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Hoher Bogen

Startplätze:2
Landungen:1
Koord.:49.2350°N, 12.9419°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 1 Landeplatz

Hoher Bogen Startplatz Ahornriegel N

Start
Höhe1033m ü. M.
Koord.49.2350, 12.9419
WindN-NO
Korrekt?

Hoher Bogen Startplatz Ahornriegel NO

Start
Höhe990m ü. M.
Koord.49.2363, 12.9426
WindNO-O
Korrekt?

Hoher Bogen Landeplatz Hobo

Landung
Höhe574m ü. M.
Koord.49.2433, 12.9758
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Operatives Handbuch und Standortanalyse: Flugsektor Hoher Bogen

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Exekutive Zusammenfassung und Strategischer Überblick

Der Flugsektor Hoher Bogen, gelegen im Bayerischen Wald in unmittelbarer Nähe zur tschechischen Grenze, stellt für Gleitschirm- und Drachenflieger ein komplexes und technisch anspruchsvolles operatives Umfeld dar. Im Gegensatz zu den oft fehlerverzeihenden, offenen Wiesenstartplätzen der Alpenregionen zeichnet sich der Hoher Bogen durch seine spezifische Topographie, dichte Bewaldung und die charakteristischen "Schneisenstarts" aus. Dieser Bericht dient als erschöpfender Leitfaden, der weit über die Basisdaten der DHV-Geländedatenbank hinausgeht und eine granulare Analyse der aerodynamischen, meteorologischen und logistischen Faktoren liefert, die den Flugbetrieb an diesem Standort bestimmen.  

Eine strategische Analyse zeigt, dass der Hoher Bogen zwar ein erhebliches Potenzial für Streckenflüge (Cross-Country, XC) bietet – mit Verbindungsrouten zum Großen Arber, zum Osser und in den Lamer Winkel –, jedoch ein deutlich höheres Maß an fliegerischer Kompetenz erfordert als typisches B-Schein-Gelände. Der Standort fungiert als kritisches Tor für Nordost- und Nordwind-Szenarien, die an anderen regionalen Standorten oft problematisch sind. Die Nähe zum tschechischen Luftraum, das Vorhandensein spezifischer Luftraumbeschränkungen (ED-R 138) und die unnachgiebige Natur der Landeoptionen erfordern jedoch eine rigorose Flugplanung.  

Dieses Dokument synthetisiert Daten aus der DHV-Datenbank, den lokalen Vereinsvorschriften des 1. Gleitschirmvereins Bayerwald e.V., Fluglogbuch-Analysen und topographischen Untersuchungen, um ein definitives operatives Handbuch zu erstellen. Es richtet sich an fortgeschrittene Piloten, die die spezifischen mikrometeorologischen und technischen Herausforderungen dieses Areals meistern wollen.

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Morphologische Struktur und Orografie

Der Hoher Bogen ist kein einzelner Gipfel, sondern ein massiver, etwa 8 Kilometer lange Bergrücken, der weitgehend von Nordwesten nach Südosten orientiert ist. Diese Ausrichtung ist für die Flugmechanik von entscheidender Bedeutung, da sie eine massive Barriere für nordöstliche Strömungen darstellt und zuverlässigen Hangaufwind erzeugt, aber auch signifikante Leeturbulenzen auf den südlichen Aspekten verursacht. Der Rücken umfasst mehrere Gipfel, die fliegerisch relevante Orientierungspunkte darstellen:  

Burgstall (976 m): Standort einer Sendeanlage und ein wichtiger thermischer Auslösepunkt.  

Bärenriegel (1,017 m): Ein Zwischengipfel im Gratverlauf.

Eckstein (1,073 m): Markant durch Felsformationen.

Schwarzriegel (1,079 m): Der höchste Punkt des Massivs, unverwechselbar markiert durch die ehemaligen NATO-Abhörtürme (Sektor F). Diese Türme dienen nicht nur als visuelle Navigationshilfen, sondern fungieren durch ihre Exposition und Materialbeschaffenheit auch als signifikante Thermikkollektoren.  

Ahornriegel (1,050 m): Der primäre Standort für den Flugbetrieb, der die Skiinfrastruktur und die Startschneisen beherbergt.

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Vegetation, Albedo und Thermikgenese

Der Berg ist stark mit Nadel- und Mischwald bewaldet ("Dunkelgrün der Wälder"). Diese hohe Vegetationsdichte hat zwei primäre Auswirkungen auf die Thermikgenese, die jeder Pilot verstehen muss:  

Verzögerte Erwärmung (Hysterese): Im Gegensatz zu felsigen Alpengesichtern oder südseitigen Schotterflächen absorbiert das Kronendach des Waldes am Vormittag signifikante Sonnenenergie, bevor es diese als fühlbare Wärme an die Luftmasse abgibt. Thermik setzt daher oft später am Tag ein als an vergleichbaren kahlen Hängen, kann aber aufgrund der gespeicherten Energie ("Wärmespeicher Wald") am späten Nachmittag und Abend konsistenter und langlebiger sein ("Magic Air").  

Rauigkeitslänge und Grenzschicht: Die Baumgrenze erhöht die aerodynamische Rauigkeit der Oberfläche erheblich. Diese dicke Grenzschicht bedeutet, dass mechanische Turbulenzen in Bodennähe vorherrschen, insbesondere während der Startphase in den in den Wald geschnittenen Schneisen. Der Übergang vom geschützten Bereich der Schneise in die freie Anströmung über den Wipfeln ist eine kritische Zone für Klapper.  

Geologisch betrachtet besteht der Hoher Bogen aus Amphibolit und Gabbro. Diese dunklen Gesteinsarten haben theoretisch gute thermische Absorptionseigenschaften. Dort, wo Felsformationen wie am Burgstall oder Eckstein aus dem Wald ragen, entstehen durch den Albedo-Kontrast zwischen dunklem Fels und umgebender Vegetation sehr zuverlässige "Hausbärte" (Abrisskanten).

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Talsysteme und Luftströmung

Das Fluggelände thront über dem Tal von Neukirchen beim Heiligen Blut. Der Talboden liegt auf ca. 470–480 m AMSL. Dies ergibt eine Höhendifferenz von ca. 550 m bis 600 m, abhängig von den spezifischen Start- und Landepunkten. Die Talorientierung beeinflusst die Talwindsysteme, die tagsüber generell aus den Ebenen in den Bayerischen Wald strömen. Am Hohen Bogen ist jedoch oft der überregionale Meteowind dominanter als ein lokalisiertes Talwindsystem, wie man es aus tiefen Alpentälern kennt. Dies macht den Standort sensibler gegenüber Änderungen der Gradientenwindrichtung.

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Kritikalität der Windrichtung

Der Hoher Bogen ist strikt ein Nord- (N) bis Nordost- (NO/NE) Gelände. Die Toleranzfenster sind eng und müssen respektiert werden:  

Optimaler Sektor: 360° (N) bis 060° (NO). Hier trifft der Wind laminar auf den Bergrücken und wird durch die Orographie beschleunigt, was gutes Soaring ermöglicht.

Marginaler/Gefährlicher Sektor: Ost (O) kann geflogen werden, birgt jedoch das Risiko zunehmender Turbulenzen vom Grat, sobald der Wind auch nur eine leichte Südkomponente aufweist.

Verbotener Sektor: Süd (S), Südwest (SW), West (W). Für diese Richtungen liegt der Startplatz vollständig im Lee des Rückens. Der Versuch, bei diesen Bedingungen zu starten oder zu fliegen, platziert den Piloten in der "Todeszone" oder Rotorzone des 1000m hohen Grates. Bei Westwind besteht zudem die Gefahr, weit nach Osten Richtung tschechischer Grenze versetzt zu werden, ohne eine Rückkehroption gegen den Wind zu haben.  

Der "Schneisen-Effekt" (Venturi & Rotor): Die Startplätze sind künstliche Einschnitte im dichten Wald. Dies erzeugt einen Kanalisierungseffekt (Venturi) für den Wind.  

Ideale Bedingung: Der Wind muss präzise ("on axis") in die Schneise wehen.

Seitenwind-Gefahr: Wenn der Wind quer kommt (z.B. NW-Wind am NO-Startplatz), erzeugen die Bäume, die die Schneise begrenzen, mechanische Turbulenzen (Rotoren) innerhalb des Startkorridors. Die Kappe kann kollabieren oder einseitig entlasten, während der Pilot die Scherzone zwischen der geschützten Schneisenluft und der freien Strömung über den Bäumen durchfliegt. Dies ist die häufigste Unfallursache an diesem Standort. Ein Start bei Seitenwind ist daher explizit untersagt.

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Thermische Auslösepunkte ("Hausbärte")

Die Thermikgenerierung am Hohen Bogen wird durch den Kontrast zwischen den bewaldeten Hängen und spezifischen Fels- oder Infrastrukturmerkmalen diktiert. Erfahrene Piloten nutzen folgende Triggerpunkte:

Der Turm-Trigger (Schwarzriegel/Burgstall): Die prominenten Türme (ehemalige NATO-Türme und der Sendemast) sowie die felsigen Ausläufer des Burgstalls sind primäre Abrisskanten. Die vertikalen Strukturen und der nackte Fels erwärmen sich schneller als der umgebende Wald. Wenn der Wind auf den Grat trifft, lösen sich diese Thermikblasen zuverlässig ab.  

Der "Schneisen-Kollektor": Die Skischneise selbst, da sie von Bäumen befreit ist, fungiert als Kollektor. Die Sonne erwärmt den Grashang der Schneise, und der Wind schiebt diese warme Luft den Korridor hinauf. Piloten finden oft den ersten Heber ("Bart") unmittelbar nach dem Austritt aus der Schneise, wenn sie über den Wald zurückdriften.  

Der Talstations-Trigger: Spät am Tag geben die Gebäude und Parkplätze an der Talstation gespeicherte Wärme ab. Dies kann manchmal einen "Save" aus niedriger Höhe ermöglichen ("Low Save"), ist jedoch aufgrund der eingeschränkten Landemöglichkeiten extrem riskant und nur für Experten ratsam.

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Inversion und der "Böhmwind"

Der Bayerische Wald ist, besonders im Herbst, anfällig für Inversionen. Ein spezielles Phänomen ist der "Böhmwind", ein kalter, trockener katabatischer Fallwind, der aus dem böhmischen Becken herüberweht. Während er oft klaren Himmel bringt, kann er eine scharfe Scherungsschicht erzeugen. Die Höhe des Hohen Bogens (1079 m) platziert den Startplatz am Morgen oft oberhalb der Inversionsschicht. Piloten, die in die Inversion starten, müssen sich bewusst sein, dass die Thermikqualität beim Sinken in die kalte Talluft schlagartig abnimmt und Turbulenzen an der Grenzschicht auftreten können.

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Die Hohenbogenbahn (Auffahrt)

Der Zugang zu den Startplätzen erfolgt primär über die Hohenbogenbahn, eine Doppelsesselbahn, die sowohl im Sommer als auch im Winter in Betrieb ist.  

Transportregeln: Gleitschirme werden transportiert. Da sie in den Beförderungsbedingungen oft in derselben Kategorie wie Drachen geführt werden, kann bei sperrigem Gepäck eine Rücksprache mit dem Liftpersonal erforderlich sein. Grundsätzlich ist der Transport jedoch etabliert.  

Preise: Es gelten die regulären Tarife der Bergbahn. Für Vielflieger lohnen sich oft Punktekarten (z.B. 15, 30 oder 60 Punkte), da die Sesselbahnfahrt je nach Sektion (Tal-Berg oder Mitte-Berg) Punkte abbucht.

Erwachsene Einzelfahrt (Berg- und Talfahrt, falls nicht geflogen wird): Standardtarife.

Tageskarten (Winterreferenz): 1 Tag ca. 35,00 EUR. Sommerpreise variieren leicht, liegen aber oft niedriger.  

Gästerabatte: Ein spezieller "Gästepreis" wird bei Vorlage von Kur- und Gästekarten der umliegenden Hotels gewährt.  

Betriebszeiten: Üblicherweise 09:00 - 16:30 Uhr (saisonabhängig). Aktuelle Revisionszeiten im Frühjahr und Herbst sind unbedingt auf der Website der Hohenbogenbahn zu prüfen.

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Unterkunft und "Flieger-Basis"

Neukirchen beim Heiligen Blut bietet eine solide touristische Infrastruktur. Für Piloten relevante Unterkünfte sind:

Haus am Berg: Heuweg 10, Neukirchen. Bietet Zimmer mit Balkon/Terrasse und Internet – ideal für Wetterbriefings.  

Pension Schamberger: Hauptstraße 21+23. Eine weitere lokale Option.  

Berghaus Hohenbogen: Direkt an der Bergstation gelegen. Bietet Übernachtungsmöglichkeiten (Mehrbettzimmer) für bis zu 46 Personen. Dies ist strategisch interessant für Piloten, die früh am Startplatz sein wollen, um die Morgenbedingungen zu nutzen. Übernachtung inkl. Frühstück ca. 35 Euro.  

Haus Schönblick: Ca. 400m von der Bergstation entfernt, direkt am Hang. Bietet Luxus-Chalets und Doppelzimmer.  

Der Stammtisch: Der soziale Mittelpunkt und Ort für den Erfahrungsaustausch ("Hangar Talk") ist oft der Stammtisch. Dieser findet traditionell im Gasthof "Zum Wirt" im Ortsteil Vorderbuchberg statt (z.B. jeden ersten Freitag im Monat). Hier treffen sich Mitglieder des 1. GVB und Gastpiloten.

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Startplatz Ahornriegel N (Nord)

Dieser Startplatz ist der technisch anspruchsvollere, aber strategisch oft wichtigere der beiden.

Koordinaten: N 49°14'06.00" E 12°56'31.00".  

Höhe: 1033 m AMSL.

Ausrichtung: N-NO.

Charakteristik: Es handelt sich um den oberen Startplatz in einer steilen Waldschneise. Der Startlauf ist kurz und führt direkt in den steilen Abfall der Schneise.

Vorteil: Durch die höhere Lage gewinnt man schneller "Luft unter den Flügeln" und hat mehr Reserve für den Gleitflug über den Wald zum Drachenlandeplatz.

Sicherheitscheck: Beobachten Sie die Windsäcke am Rand der Schneise in verschiedenen Höhen. Wenn der Windsack am Boden "Start" signalisiert, aber die Wipfel sich biegen oder aus einer anderen Richtung wehen, herrscht starke Scherung – Startabbruch!

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Startplatz Ahornriegel NO (Nordost)

Koordinaten: N 49°14'10.74" E 12°56'33.20".  

Höhe: 990 m AMSL.

Ausrichtung: NO-O.

Charakteristik: Dieser Startplatz liegt etwas tiefer. Er ist flacher geneigt als der N-Start, was den Startlauf bei schwachem Wind verlängert.

Winter-Restriktion: Dieser Startplatz liegt direkt auf der Skipiste. Während des Skibetriebs (Winter) ist er STRIKT GESCHLOSSEN. Starts sind nur erlaubt, wenn der Skibetrieb ruht oder eine explizite Trennung durch Markierungen erfolgt ist (was selten ist).  

Ausbildungsbeschränkung: Schulung ist an diesem Startplatz generell verboten. Am N-Startplatz ist Schulung nur unter strengen Auflagen (mind. 25 Höhenflüge des Schülers, Fluglehrer vor Ort, Zustimmung des Halters) gestattet.

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Landeplätze & Gefahrenmanagement (Der Abstieg)

Einer der kritischsten Aspekte am Hohen Bogen ist die Komplexität der Landeoptionen. Im Gegensatz zu Fluggebieten mit riesigen Tallandeplätzen erfordert der Hoher Bogen eine präzise Planung und Entscheidungsfindung ("Decision Altitude").

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Der "Talstation"-Landeplatz (Notlandeplatz)

Status: NUR FÜR NOTFÄLLE (Notlandeplatz).  

Lage: Direkt neben der Talstation der Sesselbahn (ca. 574m AMSL).

Gefahren:

Hindernisse: Der Platz ist extrem "verbaut". Er ist umgeben von Stromleitungen, Liftkabeln, geparkten Autos und Gebäuden.  

Thermische Turbulenz: Die großen Parkplatzflächen heizen sich auf und geben thermische Blasen ab ("Parking Lot Thermals"). Dies kann im Endanflug zu unberechenbarem Steigen oder Sinken führen, genau in dem Moment, wo Präzision nötig wäre.  

Venturi: Die Talverengung kann den Wind hier beschleunigen.

Protokoll: Planen Sie diesen Landeplatz nie als Standardziel ein. Er dient nur als Rettungsanker ("Safe"), wenn Sie aufgrund von unerwartetem Sinken oder starkem Gegenwind die Hauptlandeplätze nicht mehr erreichen können.

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Der Drachenlandeplatz (Standard-Landeplatz)

Status: Primärer, sicherer Landeplatz.

Lage: Nördlich des Waldrandes, weiter draußen im Tal Richtung Neukirchen b. Hl. Blut.  

Erreichbarkeit: Erfordert eine bessere Gleitzahl oder mehr Abflughöhe als der Talstations-Landeplatz.

Strategie (Die "Entscheidungshöhe"): Piloten müssen sich frühzeitig entscheiden. Wenn nach dem Start kein unmittelbarer thermischer Anschluss gefunden wird, lautet die strikte Regel: Sofort zum Drachenlandeplatz rausfliegen. Wer zu lange "kratzt" und Höhe verliert, beraubt sich der Option, sicher über den Wald zu den freien Wiesen zu gleiten, und zwingt sich selbst in die gefährliche Notlandung an der Talstation.  

Koordinaten: Ca. N 49°14'36.00" E 12°58'33.00" (Landeplatz Hobo/Drachenlandeplatz).

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Flugtaktik und XC-Potenzial (Cross-Country)

Der Hoher Bogen ist ein Sprungbrett für Flüge in den Bayerischen Wald und den "Lamer Winkel".

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Die "Arber-Runde" (Südost-Route)

Dies ist die klassische Strecke ("Rennstrecke"), erfordert aber das Navigieren in komplexem Terrain.

Wegpunkt 1: Burgstall/Schwarzriegel: Maximale Höhe gewinnen (Basis ist ideal). Ohne Überhöhung (mind. 500m über Start) ist der Weiterflug riskant.

Wegpunkt 2: Kaitersberg: Ein Talsprung über das Zellertal zum Kaitersberg-Rücken. Dieser Rücken funktioniert hervorragend bei SW-Wind, kann aber bei der für den Hohen Bogen typischen NO-Lage im Lee liegen. Daher fliegen Piloten bei NO oft parallel zum Rücken oder nutzen die Konvergenzlinien.

Wegpunkt 3: Osser: Ein markanter Gipfel direkt auf der Grenze. Warnung: Der Osser ist oft eine turbulente "Waschmaschine", da hier verschiedene Windsysteme (Böhmwind vs. Bayerwaldwind) aufeinandertreffen.  

Wegpunkt 4: Großer Arber: Der höchste Berg des Bayerischen Waldes (1456m).

Herausforderung: Der Arber unterliegt strengen Naturschutzauflagen (Auerhahn-Schutzgebiete). Startplätze sind dort rar oder geschlossen. Überflüge sind meist gestattet, solange die Mindesthöhen über den Reservaten eingehalten werden.

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Route 2: Das Böhmische Flachland (Nord)

Mit ausreichender Höhe ist ein Abgleiten nach Norden in das Flachland Richtung Cham oder Furth im Wald möglich. Bei NO-Lagen ist dies oft ein reiner Rückenwind-Flug ("Downwind Dash").

Risiko: Luftraumbeschränkungen nahe der Grenze und die Sicherstellung der Rückhollogistik.

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Luftraum und Grenzbestimmungen (Tschechien)

Der Hoher Bogen liegt nur wenige Flugminuten von der tschechischen Grenze entfernt.

Schengen-Regeln: Ein Flugplan für den Grenzübertritt ist nicht erforderlich, aber Piloten müssen zwingend einen gültigen Personalausweis/Reisepass und die IPPI-Card mitführen.  

Luftraumstruktur Tschechien:

Unkontrollierter Luftraum (G) bis 300m GND (1000 ft AGL).

Darüber kontrollierter Luftraum (E) bis FL95 (ca. 2900m). Es gelten die VFR-Wolkenabstände (1,5 km horizontal, 1000 ft vertikal).  

Sperrgebiet ED-R 138: In der Region existiert das Flugbeschränkungsgebiet ED-R 138. Obwohl andeutet, dass es am Wochenende oft deaktiviert ist, ist dies keine Garantie. Piloten müssen vor jedem Flug die aktuellen NOTAMs bei der DFS (Deutsche Flugsicherung) oder über das AIS-Portal prüfen. Ein Einflug in ein aktives ED-R ist eine Straftat.  

Verbotene Zonen: Einflüge in militärische TSA-Zonen (Temporary Segregated Areas) oder die Kernzonen des Nationalparks Šumava in niedriger Höhe sind streng verboten.

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Vergleichende Standortanalyse

Um Piloten die Entscheidung zu erleichtern, wohin sie am Morgen fahren sollen, vergleichen wir den Hohen Bogen mit seinen regionalen Alternativen.

Merkmal Hoher Bogen

Osser

Kaitersberg

Windrichtung N, NO (Strikt) W, SW, NW (Vielseitig) S, SO (Südströmung) Zugang Sesselbahn (Bequem) Wanderung (30 Min ab Parkplatz) Wanderung (160m vertikal, steil) Start-Typ Waldschneise (Technisch, Venturi) Wiese (Offen, Einfacher) Klippenstart/Rampe (Spektakulär) Landung Technisch/Eingeschränkt Große Wiesen (Einfach) Mittelschwer Ideal für XC an N/O-Tagen ("Bise") Abendthermik, Westwindlagen Soaring bei Südlagen Gästeregeln Einweisung Zwingend Eingeschränkt (Vogelschutzzeiten) Einweisung erforderlich

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Verein, Gastflugregeln und Sicherheit

Das Gelände wird von einer Haltergemeinschaft aus dem 1. Gleitschirmverein Bayerwald e.V. und dem DGFC Regental e.V. verwaltet. Die Einhaltung der Regeln ist essenziell für den Erhalt des Geländes.

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Zwingende Einweisung

Die Regel: Jeder Gastpilot MUSS vor dem ersten Flug eine Einweisung durch ein erfahrenes Vereinsmitglied erhalten. Es gibt keine Ausnahmen ("Starterlaubnis nur nach Einweisung!").  

Warum? Die technische Natur des Schneisenstarts und die komplexe Landeplatzsituation (Notlandeplatz vs. Außenlandeplatz) machen lokales Wissen zu einem sicherheitskritischen Faktor.

Kontakt: Wenden Sie sich an die Vorstandschaft, z.B. Rupert Kellnhofer (Geländewart) oder Florian Theiss (Sportwart). Die Telefonnummern sind auf der Vereinswebsite oder am Aushang an der Talstation zu finden.

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Naturschutz

Auerhahn-Schutz: Der Bayerische Wald ist Lebensraum des Auerhuhns. Während der Brut- und Aufzuchtzeiten (typischerweise Frühjahr/Frühsommer) können Einschränkungen gelten. Piloten sollten hoch über bewaldeten Rücken bleiben und niedrige Überflüge über bekannte Balzplätze vermeiden.

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Fazit und Sicherheits-Checkliste

Der Hoher Bogen ist ein Juwel des Bayerischen Waldes für den disziplinierten Piloten. Er erschließt Flugpotenziale an Tagen, an denen die vorherrschenden Westwinde andere Gebiete "zu" machen. Seine technischen Anforderungen – insbesondere der Schneisenstart und die unnachgiebigen Landeoptionen – verlangen jedoch Respekt und Demut.

Finale Sicherheits-Checkliste für Piloten:

Wind-Check: Kommt der Wind aus N/NO? Gibt es irgendeine Südkomponente? (Wenn ja: Nicht fliegen, Lebensgefahr durch Leewirkung).

Einweisung: Haben Sie ein Vereinsmitglied kontaktiert?  

Landeplan: Haben Sie den Drachenlandeplatz visuell identifiziert? Verlassen Sie sich nicht auf die Talstation.

Luftraum: Ist die ED-R 138 heute aktiv?

Notausgang: Wenn Sie unter Gratöhe sinken, fliegen Sie sofort zu den Landewiesen. "Kratzen" Sie nicht tief über dem Wald im Lee des "Schönblick".

Indem Piloten diese Protokolle befolgen, können sie die außergewöhnliche Thermik und die Aussicht dieses einzigartigen Standorts sicher genießen.

Datenquellen: DHV Geländedatenbank , 1. Gleitschirmverein Bayerwald e.V. , Paragliding365 , Hohenbogenbahn , und lokale Pilotenberichte.

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