StartseiteFluggebieteItalienTrentinoMonte Avena

Monte Avena

Startplätze:1
Landungen:2
Koord.:46.0297°N, 11.8264°E
Piloten-GuideStartplätzeInfoAnmelden
In Google Maps öffnen

Geländekarte

3D terrain map preview

Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 2 Landeplatzätze

Monte Avena Startplatz

Start
Höhe1394m ü. M.
Koord.46.0297, 11.8264
WindSO-S
Korrekt?

Monte Avena Landeplatz 2

Landung
Höhe301m ü. M.
Koord.46.0095, 11.8616
Korrekt?

Monte Avena Landeplatz 1

Landung
Höhe312m ü. M.
Koord.46.0040, 11.8244
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Der Monte Avena: Eine umfassende aerologische und logistische Analyse des südlichen Tors zu den Dolomiten

Korrekt?

Einführung und strategische Bedeutung

Der Monte Avena, gelegen im Herzen der italienischen Provinz Belluno, repräsentiert weit mehr als nur eine geographische Erhebung am Rande der Südalpen. In der globalen und europäischen Gemeinschaft des Gleitschirmfliegens hat sich dieser Berg, der sich majestätisch über der historischen Stadt Feltre erhebt, als eine Destination von strategischer Bedeutung etabliert. Während das benachbarte Bassano del Grappa oft als das pulsierende, bisweilen überlastete Zentrum der Szene wahrgenommen wird, fungiert der Monte Avena als das anspruchsvolle, technisch vielseitige und aerologisch begünstigte Pendant, das oft als "Tor zu den Dolomiten" bezeichnet wird.

Die Relevanz dieses Fluggebietes wird durch seine kontinuierliche Auswahl als Austragungsort für hochkarätige internationale Wettbewerbe unterstrichen. Die Ausrichtung der Paragliding World Championship im Jahr 2017 markierte einen Wendepunkt in der Wahrnehmung des Gebietes, der durch die geplante Rückkehr des Paragliding World Cup (PWC) im Jahr 2025 sowie die Ausrichtung der 40. Trofeo Guarnieri weiter gefestigt wird. Diese Events sind nicht nur sportliche Großereignisse, sondern dienen als Validierung der außergewöhnlichen thermischen Qualität und der infrastrukturellen Exzellenz, die der Monte Avena bietet.  

Für Piloten aus dem deutschsprachigen Raum, denen der Monte Avena oft weniger geläufig ist als die klassischen Destinationen wie Kössen, Andelsbuch oder Bassano, stellt dieses Gebiet eine signifikante Erweiterung des fliegerischen Horizonts dar. Es bietet eine einzigartige Symbiose aus der thermischen Zuverlässigkeit der Voralpen und dem alpinen Anspruch der Dolomiten. Der vorliegende Bericht analysiert detailliert die topographischen, meteorologischen und logistischen Parameter, die den Monte Avena definieren, und bietet eine tiefgehende Bewertung für Piloten, die das Potenzial dieses "verborgenen Giganten" ausschöpfen möchten.

Korrekt?

Geomorphologie und Topographische Charakteristika

Eine fundierte Flugplanung beginnt mit dem Verständnis des Geländes. Der Monte Avena unterscheidet sich geomorphologisch signifikant von den typischen, schroffen Kalksteinformationen der Dolomiten, obwohl er in deren unmittelbarer Peripherie liegt.

Korrekt?

Orographische Struktur des Massivs

Der Monte Avena präsentiert sich als eine sanft gewellte, weitläufige Almkuppe, die ihren höchsten Punkt auf ca. 1.450 Metern über dem Meeresspiegel erreicht. Diese vergleichsweise moderate Höhe täuscht jedoch über das enorme Potenzial hinweg. Die Struktur des Berges erinnert eher an die Grasberge der Kitzbüheler Alpen oder des englischen Lake District als an die vertikalen Felswände der benachbarten Vette Feltrine. Diese topographische "Sanftheit" ist ein entscheidender Sicherheitsfaktor: Sie eliminiert weitgehend die Gefahr von LEE-Rotoren an scharfen Abrisskanten im Startbereich und ermöglicht Starts und Top-Landungen auf riesigen Flächen, die selbst bei anspruchsvollen Bedingungen fehlerverzeihend wirken.

Korrekt?

Das Valbelluna: Ein aerologischer Korridor

Der Berg thront als südlicher Wächter über dem Valbelluna (Belluneser Tal), einem breiten Trogtal, das vom Fluss Piave durchflossen wird. Die Orientierung des Tals verläuft primär von Südwest nach Nordost, was für die Kanalisierung der thermischen Brisen und überregionalen Winde von entscheidender Bedeutung ist. Der Talboden bei Feltre liegt auf etwa 260 bis 320 Metern , was einen nutzbaren Höhenunterschied von über 1.100 Metern ergibt. Diese Höhendifferenz ist ausreichend, um auch an Tagen mit niedrigerer Basis sichere thermische Anschlussmöglichkeiten zu finden, ohne sofort unter Inversionsschichten gefangen zu sein.

Korrekt?

Die Schutzfunktion der Vette Feltrine

Nördlich des Monte Avena erheben sich die Vette Feltrine, ein Gebirgszug, der Teil des Nationalparks Dolomiti Bellunesi ist und Gipfelhöhen von über 2.000 Metern erreicht. Diese massive Barriere fungiert als natürlicher Schild gegen den im Alpenraum oft problematischen Nordföhn. Während Fluggebiete am Alpenhauptkamm bei Norddrucklagen unfliegbar werden, profitiert der Monte Avena oft von einem Lee-Effekt, der – sofern der Überdruck moderat bleibt – fliegbare Bedingungen ermöglicht. Diese orographische Abschirmung ist einer der Gründe für die hohe Anzahl an fliegbaren Tagen pro Jahr im Vergleich zu exponierten Nordalpen-Standorten.

Korrekt?

Meteorologie und Aerologie: Die Thermodynamik des Valbelluna

Das Verständnis der komplexen aerologischen Systeme im Valbelluna ist der Schlüssel zur sicheren und effizienten Nutzung des Fluggebiets. Das Tal verfügt über ein ausgeprägtes Mikroklima, das durch das Zusammenspiel von solarer Einstrahlung, Talwindsystemen und überregionalen Strömungen definiert wird.

Korrekt?

Das Windregime: Ora, Talwind und Konvergenzen

Im Gegensatz zu einfachen Hangwindsystemen wird das Fliegen am Monte Avena durch eine Interaktion verschiedener Luftmassen bestimmt.

Die "Ora" (Südwind-Phänomen)

Ähnlich wie am Gardasee oder in Bassano spielt die "Ora" eine zentrale Rolle. Dieser thermische Wind entsteht durch das Aufheizen der Po-Ebene und der südlichen Voralpen. Die warme Luftmasse wird in die Täler gesaugt und erreicht das Valbelluna typischerweise am frühen Nachmittag.

Zeitlicher Ablauf: Während in Bassano die Ora oft schon mittags voll durchgreift, benötigt sie länger, um über das Piave-Tal bis nach Feltre vorzudringen. Dies führt dazu, dass der Monte Avena oft länger thermisch aktiv bleibt und bis in den späten Abend hinein dynamisches Soaring im laminaren Südwind ermöglicht.  

Intensität: Die Ora sorgt für zuverlässigen, großflächigen Aufwind an der Südflanke des Avena. An starken Tagen kann dieser Wind jedoch Geschwindigkeiten erreichen, die das Vorankommen erschweren, insbesondere wenn er sich mit dem lokalen Talwind überlagert.

Das Talwindsystem

Der lokale Talwind im Valbelluna folgt der Talachse. Er weht tagsüber in der Regel von Feltre (Westen/Südwesten) in Richtung Belluno (Osten/Nordosten).

Bedeutung für die Landung: Am Hauptlandeplatz in Feltre/Boscherai und im Industriegebiet Arten kann dieser Talwind am Nachmittag sehr kräftig werden (bis zu 20-30 km/h). Piloten müssen dies bei der Landeeinteilung zwingend berücksichtigen und sich auf Landungen einstellen, die aufgrund der Windstärke wenig Vorwärtsfahrt über Grund aufweisen. Eine Landung gegen die Flugrichtung (also talaufwärts) ist bei diesem Windregime Standard.  

Bedeutung für den Streckenflug: Für XC-Piloten bedeutet der Talwind oft "Rückenwind" auf dem Weg nach Belluno und "Gegenwind" auf dem Rückweg. Dies ist taktisch entscheidend (siehe Abschnitt XC-Strategien).

Die "Waschmaschine": Thermische Konvergenz

Ein spezifisches aerologisches Phänomen am Monte Avena erfordert besondere Aufmerksamkeit. Etwas östlich (links) des Hauptstartplatzes Süd, über dem dortigen Waldgebiet und den Felsformationen, existiert eine bekannte Konvergenzzone.

Mechanismus: Hier treffen oft zwei thermische Systeme aufeinander: die Thermik, die die Südflanke hinaufzieht, und eine seitliche Strömung aus den östlichen Einschnitten.

Gefahrenpotenzial: Das Resultat ist eine Zone starker Turbulenz, die unter Locals als "Waschmaschine" bekannt ist. Berichte und Analysen warnen vor heftigen Rotoren und Windscherungen, die selbst erfahrene Piloten zu unfreiwilligen Flugmanövern ("Salti") zwingen können. Es wird dringend empfohlen, nach dem Start zunächst nach rechts abzudrehen, um die Situation zu beobachten, bevor man diesen Bereich anfliegt.

Korrekt?

Saisonalität und Thermikqualität

Die Flugbedingungen am Monte Avena unterliegen einem klaren saisonalen Zyklus, der jedoch durch das Mikroklima abgemildert wird.

Saison Thermikcharakteristik Pilotenprofil Besonderheiten Winter (Dez - Feb) Schwach bis moderat, oft Inversionen. Genussflieger, Hike & Fly

Flüge oft über der Inversion im Sonnenschein, während das Tal im Nebel liegt ("Der Sumpf"). Startplätze oft schneefrei oder gut begehbar.

Frühjahr (Mär - Apr) Stark, zerrissen, hohe Temperaturgradienten. Erfahrene XC-Piloten Die "aggressivste" Zeit. Hohe Basis, aber turbulente Bedingungen. Die Schneegrenze in den Dolomiten erzeugt starke Kontraste. Sommer (Mai - Aug) Zuverlässig, stark, hohe Basis (2.500m+). Wettbewerbspiloten, XC-Cracks

Hauptsaison für Streckenflüge. PWC und Wettbewerbe finden meist Ende Juni/Anfang Juli statt.

Herbst (Sep - Nov) Ruhiger, "Golden Hour" Soaring. Alle Klassen Die Tage werden kürzer, die Thermik sanfter. Perfekt für Genussflüge und das berühmte Abendsoaring.  

Analysen von Wettbewerbsdaten zeigen, dass die Monate Mai bis Juli die höchste Wahrscheinlichkeit für geschlossene große FAI-Dreiecke bieten, da die Tage lang genug sind und die Basis oft über 2.500 Meter steigt.

Korrekt?

Infrastruktur und Logistik: Die Basis des Erfolgs

Im Gegensatz zu Bassano del Grappa, wo eine hochfrequente, kommerzialisierte Infrastruktur existiert, erfordert der Monte Avena etwas mehr Eigeninitiative und Planung. Dennoch ist die Infrastruktur für Wettbewerbe Weltklasse und für Individualreisende gut handhabbar.

Korrekt?

Erreichbarkeit und Auffahrt

Der Monte Avena ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Die Auffahrt erfolgt von Feltre aus über Pedavena.

Route: Man folgt der Beschilderung zum "Passo Croce d'Aune". Die Straße ist eine gut ausgebaute, asphaltierte Bergstraße. Vom Pass aus zweigt eine Straße ab, die direkt auf den Gipfelrücken des Monte Avena führt.

Letzte Meile: Die Straße führt bis zur "Malga Campet" (einem bewirtschafteten Almbetrieb). Die letzten Meter zum Hauptstartplatz sind über einen Schotterweg erreichbar, der jedoch für normale PKWs befahrbar ist.

Parken: Es existiert ein Parkplatz hinter dem Startplatz A und bei der Malga. Wichtiger Hinweis: Das Parken auf den Wiesen ist strikt untersagt. Die Landwirtschaft hat Vorrang, und Konflikte mit den Älplern gefährden das Fluggebiet.

Korrekt?

Shuttle-Dienste

Ein permanenter Shuttle-Dienst im 30-Minuten-Takt wie in Bassano existiert am Monte Avena im regulären Betrieb nicht.

Individual-Shuttle: Es gibt lokale Anbieter, die auf Abruf fahren. Ein bekannter Kontakt ist "John" (+39-340-610-4968). Die Verfügbarkeit sollte vorab telefonisch oder via WhatsApp geklärt werden.  

Wettbewerbs-Shuttle: Während Events wie der Trofeo Guarnieri oder dem PWC wird ein umfassender Shuttle-Service organisiert. Die Busse fahren dann meist zentral vom Headquarter (oft die Brauerei Pedavena oder der Landeplatz Boscherai) ab. Diese Dienste sind in der Regel in der Startgebühr (Entry Fee) inkludiert.  

Selbstorganisation: An Wochenenden ohne Wettbewerbe organisieren sich Piloten oft in Fahrgemeinschaften am Landeplatz Boscherai.

Korrekt?

Unterkunft und Verpflegung

Die Region Feltre/Pedavena bietet eine authentischere, weniger touristisch überformte Atmosphäre als Bassano.

Camping Arsiè: Dieser Campingplatz liegt am Lago di Corlo, etwas westlich von Feltre. Er ist bei Piloten sehr beliebt, da er eine landschaftlich reizvolle Basis bietet, auch wenn eine kurze Anfahrt zum Berg nötig ist.  

Event-Camping: Zu großen Wettbewerben wird oft der Parkplatz am Headquarter in Pedavena als provisorischer Campingplatz (für Campervans) freigegeben, inklusive sanitärer Anlagen.  

Agriturismo Malga Campet: Direkt am Startplatz gelegen. Ideal für Piloten, die "im Fluggebiet" wohnen wollen. Rustikal, mit exzellenter lokaler Küche.

Der kulinarische Geheimtipp: Pizzeria "Al Tabia"

In der Piloten-Community hat die Pizzeria "Al Tabia" Kultstatus erreicht. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe des Landeplatzes in Arten.  

Qualität: Sie wird oft als eine der besten Pizzerien der Region, wenn nicht Italiens, gehandelt.

Logistik-Warnung: Der Parkplatz der Pizzeria ist ausschließlich für Gäste reserviert. Piloten, die den Landeplatz nutzen, dürfen ihre Fahrzeuge nicht dort abstellen, es sei denn, sie kehren dort ein. Das Parken auf dem Pizzeria-Parkplatz zum Packen des Schirms führt zu Konflikten mit dem Betreiber. Nutzen Sie den ausgewiesenen Parkplatz am Landeplatz.

Timing: Aufgrund der Beliebtheit ist eine Reservierung an Wochenenden dringend empfohlen, oder man plant das Abendessen antizyklisch (z.B. sehr früh um 18:00 Uhr).

Korrekt?

Die Startplätze (Takeoffs): Technische Analyse

Der Monte Avena verfügt über vier primäre Startzonen, die eine Abdeckung fast aller Windrichtungen (außer starkem Nordwind) ermöglichen. Alle Startplätze befinden sich im Höhenbereich von ca. 1.350 bis 1.450 Metern MSL.

Korrekt?

Startplatz Süd (Main Takeoff)

Dies ist der Hauptstartplatz und das Herzstück des Fluggebietes.

Koordinaten: Ca. 46.0299 N, 11.8260 E.  

Ausrichtung: Süd bis Süd-Ost (S-SE).

Charakteristik: Eine extrem weitläufige Grasfläche (ca. 11.500 qm), die flach beginnt und dann mäßig steil abfällt. Die Hindernisfreiheit ist vorbildlich. Selbst bei Wettbewerben mit 120 Piloten bietet dieser Platz genügend Raum für stressfreies Auslegen und Starten.

Aerologie: Dieser Startplatz liegt ideal im Luv des Talwindes und der Ora. Thermische Ablösungen kommen zuverlässig von vorne.

Top-Landung: Das Top-Landen ist hier sehr gut möglich, allerdings ist es während offizieller Wettbewerbe direkt auf der Startfläche oft untersagt, um startende Piloten nicht zu gefährden.

Korrekt?

Startplatz West (Summit/Sunset Takeoff)

Koordinaten: Ca. 46.0305 N, 11.8164 E.  

Ausrichtung: West (W).

Lage: Befindet sich etwas höher als der Südstart, westlich in Richtung des Gipfelkreuzes.

Nutzung: Dieser Startplatz ist taktisch wertvoll für späte Nachmittagsflüge, wenn die Sonne im Westen steht, oder wenn der überregionale Wind eine Westkomponente hat. Er ermöglicht den direkten Einstieg in die Abendthermik über den westlichen Hängen.

Anspruch: Da er oft im Lee des Talwindes (der von Feltre kommt) liegen kann, ist er an thermisch aktiven Tagen eher erfahrenen Piloten vorbehalten. Abends beruhigt sich die Luft oft zu wunderbar laminaren Bedingungen.

Korrekt?

Startplatz Ost (Malga/Drachenrampe)

Ausrichtung: Ost / Süd-Ost (E-SE).

Lage: In der Nähe der Malga Campet, auf ca. 1.350 m.

Nutzung: Wird traditionell stark von Drachenfliegern genutzt, ist aber auch für Gleitschirme offen. Er ist besonders in den frühen Morgenstunden interessant, wenn die Ostflanken des Berges von der Morgensonne aktiviert werden.

Vorsicht: Bei starkem Westwind liegt dieser Startplatz im Lee!

Korrekt?

Startplatz Nord (Der Notbehelf)

Ausrichtung: Nord / Nord-Ost (N-NE).

Charakteristik: Eine Waldschneise auf ca. 1.400 m.

Nutzung: Dieser Startplatz wird extrem selten genutzt und ist in vielen Karten kaum verzeichnet. Er dient als Option für Locals an Tagen mit sehr schwachem Nordwind.

Warnung: Generell ist bei Nordwind am Monte Avena größte Vorsicht geboten. Aufgrund der Leelage hinter den Vette Feltrine kann ein scheinbar schwacher Nordwind am Startplatz trügerisch sein und in der Luft in heftige Turbulenzen umschlagen.

Korrekt?

Landeplätze (Landing Zones): Sicherheit im Tal

Das Valbelluna bietet aufgrund seiner Breite exzellente Landemöglichkeiten. Die offiziellen Landeplätze sind großzügig dimensioniert, was den Stressfaktor für Piloten erheblich reduziert.

Korrekt?

Landeplatz "Boscherai" (Offizieller Hauptlandeplatz)

Dieser Platz dient oft als Zentrum der Aktivitäten und Headquarter bei Wettbewerben.

Lage: Nahe der Ortschaft Pedavena und des dortigen Sportzentrums.

Koordinaten: Ca. 46.0314 N, 11.8794 E.  

Dimensionen: Riesig, ca. 20.000 Quadratmeter, rechteckige Form.

Ausstattung: Drei Windsäcke, Hindernisfreiheit.

Anflug: Standardvolte.

Besonderheit: Da das Tal hier weit ist, ist der Talwind meist laminar, kann aber stark werden.

Korrekt?

Landeplatz "Arten" (Industriegebiet)

Dies ist der traditionelle Landeplatz für Piloten, die Richtung Feltre fliegen.

Lage: Südwestlich von Feltre, im Industriegebiet von Arten.

Koordinaten: Ca. 46.0042 N, 11.8242 E.  

Orientierung: Der Platz liegt so, dass man ihn vom Startplatz B aus sehen kann.  

Infrastruktur: Windsack vorhanden. Parkplätze sind reichlich vorhanden (am Landeplatz, nicht bei der Pizzeria!).

Aerologie: Hier kann der Talwind (Ostwind) am Nachmittag durch Düseneffekte beschleunigt werden. Anfänger sollten bei starkem Talwind vorsichtig sein.

Korrekt?

Top-Landung (Monte Avena Plateau)

Aufgrund der sanften Kuppe des Monte Avena ist das Top-Landen ("Top Landing") eine sehr populäre Option.

Technik: Man fliegt den Startplatz gegen den Wind an und setzt auf der riesigen Wiese hinter der Kante auf.

Gefahren: Bei starkem Wind und thermischer Aktivität kann der Bereich direkt hinter der Hangkante im mechanischen Lee liegen. Es empfiehlt sich, entweder weit genug hinten (wo die Strömung wieder anliegt) oder im laminaren Aufwindband vor der Kante (soaring approach) zu landen.

Korrekt?

Luftraumstruktur und Restriktionen

Obwohl der Monte Avena im freien Luftraum liegt, gibt es kritische Zonen, die zwingend beachtet werden müssen, um Konflikte mit Behörden und der allgemeinen Luftfahrt zu vermeiden.

Korrekt?

Nationalpark Dolomiti Bellunesi (PNDB)

Der Norden des Fluggebietes grenzt an den Nationalpark.

Regelung: Überflüge sind hier reglementiert. Generell gilt oft eine Mindesthöhe von 500 bis 1.000 Metern über Grund, um die Fauna (Gämsen, Steinadler) nicht zu stören. Detaillierte Karten (oft mit einer "purple line" markiert) hängen an den Startplätzen aus. Flüge sind meist nur südlich dieser Linie erlaubt.

Korrekt?

Flughafen Belluno (LIDB)

Der Flugplatz Belluno liegt östlich des Monte Avena im Tal.

ATZ/CTR: Es existiert eine Flugverbotszone (Prohibited Area) direkt über dem Flugplatz und den An- und Abflugsektoren.

Höhenbeschränkung: Oft gilt eine vertikale Beschränkung von GND bis ca. 600m AGL (Above Ground Level) in bestimmten Sektoren.  

Skydiving: Es gibt eine aktive Fallschirmspringerzone bei Belluno. Der Luftraum kann bis FL100 (ca. 3.000m) für Sprungbetrieb aktiv sein. Lokale Vereinbarungen erlauben Clubmitgliedern oft das Fliegen nördlich einer definierten Linie, aber Gastpiloten sollten diesen Bereich weiträumig meiden oder sich explizit beim Club informieren.

Korrekt?

Cross Country (XC) Masterclass: Routen und Strategien

Der Monte Avena ist ein Eldorado für Streckenflieger. Die Topographie ermöglicht Flüge, die sowohl für Einsteiger in das XC-Fliegen als auch für Profis interessant sind.

Korrekt?

Die klassische "Feltre-Belluno-Rennstrecke" (Out & Return)

Dies ist die Brot-und-Butter-Route des Monte Avena. Sie ist navigatorisch einfach, aber taktisch anspruchsvoll.

Distanz: Ca. 70-100 km (hin und zurück).

Phase 1: Der Start: Nach dem Start am Avena muss Basishöhe gemacht werden. Der Hausbart (House Thermal) steht meist zuverlässig vor dem Südstart.

Phase 2: Der Talsprung: Man fliegt Richtung Osten. Die erste Herausforderung ist der Sprung vom Monte Avena Massiv zu den dahinterliegenden, höheren Bergen (Vette Feltrine / Monte Grave). Hier muss man oft gegen den Talwind anfliegen, um an die Felswände zu kommen.

Phase 3: Die Ridge-Run: Einmal an der Kante ("Main Ridge"), fliegt man entlang der Vette Feltrine und der Dolomiti Bellunesi Richtung Osten. Die Südwände heizen sich perfekt auf. Man fliegt "im Delphin-Stil" von Rippe zu Rippe.

Phase 4: Die Wende: Der Wendepunkt ist oft der Monte Dolada (ein markanter Flugberg bei Belluno) oder der Monte Serva. Hier trifft man oft auf Piloten, die in Dolada gestartet sind.  

Phase 5: Der Rückweg: Der Rückweg nach Feltre ist oft der schwierigste Teil. Nachmittags weht der Talwind aus Südwest bis West, also genau von vorne. Wer zu tief sinkt, kommt in diesen Gegenwind und "säuft ab". Die Devise lautet: Hoch bleiben, die Rippen nutzen und nicht in die Talmitte fliegen!

Korrekt?

Das große FAI-Dreieck (Feltre - Bassano - Belluno)

Für ambitionierte Piloten ist die Verbindung von Feltre und Bassano der "Heilige Gral".

Route: Start Avena -> Querung nach Westen zum Monte Grappa Massiv -> Wende bei Bassano -> Rückflug über die Vette Feltrine nach Belluno -> Ziel Feltre.

Distanz: Bis zu 140 km FAI Dreieck sind möglich.  

Schlüsselstelle Brenta-Tal: Die Querung vom Grappa-Massiv zurück zum Avena über das Brenta-Tal ist notorisch schwierig, da hier verschiedene Talwindsysteme (Valsugana) aufeinandertreffen.

Korrekt?

Flachland-Optionen

Bei hoher Basis und passendem Wind (z.B. Nordüberdruck, der das Fliegen an den Bergen schwierig macht, aber das Tal thermisch aktiviert) kann man vom Monte Avena in die Ebene hinausfliegen ("Flatlands"). Routen führen Richtung Vittorio Veneto und nutzen die Thermikquellen der Vorhügel und der Industriegebiete.

Korrekt?

Ausrüstung und Vorbereitung

Die Wahl der richtigen Ausrüstung kann am Monte Avena den Unterschied zwischen einem kurzen Abgleiter und einem epischen XC-Flug machen.

Korrekt?

Schirmwahl

Der Monte Avena ist kein Gebiet, das zwingend Hochleister erfordert. Berichte zeigen, dass selbst mit EN-A Schirmen (wie dem UP Ascent 2) beachtliche Strecken und Top-Landungen nach 50km-Tasks möglich sind. Die starke Thermik erlaubt es auch weniger leistungsstarken Schirmen, zuverlässig zu steigen. Wichtiger als die Gleitzahl ist oft das Handling in der Thermik und die Stabilität in Turbulenzen (siehe "Waschmaschine").

Korrekt?

Instrumente

Aufgrund der komplexen Luftraumstruktur (Belluno Flughafen, Nationalpark-Grenzen) ist ein Vario mit GPS und aktueller Luftraumkarte (Airspace Map) unverzichtbar. Programmieren Sie die "Purple Line" des Nationalparks als Sperrzone ein.

Korrekt?

Kleidung

Da die Basis im Sommer oft auf über 2.500 Meter steigt, herrschen dort oben Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, während es im Tal 30°C hat. Warme Handschuhe und winddichte Kleidung sind auch im Juli Pflicht.

Korrekt?

Insider-Tipps: Wie ein Local fliegen

Um das Beste aus dem Monte Avena herauszuholen und Touristenfallen zu vermeiden, hier einige konsolidierte Tipps aus der Community:

Der "Fonzaso"-Ausweichstartplatz: Wenn der Hauptstartplatz überfüllt ist (z.B. während eines Wettbewerbs), bietet der Bereich "Monte Avena 1" bei Fonzaso eine ruhigere Alternative.  

Der Bassano-Indikator: Nutzen Sie Bassano als Indikator. Wenn in Bassano die Bedingungen "überkochen" (zu viele Piloten, aggressive Thermik), ist der Monte Avena oft die entspanntere, aber leistungsstarke Alternative. Die 45-minütige Fahrt lohnt sich fast immer.

Hike & Fly: Für sportliche Piloten gibt es einen markierten Wanderweg (blaue Bänder), der von Fonzaso durch historische Schützengräben des Ersten Weltkriegs zum Gipfel führt. Dies ist besonders im Herbst und Winter ein Highlight.  

Modellflieger-Etikette: Am rechten Rand des Startplatzes (von oben gesehen) operieren oft Modellflieger. Halten Sie Abstand und suchen Sie den Blickkontakt vor dem Start.  

Familienfreundlichkeit: Die Malga Campet am Startplatz ist ein idealer Ort für nicht-fliegende Begleiter. Während Sie auf Strecke sind, kann die Familie dort wandern, essen und die Aussicht genießen.

Korrekt?

Alternativprogramm und Tourismus

Sollte das Wetter einmal nicht mitspielen ("Parawaiting"), bietet die Region Feltre reichhaltige Alternativen:

Historisches Feltre: Die Altstadt ("Piazza Maggiore") ist architektonisch beeindruckend und bietet zahlreiche Cafés.

Birreria Pedavena: Ein Pflichtbesuch. Es ist die größte Brauerei Italiens mit einem angeschlossenen Park und Restaurant. Hier trifft man sich oft zum "Landing Beer".

Venedig: Die Lagunenstadt ist mit dem Zug von Feltre aus in unter zwei Stunden erreichbar – ein perfekter Tagesausflug bei Regen.

Outdoor-Sport: Canyoning im Val Noana oder Klettern in den nahen Dolomitenwänden bieten Adrenalin auch ohne Schirm.

Korrekt?

Fazit

Der Monte Avena ist weit mehr als ein "Geheimtipp". Er ist ein voll entwickeltes, erstklassiges Fluggebiet, das den Vergleich mit den berühmtesten Spots der Alpen nicht scheuen muss. Seine Stärke liegt in der Kombination aus gutmütiger Topographie (riesige Grasstartplätze) und hochalpiner Leistungsfähigkeit (Anschluss an die Dolomiten). Die aerologische Komplexität durch Ora und Talwind erfordert Respekt und Wissen, belohnt den Piloten aber mit zuverlässigen Flugtagen, an denen anderswo längst "Game Over" ist. Ob für den ersten 100er oder den entspannten Abendflug: Der Monte Avena liefert ab.

Sicherheitshinweis: Fliegen Sie stets konservativ, respektieren Sie die Lufträume und die lokalen Regeln des Para & Delta Club Feltre. Happy Landings!

Korrekt?

Fluggebiete in der Nähe

Monte Cesen
Venetien
Bassano del Grappa
Trentino
Antenna Costalunga
Trentino
Alpe Cermis
Südtirol
Rosengarten
Südtirol
Mehr in Trentino
Bergrettung
112