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Monte Panarotta

Startplätze:1
Landungen:3
Koord.:46.0418°N, 11.3171°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 3 Landeplatzätze

Monte Panarotta Startplatz

Start
Höhe1481m ü. M.
Koord.46.0418, 11.3171
WindS
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Monte Panarotta Landeplatz 1

Landung
Höhe441m ü. M.
Koord.46.0028, 11.3103
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Monte Panarotta Landeplatz 2

Landung
Höhe437m ü. M.
Koord.46.0120, 11.3431
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Monte Panarotta Landeplatz 3

Landung
Höhe450m ü. M.
Koord.45.9996, 11.2861
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Das Definitive Flugkompendium: Monte Panarotta & Valsugana – Aerologie, Logistik und XC-Strategien Einführung: Der verborgene Champion der Südalpen

In der dichten Topographie der europäischen Gleitschirm-Hotspots nimmt der Monte Panarotta eine Position ein, die oft zu Unrecht auf den Status einer bloßen "Ausweichoption" für das überlaufene Bassano del Grappa reduziert wird. Diese Wahrnehmung verkennt jedoch die aerologische und strategische Bedeutung dieses Fluggebiets im Trentino. Gelegen am südlichen Rand der Lagorai-Kette, fungiert der Monte Panarotta als Wächter über das Valsugana, ein Tal, das klimatisch und fliegerisch eine Brücke zwischen dem alpinen Hochgebirge und der venezianischen Tiefebene schlägt. Für den versierten Piloten bietet dieses Terrain eine Kombination aus technischer Herausforderung, außergewöhnlicher meteorologischer Toleranz und einem Landschaftserlebnis, das durch die historische Last des Ersten Weltkriegs eine zusätzliche Tiefe erhält.

Dieser Bericht, konzipiert als umfassende Ressource jenseits der Standard-Datenbanken des DHV, analysiert den Status Quo des Fluggeländes für die Saisons 2025 und 2026. Er integriert kritische Updates zur Infrastruktur, warnt vor veränderten Landeplatzsituationen, die in älteren Kartenwerken noch nicht verzeichnet sind, und dechiffriert die mikroklimatischen Besonderheiten, die Flüge bei überregionalem Nordwind ermöglichen. Zielgruppe ist der autonome Pilot, der nicht nur konsumiert, sondern das Gelände lesen und verstehen will – von der Thermik-Auslöse am Porphyr-Gestein bis zur komplexen Logistik des Talshuttles.

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Die Lagorai-Barriere: Ein Schutzschild aus Porphyr

Das Verständnis des Fluggebiets beginnt mit der Geologie. Der Monte Panarotta (2002 m) ist Teil der Lagorai-Kette, eines Gebirgsmassivs vulkanischen Ursprungs, das vorwiegend aus Quarzporphyr besteht. Dieses dunkle Gestein besitzt eine signifikant andere thermische Signatur als der helle Kalkstein der Dolomiten oder des Grappa-Massivs. Porphyr heizt sich unter Sonneneinstrahlung schneller auf, speichert die Wärme jedoch weniger nachhaltig als Kalkfels. Dies führt dazu, dass die Thermik an der Panarotta oft früher am Tag einsetzt , aber am späten Nachmittag, wenn die Schatten länger werden, schneller kollabieren kann als an den riesigen Flanken des Monte Grappa.  

Die strategische Lage der Kette ist entscheidend für das lokale Mikroklima. Das Valsugana verläuft in West-Ost-Richtung, wobei die Lagorai-Kette im Norden eine massive Barriere gegen kalte Luftmassen aus dem Alpenhauptkamm bildet. Diese orografische Abschirmung ist der Schlüssel zur "Nordwind-Anomalie" der Panarotta: Während in Nordtirol der Föhnsturm tobt, leitet die Lagorai-Kette die Strömung in höheren Schichten über das Tal hinweg, sodass im Lee auf der Südseite (Startplatz Vetriolo) oft fliegbare, manchmal sogar thermisch aktive Bedingungen herrschen.

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Das Talwindsystem der Valsugana

Das Valsugana fungiert als riesiger Windkanal. Zwei Hauptakteure bestimmen das Geschehen im Talboden:

Die Ora (Südwind): Am Nachmittag, typischerweise ab 13:00 oder 14:00 Uhr, dringt der Gardasee-Wind, verstärkt durch die Sogwirkung der erwärmten Dolomitentäler, in das Valsugana ein. Er sorgt an den Südhängen für dynamischen Aufwind, kann aber im Talboden Geschwindigkeiten erreichen, die eine Landung anspruchsvoll machen (20-30 km/h sind keine Seltenheit).

Der Ostwind: Vormittags oder bei speziellen Wetterlagen kann ein Ostwind durch das Tal ziehen, der oft kühler ist und die Thermikentwicklung an den Hängen stört. Piloten müssen am Startplatz Vetriolo genau beobachten, ob die Baumwipfel im Tal bereits die Ankunft der Ora signalisieren oder ob noch ein abfließender Bergwind herrscht.

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Infrastruktur und Logistik 2025/2026: Der "MOVE" Paradigmenwechsel

Die Zeiten, in denen der Transport zum Startplatz ein Glücksspiel aus Trampen und privaten Fahrgemeinschaften war, sind durch die Professionalisierung der lokalen Tourismusstrukturen vorbei. Das Mobilitätsprojekt "MOVE" hat die Logistik revolutioniert, erfordert aber vom Piloten eine strikte Planung.

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Das Shuttle-System: Taktung und Buchungspflicht

Für die Saisons 2025 und 2026 etabliert sich ein fester Fahrplan, der jedoch saisonalen Schwankungen unterliegt. Der Shuttle-Service, betrieben unter dem Schirm der lokalen Tourismusverbände, startet traditionell Ende Mai (konkret ab dem 31.05.2025) und endet Mitte September.  

Saisonale Taktung:

Vorsaison (Juni): Der Bus verkehrt ausschließlich an Wochenenden (Samstag/Sonntag). Dies ist entscheidend für Urlauber, die unter der Woche anreisen – hier ist ohne eigenes Fahrzeug oder organisierte Gruppe kein öffentlicher Transport garantiert.

Hochsaison (Juli & August): Der Betrieb wechselt auf einen täglichen Rhythmus. Dies ist die Zeit der höchsten Frequenz, aber auch der höchsten Auslastung.

Nachsaison (bis Mitte September): Der tägliche Betrieb wird bis ca. 14. September aufrechterhalten, danach endet der offizielle Service abrupt.

Kostenstruktur und "Hidden Costs": Die Preisgestaltung ist transparent, aber Piloten müssen die Zusatzgebühren beachten. Ein Basisticket für die Auffahrt kostet ca. 4,00 €. Hinzu kommt jedoch zwingend der Aufschlag für "Großgepäck" (Gleitschirmrucksack), der ebenfalls mit 4,00 € zu Buche schlägt. Eine Auffahrt kostet somit effektiv 8,00 €. Wer spontan ohne Reservierung am Bus erscheint ("Buy on bus"), zahlt einen zusätzlichen Strafaufschlag von 2,00 € und riskiert, stehengelassen zu werden, da die Kapazität auf 8-Sitzer plus Anhänger begrenzt ist.  

Buchungsstrategie: Die Reservierung erfolgt digital über die MOVE-Website. Es wird dringend empfohlen, mindestens eine Stunde vor Abfahrt, besser jedoch am Vorabend (bis 18:00 Uhr für Gruppen), zu buchen. Der Bus bedient eine Kette von Haltestellen, die strategisch für Piloten liegen:

Talboden: Haltestellen "Punta dei Pescatori" (am Caldonazzo-See) und "Bicigrill" (Levico).

Stadt: Levico Terme Zentrum/Busbahnhof.

Berg: Compet (Zwischenstation) und Vetriolo Terme (Startplatz).

Gipfel: Panarotta Parkplatz (oberhalb Vetriolo).

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Der "Bicigrill" als Nervenzentrum

Eine zentrale Rolle in der Logistik spielt der "Bicigrill" in Levico (Big Fish Bicigrill). Gelegen am Radweg und nahe der Landewiese, fungiert er als inoffizielles Clubheim und Informationsbörse. Hier laufen die Fäden zusammen: Piloten tauschen sich über die aktuellen Windwerte aus, organisieren private Rückholer, wenn der Shuttle nicht fährt, und nutzen die Gastronomie als Wartezone. Die dortige Wetterstation und Webcam sind essenzielle Tools für die Flugvorbereitung.

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Unterkunft: Paraglider-Friendly Housing

Die Unterkunftswahl entscheidet oft über die Entspanntheit des Urlaubs.

Camping: Die Plätze Camping Due Laghi und Camping Village Lago Levico sind tief in der Fliegerszene verwurzelt. Sie liegen in unmittelbarer Nähe zum See und den Landemöglichkeiten. Viele Piloten schätzen die unkomplizierte Atmosphäre und die Möglichkeit, andere Flieger für gemeinsame Aktionen zu treffen.  

Am Berg: Das Maso al Vetriolo Vecchio direkt am Startplatz ist legendär. Francesco, der Wirt, ist nicht nur Gastronom, sondern eine Institution. Er gibt telefonisch Auskunft über die Bedingungen am Startplatz (Tel: 0461 701564) und bietet Zimmer für diejenigen, die morgens als Erste in der Luft sein wollen.

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Die Startplätze: Technische Details und Etikette

Das Fluggebiet verfügt über eine vertikale Staffelung der Startmöglichkeiten, die je nach Wetterlage unterschiedliche Optionen bietet.

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Vetriolo Terme (1500 m): Der Hauptstartplatz

Dieser Startplatz ist das Herzstück des Gebiets. Er liegt auf ca. 1500 m MSL, kurz unterhalb der verfallenen Thermalanlagen von Vetriolo Vecchio.

Topografie: Es handelt sich um eine breite, steile Waldschneise, die nach Süden (S), Süd-Südwest (SSW) und Süd-Südost (SSE) ausgerichtet ist. Die Steilheit ist ein entscheidender Vorteil: Selbst bei absoluter Windstille oder leichtem Rückenwind ermöglicht die Neigung einen sicheren Startlauf, da der Schirm schnell Auftrieb generiert.  

Bodenbeschaffenheit: Der Club Volo Libero Trentino hat den Startbereich mit speziellen Kunststoffmatten ausgelegt. Dies verhindert das Aufreißen der Grasnarbe bei intensiver Nutzung und sorgt für einen sauberen Untergrund, an dem sich Leinen weniger leicht verhaken.

Die "Asphalt-Regel": Eine strikte Regelung, die von Gastpiloten oft übersehen wird, betrifft den Aufbau. Um die empfindliche Wiese zu schonen und den Startablauf nicht zu blockieren, muss das Vorbereiten des Schirms (Gurtzeug anlegen, Leinen sortieren) auf der asphaltierten Fläche oberhalb der Wiese erfolgen. Die Wiese darf erst betreten werden, wenn der Pilot startklar ("einhängebereit") ist. Verstöße gegen diese Etikette werden von den Locals und Tandempiloten zurechtgewiesen.

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Cima Panarotta (2000 m): Der Alpine Start

Wer höher hinaus will oder bei einer stabileren Schichtung starten muss, wählt den Gipfelstartplatz.

Zugang: Von Vetriolo führt die Straße weiter hinauf zum Parkplatz der Panarotta-Lifte. Von dort ist es oft ein kurzer Fußmarsch (Hike) zu den geeigneten Startwiesen nahe dem Gipfelkreuz oder den Antennenanlagen.

Aerologie: Auf 2000 Metern ist der Wind oft stärker und weniger durch thermische Ablösungen beeinflusst als in Vetriolo.

Gefahren: Der Gipfel ist mit massiven Sendeanlagen und Antennen übersät. Diese stellen nicht nur physische Hindernisse dar, sondern erzeugen bei Wind auch signifikante Leewirbel (Rotoren). Ein Start direkt im Lee der Antennen ist lebensgefährlich. Zudem ist der Luftraum hier ungeschützter gegen den überregionalen Nordwind – wenn es in Vetriolo noch ruhig ist, kann es am Gipfel schon stürmen.

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Die Landeplatz-Krise: Neue Regeln für 2025

Kein Aspekt des Fluggebiets Levico ist so kritisch und missverständlich wie die Landeplatzsituation. Veraltete Informationen in Foren und Apps führen Piloten immer wieder in gefährliche oder verbotene Zonen.

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Das Ende von "Barco"

Über Jahre hinweg war der Landeplatz in Barco di Levico der Standard. Diese Ära ist vorbei. Aktuelle Informationen bestätigen, dass der ehemalige Landeplatz Barco gesperrt ist ("Hier darf bis auf weiteres nicht mehr gelandet werden!"). Piloten, die diesen Platz aus Gewohnheit anfliegen, riskieren Konflikte mit den Grundstückseigentümern und gefährden den Fortbestand des gesamten Fluggebiets. Es ist essenziell, alte Wegpunkte im Vario zu löschen.

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Die Neue Ordnung: Ost vs. West

Als Ersatz wurden zwei neue Landeplätze geschaffen, die eine klare Aufgabenteilung haben:

Neuer Landeplatz Ost (Der Hauptlandeplatz)

Lage: Östlich der alten Position (46° 0' 43.20" N, 11° 20' 33.50" E).  

Charakteristik: Dieser Platz ist weiträumig, hindernisfrei und fehlertolerant.

Zielgruppe: Er ist explizit für Drachenflieger (die einen langen Endanflug benötigen) und Gleitschirmschulen oder Genusspiloten ausgewiesen. Wer das Gebiet zum ersten Mal befliegt, sollte zwingend hier landen. Die Anfahrt mit dem Auto ist einfach, und er ist vom Startplatz gut einsehbar.

Neuer Landeplatz West (Der Anspruchsvolle)

Lage: Weiter westlich, näher am See (46° 0' 9.80" N, 11° 18' 36.10" E).  

Charakteristik: Dieser Platz ist deutlich kleiner und technisch anspruchsvoller in der Einteilung.

Zielgruppe: Er ist primär erfahrenen Gleitschirmpiloten vorbehalten. Drachenflieger sollten diesen Platz meiden. Durch die Nähe zu Hindernissen und thermischen Ablösungen im Tal kann der Endanflug hier turbulent sein.

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Die Todesfalle: Stromleitungen bei Levico

Eine der größten Gefahren im Valsugana sind die Hochspannungsleitungen, die das Tal durchqueren. Besonders im Bereich des Landeplatzes nahe Levico (oft in der Nähe des Bicigrill) ist höchste Wachsamkeit geboten.

Das Problem: Die Leitungen verlaufen oft vor einem dunklen Hintergrund (Wald, Weinberge), was sie bei bestimmten Lichtverhältnissen fast unsichtbar macht.  

Die "Sackgassen"-Situation: Ein klassisches Unfallszenario entsteht, wenn Piloten versuchen, gegen den starken Talwind (Ora) noch den Landeplatz zu erreichen, dabei aber im Sinken (Leewirkung der davorliegenden Hügel) "absaufen". Wer zu tief ins Tal einfliegt, ohne die Leitungen sicher überfliegen zu können, gerät in eine Situation ohne Ausweg.

Gleitwinkel-Täuschung: Der Landeplatz in Levico ist zwar vom Startplatz Vetriolo aus sichtbar, liegt aber aerodynamisch oft nicht im Gleitwinkel, besonders wenn Gegenwind herrscht. Die optische Nähe täuscht. Die sichere Option ist immer, mit ausreichender Reservehöhe zum Landeplatz Ost abzugleiten, anstatt einen riskanten Endanflug in Levico zu erzwingen.

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Meteorologie: Das Geheimnis der Panarotta

Das Fluggebiet zeichnet sich durch meteorologische Eigenheiten aus, die es von den Nordalpen unterscheiden.

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Die Nordföhn-Resistenz

Der "USP" (Unique Selling Point) der Panarotta ist ihre Toleranz gegenüber Nordlagen.

Mechanismus: Wenn in den Zentralalpen Nordföhn herrscht, staut sich die Kaltluft am Alpenhauptkamm. Die Luftmassen, die über die Pässe schwappen, fallen oft als Föhnsturm in die Täler. Die Lagorai-Kette wirkt hier als zweite Schutzmauer. Der Wind strömt in der Höhe über das Valsugana hinweg, ohne bis zum Boden durchzudringen. Im Schutz (Lee) dieser Kette bildet sich auf der Südseite der Panarotta oft ein fliegbares Polster.  

Grenzen der Physik: Dies gilt nur bis zu einer gewissen Druckdifferenz. Als Faustregel gilt: Bei einer Druckdifferenz von mehr als 4 hPa (Nordüberdruck) wird es auch an der Panarotta kritisch. Der Wind kann dann wellenartig durchschlagen und schwere Turbulenzen verursachen. Ein Blick auf das Patscherkofel-Diagramm und die lokalen Windwerte ist unerlässlich.

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Thermik-Trigger und Saisonverlauf

Die Thermikgüte variiert stark über das Jahr.

Frühjahr (Februar-April): Dies ist die "Wilde Zeit". Aufgrund der südlichen Ausrichtung und des dunklen Porphyr-Gesteins erwacht die Thermik extrem früh. Bärte mit 6-8 m/s sind im März keine Seltenheit. Die Luftmasse ist oft labil, aber die Vegetation noch spärlich, was zu harten, engen Bärten führt.  

Sommer: Die Thermik wird zuverlässiger, aber oft durch die stabile Schichtung der Ora gedämpft. Der "Hausbart" steht fast immer zuverlässig über der Rippe links vom Startplatz oder direkt über der asphaltierten Fläche der Thermalanlagen.  

Herbst: Die goldenen Tage. Die Ora schwächt sich ab, und es sind genussvolle Flüge bis zum Sonnenuntergang möglich.

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Cross Country (XC) Guide: Die "Rennstrecke" Ost

Für Streckenpiloten ist die Panarotta oft der Startpunkt für große FAI-Dreiecke oder weite One-Way-Flüge Richtung Osten. Die Route nach Bassano del Grappa ist der Klassiker, erfordert aber taktische Disziplin.

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Phase 1: Der Start und die erste Querung

Nach dem Start in Vetriolo ist das erste Ziel, Arbeitshöhe zu gewinnen. Der Hausbart muss zentriert werden, bis man die Grathöhe der Cima Panarotta (2000m+) übersteigt.

Taktik: Nicht zu früh abfliegen! Die erste Querung über das Tal von Roncegno erfordert Höhe. Man fliegt entlang der Südhänge der Lagorai-Kette Richtung Osten.

Wegpunkte: Panarotta -> Cima Manderiolo -> Malga Pec. Die Distanzen zwischen den thermischen Hotspots betragen oft 5-10 km.

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Phase 2: Der "Sprung" über die Brenta

Dies ist die Schlüsselstelle auf dem Weg zum Monte Grappa Massiv.

Die Gefahr: Das Brenta-Tal verengt sich hier ("Canale di Brenta"). Der Talwind düst hier oft mit hoher Geschwindigkeit durch.

Der Fehler: Wer hier zu tief ankommt und versucht, im Tal zu soaren, landet oft in einer turbulente Falle ohne Landemöglichkeit ("No landing possibilities in the valley").  

Die Lösung: Die Querung muss "oben drüber" erfolgen. Man nutzt die Thermik an den Bergen nördlich des Tals (z.B. Monte Lisser oder die Ausläufer der Lagorai), um mit maximaler Höhe auf die gegenüberliegende Seite zum Grappa-Massiv oder Richtung Feltre zu gleiten.

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Phase 3: Die Autobahn nach Belluno

Hat man den Anschluss an Feltre (Monte Avena) oder das Grappa-Massiv geschafft, öffnet sich die "Rennbahn". Die Südhänge der Dolomitenausläufer bieten hier eine fast durchgehende Thermikstraße bis nach Belluno und weiter Richtung Slowenien. Rückflüge sind oft einfacher, da man am Nachmittag mit dem Ostwind im Rücken fliegt (sofern die überregionale Lage passt).

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Die West-Route: Eine Warnung

Der Flug nach Westen (Richtung Trento/Etschtal) ist verlockend, aber oft frustrierend. Man fliegt direkt gegen die nachmittägliche Ora. Zudem sind die Landemöglichkeiten in den engen Seitentälern und im Etschtal selbst (dicht besiedelt, Weinbau, Autobahn) extrem limitiert. Die Quellen raten explizit von XC-Flügen nach Westen ab, wenn man nicht sicher ist, wieder zurückzukommen.

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Sicherheitsmanagement und Notfallpläne

Sicherheit am Monte Panarotta bedeutet vor allem, die unsichtbaren Gefahren zu managen: Wind und Kabel.

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Entscheidungsmatrix für den Flugtag

Um Piloten bei der komplexen Einschätzung zu unterstützen, lässt sich die Entscheidungsfindung systematisieren.

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Notlandeoptionen und Außenlandungen

Sollte eine Außenlandung unvermeidbar sein (z.B. beim Absaufen auf Strecke), gilt:

Weinberge meiden: Das Valsugana ist intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Drähte der Wein- und Obstplantagen sind aus der Luft unsichtbar. Eine Landung im Weinberg endet fast immer mit Materialschaden und hohem Flurschaden.

Offene Wiesen: Wenn keine offizielle Landewiese erreichbar ist, suchen Sie nach frisch gemähten Wiesen. Hohes Gras sollte nur im absoluten Notfall genutzt werden (Flurschaden!).

Verhalten: Bei Außenlandungen immer sofort den Schirm zusammenraffen (Rosette) und das Feld verlassen. Konflikte mit Bauern gefährden das gesamte Fluggebiet.

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Alternativprogramm: Wenn es nicht fliegt

Ein "Geheimtipp"-Guide wäre unvollständig ohne Optionen für "Parawaiting" oder unfliiegbare Tage.

Hike & Fly mit Geschichte: Eine Wanderung vom Startplatz Vetriolo zur Cima Panarotta ist nicht nur sportlich wertvoll, sondern führt durch Geschichte. Die Region war im Ersten Weltkrieg Frontlinie. Überreste von Schützengräben und Kavernen sind stumme Zeugen dieser Zeit und machen den Aufstieg zu einem historischen Erlebnis.  

Levico Terme: Der Ort selbst atmet noch den Charme der k.u.k. Monarchie. Der Kurpark und die Architektur erinnern an die Zeit, als der europäische Adel hier kurte.

Wassersport: Die Seen (Caldonazzo und Levico) sind im Sommer warm genug zum Baden. Sie bieten eine hervorragende Alternative, wenn der Nordföhn das Fliegen verhindert. Stand-Up-Paddling (SUP) oder Kanufahren sind beliebte Ergänzungen.  

Kulinarik am Berg: Das Maso al Vetriolo Vecchio ist auch ohne Flugambitionen einen Besuch wert. Die lokale Trentiner Küche (Polenta, Wild, Pilze) ist authentisch und stärkt für den nächsten Flugtag.

Fazit

Der Monte Panarotta erfordert Respekt. Er belohnt den Piloten, der sich nicht blind auf veraltete Datenbanken verlässt, sondern die Dynamik des Tals studiert. Mit den neuen Landeplätzen Ost und West, der strikten Sperrung von Barco und der etablierten Shuttle-Logistik hat sich das Gebiet professionalisiert. Es bleibt eine Oase für diejenigen, die dem Massenbetrieb in Bassano entfliehen wollen, ohne auf Streckenkilometer zu verzichten. Wer die "Nordwind-Anomalie" klug nutzt und die Stromleitungsfallen meidet, findet hier eines der vielseitigsten Fluggelände der Südalpen.

Fly safe, land safe.

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