StartseiteFluggebieteItalienTrentinoMonte Novegno

Monte Novegno

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:45.7630°N, 11.3089°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Monte Novegno Startplatz

Start
Höhe1517m ü. M.
Koord.45.7630, 11.3089
WindS-W
Korrekt?

Monte Summano Landeplatz

Landung
Höhe197m ü. M.
Koord.45.7294, 11.3844
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Monte Novegno: Der verborgene Wächter der Vicentiner Voralpen – Ein definitiver Fluggebietsführer Vorwort: Jenseits der Rennstrecken

In der europäischen Gleitschirmszene gibt es Namen, die wie Glockenschläge hallen: Bassano del Grappa, Kössen, Meduno. Diese Orte sind die Kathedralen des freien Fliegens, mit ihrer perfekten Infrastruktur, den Shuttle-Bussen im Taktfahrplan und den „Apres-Fly“-Bars, in denen das Landebier so sicher fließt wie der Talwind. Doch für den wahren Piloten, den Suchenden nach der ursprünglichen Essenz des Fliegens, existiert eine andere Kategorie von Bergen. Es sind die stillen Riesen, die abseits der ausgetretenen Pfade liegen, die mehr Eigeninitiative fordern, aber auch tiefere Belohnungen versprechen. Der Monte Novegno ist ein solcher Ort.  

Er ist nicht einfach nur ein weiterer Startplatz in der Datenbank des DHV. Der Monte Novegno, der sich als mächtige Bastion über der Stadt Schio und dem Val Leogra erhebt, fungiert als das westliche Gegenstück zum Monte Grappa. Während der Grappa oft überlaufen ist, bietet der Novegno Raum – Raum in der Luft, Raum am Boden und Raum für taktische Entscheidungen. Dieser Bericht ist das Ergebnis umfangreicher Recherchen und einer tiefen Auseinandersetzung mit der Topografie, Meteorologie und Logistik dieses einzigartigen Fluggebiets. Er richtet sich an Piloten, die bereit sind, den Komfort der Masse gegen das Abenteuer der Einsamkeit zu tauschen, und die verstehen wollen, wie man diesen historischen Berg sicher und effizient befliegt.

Wir werden die komplexen Windsysteme analysieren, die das Flugwetter hier bestimmen, die logistischen Herausforderungen einer „Hike & Drive“-Kultur beleuchten und die taktischen Feinheiten von Streckenflügen entschlüsseln, die von hier bis zum Gardasee oder tief in die Dolomiten führen können. Dies ist kein bloßer Reiseführer; es ist eine operative Anleitung für die Eroberung des Luftraums über den Vizentiner Voralpen.

Teil I: Geografie und Orografische Signifikanz

Korrekt?

Die strategische Position am Alpenrand

Der Monte Novegno (1.552 m) liegt in der italienischen Region Venetien, in der Provinz Vicenza, und bildet zusammen mit dem benachbarten Monte Summano und dem massiven Pasubio-Massiv eine markante orografische Barriere am südlichen Alpenrand. Diese geografische Lage ist für das Verständnis der dortigen Fliegerei von fundamentaler Bedeutung. Der Bergkomplex fungiert als erster ernsthafter Widerstand für die Luftmassen, die aus der Po-Ebene (Pianura Padana) nach Norden drängen.  

Anders als die sanfteren Hügelketten, die ihm vorgelagert sind, präsentiert sich der Novegno als massives Plateau, gekrönt von mehreren Gipfeln wie dem Monte Rione (1.690 m) und dem Priaforà. Diese Topografie hat direkte Auswirkungen auf die Thermikentwicklung. Die breiten Südflanken heizen sich im Laufe des Vormittags auf und generieren großflächige, zuverlässige Aufwindsysteme, die oft weniger zerrissen sind als an reinen Felsgraten. Gleichzeitig bildet das Gipfelplateau, lokal als "Busa" (Kessel) bekannt, ein eigenes Mikroklima, das besonders am späten Nachmittag für sanftes thermodynamisches Soaring sorgt, wenn die gespeicherte Wärme langsam abgegeben wird.

Korrekt?

Historische Resonanz: Fliegen über den Schützengräben

Es ist unmöglich, die geologische Struktur des Monte Novegno zu diskutieren, ohne seine historische Narbenbildung zu erwähnen. Der Berg war, ähnlich wie der benachbarte Pasubio, ein zentraler Schauplatz der erbitterten Kämpfe im Ersten Weltkrieg, insbesondere während der österreichisch-ungarischen "Strafexpedition" im Juni 1916. Piloten, die heute über den Gipfelbereich gleiten, blicken auf ein Gelände hinab, das von einem Netzwerk aus Schützengräben, Tunneln und Kavernen durchzogen ist. Der Monte Rione trägt noch immer die Überreste des gleichnamigen Forts.  

Diese historischen Strukturen sind für den Flieger mehr als nur Kulisse; sie beeinflussen die Logistik. Die alten Militärstraßen (Mulattieras), die einst für den Transport von Artillerie und Nachschub in den Fels gehauen wurden, bilden heute das Rückgrat des Wegenetzes, das Hike & Fly-Piloten den Zugang ermöglicht. Die Topografie, die einst Verteidigungszwecken diente – steile Südabfälle zur Abwehr von Infanterieangriffen, geschützte Mulden für Lager – ist heute der Motor unserer Thermik. Der Respekt vor diesem Boden ist obligatorisch; die "Busa" ist nicht nur ein Landeplatz für Top-Landungen, sondern ein Ort des historischen Gedenkens.  

Teil II: Logistik und Zugang – Eine Prüfung der Entschlossenheit

Im Gegensatz zu den hochfrequentierten Fluggebieten, wo Shuttle-Busse im Minutentakt verkehren, verlangt der Novegno vom Piloten ein Maß an logistischer Autonomie. Die Anreise ist der erste Filter, der die Touristen von den Enthusiasten trennt.

Korrekt?

Die Auffahrt: Von Asphalt zu Schotter

Die Anfahrt zum Startplatz ist eine Reise durch die Vegetationszonen der Voralpen. Der Weg beginnt in der Industriestadt Schio (ca. 200 m MSL) und führt über die Fraktion Poleo hinauf in Richtung Santa Caterina. Die Strecke ist lang – man muss mit etwa 25 bis 26 Kilometern Fahrtstrecke rechnen, was eine Zeitinvestition von rund 45 Minuten bedeutet.  

Die Straße lässt sich in zwei Phasen unterteilen:

Der asphaltierte Aufstieg: Von Schio bis zur Hochebene von Tretto und weiter Richtung Santa Caterina ist die Straße asphaltiert, wenngleich oft eng und kurvenreich. Hier teilen sich Piloten die Straße mit lokalen Anwohnern und Wanderern.

Die "Gravel Road": Die letzten Kilometer ab der Hochebene bzw. nach der Ortschaft Contrà Rossi bis zum Gipfelbereich ("Busa") gehen in eine Schotterstraße über. Während einige Quellen den Zustand als "gut" beschreiben , ist Vorsicht geboten. Nach Regenfällen oder im Frühjahr kann der Belag ausgewaschen sein. Ein Fahrzeug mit etwas Bodenfreiheit ist empfehlenswert, auch wenn ein vorsichtig gefahrener normaler PKW die Strecke meist bewältigen kann. Sportwagen oder tiefergelegte Fahrzeuge sind hier fehl am Platz.  

Der Anstieg überwindet dabei fast 1.300 Höhenmeter – eine beträchtliche Belastung für Motoren und Bremsen. Man sollte sicherstellen, dass das Fahrzeug technisch einwandfrei ist, bevor man diese Auffahrt in Angriff nimmt.

Korrekt?

Die Philosophie des "Hike & Fly"

Für sportlich orientierte Piloten ist der Novegno ein Paradies. Da keine Bergbahn existiert, ist der Aufstieg zu Fuß eine populäre und ethisch befriedigende Art, den Startplatz zu erreichen. Es gibt verschiedene Routen, die sich in Länge und Schwierigkeitsgrad unterscheiden :  

Die "Direttissima" ab Poleo: Diese Route startet tief im Tal auf ca. 280 m und führt über 1.300 Höhenmeter zum Gipfel. Dies ist eine Tagestour (ca. 8 Stunden für den gesamten Rundweg, 3-4 Stunden reiner Aufstieg für fitte Geher). Sie folgt oft alten Pfaden wie dem Weg 477.  

Der taktische Start ab Cerbaro: Viele Piloten wählen einen Kompromiss und parken ihr Fahrzeug weiter oben, etwa in Contrà Cerbaro oder Santa Caterina. Von dort reduziert sich der Aufstieg auf angenehme 1-2 Stunden, was den Novegno zu einem perfekten Ziel für "Feierabend-Hike & Fly" im Sommer macht.  

Historische Routen: Wer Zeit mitbringt, kann den Aufstieg mit einer Begehung der berühmten "Strada delle 52 Gallerie" am benachbarten Pasubio kombinieren, auch wenn dies logistisch einen Transfer erfordert.  

Teil III: Der Startplatz "Baita Ges" – Das Tor zum Himmel

Korrekt?

Charakteristik und Technische Daten

Der primäre Startplatz am Monte Novegno befindet sich in der Nähe der Almhütte, die lokal oft als "Baita Ges" oder "Baita dello Sci Club Novegno" bezeichnet wird.  

Höhe: Der Startbereich liegt zwischen 1.517 m und 1.600 m MSL, je nach gewählter Position im Gelände.  

Ausrichtung: Die ideale Startrichtung ist Süd (S) bis Süd-West (SW). Auch Süd-Ost (SE) ist möglich, wobei hier die morgendliche Thermik oft früher einsetzt.  

Beschaffenheit: Es handelt sich um eine weitläufige, alpine Wiese. Die Neigung ist moderat, was den Startplatz als "mittel" einstuft. Er ist hindernisfrei und bietet genügend Platz, um mehrere Schirme gleichzeitig auszulegen – ein Luxus im Vergleich zu den engen Schneisen mancher anderer Gebiete. Auch Drachenflieger nutzen diesen Startplatz, was für seine Großzügigkeit und das Fehlen von abrupten Abbruchkanten spricht.

Korrekt?

Startphasen und Taktik

Aufgrund der Exposition und der thermischen Aktivität lässt sich der Flugtag am Novegno in Phasen einteilen:

Die Vormittagsphase (ab 11:00 Uhr): Die Südostflanken beginnen zu arbeiten. Der Wind steht oft noch leicht an, was einfache Vorwärtsstarts ermöglicht. Dies ist die Zeit für Streckenflieger, die früh auf Strecke gehen wollen, um die Tageslänge maximal zu nutzen.

Die Mittagsphase (13:00 - 15:00 Uhr): Die Thermik erreicht ihren Höhepunkt. Die Ablösungen können kräftig und zyklisch sein. Rückwärtsstarttechnik ist hier oft zwingend erforderlich, da thermische Böen den Schirm schnell überschießen lassen können.

Die Abendphase ("Magic Move"): Am späten Nachmittag, wenn die "Busa" die gespeicherte Wärme abgibt, beruhigt sich die Luftmasse oft zu einem großflächigen, laminaren Aufwind. Dies ist die Zeit für Genussflieger und Top-Lander.  

Teil IV: Aerologie und Flugbedingungen – Lesen der unsichtbaren Zeichen

Der Monte Novegno profitiert von der sogenannten "Schio-Thermik". Durch die vorgelagerte Stadt und das Industriegebiet im Talboden entstehen dort starke Wärmeinseln, die als "Thermik-Kollektoren" fungieren. Diese Warmluftpakete lösen sich ab und driften gegen die Hänge des Novegno und Summano, wo sie weiter aufsteigen.

Korrekt?

Windsysteme: Freund und Feind

Das Verständnis der lokalen Windsysteme ist der Schlüssel zur Sicherheit am Novegno.

Süd- und Südwestlagen: Dies sind die idealen Bedingungen. Der überregionale Wind unterstützt die thermischen Aufwinde an den Südhängen. Die Luftmassen strömen laminar an und ermöglichen einen dynamischen Hangaufwind, der mit Thermik durchsetzt ist.  

Die Gefahr aus Norden: Der Novegno liegt direkt am Alpenrand. Bei Nordföhn oder starken Nordwindlagen liegt das gesamte Gebiet im massiven Lee der Alpenhauptkette. Ein Start ist unter diesen Bedingungen absolut lebensgefährlich. Die Rotoren können unberechenbar sein und bis zum Boden durchschlagen.  

Der Ostwind-Faktor: Ostwind ist am Novegno problematisch. Er weht oft parallel zum Voralpenriegel und kann durch den östlich vorgelagerten Monte Summano zu Turbulenzen (Lee-Effekte) im Startbereich führen. Zudem drückt er die Thermik oft "verblasen" an die Hänge, was das Zentrieren erschwert.  

Talwind (Ora): Obwohl der klassische Gardasee-Ora hier nicht weht, existiert ein starkes Talwindsystem im Val Leogra. Am Nachmittag saugt das aufgeheizte Gebirge Luft aus der Ebene an. Dieser Talwind kann an den Landeplätzen im Tal (Schio/Santorso) Windgeschwindigkeiten erreichen, die das Landen anspruchsvoll machen oder ein Vorwärtskommen im Tal unmöglich machen.

Korrekt?

Saisonale Nuancen

Während im Frühjahr (März bis Mai) die Labilität der Luftmasse für hohe Basis und knackige Steigwerte sorgt, ist der Sommer oft durch eine stabilere Schichtung am Morgen gekennzeichnet, die erst durch starke Sonneneinstrahlung durchbrochen wird – oft gefolgt von einer schnellen Überentwicklung zu Gewittern am Nachmittag. Der Herbst (September/Oktober) gilt als Geheimtipp: Die Fernsicht ist oft kristallklar, die Thermik sanfter aber immer noch tragend, und die Wälder des Pasubio leuchten in goldenen Farben.  

Teil V: Die Landeplatz-Problematik – Das unsichtbare Ziel

Einer der kritischsten Aspekte beim Fliegen am Monte Novegno ist die Landesituation. Im Gegensatz zu Anfängergebieten, wo der Landeplatz vom Start aus sichtbar ist und ein Windsack groß wie ein Leuchtturm den Weg weist, erfordert der Novegno Vorbereitung und Vertrauen in die eigene Navigation.

Korrekt?

Der "Geister-Landeplatz" Bosco di Tretto

Der primäre Landeplatz für Gleitschirmflieger befindet sich in der Ortschaft Bosco di Tretto auf einer Hochebene nordöstlich von Schio, auf ca. 780 m Höhe.  

Das Problem: Dieser Landeplatz ist vom Startplatz Baita Ges aus NICHT sichtbar. Er liegt hinter Geländekanten verborgen. Ein Pilot, der ohne Einweisung startet, wird ihn aus der Luft kaum identifizieren können, bis er fast darüber ist.

Navigation: Man muss sich vor dem Start genau einprägen, wo dieser Platz liegt. Er befindet sich auf dem Plateau von Tretto. Die Strategie besteht darin, nach dem Start Höhe zu machen oder zumindest die Höhe zu halten, um über die Kanten Richtung Osten/Südosten gleiten zu können.

Ausstattung: Berichten zufolge gibt es dort oft keine offiziellen Windanzeiger (Windsäcke). Piloten müssen Rauch, sich bewegende Bäume oder Gras als Indikatoren nutzen. Dies ist "Bush-Flying" in den Alpen.  

Status: Es handelt sich oft um Wiesen, die nicht permanent als offizieller Flugplatz gemäht oder markiert sind. Rücksichtnahme auf die Landwirtschaft ist oberstes Gebot. Hohes Gras darf nicht betreten werden.

Korrekt?

Die Tal-Optionen: Schio und Santorso

Für Drachenflieger, die aufgrund ihrer Gleitzahl den Sprung ins Tal locker schaffen, und für Gleitschirmflieger mit ausreichend Höhe, bieten sich Landeplätze im Talboden an.

Santorso: Etwa 8,8 km Luftlinie vom Start entfernt. Hier gibt es große Wiesen, aber auch hier gilt: Der Landeplatz ist vom Start nicht sichtbar.  

Industriegebiet Schio / Ca' Trenta: Es gibt Landeflächen im Bereich nordwestlich des Industriegebiets von Schio (ca. 197 m Höhe). Diese werden oft bei Wettbewerben genutzt (z.B. als Ziel bei der Trofeo Montegrappa oder lokalen Meisterschaften).  

Gefahren: Der Talboden ist durchzogen von Infrastruktur – Straßen, Stromleitungen und Industriegebäuden. Thermische Ablösungen über den Hallendächern können den Endanflug turbulent machen. Zudem kann der Talwind hier am Nachmittag sehr stark kanalisiert wehen.

Korrekt?

Top-Landung

Dank des weitläufigen Gipfelplateaus ist eine Top-Landung am Startplatz oder in der Nähe der Baita Ges oft möglich und bei lokalen Piloten beliebt. Dies spart die lange Autofahrt ins Tal, um das Auto zu holen. Voraussetzung ist jedoch ein laminarer Wind und das Beherrschen der Landetechnik im alpinen Gelände.

Teil VI: Cross-Country (XC) – Strategische Routenplanung

Der Monte Novegno ist ein strategischer Knotenpunkt für Streckenflieger (XC). Er liegt genau an der Nahtstelle zwischen den östlichen Rennstrecken (Grappa) und den wilden westlichen Gipfeln (Pasubio/Carega).

Korrekt?

Die "Königsroute" West: Pasubio & Gardasee

Diese Route ist der Traum vieler XC-Piloten, erfordert aber Disziplin und Können.

Phase 1: Der Sprung zum Pasubio. Vom Novegno muss man zunächst Höhe tanken, um das Val Leogra und das Val Posina zu queren und den Anschluss an das Pasubio-Massiv zu finden. Der Pasubio ist zerklüftet und wild; Außenlandemöglichkeiten sind hier extrem rar.

Phase 2: Carega und Lessini. Weiter geht es über den Monte Carega und die Monti Lessini. Hier wird das Gelände flacher, aber die Landemöglichkeiten bleiben spärlich ("Scarcity of landing areas"). Man fliegt über Plateaus, auf denen eine Landung technisch möglich, aber logistisch ein Albtraum wäre (keine Straßen).  

Phase 3: Finale am Gardasee. Das Ziel ist der Monte Baldo und eine Landung am Gardasee. Die Gesamtdistanz beträgt ca. 100 km.  

Tipp: Diese Route erfordert einen frühen Start, bevor die Talwinde in den tiefen Tälern (Val d'Adige) zu stark werden und ein Queren unmöglich machen.

Korrekt?

Die Route Ost: Die Verbindung zum Monte Grappa

Dies ist die klassische Route für Piloten, die ein FAI-Dreieck schließen wollen oder vom Grappa aus gestartet sind.

Wegführung: Vom Novegno gleitet man Richtung Osten zum Monte Summano. Dies ist der erste Schlüsselpunkt. Der Summano steht isoliert und thermisch oft sehr gut.

Schlüsselstelle Astico-Tal: Vom Summano muss das breite Astico-Tal gequert werden, um die Südkante der Hochebene von Asiago zu erreichen. Hier kann der Talwind aus der Ebene stark düsen und den Vorwärtsflug bremsen.

Weiterweg: Hat man die Kante von Asiago erreicht, fliegt man relativ entspannt entlang der Voralpenkante bis zum Monte Grappa.

Korrekt?

Das Wettbewerbs-Dreieck

Lokale Wettbewerbe wie die "Trofeo" nutzen oft Aufgaben, die den Novegno einbinden. Ein typischer Task könnte so aussehen: Start am Monte Summano -> Wende am Monte Novegno (Gipfelboje) -> Talwende bei Lusiana oder Ca' Trenta -> Ziel. Dies ist ein hervorragendes Training für Piloten, die ihre ersten 20-50 km Dreiecke fliegen wollen, ohne sich zu weit von den sicheren Landeplätzen in Schio zu entfernen.  

Teil VII: Sicherheit, Luftraum und Vorschriften

Korrekt?

Luftraumstruktur (CTR Vicenza)

Die Nähe zu Vicenza bringt luftrechtliche Komplexität mit sich. Vicenza beherbergt eine bedeutende US-Militärbasis und einen Flughafen.

CTR Vicenza: Prüfen Sie vor jedem Flug die aktuelle ICAO-Karte. Der Luftraum südlich des Novegno kann schnell in die Kontrollzone (CTR) oder in militärische Übungsgebiete (R-Gebiete) führen.  

NOTAMs: Es ist essenziell, tagesaktuelle NOTAMs zu prüfen. Unter der Woche finden oft militärische Flugübungen in den Alpen statt, die temporäre Flugverbotszonen aktivieren können. Ein Blick auf die Website des italienischen Aero Clubs oder lokale Apps ist Pflicht.

Korrekt?

FlyCard und Club-Etikette

In der Region Monte Grappa ist der Erwerb einer "FlyCard" obligatorisch, um die Infrastruktur zu nutzen. Am Monte Novegno ist die Situation weniger stark kommerzialisiert, aber das Gelände wird dennoch von lokalen Clubs gepflegt.

Zuständige Clubs: Die Pflege der Start- und Landeplätze obliegt oft dem Volo Libero Alto Vicentino oder dem Delta Club Vicenza. Auch die Schule Parapendio Vicenza ist hier aktiv.  

Etikette: Es gehört zum guten Ton, Kontakt zu den lokalen Piloten aufzunehmen. Dies dient nicht nur der Höflichkeit, sondern der Sicherheit: Einheimische Piloten wissen, ob ein Landeplatz gerade frisch gedüngt wurde (Landeverbot!) oder ob sich die Pachtverhältnisse geändert haben. Ein Anruf bei der Schule Parapendio Vicenza (Gian oder Damiano) kann vor bösen Überraschungen schützen.  

Teil VIII: Unterkunft, Kultur und Alternativen

Korrekt?

Authentisches Wohnen

Da der Novegno nicht vom Massentourismus überrollt ist, findet man hier Unterkünfte, die noch echten Charakter haben.

Agriturismo & B&B: In der Gegend von Tretto und den Ortsteilen von Schio (Santa Caterina, Poleo) gibt es zahlreiche kleine Pensionen. Die "La Casetta under the Monte Novegno" wird in lokalen Verzeichnissen explizit für ihre Lage gelobt. Diese Unterkünfte bieten oft direkten Anschluss an die Auffahrtsstraße, was die morgendliche Logistik erheblich entspannt.  

Hütten: Die Baita Ges am Startplatz ist (meist sonntags oder in der Saison) bewirtschaftet und bietet einfache, deftige Kost.

Korrekt?

Alternativprogramm: Wenn es nicht fliegt

Die Region bietet Weltklasse-Alternativen für "Parawaiting"-Tage:

Strada delle 52 Gallerie (Pasubio): Dies ist ein absolutes Muss. Ein Wanderweg, der durch 52 in den Fels gehauene Tunnel aus dem Ersten Weltkrieg führt. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und ein eindrückliches Geschichtszeugnis.  

Schio - Das Manchester Italiens: Schio war ein Zentrum der Textilindustrie. Die Industriearchäologie, wie die "Fabbrica Alta" und der historische "Giardino Jacquard", ist faszinierend und bietet einen kulturellen Kontrast zur Natur des Berges.

Fazit: Für den autonomen Piloten

Der Monte Novegno ist kein Fluggebiet für den "Pauschal-Piloten", der maximale Infrastruktur erwartet. Er ist eine Arena für den autonomen Flieger, den "Pilota Alpinista". Er belohnt diejenigen, die bereit sind, ihre Meteorologie selbst zu interpretieren, die Logistik in die eigene Hand zu nehmen und die Stille der Natur dem Trubel der Après-Ski-Bars vorzuziehen.

Wer den Respekt vor der Geschichte dieses Berges mitbringt und die Geduld hat, seine komplexen Windsysteme zu lernen, der findet am Monte Novegno eines der thermisch ergiebigsten und landschaftlich eindrucksvollsten Fluggebiete der Südalpen – ein echtes Juwel abseits der ausgetretenen Pfade.

Haftungsausschluss: Gleitschirmfliegen ist ein Risikosport. Geländebedingungen ändern sich ständig. Dieser Guide basiert auf Recherchen zum Zeitpunkt der Erstellung und ersetzt keine professionelle Einweisung vor Ort oder die tagesaktuelle Wetterprüfung. Fliegen Sie immer konservativ, beachten Sie die Gesetze und respektieren Sie die Natur.

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Monte Summano
Trentino
Ceresana
Trentino
Monte Panarotta
Trentino
Antenna Costalunga
Trentino
Bassano del Grappa
Trentino
Mehr in Trentino
Bergrettung
112