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Pongratzen

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.6534°N, 15.3005°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Pongratzen Startplatz

Start
Höhe876m ü. M.
Koord.46.6534, 15.3005
WindN-NO
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Pongratzen Landeplatz

Landung
Höhe565m ü. M.
Koord.46.6557, 15.3140
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Das Fluggebiet Pongratzen: Eine Monographie über aerodynamische, meteorologische und logistische Aspekte am steirisch-slowenischen Grenzraum

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Präambel: Die geographische und fliegerische Signatur des Pongratzen

Das Fluggebiet Pongratzen, lokalisiert an der topographischen Schnittstelle zwischen der österreichischen Südsteiermark (Gemeinde Oberhaag) und der slowenischen Kärntner Region (Radlje ob Dravi), repräsentiert weit mehr als nur einen simplen Startplatz für Gleitschirmflieger. Es ist ein mikroklimatisches Lehrstück für die Aerodynamik von Waldschneisen und ein strategischer "Safe Haven" bei meteorologischen Lagen, die die großen inneralpinen Flugberge unfliegbar machen. Während Plattformen wie der DHV (Deutscher Hängegleiterverband) das Gelände oft nur tabellarisch erfassen, erfordert ein tiefgreifendes Verständnis dieses Areals eine umfassende Analyse der orographischen Gegebenheiten, der lokalen Windsysteme und der spezifischen Anforderungen an die Pilotentechnik.

Im Gegensatz zu den hochfrequentierten Flugmoden der Gerlitzen oder der Emberger Alm, bietet Pongratzen eine Atmosphäre der fliegerischen Intimität. Es wird primär vom Südsteirischen Grenzland Flieger Club betreut , dessen Name bereits die politische und geographische Essenz des Geländes verrät: Man bewegt sich permanent entlang einer unsichtbaren Linie, die einst den Eisernen Vorhang markierte und heute einen der reizvollsten, "grünen" Flugkorridore Europas darstellt.  

Die fliegerische Relevanz von Pongratzen definiert sich nicht über gigantische Höhendifferenzen – mit knapp 311 Metern Höhenunterschied zählt es zu den kleineren Geländen. Seine Bedeutung liegt vielmehr in seiner Funktion als Ausweichberg bei Nordstau-Lagen, seiner Eignung als technisches Trainingsgelände für präzise Starttechniken in begrenzten Räumen und als Ausgangspunkt für genussreiche Hike & Fly-Unternehmungen abseits des Massentourismus.

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Orographische Verortung

Das Gelände befindet sich auf dem Bergrücken des Remschnigg, der die Wasserscheide zwischen dem Saggautal im Norden (Österreich) und dem Drautal im Süden (Slowenien) bildet. Diese Position ist entscheidend für das Verständnis der lokalen Aerologie. Der Bergrücken wirkt wie eine Barriere für bodennahe Strömungen, was bei entsprechender Anströmung zu signifikanten Aufwindbändern, aber bei falscher Windrichtung auch zu komplexen Turbulenzen führt.

Die exakten geodätischen Daten des Geländes lauten:

Startplatz Koordinaten: N 46°39'12.41" E 15°18'01.78"  

Landeplatz Koordinaten: N 46°39'20.42" E 15°18'50.48"  

Höhe Startplatz: 876 m ü.NN  

Höhe Landeplatz: 565 m ü.NN  

Die Höhendifferenz von ca. 311 Metern impliziert eine reine Abgleitzeit von wenigen Minuten, sofern keine thermischen oder dynamischen Aufwinde genutzt werden können. Dies kategorisiert Pongratzen technisch als "Mittelgebirgs-Spot". Der Startplatz selbst liegt topographisch betrachtet oberhalb der Ortschaft Radelca. Obwohl Radelca auf slowenischer Seite liegt, erfolgt die fliegerische Erschließung und die logistische Anbindung primär über die österreichische Seite (Gemeinde Oberhaag).

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Die Morphologie der Schneise ("Aisle Launch")

Eine der markantesten Eigenschaften von Pongratzen ist die Klassifizierung als Schneisenstartplatz. Im Gegensatz zu offenen Almwiesen (wie etwa auf der Gerlitzen), wo der Wind laminar über weite Flächen strömen kann, ist der Startplatz in Pongratzen künstlich in den dichten Fichten- und Mischwald geschlagen.  

Diese Morphologie hat weitreichende Konsequenzen für die Fluidmechanik am Startplatz:

Kanalisierung (Venturi-Effekt): Die umgebenden Baureihen wirken wie die Wände eines Kanals. Wenn der Wind frontal in die Schneise steht (N/NO), wird die Luftmasse komprimiert und beschleunigt. Ein Pilot, der am Landeplatz einen schwachen Wind von 5-8 km/h misst, kann am Startplatz durchaus auf 15-20 km/h treffen. Diese Beschleunigung ist positiv für das Aufziehen, erfordert aber ein präzises Schirmhandling.

Richtungsstabilität vs. Turbulenz: Solange der Wind exakt parallel zur Schneisenachse weht, ist die Strömung laminar und unterstützt den Start. Weicht der Wind jedoch um mehr als 20-30 Grad von der Schneisenachse ab, entstehen an den luvseitigen Baumkanten Leewirbel ("Rotoren"), die in die Schneise hineindrehen ("einrollen"). Dies kann zu asymmetrischen Klappern noch während der Aufziehphase führen.

Visuelle Täuschung: Für unerfahrene Piloten kann die Schneise eine falsche Sicherheit suggerieren, da die Bäume den seitlichen Wind oft abschirmen. Der Windsack in der Schneise zeigt eventuell "perfekten Vorwind" an, während wenige Meter über den Baumwipfeln eine starke Scherung herrscht.

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Meteorologische Exegese: Das Windsystem Pongratzen

Ein fundiertes Verständnis der Meteorologie ist für Pongratzen überlebenswichtig, da die geringe Höhe wenig Spielraum für Fehlerkorrekturen lässt und die Grenznähe komplexe Windinteraktionen begünstigt.

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Die dominante Strömung: Nord und Nord-Ost (N-NO)

Das Gelände ist explizit für Windrichtungen aus Nord (N) und Nord-Ost (NO) exponiert. Dies macht Pongratzen zu einem klassischen "Bise-Fluggebiet" oder einem Ziel für postfrontale Wetterlagen.  

Postfrontale Lagen: Nach dem Durchzug einer Kaltfront, wenn der Wind auf Nord dreht und die Luftmasse abtrocknet (Rückseitenwetter), herrschen in den Nordalpen oft noch widrige Bedingungen (starker Wind, Restbewölkung). Am Alpenostrand und speziell im südsteirischen Hügelland fächert sich diese Strömung oft auf und wird moderater. Pongratzen profitiert hier von seiner südlichen Lage, wo der Nordwind oft als laminarer, tragender Aufwind ankommt.

Das Hochdruck-Szenario: Bei stabilen Hochdrucklagen im Herbst bildet sich oft eine Inversion. Wenn das Grazer Becken oder das Klagenfurter Becken im Nebel versinken, ragt der Pongratzen mit seinen 876 Metern oft gerade noch heraus – oder liegt an der Obergrenze. Der Status "FlyableStatusFoggy" ist in den Datenbanken ein häufiger Warnhinweis. Es ist essenziell, vor der Anreise die Webcams (z.B. Eibiswald oder Radsberg) zu prüfen, um nicht vor einer Nebelwand zu stehen.

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Die Gefahr aus dem Süden: Föhn und Lee

Die vielleicht wichtigste meteorologische Regel für Pongratzen lautet: Südwind ist tabu. Der Bergrücken fällt nach Süden steil ins Drautal ab. Bei einer überregionalen Südströmung (S, SO, SW) liegt der Startplatz Pongratzen im Lee.

Der Mechanismus der Täuschung: Ein gefährliches Phänomen bei leichter Südüberströmung ist, dass sich im Lee (auf der Nordseite, also am Startplatz) oft ein scheinbarer Aufwind bildet. Dies ist jedoch keine laminare Anströmung, sondern die Rückströmung eines stationären Leewirbels ("Rotor"). Der Wind zieht scheinbar den Hang hinauf, ist aber extrem turbulent und kann sich innerhalb von Sekunden in Abwind verwandeln.

Indikatoren-Check: Bevor Sie starten, müssen Sie zwingend die Windwerte der höheren umliegenden Stationen prüfen. Wenn der Radsberg (nördlich von Klagenfurt) oder die Wetterstationen auf der Koralpe Südwindkomponenten anzeigen, ist in Pongratzen mit Leeturbulenzen zu rechnen, selbst wenn am Startplatz Windstille herrscht.

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Starttechnik in der Schneise

Der Start in Pongratzen erfordert Disziplin. Die Schneise ist breit genug für einen Gleitschirm, erlaubt aber wenig Toleranz für seitliches Ausbrechen.

Startvorbereitung: Aufgrund der begrenzten Fläche (oft ist nur Platz für 1-2 ausgelegte Schirme) ist ein zügiges "Pre-Flight-Check"-Ritual gefordert. Blockieren Sie den Startplatz nicht durch langes Sortieren der Leinen.

Startart:

Rückwärtsaufziehen: Dies ist die absolut bevorzugte Methode. Sie erlaubt dem Piloten, die Kappe zu kontrollieren und die Symmetrie sicherzustellen, bevor er sich in die Beschleunigungsphase begibt. Eventuelle Asymmetrien durch leichte Seitenwinde können korrigiert werden, ohne dass der Pilot bereits Richtung Baumgrenze läuft.

Vorwärtsstart: Nur bei absolutem Nullwind oder sehr schwachem Wind zu empfehlen. Der "Point of no Return" ist durch die untere Baumgrenze der Schneise definiert. Ein Startabbruch muss frühzeitig und entschlossen erfolgen.

Abflug: Nach dem Abheben ist es essenziell, geradeaus zu fliegen, bis man sicher aus dem Einflussbereich der seitlichen Bäume heraus ist. Ein zu frühes Eindrehen in den Hangaufwind kann fatal enden, da der Flügelspitzenabstand zu den Baumwipfeln in der Schneise gering ist.

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Flugtaktik und Soaring

Sobald man die Schneise verlassen hat, öffnet sich das Fluggelände.

Soaring-Band: Bei ausreichendem Nordostwind (ab ca. 15 km/h) bildet sich vor dem bewaldeten Rücken ein tragendes Band. Das Soaring hier ist "technisch" – man fliegt oft relativ nah an den Baumwipfeln ("Wipfelkratzen").

Regeln: Die internationalen Vorflugregeln (Hangflugregeln: Berg am rechten Flügel hat Vorrang; Überholen rechts; Ausweichen nach rechts) sind penibel einzuhalten. Da das Aufwindband schmal ist, begegnen sich Piloten oft mit hoher Annäherungsgeschwindigkeit.

Thermik: Thermische Ablösungen finden sich oft über den gerodeten Flächen oder dort, wo Nadelwald auf Laubwald trifft (Albedo-Unterschiede). Die Thermik in Pongratzen ist meist eng und zerrissen, nicht großflächig wie in den Hochalpen.

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Landung: Strategie und Einteilung

Der Landeplatz liegt nördlich auf 565 m ü.NN.  

Charakteristik: Es handelt sich um eine Wiese im Talbereich, umgeben von landwirtschaftlicher Nutzfläche.

Landeanflug: Eine saubere Landeeinteilung (Abbauhöhe, Position, Gegenanflug, Queranflug, Endanflug) ist obligatorisch.

Hindernisse: Achten Sie auf Weidezäune (oft kaum sichtbar), Stromleitungen im Talbereich und vereinzelt Bäume an den Grundstücksgrenzen.

Talwind: In den Sommermonaten kann auch in diesem Nebental ein leichter Talwind einsetzen. Beobachten Sie Windsäcke oder Rauchfahnen im Tal frühzeitig aus der Luft. Landen Sie stets gegen den Wind.

Außenlandung: Sollte die Höhe bis zum offiziellen Landeplatz nicht reichen (z.B. durch starkes Sinken im Lee), gibt es im Vorfeld einige Wiesen. Jedoch ist hier äußerste Rücksicht auf die Landwirte geboten ("Hohes Gras" im Sommer nicht betreten!).

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Logistik und Infrastruktur: Zugang zum Gelände

Die Erreichbarkeit von Pongratzen ist exzellent, was das Gelände auch für kurze "Feierabendflüge" attraktiv macht.

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Anreise mit dem Kraftfahrzeug

Die Anfahrt erfolgt primär über die österreichische Seite.

Navigation: Von Eibiswald oder Arnfels kommend orientiert man sich nach Oberhaag. Ab hier folgt man der Beschilderung Richtung "St. Pongratzen" oder "Gasthaus Wutschnigg".

Bergstraße: Die Straße ist asphaltiert, aber schmal und kurvig. Im Winter ist Winterausrüstung (Schneeketten) oft erforderlich, da der Räumdienst auf diesen Nebenstraßen priorisiert agiert.

Parken: Das Gasthaus Wutschnigg (Amtmann) fungiert als inoffizielles Clubheim und logistisches Zentrum. Es ist üblich und eine Frage der Höflichkeit, hier zu parken und vor oder nach dem Flug zu konsumieren. Bitte blockieren Sie keine forstwirtschaftlichen Einfahrten.

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Shuttle-Dienste

Einen offiziellen Bergbahn-Shuttle oder Busbetrieb gibt es in Pongratzen nicht. Der Transport erfolgt in Eigenregie.

Fahrgemeinschaften: Es hat sich etabliert, Fahrzeuge am Landeplatz zu lassen und mit einem Auto zum Start hochzufahren. Die lokale Community ist sehr hilfsbereit; oft nehmen einheimische Piloten Gastflieger mit hoch, wenn man höflich fragt.

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Hike & Fly: Der sportliche Zugang

Pongratzen erlebt durch den Boom der "Hike & Fly"-Bewegung eine Renaissance. Die Kombination aus moderatem Aufstieg und technischem Abgleiter ist ideal für Trainingszwecke.

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Die Routen-Optionen

Basierend auf den topographischen Daten und Wanderkarten ergeben sich mehrere Varianten:  

Route Startpunkt Dauer Schwierigkeit Beschreibung Der Klassiker (Direkt) Landeplatz / Oberhaag ca. 1h 15m Mittel

Direkter Aufstieg über Waldwege und Forststraßen. Folgt teilweise dem "Kapellenweg".

Grenzpanoramaweg St. Pongratzen (Sattel) Variabel Leicht Ein landschaftlich extrem reizvoller Weg direkt auf der Staatsgrenze. Führt an alten Grenzsteinen vorbei. Ideal, um vor dem Start die Windbedingungen an verschiedenen Punkten des Grats zu prüfen. Von Osten (Remschnigg) Remschnigg Alm ca. 2h Mittel Längere Gratwanderung, bietet spektakuläre Ausblicke in die Südsteiermark und nach Slowenien.

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Die Rolle der St. Pongratzen Kirche

Die Kirche St. Pongratzen ist nicht nur ein sakrales Denkmal, sondern ein entscheidendes Werkzeug für Hike & Fly Piloten.  

Windanzeiger: Der Kirchturm und die umstehenden Bäume auf dem Gipfelplateau sind von weitem sichtbar. Ein Blick auf die Bewegung der Wipfel verrät oft mehr über den realen Höhenwind als die Bodenstation im Tal. Wenn die Bäume an der Kirche stark aus Süden peitschen, brauchen Sie den Schirm gar nicht erst auszupacken – das Lee wartet.

Pausenplatz: Der Bereich um die Kirche bietet Bänke und ist ein perfekter Ort, um sich nach dem Aufstieg zu akklimatisieren und das Wettergeschehen zu beobachten.

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Luftrecht und Grenzüberschreitung

Das Fliegen im Grenzgebiet unterliegt speziellen Regeln, auch im Schengen-Raum.

Staatsgrenze: Der Flugweg führt oft direkt an die Grenze oder darüber hinweg. Während der COVID-Pandemie gab es strikte Restriktionen , die zeigten, dass die Grenze jederzeit wieder an Bedeutung gewinnen kann. Aktuell ist der Überflug unproblematisch, das Mitführen eines gültigen Ausweisdokuments ist jedoch Pflicht.  

Luftraumstruktur: Prüfen Sie vorab die ICAO-Karte Österreich und Slowenien auf temporäre Flugbeschränkungsgebiete (TRA, TSA), insbesondere da militärische Übungen in Grenznähe vorkommen können.

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Baumrettung und Notfallkette

Die Waldschneise birgt das Risiko der Baumlandung.

Verhalten: Sollten Sie im Baum landen: Ruhe bewahren. Versuchen Sie keinesfalls, selbst herunterzuklettern, solange Sie nicht gesichert sind. Die Bäume hier sind hoch und die Äste oft brüchig. Sichern Sie sich mit Ihrer Bandschlinge am Stamm und warten Sie auf Hilfe.

Notruf:

Euro-Notruf: 112 (Funktioniert auch, wenn das Handy ins slowenische Netz eingebucht ist).

Bergrettung Österreich: 140.

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Regionale Einbettung: Alternativen und Umgebung

Pongratzen existiert nicht im Vakuum. Um das fliegerische Potenzial der Region voll auszuschöpfen, muss man die Alternativen kennen.

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Die Alternativen

Radsberg (Kärnten/Slowenien): In den Snippets oft erwähnt. Der Radsberg (nahe Klagenfurt) ist ein Top-Soaringberg bei Süd- bis Südostlagen. Er ist die logische Alternative, wenn Pongratzen wegen Südwind (Lee) nicht geht.  

Koralpe/Soboth: Westlich gelegen, deutlich höher und alpiner. Ein Thermik-Eldorado. Wenn es in Pongratzen zu stabil ist (Inversion), geht es auf der Koralpe oft thermisch hoch hinaus.  

Dreiländereck: Für ein Wochenende bietet sich die Kombination Pongratzen (Nordlage) und Slowenien (Kobarid/Lijak bei Nordföhn oder Südwind) an. Die geographische Nähe macht dieses "Spot-Hopping" attraktiv.

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Kulinarik und "Geheimtipps"

Das "Après-Fly" ist in der Südsteiermark Teil der Kultur.

Gasthaus Wutschnigg: Nicht nur Parkplatz, sondern kulinarisches Ziel. Die Backhendl hier genießen legendären Ruf unter Fliegern.  

Buschenschank-Kultur: In Oberhaag und Richtung Leutschach ("Weinstraße") laden unzählige Buschenschänken ein. Tipp: Eine "Brettljause" mit Käferbohnensalat und Kernöl ist der perfekte Abschluss eines Flugtages.

Altenbachklamm: Für begleitende Familienmitglieder ist eine Wanderung durch die Altenbachklamm in Oberhaag eine spektakuläre Alternative zum Warten am Landeplatz.

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Club und Community: Der Südsteirische Grenzland Flieger Club

Das Gelände wird vom Südsteirischen Grenzland Flieger Club gepflegt.  

Gastfreundschaft: Der Club ist für seine Offenheit bekannt, erwartet aber im Gegenzug Respekt vor der Infrastruktur. Die Schneise muss regelmäßig von Bewuchs befreit werden – eine Heidenarbeit, die von Freiwilligen geleistet wird.

Etikette:

Zahlen Sie eventuelle Landegebühren (sofern Tagesmitgliedschaften gefordert sind – Infos am Aushang Gasthaus Wutschnigg beachten).

Hinterlassen Sie keinen Müll.

Vermeiden Sie Lärm, besonders an Sonntagen während der kirchlichen Ruhezeiten (Nähe zur Kirche).

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Konklusion

Pongratzen ist ein Juwel für den bewussten Piloten. Es ist kein Ort für Rekordjäger, die 200km-Dreiecke fliegen wollen. Es ist ein Ort für Feinschmecker: Für jene, die die technische Herausforderung einer Waldschneise schätzen, die die Ruhe einer Grenzregion lieben und die einen Flugtag gerne bei exzellentem Wein und Essen ausklingen lassen.

Wer die meteorologischen Gesetze (Nord: Ja, Süd: Nein!) respektiert und seine Starttechnik im Griff hat, findet hier Bedingungen vor, die in den überlaufenen Mode-Fluggebieten längst verloren gegangen sind: Stille, Natur und ein ehrliches Fliegererlebnis.

Zusammenfassende Empfehlung:

Ideal für: Groundhandling-Training (am Landeplatz), Hike & Fly, Soaring bei Nordost, Genussflieger.

Nicht geeignet für: Anfänger ohne Rückwärtsstart-Erfahrung (wegen Schneise), Streckenflug-Ambitionen, Südwind-Lagen.

Haftungsausschluss: Gleitschirmfliegen ist ein Risikosport. Die Einschätzung der Flugbedingungen obliegt einzig und allein dem verantwortlichen Piloten. Dieser Bericht dient der Information und ersetzt keine offizielle Geländebeinweisung oder Konsultation aktueller Gefahrenhinweise vor Ort.

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