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Bettenried

Startplätze:2
Landungen:2
Koord.:47.5097°N, 10.2384°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 2 Landeplatzätze

Bettenried Startplatz

Start
Höhe910m ü. M.
Koord.47.5097, 10.2384
WindO
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Bettenried Landeplatz

Landung
Höhe835m ü. M.
Koord.47.5085, 10.2418
Korrekt?

Bettenried Startplatz 2

Start
Höhe910m ü. M.
Koord.47.5069, 10.2381
WindO
Korrekt?

Bettenried Landeplatz 2

Landung
Höhe835m ü. M.
Koord.47.5062, 10.2403
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Ofterschwang für Piloten: Tiefenanalyse des Fluggebiets Bettenried und des Illertaler Aerologie-Systems Executive Summary: Strategische Einordnung für Piloten

Das Fluggelände Bettenried in Ofterschwang, oft fälschlicherweise nur als reiner Schulungshang abgetan, repräsentiert in der Realität einen mikrometeorologischen Sonderfall im Oberallgäu, der für den versierten Piloten weit mehr bietet als nur Übungswiesen für den L-Schein. Während der Gipfel des Ofterschwanger Horns (1.406 m) den klassischen Einstieg in die Thermik der Hörnerkette markiert, fungiert Bettenried (910 m) als technisches Laboratorium für präzises Groundhandling, taktisches Abend-Soaring und als strategische Rückzugsebene bei stabilen Inversionswetterlagen.

Für den Piloten, der dieses Dossier liest, ist die wichtigste Erkenntnis vorab: Bettenried ist kein "Drive-and-Fly"-Gelände für die schnelle Luftnummer. Es ist ein sensibles Ökosystem, das politisch fest in der Hand der lokalen Flugschule liegt und aerologisch durch die komplexe Interaktion von anabatischen Hangwinden und dem mächtigen Talwindsystem des Illertals dominiert wird. Wer hier fliegt, muss die unsichtbaren Grenzen zwischen dem "Schulungssektor" am Unterhang und dem "Leistungssektor" am Gipfel verstehen. Dieses Dokument dient nicht nur als Reiseführer, sondern als umfassende Betriebsanleitung für ein Fluggebiet, das seine wahren Qualitäten erst demjenigen offenbart, der die lokalen Windsysteme – insbesondere den legendären "Bayerischen Wind" – zu lesen vermag.

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Topografische Anatomie und Geländestruktur

Um das fliegerische Potenzial von Bettenried voll auszuschöpfen, ist ein detailliertes Verständnis der physischen Geografie unerlässlich. Das Gelände liegt auf einer markanten Terrassenstufe an der Ostflanke der Hörnerkette, westlich der Iller, die sich hier durch das breite Tal zwischen Sonthofen und Fischen schlängelt.

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Die Zwei-Zonen-Architektur des Berges

Eine der häufigsten Fehlinterpretationen bei Gastpiloten ist die Vermischung der verschiedenen Startniveaus. Das Fluggebiet Ofterschwang ist vertikal strikt gegliedert, was für die Flugplanung entscheidend ist. Man muss sich den Berg als zweistufiges System vorstellen.

Die untere Zone, die als "Bettenried" in den Karten verzeichnet ist, liegt auf einer Höhe von 910 Metern über dem Meeresspiegel. Dies ist der operative Bereich für Ausbildung und technisches Training. Der Charakter ist hier von sanften Wiesen geprägt, die eine fehlerverzeihende Topografie bieten, aber wenig Raum für thermischen Anschluss nach oben lassen, solange keine außergewöhnlichen labilen Bedingungen herrschen. Die Höhendifferenz zum Landeplatz beträgt lediglich etwa 75 Meter , was einen Gleitwinkel erzwingt, der wenig Spielraum für taktische Fehler lässt. Wer hier startet, befindet sich bereits im Endanflugsektor.  

Die obere Zone, das eigentliche Ofterschwanger Horn, thront auf 1.406 Metern und ist durch den Weltcup-Express erschlossen. Zwischen diesen beiden Zonen liegen gut 500 Höhenmeter Waldgürtel und steileres Gelände. Diese Trennung ist nicht nur physisch, sondern auch luftrechtlich und betrieblich relevant. Während oben die XC-Piloten und Thermikflieger starten, ist der untere Sektor Bettenried oft exklusiv für den Schulungsbetrieb der Flugschule Mergenthaler reserviert. Es gibt keine direkte "Flug-Verbindung" für Anfänger von unten nach oben; der Weg ist logistisch getrennt. Wer in Bettenried startet, bleibt in der Regel im Einflussbereich des Talbodens.

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Detaillierte Startplatz-Analyse

Der Startplatz Bettenried selbst teilt sich in zwei primäre Sektoren auf, die in den Datenbanken oft als "Startplatz 1" und "Startplatz 2" geführt werden, in der Praxis jedoch als eine zusammenhängende Wiesenfläche wahrgenommen werden.

Startplatz Bettenried (Hauptstartplatz): Die Koordinaten N 47°30'34.95" E 10°14'18.12" markieren den klassischen Schulungsstart. Das Gelände ist nach Osten (O) ausgerichtet und bietet eine hindernisfreie Neigung, die ideal ist, um Strömungsabrisse beim Start zu vermeiden, aber flach genug, um ein Abheben bei Nullwind zur sportlichen Herausforderung zu machen. Der Untergrund ist Wiese, die landwirtschaftlich intensiv genutzt wird. Dies bedeutet, dass die Grasnarbe empfindlich ist und die Nutzung strikt von den Mahd-Zyklen der lokalen Bauern abhängt.  

Startplatz Bettenried 2 (Die Alternative): Etwas versetzt bei N 47°30'24.86" E 10°14'17.09" befindet sich eine alternative Aufziehfläche. Diese wird oft genutzt, wenn mehrere Schulungsgruppen parallel operieren oder die Windkomponente leicht variiert. Auch hier beträgt die Höhe 910 Meter MSL. Die Ähnlichkeit der beiden Plätze erlaubt es Piloten, flexibel auf die genaue Anströmung zu reagieren, ohne das Gelände wechseln zu müssen.  

Beide Startplätze eint, dass sie keinen direkten Zugang zu Liften haben. Sie sind "Hike & Fly"-Plätze im mildesten Sinne – der Zustieg ist kurz, aber zwingend zu Fuß zu bewältigen. Es gibt keine Rampe, keine Matten, nur pures Allgäuer Gras.

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Meteorologische Komplexität: Das Windspiel im Illertal

Das Illertal ist berüchtigt für seine komplexe Aerologie. Wer hier fliegt, ohne das Talwindsystem zu konsultieren, riskiert nicht nur einen kurzen Flug, sondern begibt sich in Gefahr. Die meteorologische Situation in Bettenried wird durch das Kräftemessen zweier dominanter Systeme bestimmt: dem lokalen Hangaufwind und dem überregionalen Talwind.

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Der "Talwind-Motor" und die Mittagsfalle

Das Illertal verläuft in einer Nord-Süd-Achse. An einem klassischen Thermiktag heizt sich das alpine Hinterland (Oberstdorf und die Hochalpen) auf, was dazu führt, dass kältere Luftmassen aus dem Vorland (Kempten/Nord) nach Süden gesaugt werden. Dieser Nordwind ist der Talwind.

Für Bettenried, das nach Osten ausgerichtet ist, stellt dieser Nordwind ein fundamentales Problem dar.

Vormittagsphase (09:00 – 12:00 Uhr): Die Sonne bescheint den Osthang. Die Luft am Hang erwärmt sich und steigt auf (anabatischer Wind). Da der Talwind noch schwach ist, dominiert der Hangaufwind. Dies ist das "Goldene Fenster" für Schulung und Anfänger. Der Wind steht perfekt von vorne an.

Mittagsphase (ab 13:00 Uhr): Der Talwind gewinnt an Kraft und "springt an". Er strömt im Talboden mit oft 20-30 km/h nach Süden. Da Bettenried mit 910 Metern relativ tief liegt, gerät der Startplatz oft in den Einflussbereich dieses Nordwinds.

Die Scherungsgefahr: Wenn der Nordwind stark wird, kann er parallel zum Hang wehen (Seitenwind von links) oder sogar über die Kante schwappen und Leewirbel erzeugen. Ein klassisches Warnzeichen ist, wenn der Wind am Startplatz plötzlich einschläft oder böig aus Nord kommt, während im Tal die Bäume biegen. In dieser Phase ist das Fliegen in Bettenried oft unmöglich oder turbulent, obwohl am Gipfel (1.406 m) noch gute Bedingungen herrschen können.

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Das Phänomen "Bayerischer Wind"

Ein lokales Juwel für Kenner ist der sogenannte "Bayerische Wind". Hierbei handelt es sich um eine Ausgleichsströmung, bei der kühle Luftmassen aus dem bayerischen Alpenvorland über das Oberjoch und das Tannheimer Tal in das Illertal fließen.  

Dieser Wind kommt aus Ost bis Südost. Für Bettenried ist dies der Idealzustand.

Der Effekt: Der Bayerische Wind wirkt dem Talwind (Nord) entgegen oder überlagert ihn. Da er genau auf den Startplatz steht, erzeugt er oft ein laminares, ruhiges Aufwindband.

Das Zeitfenster: Oft setzt dieser Wind erst am späten Nachmittag oder frühen Abend ein, wenn die Thermik nachlässt. Während andere Startplätze im Allgäu dann schon im "Abwind" liegen oder vom Talwind "ausgeblasen" sind, beginnt in Bettenried die "Magic Hour". Es ermöglicht verlängerte Abgleiter oder sanftes Soaring in den Sonnenuntergang hinein. Dies ist der Geheimtipp für Feierabendflieger.

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Jahreszeitliche Strategiematrix

Die Eignung von Bettenried verschiebt sich drastisch mit den Jahreszeiten:

Saison Bewertung Meteorologischer Kontext Frühling (März-Mai) ⭐⭐⭐ Starke thermische Aktivität. Morgens exzellent, aber das Zeitfenster schließt sich früh, da der Talwind aufgrund der hohen Temperaturdifferenzen brachial einsetzen kann. Turbulenzgefahr mittags hoch. Sommer (Juni-August) ⭐⭐ Oft stabile Hochdrucklagen. Morgens gut für Schulung. Mittags oft "tote Zeit" wegen Talwind. Abends beste Chance auf Bayerischen Wind und Soaring. Herbst (September-November) ⭐⭐⭐⭐ Die Königsklasse. Der Sonnenstand ist flacher, die Temperaturgegensätze geringer. Der Talwind ist schwächer. Oft herrschen Inversionslagen, bei denen es oben warm und ruhig ist. Bettenried bietet dann stundenlang fliegbare Bedingungen für Hike & Fly. Winter (Dezember-Februar) ⭐⭐ Nutzung nur möglich, wenn der Weg geräumt oder gespurt ist. Starts oft mit Skiern. Stabile Kaltluftseen im Tal können den Flug extrem ruhig, aber kurz machen. Achtung: Wildschutzgebiete beachten! Export to Sheets

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Infrastruktur und Logistik: Der Weg zum Ziel

Ofterschwang ist touristisch voll erschlossen, doch der Startplatz Bettenried erfordert ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität. Es ist kein "Drive-In" Startplatz, was ihn vor Überfüllung schützt.

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Parkraum-Management und Anreise

Der strategische Knotenpunkt für jeden Piloten ist die Talstation des Weltcup-Express in Ofterschwang (Panoramaweg 7, 87527 Ofterschwang). Hier befindet sich die logistische Basis.

Der Parkplatz: Es handelt sich um einen großen, asphaltierten Großraumparkplatz, der auch an starken Skitagen Kapazität bietet.

Kostenstruktur: Ein entscheidender Vorteil für Groundhandling-Sessions: Bis zu 2 Stunden ist das Parken kostenfrei. Das reicht oft für eine intensive Trainingseinheit am Übungshang. Für längere Aufenthalte werden moderate Gebühren fällig (Tagesticket ca. 4 €), die bequem per Parkster-App bezahlt werden können – ein Segen, wenn man kein Kleingeld in der Fliegerkombi hat.  

E-Mobilität: Für Piloten mit Elektrofahrzeugen stehen zwei Ladestationen (Typ 2, max. 22 kW) zur Verfügung. Während man am Hang ist, lädt das Fahrzeug – eine perfekte Synergie.

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Der Aufstieg: Naturlehrpfad als Warm-up

Der Zugang zum Startplatz erfolgt über einen Fußweg. Es gibt keinen öffentlichen Shuttle-Service zum Übungshang (die Busse der Flugschule sind exklusiv für Schüler).

Die Route: Vom Parkplatz aus orientiert man sich südlich am Ofterschwanger Haus vorbei und folgt der Beschilderung Richtung Hüttenberg / Naturlehrpfad. Der Weg ist ein gut befestigter Wirtschaftsweg, teilweise asphaltiert, teilweise geschottert.  

Charakteristik: Der Aufstieg dauert je nach Packgewicht und Kondition zwischen 15 und 25 Minuten. Er führt durch eine reizvolle Kulturlandschaft, vorbei an alten Bauernhöfen und durch kleine Waldstücke. Schautafeln am Wegesrand erklären die Geologie und Flora des Allgäus – eine nette Ablenkung, wenn der Packsack drückt.

Orientierung: Man läuft im Grunde parallel zum Hang nach Süden, bis sich die Vegetation öffnet und man die markanten Wiesenstufen oberhalb des Weilers Bettenried erkennt. Windsäcke sind oft schon von weitem sichtbar.

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Flugpraxis: Vom Groundhandling zum Soaring

Bettenried ist der Ort, an dem Technik geschmiedet wird. Die Bedingungen sind hier "laborartig" kontrollierbar, solange man die Tageszeit beachtet.

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Starttechnik am flachen Hang

Der Startplatz hat eine moderate Neigung. Dies ist Fluch und Segen zugleich.

Vorwärtsstart: Bei Nullwind muss man hier entschlossen laufen. Es gibt keine steile Abrisskante, die einen in die Luft "wirft". Ein sauberer Laufstil und eine konstante Beschleunigungsphase sind zwingend erforderlich. Wer hier zögert, bricht den Startlauf ab.

Rückwärtsstart: Sobald der Wind mit 10-15 km/h ansteht (oft am Vormittag oder bei Bayerischem Wind), ist Bettenried ein Traum für Rückwärtsstarter. Die Wiese ist hindernisfrei, was ein sicheres Ausdrehen und Kontrollieren des Schirms ermöglicht.

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Die Landeeinteilung: Präzision ist Pflicht

Der Landeplatz liegt auf 835 m, also nur knapp unterhalb des Starts. Die Höhendifferenz von 75 m lässt keinen Raum für ausgedehnte "Sightseeing-Touren".

Das Gelände: Der Landeplatz ist eine langgezogene Wiese parallel zum Hangfuß.

Kritische Hindernisse: Südlich des Landeplatzes verläuft die Bundesstraße B308. Hier gilt eine strikte Mindestüberflughöhe von 150 Metern. Da man in Bettenried meist gar nicht so hoch kommt, ist die Regel simpel: Niemals über die Straße abdriften lassen. Halten Sie sich strikt nordwestlich der Straße.  

Zäune: Das Allgäu ist Weideland. Die Zäune sind oft nur dünne Drähte, die aus der Luft schwer zu erkennen sind. Landen Sie immer mittig auf der gemähten Fläche und meiden Sie die Ränder.

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Das Groundhandling-Mekka

Viele Locals kommen gar nicht zum Fliegen her, sondern nur zum "Spielen". Die Wiese bietet perfekte Bedingungen, um Schirmbeherrschung zu trainieren.

Geheimtipp: An Sommerabenden, wenn der Talwind einschläft, trifft man hier oft Piloten mit Miniwings oder Dünen-Schirmen. Der laminare Fluss ermöglicht stundenlanges "Touch and Go" und Kiting.

Etikette: Wenn Flugschüler am Hang sind, hat die Ausbildung absoluten Vorrang. Groundhandler sollten sich an die Ränder verziehen oder pausieren. Ein Überfüllen des Hangs führt schnell zu Konflikten mit der Flugschule.

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Streckenflug (XC) und Weiterbildung: Realismus-Check

Die Frage nach dem XC-Potenzial von Bettenried aus muss differenziert beantwortet werden. Startet man in Bettenried für einen 100-km-Flug? Höchstwahrscheinlich nicht. Aber Bettenried ist Teil eines Systems, das große Flüge ermöglicht.

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Die Verbindung zur "Hörnerkette"

Der klassische XC-Weg im Allgäu führt über die Hörnerkette (Ofterschwanger Horn, Weiherkopf, Riedberger Horn).

Die Rolle von Bettenried: Es dient als thermischer Indikator. Wenn man sieht, dass sich über den Wäldern oberhalb von Bettenried (auf halber Höhe zum Gipfel) Wolkenfetzen bilden, weiß man: Die Thermik zieht durch.

Der "Low Save": Erfahrene Piloten, die vom Gipfel starten und "absaufen", können sich manchmal an der Hangkante von Bettenried retten, wenn der Bayerische Wind steht. Man kann dort soaren, bis sich eine Thermikblase löst, die einen wieder zurück auf Gipfelhöhe bringt. Dies ist jedoch fliegerisch anspruchsvoll und erfordert präzises Zentrieren in Bodennähe.

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Flugschulbetrieb als Qualitätsmerkmal

Die Präsenz der Flugschule Mergenthaler sorgt für eine hohe Disziplin am Platz.  

Ausbildung: Hier werden Grundkurse und Höhenflug-Ausbildungen durchgeführt. Das bedeutet, dass die Bedingungen von Profis ständig evaluiert werden. Wenn die Flugschule den Betrieb einstellt, hat das meist einen triftigen meteorologischen Grund (z.B. kommender Föhn).

Tipp für Gäste: Beobachten Sie die Fluglehrer. Wo schicken sie die Schüler raus? Wann brechen sie ab? Es gibt keinen besseren "Live-Wetterbericht" als das Verhalten der Locals.

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Sicherheit und Regulation: Die Spielregeln der Macht

Bettenried ist kein "Open Source"-Gelände. Es ist ein gepachtetes, verwaltetes Areal, dessen Existenz von der Kooperation mit Landwirten und der Flugschule abhängt.

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Der "Gatekeeper": Flugschule Mergenthaler

Der Geländehalter ist die Flugschule Mergenthaler GmbH.

Zugangsregelung: Die Nutzung ist nur nach Absprache gestattet. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Regel.  

Vorgehensweise: Ein kurzer Anruf (+49 8321 9970) oder ein Besuch im Büro in Sonthofen klärt die Lage. Oft ist eine Nutzung gegen eine Tagesgebühr möglich, wenn der Schulungsbetrieb nicht gestört wird.

Risiko bei Missachtung: Wer einfach auspackt und startet, riskiert nicht nur einen Platzverweis, sondern gefährdet die Pachtverträge. Die Bauern sind sensibel, was unautorisierte Nutzung angeht.

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Luftraum und Hindernisse

Weidevieh: Wenn Kühe ("Schumpen") auf der Wiese sind, ist Startverbot. Das Erschrecken der Tiere kann zu schweren Verletzungen bei Vieh und Pilot führen und zieht massive Schadensersatzforderungen nach sich.

Traktoren: Der Wirtschaftsweg zum Startplatz wird landwirtschaftlich genutzt. Legen Sie Ihr Gurtzeug niemals auf dem Weg ab.

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Notfallmanagement

Sollte doch einmal etwas passieren:

Standortbestimmung: "Ofterschwang, Ortsteil Bettenried, Übungshang unterhalb Naturlehrpfad".

Rettungskette: Tel. 112. Die Bergwacht Ofterschwang/Sonthofen ist zuständig und kennt das Gelände bestens. Der Landeplatz ist für Rettungswagen gut anfahrbar.

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Das "Après-Fly": Kulinarik und Kultur

Nach dem Flug bietet Ofterschwang eine Dichte an hochwertiger Gastronomie, die im Alpenraum ihresgleichen sucht. Hier trifft Allgäuer Tradition auf moderne Ansprüche.

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Hütten-Guide für Piloten

Wer nach dem Hike & Fly Hunger hat, muss nicht weit laufen.

Die Wurzelhütte  

Lage: Etwa 5-10 Minuten oberhalb des Parkplatzes, direkt am Hang.

Das Ambiente: Rustikal, urig. Namensgebend ist eine riesige Baumwurzel, die zentral in der Stube hängt – ein bizarres, aber gemütliches Detail.

Kulinarik: Hier gibt es die klassischen Kohlenhydrate, die ein Pilot braucht. Die Kässpatzen gelten als solide Basis, der Kaiserschmarrn ist legendär.

Piloteneignung: Hoch. Große Terrasse, von der aus man oft noch den Himmel beobachten kann. Sehr entspannt.

Die Schlitte Hitte  

Lage: Direkt an der Talstation des Weltcup-Express.

Charakter: Moderner, etwas touristischer, aber mit einer exzellenten Sonnenterrasse.

Angebot: Hier trifft man sich zum "Lande-Bier". Die Küche ist durchgehend warm und bietet auch leichtere Gerichte. Ideal, um die Familie zu treffen, die während des Flugs gewandert ist.

Geheimtipp: Der Eisladen Ofterschwang  

Das Produkt: Eis aus der Milch der lokalen Bergbauern-Sennerei Hüttenberg.

Warum hin? Es gibt nichts Besseres an einem heißen Sommertag nach einer schweißtreibenden Groundhandling-Session. Das Eis ist extrem cremig und lokal produziert – "Farm to Cone" sozusagen.

Lage: Mitten im Dorf Ofterschwang, nur wenige Minuten vom Landeplatz entfernt.

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Lokale Produkte als Souvenir

Ein Besuch in der Bergbauern-Sennerei Hüttenberg (direkt am Naturlehrpfad gelegen) ist Pflicht. Hier wird der berühmte Allgäuer Bergkäse hergestellt. Ein Stück würziger Bergkäse ist das perfekte Mitbringsel und rechtfertigt den Ausflug auch bei der nicht-fliegenden Partnerin oder dem Partner daheim.

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Unterkunft

Gehoben: Das Sonnenalp Resort ist eine Institution im Allgäu, aber preislich im Luxussegment.

Bodenständig: Das Landhotel Alphorn bietet faire Preise und eine solide Qualität.  

Pilot-Style: Viele Piloten nutzen die Campingplätze in Sonthofen (Iller-Camping) oder Immenstadt, da Wildcampen im Naturpark strikt verfolgt wird.

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Alternativ-Szenarien: Plan B und C

Das Wetter im Allgäu ist launisch. Wenn Bettenried nicht funktioniert, gibt es Optionen in direkter Nähe.

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Westwind: Bolsterlang (Hörnerbahn)

Wenn in Bettenried (Ost) der Wind von hinten kommt, fahren Sie 5 Minuten weiter nach Bolsterlang.

Das Gelände: Der Weiherkopf (auffahrbar mit der Hörnerbahn) bietet perfekte Startplätze nach West/Nordwest.

Vorteil: Man bleibt im gleichen Talsystem, nutzt aber die gegenüberliegende Anströmung bzw. die andere Seite des Grats.

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Starkwind / Föhn: Andelsbuch (Österreich)

Wenn der Föhnsturm in den Hochalpen wütet, ist das Allgäu oft unfliegbar. Die Lösung liegt im Bregenzerwald, ca. 45 Minuten Fahrt entfernt.

Das Gelände: Die "Niedere" in Andelsbuch.

Charakter: Riesige Startwiesen, laminares Soaring, extrem aufnahmefähig für viele Piloten. Es ist der klassische Ausweichplatz für Allgäuer Piloten an schwierigen Tagen.

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Fazit: Das unterschätzte Juwel

Bettenried ist kein spektakuläres Hochglanz-Fluggebiet für Instagram-Helden. Es ist ein Handwerksbetrieb. Hier lernt man das feine Gefühl für den Schirm, das Lesen von mikrometeorologischen Zeichen und die Disziplin des Fliegens in einem regulierten Raum.

Wer Bettenried mit der falschen Erwartungshaltung besucht ("Ich will 100km fliegen"), wird enttäuscht sein. Wer aber mit der Absicht kommt, seine Starttechnik zu perfektionieren, die Magie des Bayerischen Winds im Abendlicht zu erleben oder einfach entspannte Stunden in einer der schönsten Landschaften Deutschlands zu verbringen, der wird diesen kleinen Wiesenhang lieben lernen.

Checkliste für den Besuch:

Wetter prüfen (Talwindprognose!).

Flugschule Mergenthaler kontaktieren (Erlaubnis einholen).

Parkster-App laden (fürs Parken).

Leichte Ausrüstung packen (für den Aufstieg).

Nach dem Flug: Ein Eis in Ofterschwang essen.

Glück ab, gut Land!

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