiben eine eigene Webcam (https://www.enztalflieger.de/webcam.html). Weitere Kameras befinden sich am Hotel Rothfuß und am Kurplatz.  

Hintertux: Die Kameras an der Talstation und an der Bergstation Gefrorene Wand liefern entscheidende Informationen über die Windfahnen am Gipfel.  

Haibach: Der DGFC Regental verlinkt aktuelle Wetterdaten und Live-Bilder direkt auf seiner Homepage.  

App-Empfehlungen für den Sommerberg

Burnair Map: Ideal zur Visualisierung der Talwindsysteme in Bad Wildbad und Hintertux.  

Meteo-Parapente: Beste Prognosegüte für die kleinräumigen Windverhältnisse in den Mittelgebirgen.  

XCTrack: Unverzichtbar für das Monitoring der Luftraumgrenzen rund um Stuttgart während XC-Versuchen ab Bad Wildbad.  

Holfuy: Bietet Zugriff auf die Live-Daten der Windstation am Sommerberg Haibach mit 30-Sekunden-Intervallen.  

Fazit und Strategische Empfehlung

Der Vergleich der drei Sommerberg-Standorte zeigt, dass jeder Platz ein spezifisches Anforderungsprofil bedient.

Zusammenfassung für die Reiseplanung

Piloten, die eine hohe logistische Bequemlichkeit und technische Herausforderungen suchen, sollten Bad Wildbad priorisieren. Die Kombination aus Bergbahn, engen Landeplätzen und Schwarzwald-Thermik ist einzigartig, erfordert aber Disziplin gegenüber dem Talwind und den Luftraumgrenzen.  

Für Thermik-Enthusiasten und Strecken-Einsteiger bietet der Sommerberg Haibach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotz des anspruchsvollen Schneisenstarts belohnt das Gelände mit zuverlässigen Ablösungen und einem starken Vereinsumfeld, das XC-Flüge aktiv fördert.  

Der erfahrene Alpin-Pilot, der das ultimative Panorama und extreme Höhenunterschiede sucht, findet in Hintertux sein Ziel. Hier ist jedoch die mangelnde offizielle Infrastruktur durch ein Höchstmaß an Eigenverantwortung und alpiner Erfahrung zu kompensieren.  

Unabhängig vom gewählten Standort bleibt die goldene Regel des Gleitschirmfliegens bestehen: „Nutzt die Informationen der einheimischen Piloten!“. Eine Einweisung ist an jedem dieser Standorte nicht nur eine formale Anforderung, sondern die beste Versicherung für einen erfolgreichen und sicheren Flugtag am Sommerberg. Dieser Guide bietet das Fundament, doch die letzte Entscheidung trifft der Pilot immer erst nach dem Blick auf den Windsack vor Ort.

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Webcam-Links

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