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Elkenroth

Startplätze:1
Koord.:50.7175°N, 7.8983°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Elkenroth

Start
Höhe500m ü. M.
Koord.50.7175, 7.8983
WindO, W
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Aero-Topographische Analyse und Piloten-Kompendium: Flugplatz Elkenroth (Westerwald)

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Präambel: Die Bedeutung des Flachlandfliegens im Hohen Westerwald

In der Topographie der deutschen Gleitschirm- und Drachenfluglandschaft nehmen die Mittelgebirge eine Sonderstellung ein. Während die Alpen mit ihrer schieren vertikalen Masse bestechen, fordert der Westerwald – und spezifisch das Fluggelände Elkenroth – den Piloten auf subtilere, technischer orientierte Weise heraus. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass das Fehlen gewaltiger Felswände mit einem Mangel an fliegerischem Anspruch gleichzusetzen sei. Im Gegenteil: Elkenroth, verortet auf einem exponierten Hochplateau des Rheinischen Schiefergebirges, repräsentiert die Quintessenz des thermischen Flachlandfliegens. Hier wird Höhe nicht geschenkt, sie muss durch meteorologisches Verständnis, präzise Windenstarttechnik und ein feines Gespür für abrissträchtige Bodenstrukturen erarbeitet werden.

Dieser Bericht, verfasst aus der Perspektive der technischen Luftfahrtanalyse und Reisejournalistik, zielt darauf ab, das oft nur rudimentär in Datenbanken erfasste Gelände in seiner ganzen Komplexität darzustellen. Er dient als operatives Handbuch für den ambitionierten Streckenflieger ebenso wie als kultureller Wegweiser für den Gastpiloten, der die spezifische Etikette einer eingeschworenen Schleppgemeinschaft verstehen muss. Wir analysieren die aerologischen Gegebenheiten, die logistischen Herausforderungen und das immense Potenzial, das in diesem unscheinbaren Flecken Erde bei N 50°43'03.15" E 7°53'54.01" schlummert.

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Die Rumpffläche als Startrampe

Das Fluggelände Elkenroth liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 500 Metern über Normalnull (MSL). Diese Höhenlage ist für den Westerwald, dessen höchste Erhebung die Fuchskaute mit 657 Metern ist, signifikant. Wir befinden uns hier nicht in einem Talboden, sondern auf einer Rumpffläche. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Anströmung. Der Wind trifft ungebremst auf dieses Plateau, was einerseits für eine sehr laminare, "saubere" Anströmung sorgt, andererseits aber auch bedeutet, dass die Windgeschwindigkeiten hier oben oft deutlich höher sind als in den Wetterberichten für die umliegenden Täler (z.B. Betzdorf oder Hachenburg) prognostiziert.  

Das Gelände selbst ist ein weites, offenes Areal, das primär landwirtschaftlich genutzt wird. Die Abwesenheit von direkten Hindernissen in der unmittelbaren Startschneise ist ein Sicherheitsfeature, doch die Ränder des Plateaus sind von Mischwäldern gesäumt, die aerodynamisch als mechanische Turbulenzgeneratoren fungieren können – ein Aspekt, der in der Sicherheitsanalyse (Kapitel 6) detailliert behandelt wird.

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Die Schleppstrecke: Eine Vektoranalyse

Das Herzstück des Geländes ist die 900 Meter lange Schleppstrecke. In der Welt des Windenfliegens ist die Länge der "Runway" der limitierende Faktor für die Ausklinkhöhe. Eine Distanz von fast einem Kilometer klassifiziert Elkenroth als "High-Performance"-Schleppgelände. Physikalisch betrachtet erlaubt diese Länge – abhängig von der verwendeten Seilart (Stahl vs. Kunststoff), dem Windvektor und dem Gewicht des Piloten – Schleppphasen, die weit über das bloße "Hochziehen" hinausgehen.  

Die Ausrichtung der Strecke ist nahezu perfekt Ost-West (O/W). Dies korrespondiert hervorragend mit der in Mitteleuropa vorherrschenden Westwinddrift.

Startrichtung West: Der Pilot startet gegen den Westwind. Dies ist die Standardkonfiguration für thermische Tage, da Frontensysteme und labile Luftmassen meist aus Westen herangeführt werden.

Startrichtung Ost: Diese kommt oft bei stabilen Hochdrucklagen (Bisenlage) zum Tragen. Hier ist besondere Aufmerksamkeit gefordert, da Ostwindlagen im Westerwald oft mit stärkeren Böen und zerrissener Thermik einhergehen können.

Ein oft diskutierter Punkt in Pilotenkreisen ist die Diskrepanz zwischen der physischen Länge der Strecke und der in offiziellen Datenbanken teils konservativ angegebenen maximalen Schlepphöhe von 150 Metern. Operative Erfahrungswerte und physikalische Berechnungen legen nahe, dass bei einer 900m-Bahn und moderatem Gegenwind Ausklinkhöhen von 300 bis 450 Metern technisch realisierbar sind. Die Begrenzung auf 150m in der Dokumentation könnte historischen Ursprungs sein oder auf spezifische Sektorenvereinbarungen mit der Flugsicherung hindeuten, da der Luftraum in dieser Region komplex ist. Es ist für Piloten essentiell, diesen Wert vor Ort im Briefing zu verifizieren, da er die Taktik nach dem Klinken diktiert: Muss ich sofort in den "Survival-Mode" schalten und den ersten Bart suchen, oder habe ich Puffer für eine großräumige Suche?

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Meteorologische Feinmechanik des Westerwaldes

Das Verständnis des lokalen Mikroklimas ist der Schlüssel, um in Elkenroth nicht nur zu starten, sondern oben zu bleiben. Der Westerwald genießt – nicht ganz zu Unrecht – den Ruf eines rauen Klimas ("Hui Wäller? Allemol!"). Für den Luftsportler übersetzt sich dies in spezifische Chancen und Risiken.

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Thermikgenese und Bodenbeschaffenheit

Im Gegensatz zu den kalkhaltigen, hellen Felswänden der Alpen, die als klassische Thermiköfen fungieren, ist der Westerwald durch dunklere Basaltböden, Schiefergestein und schwere Lehmböden geprägt. In Kombination mit den ausgedehnten Waldflächen und den landwirtschaftlichen Nutzflächen rund um Elkenroth entsteht ein thermisches Muster, das als "Hotspot-Thermik" bezeichnet werden kann. Die Wiesen und Äcker auf dem Plateau heizen sich am Vormittag schnell auf. Da das Plateau jedoch relativ flach ist, fehlt oft die geneigte Fläche, damit sich die Warmluftblase ablösen kann (der "Trigger"). Hier kommen die Waldkanten und die Bebauung der Ortschaft Elkenroth ins Spiel. Piloten berichten, dass der Ablösepunkt oft nicht direkt über der Wiese liegt, sondern dort, wo der Wind die Warmluftblase gegen ein Hindernis – sei es eine Baumreihe oder der Ortsrand – schiebt. Das erfolgreiche Zentrieren erfordert hier also ein mentales Modellieren des Windversatzes.

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Saisonale Variabilität und Flugwahrscheinlichkeiten

Die statistische Auswertung der Flugtage zeigt klare saisonale Präferenzen, die jedoch durch naturschutzrechtliche Auflagen modifiziert werden.

Frühjahr (März - Mai): Dies ist die energetischste Zeit. Die Luftmasse ist oft noch kalt (labil geschichtet), während die Sonne bereits Kraft hat. Die Temperaturdifferenz (Lapse Rate) ist maximal. Dies ermöglicht hohe Basishöhen und kräftige Steigwerte. Allerdings greift hier oft eine wichtige Einschränkung: Zum Schutz der Wiesenbrüter und des Wildbestandes darf der Flugbetrieb in der Zeit vom 1. April bis zum 30. Juni oft erst ab 10:00 Uhr aufgenommen werden. Dies ist für Streckenflieger relevant, die sonst gerne früher starten würden, um den thermischen Tag voll auszunutzen.  

Sommer (Juni - August): Die Thermik wird "blauer". An Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit neigt der Westerwald zur schnellen Überentwicklung. Gewitter können sich über dem Schiefergebirge rasch bilden und ziehen oft schneller als vorhergesagt. Die "Abschattung" durch Ausbreitung (Spread-out) der Cumuli ist ein häufiger "Spaßverderber" am Nachmittag.

Herbst (September - Oktober): Die Zeit der Genussflieger. Die Thermik ist sanfter, großflächiger, aber oft schwächer. Besonders reizvoll ist hier das Phänomen des "Wonder Winds" (Restitution), wenn die großen Waldgebiete am Abend die gespeicherte Wärme abgeben und sanftes Soaring ermöglichen, obwohl keine klassische Thermik mehr existiert.

Eine Analyse der Flugdaten legt nahe, dass der Mai statistisch gesehen die höchste Dichte an fliegbaren Tagen mit XC-Potenzial (Cross Country) bietet, sofern die Wetterlage stabil ist.

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Zugang, Logistik und Vereinsstruktur

Der Zugang zum Fluggelände Elkenroth unterscheidet sich fundamental von dem kommerzialisierter Flugschulgelände oder touristischer Bergbahnen. Es ist ein von Idealisten geführter Sportbetrieb, was eine spezifische soziale Kompetenz des Gastes erfordert.

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Die Schleppgemeinschaft Uelhof e.V.: Ein Verein, zwei Welten

Es herrscht oft Verwirrung über die Zuständigkeiten, da die Schleppgemeinschaft Uelhof e.V. namentlich mit ihrem Stammgelände "Uelhof" im Sauerland (Attendorn) verknüpft ist, aber operativ auch Elkenroth im Westerwald betreut. Dies ist eine strategische Diversifikation: Während Uelhof andere Windrichtungen abdeckt, erlaubt Elkenroth den Betrieb bei den dominanten Westlagen. Für den Piloten bedeutet das: Informationen auf der Vereinswebseite können sich auf beide Gelände beziehen. Es ist essentiell, den "Status" (Ampel-System oder WhatsApp-Gruppe) spezifisch für Elkenroth zu prüfen.

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Gastflugregelung: Auflösung eines Widerspruchs

Die Recherche offenbart einen kritischen Widerspruch in den öffentlich zugänglichen Daten:

Die offizielle DHV-Datenbank vermerkt im Feld Bemerkungen strikt: "nur für Vereinsmitglieder".  

Die Webseite der Schleppgemeinschaft signalisiert jedoch Offenheit: "Gastpiloten und Tandemgäste sind bei uns Willkommen".  

Diese Diskrepanz lässt sich operativ auflösen: Die DHV-Eintragung dient als "Schutzschild" gegen unkontrollierten Massentourismus. Ein Windenbetrieb kann – anders als ein Hangstartplatz – nicht von unbegrenzt vielen Piloten gleichzeitig genutzt werden. Die Taktung der Winde limitiert den Durchsatz. Das bedeutet in der Praxis: Ohne vorherige Anmeldung kein Flug. Der Verein erwartet eine Kontaktaufnahme. Dies geschieht zunehmend digital (über Apps wie Chayns oder die Vereinswebsite). Die Tagesmitgliedschaft liegt bei moderaten 15,00 €, hinzu kommt eine Pauschale pro Schlepp (oft ca. 5–8 €). Das folgende Prozessdiagramm visualisiert den zwingend einzuhaltenden Pfad für Gastpiloten, um Enttäuschungen am Startplatz zu vermeiden.

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Anfahrt und Infrastruktur

Die Anreise erfolgt fast ausschließlich per PKW über die B62 oder B414. Das Navigationsziel ist 57578 Elkenroth (Nähe L286 / K114). Anders als an touristischen Hotspots gibt es hier keine asphaltierten Großparkplätze mit Toilettenanlagen. Geparkt wird – strikt nach Anweisung der Vereinsmitglieder – am Rand der Feldwege oder auf ausgewiesenen Wiesenflächen. Warnung: Das Blockieren landwirtschaftlicher Zu- und Abfahrten ist die Todsünde in Elkenroth. Die Koexistenz mit den Landwirten ist die Lebensader des Geländes. Wer hier rücksichtslos parkt, gefährdet die Zulassung des gesamten Platzes.

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Luftraumstruktur und XC-Potenzial (Cross Country)

Für den ambitionierten Streckenflieger bietet Elkenroth eine faszinierende, aber luftrechtlich anspruchsvolle Ausgangsbasis. Die Lage zwischen den Kontrollzonen und Sektoren des Rheinlands und Hessens macht die Flugplanung zu einer Navigationsaufgabe.

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Die "Kölner Mauer": Das Luftraumproblem im Westen

Ein Blick auf die ICAO-Karte offenbart sofort das größte Hindernis für Flüge ab Elkenroth: Westlich des Startplatzes baut sich der Luftraum C (Charlie) des Flughafens Köln/Bonn (EDDK) auf. Dieser Luftraum senkt sich stufenweise ab, je weiter man nach Westen fliegt. Während man über Elkenroth noch relative Freiheit bis in größere Höhen genießt (FL 100 beachten, aber meist durch VFR-Regeln limitiert), wird der Deckel Richtung Rhein immer tiefer. Dies hat zur Folge, dass Streckenflüge gegen den Wind (nach Westen) nicht nur aerodynamisch ineffizient, sondern luftrechtlich extrem risikobehaftet sind. Ein Einflug in den Luftraum C ohne Freigabe ist eine Straftat und führt zur sofortigen Verfolgung durch die DFS.

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Der "Rennweg" nach Osten

Die logische und meteorologisch begünstigte Flugrichtung ist Ost bis Südost. Hier öffnet sich der Luftraum, und das Gelände steigt topographisch Richtung Fuchskaute und Hessisches Bergland an.

Die Route: Nach dem Ausklinken und dem Gewinnen von Basishöhe (oft 1.200 - 1.800m MSL im Frühjahr) lässt man sich mit dem Westwind treiben.

Wegpunkte: Typische Routen führen über Bad Marienberg, vorbei am Flugplatz Breitscheid in Richtung Wetzlar/Gießen. Hier sind Flüge von 30 bis 80 Kilometern an guten Tagen keine Seltenheit.

Herausforderung: Der Sprung über die Täler (z.B. das Nistertal) erfordert Mut. Wer hier "absäuft", landet tief. Die Täler sind oft bewaldet und bieten weniger Landewiesen als das Plateau.

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Analyse der Flugspuren

Daten aus dem DHV-XC und XContest bestätigen diese Theorie. Die Flugspuren zeigen eine klare Dominanz von "One-Way"-Flügen nach Osten oder flachen Dreiecken, die versuchen, das Plateau nicht zu verlassen. Flüge, die versuchen, nach Norden ins Sauerland zu queren, scheitern oft an den stabilen Luftmassen über den Talsperren oder der komplexen Orographie des Siegerlandes.

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Operative Sicherheit und Gefahrenanalyse

Windenfliegen gilt statistisch als sehr sicher, doch Elkenroth birgt spezifische Gefahren, die jedem Piloten bewusst sein müssen.

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Die Gefahr des "Lockout" und Seilrisses

Bei einer Schleppstrecke von 900 Metern wirken enorme Kräfte auf das System. Besonders bei thermischen Bedingungen kann es vorkommen, dass der Schirm seitlich ausbricht. Wenn der Pilot hier nicht sofort korrigiert und der Windenführer den Zug nicht rausnimmt, droht der "Lockout" – ein unkontrollierbares Wegdrehen des Schirms in Richtung Boden. Ebenso ist der Seilriss ein Szenario, das mental trainiert sein muss. Aufgrund der Länge des Seils (Kunststoff oder Stahl) ist die in der Seilelastizität gespeicherte Energie hoch. Bei einem Riss schnellt das Seil zurück. Die Reaktion (Nachdrücken, Fahrt aufnehmen, Klinken) muss reflexartig erfolgen.

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Leewirkung bei Nordwind

Eine spezifische Gefahr, die in den Geländeauflagen explizit erwähnt wird, ist die Leewirkung bei Wind aus nördlichen Richtungen. Nördlich der Schleppstrecke befinden sich Waldstücke. Wenn der Wind über diese Baumreihen streicht, entstehen auf der Luv-Seite des Waldes (wo die Schleppstrecke verläuft) Wirbel und Rotoren, sogenannte "Shear Turbulence". Diese Turbulenzen sind oft unsichtbar und treffen den Piloten meist in der kritischsten Phase: kurz nach dem Start oder im Endanflug. Bei ausgeprägter Nordkomponente ist der Flugbetrieb daher oft einzustellen, auch wenn der Wind am Boden "fliegbar" erscheint.

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Sicherung der Infrastruktur

Ein weiteres Sicherheitsmerkmal ist die Kreuzung der Schleppstrecke durch Feldwege. Die Auflagen verlangen zwingend den Einsatz von Streckenposten. Dies ist keine bürokratische Schikane, sondern lebenswichtig. Ein Traktor oder Radfahrer, der das Seil während des Schleppvorgangs kreuzt, kann eine Katastrophe auslösen. Gastpiloten sollten sich darauf einstellen, in den Flugpausen auch einmal eine Schicht als "Wegewächter" zu übernehmen – dies fördert die Integration in die Gemeinschaft ungemein.

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Lokales Wissen und "Geheimtipps"

Abseits der offiziellen Regeln gibt es das "ungeschriebene Wissen" der Locals, das den Unterschied zwischen einem frustrierenden und einem genialen Tag ausmacht.

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Der "Wonder Wind" des Abends

Erfahrene Piloten wissen: Wenn die harte Thermik des Tages stirbt, beginnt im Westerwald oft die schönste Zeit. Die großen Waldflächen (dunkel) haben den Tag über Wärme gespeichert. Wenn die Umgebungsluft (über den Wiesen) abkühlt, geben die Wälder diese Wärme ab. Dies führt zu einer sanften, großflächigen Hebung, die oft bis Sonnenuntergang trägt. Diese "Abend-Abgleiter" sind butterweich und bieten einen spektakulären Blick in den Sonnenuntergang über dem Siebengebirge in der Ferne.

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Alternative Startplätze

Wenn in Elkenroth "die falschen Bedingungen" herrschen (z.B. reiner Nordwind), lohnt sich der Blick zu den Nachbarn. Die Flugschule "Paragliding Westerwald" und assoziierte Vereine betreiben Gelände in Montabaur (ca. 1000m Schleppstrecke) oder Oberhövels. Auch das Stammgelände des Vereins, Uelhof im Sauerland, ist bei SW/NO-Lagen eine Alternative, liegt aber ca. 45 Minuten Fahrtzeit entfernt. Ein "Pro-Tipp" für die Planung: Nutzen Sie die Webcams der nahegelegenen Segelflugplätze (z.B. Flugplatz Betzdorf-Kirchen oder Siegerland), um die Bewölkung und Basishöhe in Echtzeit zu prüfen, da Elkenroth selbst oft keine hochauflösende Live-Cam bietet.

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Ausrüstungsempfehlung

Für Elkenroth empfiehlt sich robusteres Equipment. Die Landewiesen können, besonders im Frühjahr und Herbst, feucht und matschig sein. Ein leichtes "Hike & Fly"-Gurtzeug ohne Sitzbrett könnte beim Windenstart (wo präzise Gewichtsverlagerung gegen den Zug nötig ist) weniger Komfort und Kontrolle bieten als ein klassisches Gurtzeug. Ein Beinsack (Pod) ist für die Streckenflüge im oft kühlen Westerwaldwind fast obligatorisch.

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Das "Drumherum": Logis und Kulinarik

Ein Flugtag im Westerwald endet nicht mit dem Einpacken des Schirms. Die Region bietet eine solide Infrastruktur für Entschleunigung.

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Übernachten

Camping im Eichenwald (Mittelhof): Für Piloten, die Natur suchen, ist dies die Top-Adresse. Der Platz ist mit 4 Sternen zertifiziert und liegt in Schlagdistanz zum Fluggelände. Er bietet eine sehr hochwertige Sanitärinfrastruktur – ein Luxus nach einem langen Tag auf der Wiese.  

Hotel Landhaus Krombach (Elkenroth): Wer ein festes Dach bevorzugt, findet hier eine piloterprobte Unterkunft. Die Bewertungen heben die Freundlichkeit der Besitzer hervor – ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man mit großem Gleitschirmgepäck anreist.

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Essen und Trinken

Pizzeria Capadocia (Elkenroth): Der Klassiker für den schnellen Hunger nach dem Fliegen ("Landebier-Grundlage"). Unkompliziert und lokal beliebt.  

Scheunencafe (Oberhövels): Sollte man auf das Ausweichgelände Oberhövels ausweichen, ist dieses Café direkt an der Schleppstrecke ein Highlight für begleitende Familien.

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Alternativprogramm ("Parawaiting")

Sollte der Wind zu stark sein, bietet der Elkenrother Weiher eine exzellente Option zur mentalen Entspannung. Ein Rundweg von ca. 6 km führt um das Gewässer. Auch der Westerwaldsteig und lokale Wanderwege (E1, E2) kreuzen die Region. Für Technikinteressierte ist das Motorrad- und Technikmuseum in der Nähe eine Option.

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Fazit

Elkenroth ist kein Ort für den ungeduldigen "Höhenmeter-Sammler", der den Komfort einer Bergbahn sucht. Es ist ein Ort für Piloten, die das Fliegen als Handwerk verstehen. Die Kombination aus einer technisch anspruchsvollen, langen Schleppstrecke, der komplexen Meteorologie einer Mittelgebirgs-Rumpffläche und der Notwendigkeit zur sozialen Integration in den Vereinsbetrieb macht Elkenroth zu einer "Schule des Fliegens". Wer sich auf die Regeln einlässt, den Luftraum respektiert und die feinen Signale der Westerwälder Thermik zu lesen lernt, wird hier mit Flügen belohnt, die an Intensität und technischer Befriedigung oft weit über einem Standard-Alpen-Abgleiter liegen. Es ist, in der Summe, einer der leistungsfähigsten Flachland-Startplätze Westdeutschlands.

Tabellarisches Datenblatt: Flugplatz Elkenroth Parameter Spezifikation Koordinaten N 50°43'03.15" E 7°53'54.01" Höhe (Start) 500 m MSL (Hochplateau) Startart Windenschlepp (Stationär) Schleppstrecke 900 m (Gras/Acker) Ausrichtung Ost (O) / West (W) - Bidirektional Max. Ausklinkhöhe Technisch: 300-450m+ / Datenbank: 150m (Briefing beachten!) Frequenz LPD/PMR (Tagesaktuell erfragen) Betreiber Schleppgemeinschaft Uelhof e.V. Gastflug Ja, aber nur mit Voranmeldung (Kontaktpflicht!) Gebühren Tagesmitgliedschaft ~15€ + Schleppgebühr (~5-8€) Saison-Limit 1. April - 30. Juni: Flugbetrieb oft erst ab 10:00 Uhr (Naturschutz) Luftraum Beachte Luftraum C Köln/Bonn im Westen (FL 100 / Absenkungen) Gefahren Seilriss, Leewirkung bei Nordwind, landwirtschaftlicher Verkehr Nächster Ort 57578 Elkenroth Unterkunft Camping im Eichenwald / Hotel Landhaus Krombach Export to Sheets

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