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Haselbach

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Koord.:49.3361°N, 12.0282°E
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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Haselbach

Start
Höhe410m ü. M.
Koord.49.3361, 12.0282
WindS
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Analyse der Flugregion Haselbach: Ein umfassender Experten-Guide für die Gleitschirm-Standorte in der Rhön, den Kitzbüheler Alpen und der Oberpfalz Executive Summary für Piloten

Die Recherche zu den unter dem Namen Haselbach geführten Gleitschirm-Startplätzen offenbart eine geografische Diversität, die von den sanften Hügelketten der deutschen Mittelgebirge bis zu den markanten Gipfeln der Tiroler Alpen reicht. Für Piloten, die eine fundierte Entscheidungshilfe suchen, lassen sich drei primäre Standorte identifizieren, die jeweils völlig unterschiedliche fliegerische Anforderungen und Erlebnisse bieten.

Der Arnsberg bei Haselbach in der bayerischen Rhön gilt als eines der besten Nordwest-Gelände Deutschlands. Mit einem moderaten Höhenunterschied von etwa 100 Metern ist er ein Mekka für Soaring-Einheiten, das Training des Rückwärtsstarts und den Einstieg in die Thermik. Die weitläufigen Trockenrasenflächen bieten eine ideale Infrastruktur für Hike & Fly sowie für die Schulung, erfordern jedoch eine enge Abstimmung mit dem Modellflugsport.  

Im krassen Gegensatz dazu steht die Hohe Salve in Tirol, deren Talstation Hopfgarten unmittelbar im Bereich Haselbach liegt. Dieses Hochgebirgsgelände bietet einen imposanten Höhenunterschied von bis zu 1200 Metern und erstklassige Streckenflugoptionen in die Kitzbüheler Alpen und darüber hinaus. Während die Rhön durch ihre Sanftheit besticht, fordert die Hohe Salve Piloten durch komplexe Talwindsysteme und kräftige alpine Thermik heraus.  

Ein dritter Standort, Haselbach bei Schwandorf in der Oberpfalz, dient primär als Schleppgelände für Windenstarts. Dieses Gelände ist jedoch derzeit als inaktiv gemeldet und weist eine maximale Schlepphöhe von 150 Metern auf, was es primär für lokale Übungszwecke interessant macht.  

Dieser Guide analysiert alle drei Standorte im Detail, liefert meteorologische Hintergrundinformationen und gibt wertvolle Insider-Tipps für die Flugplanung, die weit über die Standardeinträge der Geländedatenbanken hinausgehen.

Der Arnsberg in der Bayerischen Rhön: Das Nordwest-Juwel

Der Arnsberg, gelegen oberhalb des malerischen Ortsteils Haselbach der Gemeinde Bischofsheim in der Rhön, repräsentiert einen der historisch bedeutsamsten Standorte für den Flugsport in Deutschland. Oft als "kleiner Bruder" des Kreuzbergs bezeichnet, bietet er aufgrund seiner freien Anströmung und der topografischen Beschaffenheit oft stabilere und laminarere Bedingungen als die benachbarten Schneisenstartplätze.  

Geografische Präzision und technische Parameter

Die Analyse der topografischen Gegebenheiten verdeutlicht den Charakter des Arnsbergs als sanfte, aber effektive Hangkante. Die geologische Struktur der Rhön, geprägt durch vulkanische Aktivitäten, hat hier weitläufige Plateaus geschaffen, die sich ideal für den Gleitschirmsport eignen.

Parameter Spezifikation am Arnsberg (NW) Geländeart Hangstart / Wiesenstart Staat / Bundesland Deutschland / Bayern Gemeinde 97653 Bischofsheim / Haselbach GPS Koordinaten Startplatz N 50° 23' 54.62" E 9° 57' 23.82" GPS Koordinaten Landeplatz N 50° 24' 03.81" E 9° 56' 58.91" Höhe Startplatz 750 m ü. NN Höhe Landeplatz 650 m ü. NN Effektive Höhendifferenz 100 m Startrichtung (Optimal) NW (300° bis 340°) Startberechtigung A-Schein / Luftfahrerschein Geländestatus Zugelassenes Fluggelände (GSC Kreuzberg Rhön) Export to Sheets

Die Höhendifferenz von exakt 100 Metern erscheint im alpinen Vergleich gering, doch die aerodynamische Güte der Kante erlaubt bei passendem Nordwestwind stundenlanges Soaring. Der Startplatz ist als großer Trockenrasen charakterisiert, der nach umfangreichen Entbuschungsmaßnahmen wieder weitgehend hindernisfrei zur Verfügung steht.  

Logistik und Zugang: Der Fokus auf Hike & Fly

Ein wesentliches Merkmal des Arnsbergs ist die bewusste Entscheidung gegen eine mechanische Erschließung unmittelbar zum Startplatz. Dies bewahrt die Ruhe des Naturparks und fördert die Philosophie des Hike & Fly.  

Die Anreise erfolgt in der Regel über die Bundesstraßen Richtung Bischofsheim. Piloten nutzen die Parkmöglichkeiten in der Ortslage von Oberweißenbrunn, wobei besonders die Plätze am Feuerwehrhaus empfohlen werden. Von dort aus ist das Gelände ausschließlich zu Fuß zu erreichen. Der Wanderweg führt über ca. 15 bis 20 Minuten sanft bergauf. Diese physische Vorbereitung wird von lokalen Piloten geschätzt, um die Wetterbedingungen bereits während des Aufstiegs zu beobachten. Eine Auffahrt mit Kraftfahrzeugen ist streng untersagt, um die Flora und Fauna des sensiblen Ökosystems nicht zu gefährden.  

Flugklimatologie und thermische Dynamik am Arnsberg

Die meteorologische Analyse zeigt, dass der Arnsberg seine Stärken vor allem bei Hochdrucklagen mit einer leichten Nordwestströmung ausspielt. Die Thermikentwicklung beginnt aufgrund der Ausrichtung meist ab dem späten Vormittag und erreicht ihren Höhepunkt in den frühen Nachmittagsstunden.

Der Berg bietet eine ansprechende Thermik, die durch die gute solare Absorption des Trockenrasens begünstigt wird. Ein besonderes aerodynamisches Phänomen am Arnsberg ist die Ablösung der Thermik oft schon weit vor der eigentlichen Kante, was Piloten ermöglicht, schon beim Start direkt in den Aufwind einzusteigen. Die Energiebilanz des Fluges wird hier maßgeblich durch die Fähigkeit bestimmt, kleinräumige Bärte auszukreisen.  

Windstärke Empfehlung für Piloten 0 - 10 km/h Ideal für thermische Einstiege und Übungsflüge 10 - 20 km/h Exzellente Soaring-Bedingungen, dynamischer Auftrieb dominiert 20 - 25 km/h

Anspruchsvoll, erhöhte Turbulenzgefahr an der Kante

> 25 km/h Startverbot für Gleitschirme (Gefahr durch Rotoren)  

Besonders wichtig für Streckenflugambitionen: Der Arnsberg ist ein hervorragendes Sprungbrett für Flüge Richtung Süden entlang der Autobahn A7. Piloten nutzen hierbei die Thermikketten, die sich an den Südhängen der Rhönkuppen bilden.  

Koexistenz und Sicherheit: Der Mischbetrieb

Ein Alleinstellungsmerkmal des Arnsbergs ist der koordinierte Mischbetrieb mit Modellfliegern. Der westliche Teil des Berges wird von den Modellflugfreunden Bischofsheim e. V. genutzt, während der östliche Teil den Gleitschirmfliegern vorbehalten ist.  

Diese räumliche Aufteilung erfordert Disziplin und Kommunikation. Piloten sollten vor dem Start den Kontakt zu den Modellfliegern suchen, um Flugbereiche und Frequenzen (falls relevant) abzustimmen. Ein kritischer Sicherheitsaspekt am Arnsberg ist zudem die Nähe zum militärischen Truppenübungsplatz Wildflecken. Ein Einflug in dieses Sperrgebiet (ED-R) ist absolut verboten und wird streng geahndet.  

Die Hohe Salve bei Hopfgarten/Haselbach: Alpine Exzellenz

Wechselt man den Blickwinkel nach Österreich, so begegnet man der Hohen Salve. Die Talstation Hopfgarten liegt im geografischen Bereich von Haselbach und stellt den Einstieg in eines der renommiertesten Fluggebiete Tirols dar. Im Vergleich zum Arnsberg ist die Hohe Salve eine völlig andere Kategorie: Ein exponierter Aussichtsgipfel mit 360-Grad-Panorama und anspruchsvoller alpiner Meteorologie.  

Infrastruktur der Superlative

Der Zugang zur Hohen Salve erfolgt komfortabel über die Bergbahnen von Hopfgarten oder Söll. Die Fahrt zum Gipfel dauert inklusive Umsteigen an der Mittelstation rund 25 Minuten. Die logistische Kapazität der modernen Gondelbahnen ermöglicht eine hohe Frequenz an Flügen, was das Gebiet auch für Schulen und Tandemanbieter attraktiv macht.  

Merkmal Hohe Salve - Gipfelbereich Land Österreich Bundesland Tirol Talorte Hopfgarten (Haselbach), Söll, Itter Höhe Gipfel 1829 m ü. NN Höhe Landeplatz Hopfgarten 602 m ü. NN Höhe Landeplatz Söll 697 m ü. NN Maximale Höhendifferenz ca. 1200 m Startrichtungen

Nahezu alle Richtungen (Hauptstart Süd/West)

  Das thermische Kraftwerk der Kitzbüheler Alpen

Die Hohe Salve wird oft als "Thermikmagnet" bezeichnet. Durch ihre kegelförmige, freistehende Form erwärmen sich die Hänge je nach Sonnenstand sehr gleichmäßig, was zu einer hohen Zuverlässigkeit von Aufwinden führt. Bereits früh im Jahr, oft im Februar oder März, bietet die Salve thermische Bedingungen, die Streckenflüge ermöglichen.  

Für XC-Piloten ist die Salve der ideale Ausgangspunkt für den "Pinzgauer Spaziergang" oder Flüge entlang des Brixentals. Ein technischer Insider-Tipp betrifft die Thermikablösung: Auf der Südseite entsteht oft eine turbulente, aber sehr kräftige Thermik, die durch den sogenannten "Bayerischen Wind" (eine nordwestliche Ausgleichsströmung) beeinflusst wird. In einer Höhe von etwa 300 Metern über dem Gipfel glättet sich diese Turbulenz meist, und es bilden sich großflächige, homogene Aufwindgebiete.  

Die Landeplatz-Herausforderung

Während der Start am Gipfel auf weitläufigen, wenn auch teilweise steilen Grasmatten erfolgt, erfordert die Landung höchste Konzentration. Der Landeplatz in Hopfgarten liegt in einer "Düse" und kann bei starkem Talwind sehr turbulente Bedingungen aufweisen. In Söll hingegen müssen Piloten auf Stromleitungen achten, die bei starkem Wind eine erhebliche Gefahr darstellen können.  

Landeplatz Besonderheiten & Risiken Hopfgarten Schmal, lang, unterhalb der B 170; Winddüse bei Nordwind Söll

Ca. 500 m von der Talstation; Achtung Stromleitungen & Traktoren

 

Lokale Piloten empfehlen, die Landeeinteilung (Position) niemals über der Straße oder bewohntem Gebiet zu fliegen, sondern immer über den freien Wiesenflächen, um Reserven bei plötzlich absinkender Luft zu haben.

Das Schleppgelände Haselbach bei Schwandorf: Flachland-Option

Ergänzend zu den Hangfluggebieten existiert in der Oberpfalz das Gelände der Fensterbachflieger. Hier liegt der Fokus auf dem Windenstart, einer Technik, die es ermöglicht, auch in flacherem Terrain beträchtliche Höhen zu erreichen.

Technisches Setup und aktueller Status

Das Gelände in Haselbach bei Schwandorf ist als Schleppgelände und Übungshang klassifiziert. Mit einer Schlepplänge von 700 Metern können Piloten unter idealen Bedingungen Ausklinkhöhen von bis zu 150 Metern erreichen. Dies ist für das Training von Platzrunden und Landeeinteilungen ideal, bietet jedoch ohne thermischen Anschluss nur kurze Flugzeiten.  

Es ist jedoch essenziell zu beachten, dass das Gelände derzeit laut Vereinsangaben nicht benutzt wird und auch nicht für Übungsflüge freigegeben ist. Piloten sollten vor einer Anreise zwingend Kontakt zu den Fensterbachfliegern aufnehmen, um den aktuellen Status zu klären.  

Koordinaten Haselbach (Opf.) N 49° 33' 60.56" O 12° 02' 82.33" Höhe NN 410 m Startrichtung Süd Erschließung Auto / zu Fuß Export to Sheets Flugtheorie und Meteorologie: Vertiefung für Profis

Um die Bedingungen an den Haselbach-Standorten wirklich zu verstehen, muss man die zugrunde liegende Physik der Atmosphäre betrachten. Paragliding an Standorten wie dem Arnsberg oder der Hohen Salve basiert auf zwei unterschiedlichen Auftriebsformen: dem dynamischen Hangaufwind und der thermischen Konvektion.

Dynamik des Soarings

Am Arnsberg dominiert bei Windstärken von 15-20 km/h das Soaring. Hierbei wird die horizontale Luftbewegung durch das Hindernis (den Berg) in eine vertikale Komponente umgelenkt. Die Steigrate v z ​

lässt sich vereinfacht als Funktion der Windgeschwindigkeit v h ​

und des Hangneigungswinkels α beschreiben:

v z ​

=v h ​

⋅sin(α)

An der Kante des Arnsbergs ist dieser Effekt so ausgeprägt, dass Piloten oft stundenlang in einem schmalen Band vor dem Hang "parken" können. Kritisch wird es, wenn der Wind zu stark wird oder auf Seitenwind dreht. Dann entstehen am Rand der Schneisen oder hinter Geländekanten Rotoren, die zum Klappen des Gleitschirms führen können.  

Thermikmechanik in den Alpen

An der Hohen Salve spielt die adiabatische Zustandsänderung der Luft eine größere Rolle. Wenn sich ein Luftpaket am sonnenbeschienenen Hang erwärmt, steigt es auf, da seine Dichte geringer ist als die der Umgebungsluft. Der trockenadiabatische Temperaturgradient beträgt dabei etwa 1,0 ∘ C pro 100 Meter.

Γ d ​

=− dz dT ​

≈10 K/km

Piloten an der Salve nutzen diesen Effekt, um von der Talsohle (ca. 600 m) bis weit über den Gipfel (1829 m) aufzusteigen. Ein wichtiger Hinweis für dieses Gebiet ist die Beobachtung von "Dust Devils" im Hochsommer. Diese kleinskaligen Wirbelstürme entstehen durch extreme Überhitzung am Boden und können aufgebauten Schirmen oder Drachen gefährlich werden.  

Die "Geheimtipps" der lokalen Community

Der wahre Mehrwert für einen besuchenden Piloten liegt in den Informationen, die nicht in Standard-Handbüchern stehen. Diese Insights stammen aus jahrelanger Beobachtung der lokalen Vereine und Flugschulen.

Insider-Wissen Rhön (Arnsberg/Haselbach)

Thermikquelle Buchenwald: Wenn am Arnsberg die Thermik am Haupthang schwächelt, lohnt sich oft ein kleiner Versatz nach rechts über den angrenzenden Buchenwald Richtung Kreuzberg. Dort lösen sich oft Ablösungen aus dem Waldinneren, die an der Kante vorbeiziehen.  

Hike & Fly Ausrüstung: Da der Aufstieg zum Arnsberg zwar kurz, aber stetig ist, empfehlen lokale Piloten Leichtausrüstungen im Bereich von 12 bis 14 kg. Schwere "Packsäcke" von über 20 kg reduzieren den Spaßfaktor beim Aufstieg erheblich.  

Abend-Soaring: Bei schwachen Nordwestlagen im Sommer bildet sich oft eine Umkehrthermik am Abend, die sehr laminare und ruhige Flüge ermöglicht – ideal für Genusspiloten.

Insider-Wissen Tirol (Hohe Salve)

Die "Brixental-Autobahn": Erreicht man an der Salve eine Höhe von ca. 2400 m, ist der Weg frei für einen Gleitflug Richtung Ellmau. Dort dient ein markantes Schotterfeld als zuverlässiger Thermikeinstieg für den Weiterflug zum Wilden Kaiser.  

Windstationen-Check: Lokale Piloten nutzen nicht nur die Standard-Apps, sondern schauen gezielt auf die Windstation am Elferturm oder nutzen Burnair-Live-Daten, um die tatsächliche Windstärke am Gipfel der Salve einzuschätzen.  

Tandem-Tricks: Wer als Privatpilot fliegt, sollte die Tandempiloten beobachten. Wenn diese anfangen, ihre Passagiere zurückzuhalten, ist dies oft das erste Anzeichen für auffrischenden Talwind oder herannahende Gewitterzellen.

Infrastruktur, Kulinarik und Übernachtung

Ein gelungener Flugtag endet nicht mit der Landung. Die Regionen um die Haselbach-Standorte bieten eine exzellente touristische Infrastruktur.

Gastronomie-Empfehlungen in der Rhön

Die Rhön ist bekannt für ihre urigen Hütten. Nach dem Flug am Arnsberg ist eine Einkehr im Kloster Kreuzberg fast schon obligatorisch. Das dort gebraute Klosterbier und die deftigen Brotzeiten sind unter Fliegern legendär. Wer es etwas ruhiger mag, findet in der Gemündener Hütte (direkt am Skihang) oder in der Drei-Tannen-Alm in Haselbach hervorragende regionale Küche.  

Hütte / Gasthaus Lage Spezialität Kloster Kreuzberg Gipfelnähe Kreuzberg Klosterbier, Schweinebraten Gemündener Hütte Am Waldrand, sonnig Rhöner Brotzeit, Weitblick Drei-Tannen-Alm Talstation Skilift Haselbach Hausgemachte Kuchen, Wurst Jagdschloss Holzberghof Außerhalb Bischofsheim Wildgerichte aus eigener Jagd Export to Sheets Übernachtung und Camping

Für Camper bietet die Region um die Wasserkuppe und Bischofsheim zahlreiche Stellplätze, teils direkt an den Flugzentren. In Tirol ist das Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten eine Top-Adresse, die sich speziell auf Aktivurlauber eingestellt hat und sogar die Reservierung für Paragliding-Aktivitäten an der Rezeption übernimmt. Wer es rustikaler mag, kann in den Chalets im Ferienpark Haselbach übernachten, die einen direkten Blick auf den Kreuzberg bieten.  

Sicherheit, Regeln und Notfallmanagement

Fliegen ist ein Natursport, der Respekt vor den Elementen und den geltenden Regeln erfordert. Die Haselbach-Standorte unterliegen strengen Umweltauflagen.

Naturschutz und Fairplay

Sowohl in der Rhön als auch in den Kitzbüheler Alpen befinden sich die Startplätze in ökologisch sensiblen Zonen. In der Rhön ist das Betreten der Trockenrasenflächen abseits der markierten Wege zu vermeiden. An der Hohen Salve ist das Starten im Winter nur auf den dafür vorgesehenen Flächen hinter den Absperrungen gestattet, um Skifahrer nicht zu gefährden.  

Ein wichtiger Hinweis für Hundehalter: In alpinen Regionen wie der Hohen Salve gilt eine strikte Leinenpflicht, insbesondere in der Nähe von Weidetieren (Kühen). Hunde werden von Mutterkühen oft als Bedrohung wahrgenommen, was zu gefährlichen Situationen führen kann.  

Notfallkontakte

Piloten sollten immer ein geladenes Mobiltelefon und ein Erste-Hilfe-Set mitführen. In den Bergen ist zudem die Kenntnis der alpinen Notsignale wichtig.

Dienst Nummer (D / AT) Besonderheit Allgemeiner Notruf 112 Überall in Europa Bergrettung Österreich 140 Spezialisiert auf Alpinunfälle Bergwacht Wasserkuppe +49 6654 432

Zuständig für die Rhön

Flugschule Papillon +49 6654 7548 Hotline für Geländeeinweisungen   Regulatorische Voraussetzungen

Für alle Standorte gilt in Deutschland und Österreich die Versicherungspflicht und die Pflicht zum Mitführen einer gültigen Lizenz. In Österreich ist zudem die IPPI-Card für ausländische Piloten oft hilfreich, um den Ausbildungsstand nachzuweisen. Gastpiloten am Arnsberg oder an der Hohen Salve sollten sich immer zuerst bei den lokalen Vereinen oder Flugschulen melden (z.B. Gleitschirm-Club Kreuzberg oder Parafly Stubaital), um eine aktuelle Einweisung zu erhalten.  

Fazit: Welches Haselbach ist das richtige für dich?

Die Entscheidung, welches Haselbach man ansteuert, hängt maßgeblich von der persönlichen Erfahrung und den Tageszielen ab.

Der Arnsberg (Rhön) ist das ideale Revier für Genusspiloten, Anfänger und Technik-Freaks, die ihre Schirmbeherrschung beim Soaring oder Rückwärtsstart perfektionieren wollen. Die entspannte Atmosphäre und die kulturelle Einbettung in die Rhön machen jeden Flugtag zu einem Gesamterlebnis.  

Die Hohe Salve (Tirol) hingegen ist das Mekka für leistungsorientierte Piloten, die Höhe machen wollen und den Traum vom weiten Streckenflug träumen. Die Kombination aus moderner Liftinfrastruktur und gewaltigem thermischem Potenzial ist in den Ostalpen kaum zu übertreffen.  

Das Schleppgelände (Oberpfalz) bleibt eine wichtige Backup-Option für lokale Piloten, sollte aber aufgrund des aktuellen Inaktivitätsstatus nur nach vorheriger Absprache mit dem Verein in Betracht gezogen werden.  

Unabhängig von der Wahl des Standortes gilt: Die Informationen der einheimischen Piloten sind unersetzlich. Ein kurzer Austausch am Startplatz über die aktuelle Windsituation oder Lee-Gefahren kann den Unterschied zwischen einem frustrierenden Absacker und einem unvergesslichen Flugerlebnis ausmachen. Die Haselbach-Standorte bieten für jeden Geschmack das Richtige – von der sanften Kuppe bis zum alpinen Riesen.

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