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Col Alto

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:46.5523°N, 11.8867°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Col Alto Startplatz

Start
Höhe1959m ü. M.
Koord.46.5523, 11.8867
WindSO-SW
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Col Alto Landeplatz Corvara

Landung
Höhe1535m ü. M.
Koord.46.5504, 11.8702
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Fluggebietsexpertise Col Alto: Der definitive Strategie-Report für Piloten

Ein umfassendes Dossier für thermisches Fliegen, Streckenflug und aerologische Sicherheit in den Dolomiten

Executive Summary: Strategische Einordnung des Col Alto

Für den ambitionierten Gleitschirmpiloten, der die Dolomiten nicht nur als Postkartenmotiv, sondern als komplexe aerologische Arena begreift, stellt der Col Alto (1.980 m) in Corvara eine taktische Schlüsselposition dar. Oft fälschlicherweise als reiner "Touristenhügel" oder "Abgleiterberg" in den Schatten der gigantischen Felswände des Sellastocks gestellt, offenbart sich dem Experten hier ein Startplatz von subtiler strategischer Bedeutung. Er fungiert als das zuverlässigste Sprungbrett in das Flugmekka Alta Badia, insbesondere an Tagen, an denen die hochalpinen Startplätze am Piz Boè oder Vallon aufgrund niedriger Basis, starker Höhenwinde oder thermischer Überentwicklung ("Overdevelopment") unpassierbar sind.

Die topographische Analyse zeigt, dass der Col Alto als sanfter, grasbewachsener Bergrücken im Talkessel von Corvara eine aerodynamische Sonderrolle einnimmt. Während die schroffen Felswände der Sella-Gruppe und des Sassongher erst spät thermisch aktiv werden oder bei Nordströmung im Lee liegen, bietet der Col Alto durch seine freie Anströmung und die vorgelagerten Wiesenflanken oft schon am Vormittag nutzbare Aufwinde. Er ist der "Safety-Startplatz" der Region: Ein Ort, der Flugbewegungen zulässt, wenn anderswo die Bedingungen bereits kritisch sind, der aber gleichzeitig – und das ist das zentrale Paradoxon dieses Geländes – bei falscher Windrichtung zur Falle werden kann.

Das primäre Risiko, das in diesem Dossier detailliert analysiert wird, ist der Gebäude-induzierte Lee-Rotor. Die unmittelbare Nähe des Startplatzes zur Bergstation und der Hütte schafft bei Nordkomponente eine deceptive ("trügerische") Ruhezone, die schon viele Piloten zu einem gefährlichen Fehlstart verleitet hat. Dieses Dossier ersetzt den oberflächlichen Blick auf die Landkarte durch eine tiefgehende Analyse der Mikrometeorologie, der Talwindsysteme und der spezifischen Gefahrenzonen. Es richtet sich an Piloten, die verstehen wollen, warum sie an diesem Berg starten – oder eben am Boden bleiben.

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Geographische und Aerologische Topographie

Um das Flugpotenzial des Col Alto vollständig zu erschließen, ist eine detaillierte Betrachtung seiner geographischen Einbettung unerlässlich. Corvara befindet sich im Herzen von Alta Badia, Südtirol , in einer komplexen orographischen Knotenlage. Hier endet das Gadertal (Val Badia), das sich von Norden heraufzieht, und verzweigt sich in Richtung Westen zum Grödner Joch und Süden zum Campolongo-Pass.

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Die geologische Thermik-Signatur

Der Col Alto unterscheidet sich geologisch signifikant von seinen Nachbarn. Während der Sassongher (2.665 m) und der Piz Boè (3.152 m) aus reinem Dolomitgestein bestehen, ist der Col Alto ein sanfter, grüner Rücken. Diese Unterscheidung ist für die Flugplanung entscheidend:

Albedo und Erwärmung: Die Wiesenflächen des Col Alto absorbieren die Vormittagssonne effizienter als der kalte Fels, der eine hohe thermische Trägheit besitzt. Die Thermik setzt hier früher ein, ist aber oft "weicher" und weniger brachial als die "Hammerbärte" an den Felswänden.

Feuchtigkeitsmanagement: Nach Regenfällen trocknen die steilen Wiesenflanken des Col Alto schnell ab, während die Felswände noch lange Feuchtigkeit in Spalten speichern und Kaltluft abgeben können.

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Die aerodynamische Exposition

Der Startplatz liegt auf einem Plateau, das nach Süd-Osten abfällt. Er ist dem Talwindsystem des Gadertals frontal ausgesetzt, wenn dieser über den Campolongo-Pass zieht, liegt aber im Lee, wenn der Wind über das Grödner Joch drückt. Diese Position macht ihn zu einem exzellenten Indikator für die Großwetterlage:

Ost-Lagen: Bei östlicher Anströmung wird der Hang laminar angeströmt; dies sind die "Goldenen Stunden" des Col Alto.

Nord-Lagen: Hier zeigt sich die Tücke der Topographie. Der Wind muss über das Plateau der Pralongià oder um den Sassongher herumströmen, was zu komplexen Scherungen führen kann.

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Mikrometeorologie und Windsysteme: Das unsichtbare Netzwerk

Die Beherrschung des Col Alto erfordert ein tiefes Verständnis der unsichtbaren Kräfte, die das Gadertal beherrschen. Offizielle Wetterberichte geben oft nur die Gradientenwinde auf 3000m an, doch für den Start am Col Alto ist die Interaktion der lokalen Windsysteme entscheidend.

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Das Duell der Talwinde: Pustertaler vs. Ora

Das Gadertal ist Schauplatz eines täglichen Kampfes zweier mächtiger Windsysteme.

Der Pustertaler Sog (Nordwind): Tagsüber erwärmen sich die Dolomitenmassen stärker als das weite Pustertal im Norden. Kalte Luft fließt vom Norden in das Tal hinein. Dieser Talwind erreicht Corvara meist gegen Mittag als stetiger Nordwind. Für den Col Alto (Ausrichtung Süd-Ost) bedeutet dies oft Rückenwind oder turbulente Seitenwindbedingungen ab 13:00 Uhr.

Die Ora (Südwind): An thermisch starken Tagen, besonders im Hochsommer, kann der berühmte Gardasee-Wind (Ora) über die Pässe (Pordoi, Campolongo) bis nach Corvara durchbrechen.

Die Konvergenzzone: Corvara liegt oft genau im Schnittpunkt dieser Winde. Wenn der Nordwind und die Ora aufeinandertreffen, entsteht eine Konvergenzlinie. Diese kann, wenn man sie richtig erwischt, phänomenales, ruhiges Steigen ("Magic Lift") bis auf 3.000m ermöglichen. Trifft sie jedoch zu tief im Tal aufeinander, entstehen heftige Turbulenzen.

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Der "Terrassen-Effekt": Eine Falle für Routiniers

Eine spezifische Gefahr, die in keinem offiziellen Handbuch steht, aber unter lokalen Piloten gefürchtet ist, ist der Lee-Rotor der Bergstation. Der Startplatz befindet sich unmittelbar unterhalb der Terrasse der Col Alto Hütte.  

Das Szenario: Bei überregionalem Nord-West-Wind strömt die Luft über das Dach der Hütte und verwirbelt direkt auf der Startwiese.

Die Täuschung: Der Pilot steht auf der Wiese in vermeintlicher Windstille oder spürt sogar einen leichten Luftzug von vorne ("Back-Rotor"). Dies verleitet zum Start.

Die Konsequenz: Sobald der Schirm aufgezogen wird und die Höhe der Hütte erreicht (ca. 7-8 Meter über Grund), trifft ihn die turbulente Scherung. Klapper in Bodennähe sind die Folge.

Gegenmaßnahme: Niemals blind auf die Windfahne am Startplatz vertrauen. Der obligatorische Gang auf die Terrasse der Hütte zur Überprüfung des wahren Windes ist Lebensversicherung. Spüren Sie dort Wind im Rücken (aus Nord), bleibt der Schirm im Sack, auch wenn es unten "gut" aussieht.

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Exakte Geodaten und Beschaffenheit

Koordinaten Startplatz: N 46°33'08.9" E 11°53'11.0".  

Höhe: 1.980 m AMSL (Above Mean Sea Level).

Höhendifferenz zum Landeplatz: Ca. 450 Meter.

Startrichtung: Optimal ist Süd-Ost (SO). Möglich sind Süd (S) und Ost (O). West (W) ist technisch möglich, führt aber sofort in das Lee des Plateaus und sollte vermieden werden, es sei denn, man startet weit unterhalb.

Untergrund: Alpine Wiese. In der Vergangenheit wurden Matten ausgelegt, aktuelle Berichte weisen jedoch darauf hin, dass diese teilweise abgenutzt oder verwachsen sein können. Besondere Vorsicht ist bei dünnen Dyneema-Leinen geboten, die sich in Wurzeln oder alten Mattenresten verhaken können.

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Starttechnik und Raumbedarf

Der Startplatz ist breit genug für den Parallelstart von 2-3 Schirmen, verjüngt sich jedoch nach unten hin.

Steilheit: Das Gelände beginnt moderat und wird schnell steiler. Dies begünstigt ein schnelles Abheben, verzeiht aber wenig Fehler beim Laufstart.

Startabbruch: Aufgrund der Steilheit ist ein Startabbruch nach der "Decision Line" (etwa 5 Meter Anlauf) schwierig. Die Entscheidung muss konsequent fallen.

Tandem-Priorität: Die lokale Flugschule "Centro Volo Alta Badia" nutzt diesen Startplatz intensiv für gewerbliche Tandemflüge. Es gehört zum guten Ton und zur Sicherheit, den professionellen Piloten, die engen Taktungen folgen, Vorrang zu gewähren oder sich mit ihnen abzusprechen. Ihr Startzyklus ist zudem der beste Indikator für thermische Phasen.

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Flugtaktik: Vom Abgleiter zum Streckenflug

Der Col Alto ist mehr als ein Startplatz; er ist ein taktischer Ausgangspunkt. Die folgende Analyse unterteilt die Flugphasen in strategische Abschnitte.

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Phase 1: Der "Hausbart" und die erste Überhöhung

Nach dem Abheben (Richtung Corvara) tendieren unerfahrene Piloten dazu, direkt geradeaus über den Ort zu fliegen. Dies führt meist zum schnellen "Absaufen".

Taktik A (Der Wald-Trigger): Halten Sie sich nach dem Start tendenziell links (östlich). Über den dunklen Nadelwäldern, die die Flanken Richtung Arlara bedecken, löst sich oft zuverlässig Thermik ab. Diese "Wald-Bärte" sind oft zerrissen, aber beständig.

Taktik B (Der Hütten-Bart): Direkt westlich vor der Hütte, an der Abrisskante des Plateaus, steht oft eine enge, kräftige Blase. Diese erfordert präzises Zentrieren und Schirmbeherrschung, da man nah am Gelände fliegt und Lee-Effekte der Hütte möglich sind.

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Phase 2: Die Talquerung zum Sassongher (XC-Einstieg)

Für Streckenjäger ist der Col Alto der Zubringer zum mächtigen Sassongher.

Der Sprung: Sobald Sie eine Basishöhe von ca. 2.300 - 2.400 m erreicht haben (deutliche Überhöhung des Startplatzes), können Sie die Talquerung nach Norden wagen.

Das Risiko: Sie müssen das Talwindsystem des Gadertals queren. Kommen Sie am Sassongher zu tief an (unter 2.000 m), geraten Sie in den dort oft starken Talwind, der Sie nach unten spült ("Lee-Falle").

Der Zielpunkt: Zielen Sie auf die sonnenbeschienenen Süd-West-Flanken des Sassongher-Massivs. Dort finden Sie oft den "Fahrstuhl" zur Basis (oft über 3.000 m). Von hier aus steht Ihnen die Welt der Dolomiten offen: Weiterflug zum Heiligkreuzkofel oder Querung zurück zum Sella-Massiv.

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Phase 3: Sella-Anschluss und Piz Boè

Eine alternative Route führt vom Col Alto nach Westen Richtung Piz Boè.

Route: Nutzen Sie die Thermik über dem Kostner-Weg (Vallon), um an die vertikalen Wände des Sella-Stocks zu gelangen.

Warnung: Die Sella-Wände sind senkrecht. Thermik hier ist brachial und turbulent. Abstand halten ist Lebensversicherung. Ein "Hineinwehen" in die Felswand muss unter allen Umständen vermieden werden.

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Saisonale Besonderheiten

Frühjahr (März-Mai): Extrem starke Temperaturgradienten. Der Schnee auf den Bergen und die warme Sonne im Tal sorgen für "atomare" Thermik. Nur für Experten.

Sommer (Juni-August): Hochsaison. Basis oft sehr hoch (3.500m+). Gefahr von Überentwicklungen (Gewitter) ab 14:00 Uhr. Startfenster: 10:00 - 13:00 Uhr.

Herbst (September-Oktober): Die "Genusszeit". Stabile Schichtungen, sanfte Thermik, klare Sicht. Beste Zeit für Hike & Fly und entspannte Flüge.

Winter: Start ist möglich (Skipisten präpariert), aber thermisch meist inaktiv. Achtung: Skifahrer auf dem Startplatz haben Vorrang.

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Zugang, Logistik & Kosten: Der Effizienz-Guide

Die Logistik am Col Alto ist für Dolomiten-Verhältnisse exzellent, da Start- und Landeplatz direkt durch eine schnelle Bergbahn verbunden sind.

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Anreise und Parken

Corvara ist verkehrstechnisch stark belastet. Wildparken wird rigoros bestraft.

P11 Marktplatz (Piazza Mercato): Der strategisch beste Parkplatz für Piloten.  

GPS: N 46°33'05.0" E 11°52'25.0" (ca.)

Kosten: Ca. 0,50 € - 1,50 € pro Stunde (saisonal variabel, Stand 2024/25).

Vorteil: Er liegt zentral zwischen der Boé-Bahn (Landeplatz) und der Col Alto Bahn (Startplatz). Gehzeit zu beiden ca. 5-10 Minuten.

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Die Bergbahn: Col Alto Gondel

Die Bahn ist eine moderne 8-Personen-Kabinenbahn.  

Betriebszeiten:

Sommer: Mitte Juni bis Ende September (ca. 08:30 – 17:30 Uhr).

Winter: Dezember bis April.

Tipp: Mittagspause bei italienischen Bahnen beachten? Nein, die Hauptbahnen in Corvara laufen meist durch.

Transport: Gleitschirmrucksäcke werden problemlos transportiert. Es gibt keine speziellen Materialgondeln, man nimmt den Sack mit in die Kabine.

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Kostenstruktur und Ticket-Strategie

Für Piloten gibt es verschiedene Optionen, die je nach Flugfrequenz Sinn ergeben.

Dolomiti Supersummer Card: Diese Karte ist der "Geheimtipp" für Gruppen. Sie funktioniert wie eine Prepaid-Karte mit Punkten. Da die Karte übertragbar ist, kann eine Gruppe von Piloten eine Karte mit 1.000 Punkten kaufen und gemeinsam nutzen. Da die Col Alto Bahn weniger Punkte "kostet" als die großen Bahnen (Boé, Lagazuoi), fliegt man hier besonders günstig.

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Hike & Fly Option

Wer die Liftkosten sparen will oder trainiert:

Startpunkt: Direkt ab Landeplatz Boé.

Route: Folgen Sie den Wanderwegen Nr. 24 oder 30 Richtung Col Alto Hütte.

Dauer: Sportliche 45-60 Minuten für ca. 450 Höhenmeter.

Schwierigkeit: Technisch einfach (Forstwege/Wiese), aber teilweise steil.

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Der Landeplatz Boé: Eine Herausforderung

Der offizielle Landeplatz liegt direkt neben der Talstation der Boé-Seilbahn in Corvara (1.530 m). Er ist nicht riesig und von Hindernissen umgeben.  

Koordinaten Landeplatz: N 46°33'01.4" E 11°52'12.6".

Hindernisse:

Seilbahnkabel: Die Kabel der Boé-Bahn verlaufen direkt nördlich des Landeplatzes. Sie sind tödlich. Mindestens 50m Abstand halten!

Stromleitungen: Achten Sie auf lokale Stromleitungen entlang der Straße.

Fluss: Der Landeplatz wird durch einen kleinen Fluss begrenzt.

Wind: Im Talwindsystem herrscht oft kräftiger Nordwind. Ein Anflug gegen Norden (talaufwärts) ist Standard. Lassen Sie sich nicht vom Wind in die Kabel treiben!

Tandem-Zone: Der Landeplatz ist die Homebase der kommerziellen Tandems. Diese haben oft einen schnellen Anflugstil ("Spiral-Landung"). Halten Sie die Mitte des Platzes frei und bauen Sie am Rand ab.

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Luftraum und Naturschutz

Luftraum: Generell unkritisch (VFR, Klasse G/E bis FL 195). Achten Sie jedoch auf temporäre Beschränkungen (NOTAMs) und Helikopter-Einsätze (Bergrettung Aiut Alpin).

Naturschutz: Respektieren Sie die Wildschutzgebiete. Tiefflug über Gams- oder Murmeltierkolonien stört die Fauna und schadet dem Ruf des Sports.

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Notfallnummern

Allgemeiner Notruf: 112

Aiut Alpin Dolomites (Bergrettung): Speichern Sie die lokale Direktnummer, falls verfügbar, oder nutzen Sie die App "112 Where Are U", die GPS-Daten übermittelt.

Funkfrequenz: Der lokale "Safety Channel" ist oft PMR Kanal 8 (Subtone 16), wo sich Piloten über Gefahren austauschen.

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Insider-Tipps & "Local Knowledge"

Hier sind die Informationen, die den Unterschied zwischen einem Tourist und einem Kenner machen.

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Was lokale Piloten sagen

"Mittagsloch": Lokals wissen, dass zwischen 13:00 und 14:00 Uhr oft eine "tote Zeit" herrscht, wenn der Talwind den thermischen Vormittagswind ablöst. Nutzen Sie diese Zeit für ein Mittagessen, statt in zerrissener Thermik zu kämpfen.

Webcam-Hack: Nutzen Sie die Webcam der "Piz Arlara" oder "Piz La Ila" Bergstationen. Wenn die Fahnen dort stramm aus Nord wehen, ist der Col Alto unfliegbar (Lee!), auch wenn es unten im Tal ruhig wirkt.  

Toplandung: Ja, es ist möglich, oben am Col Alto wieder einzulanden (Toplanding), aber es ist trickreich. Man muss hinter der Kante im Luv landen, ohne in den Rotor der Hütte zu geraten. Nur für sehr erfahrene Piloten bei perfektem, laminarem Wind.

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Geheime Landeoptionen

Offiziell gibt es nur den Boé-Landeplatz. In Notfällen (z.B. Talwind zu stark, Abdriften) haben Piloten schon auf dem Golfplatz (Richtung Tranrüs) notgelandet. Achtung: Dies ist streng verboten und führt zu massivem Ärger mit den Betreibern. Nutzen Sie dies wirklich nur, wenn Leib und Leben in Gefahr sind (besser Ärger als Verletzung). Planen Sie Ihren Flug so, dass Sie den offiziellen Platz sicher erreichen.

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Gastronomie

Rifugio Col Alt: Direkt am Startplatz. Legendär für seine Küche. Ein "Vormittags-Cappuccino" hier oben ist Pflichtritual für Genießer.  

L'Murin: In Corvara (Hotel La Perla). Eher bekannt als Après-Ski-Hölle, im Sommer aber eine entspannte Bar für das "Debriefing-Bier" in gehobenem Ambiente.

Konditorei: In Corvara gibt es mehrere exzellente Konditoreien für den Zucker-Kick nach dem Flug.

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Alternativen bei unfliegbarem Wind

Wenn der Nordwind am Col Alto zu stark ist (Lee-Gefahr), schauen Sie nach:

Piz La Ila (La Villa): Ein Tal weiter östlich. Startet oft besser bei Nordkomponente.

Campitello / Col Rodella: Wenn im Gadertal nichts geht, fahren viele Piloten über das Grödner Joch ins Fassatal (ca. 45 Min). Der Rodella funktioniert bei fast allen Windrichtungen (außer starkem Nord), ist aber extrem überlaufen.

Fazit

Der Col Alto ist ein Meisterstück der Effizienz: Minimale Logistik, maximales Panorama und ein sicherer Einstieg in die Dolomiten-Thermik – vorausgesetzt, man respektiert seine aerologischen Eigenheiten. Er ist kein Ort für "Haudegen", die Windzeichen ignorieren, sondern belohnt den strategisch denkenden Piloten, der die Zeichen der Natur (Wolken am Sassongher, Windfahnen am Piz Boè) lesen kann.

Nutzen Sie diesen Guide, um nicht nur sicher zu starten und zu landen, sondern um den Col Alto als das zu nutzen, was er ist: Ihr persönliches Tor zur großen Freiheit der Dolomiten.

Anhang: Schnellreferenz Kategorie Detail Startplatz Col Alto (1.980 m), Ausrichtung SO-SW Landeplatz Corvara Boé (1.530 m) Beste Windrichtung Süd-Ost (SO) bis Ost (O) Gefahr Nr. 1 Lee-Rotor durch Hütte bei Nordwind Gefahr Nr. 2 Seilbahnkabel am Landeplatz Funk PMR 8 / 16 (Safety) Club/Schule Centro Volo Alta Badia (+39 347 0652549) Export to Sheets

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