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Ahlen

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Koord.:51.7936°N, 7.8204°E
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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 0 Landeplatzätze

Ahlen

Start
Höhe60m ü. M.
Koord.51.7936, 7.8204
WindO, W
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Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Gleitschirm-Startplatz Ahlen-Borbein: Das Definitive Dossier – Eine fliegerische Monografie des Münsterlandes Executive Summary: Ein Tor zur Freiheit im Flachland

In der Topografie Nordrhein-Westfalens, die oft fälschlicherweise als fliegerisches Niemandsland zwischen den Mittelgebirgen und der Küste abgetan wird, existiert eine Enklave von bemerkenswerter strategischer Bedeutung für den Luftsport: Der Startplatz Ahlen-Borbein (DHV-ID 122). Für den unbedarften Betrachter mag es sich lediglich um ein landwirtschaftlich geprägtes Flurstück handeln, doch für die Gemeinschaft der Gleitschirmpiloten repräsentiert dieses Gelände eines der leistungsfähigsten Windenschleppzentren der Region. Es ist kein Ort für den schnellen touristischen Konsum oder den alpinen „Abgleiter“ vor Bergpanorama. Ahlen ist ein Arbeitsplatz für Ästheten der Thermik, ein Laboratorium für moderne Schlepptechnologie und – bei den richtigen meteorologischen Konstellationen – das Sprungbrett für Streckenflüge, die bis tief in die Niederlande oder das Sauerland führen.

Dieses Dossier dient nicht nur als Informationsquelle, sondern als umfassende Analyse für Piloten, die das volle Potenzial dieses Geländes erschließen wollen. Es beleuchtet die kritischen Sicherheitsaspekte, insbesondere die rigorosen Windsektor-Beschränkungen aufgrund der nahen Verkehrsinfrastruktur, und offenbart die mikrometeorologischen Geheimnisse, die in keinem offiziellen Verbandsdatenblatt zu finden sind. Wer Ahlen meistern will, muss die Sprache des Flachlandes verstehen – von den trügerischen „Blue Holes“ bis zur Kunst des elektrischen Stufenschlepps.

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Die Topografie des Münsterländer Beckens

Der Startplatz Ahlen-Borbein liegt eingebettet in die Westfälische Bucht, eine tiefgelegene Flachlandschaft, die durch sedimentäre Ablagerungen und eine intensive landwirtschaftliche Nutzung geprägt ist. Anders als in den Alpen, wo Talwindsysteme und orografische Hindernisse die Flugplanung dominieren, herrscht hier die reine Lehre der Luftmassenadvektion. Das Gelände selbst weist keine nennenswerte Höhendifferenz auf; Start- und Landeplatz befinden sich auf einem Niveau von ca. 60 bis 65 Metern über Normalnull (NN). Diese topografische Homogenität bedeutet, dass mechanischer Auftrieb – also Hangaufwind – vollständig entfällt. Jeder Meter Höhe muss hier entweder durch die Winde erkämpft oder durch thermische Ablösung erflogen werden.

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Mikroklima und Bodenbeschaffenheit

Die Umgebung von Ahlen ist durch ein Mosaik aus Ackerflächen, kleineren Waldstücken und vereinzelten Höfen charakterisiert. Diese Heterogenität ist der Motor der lokalen Thermik. Die dunklen Ackerböden erwärmen sich im Frühjahr, insbesondere zwischen April und Juni, deutlich schneller als die feuchteren Wiesen oder Waldstücke. Dies führt zu zuverlässigen Ablösepunkten, die jedoch aufgrund der fehlenden festen Abrisskanten (wie Grate oder Felsnasen) schwieriger zu lokalisieren sind als im Gebirge. Erfahrene Piloten lesen hier den Bodenkontrast: Der Übergang von einem Rapsfeld (hohe Albedo, kühler) zu einem gepflügten Acker (niedrige Albedo, heiß) fungiert oft als thermischer Trigger.

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Koordinaten und Orientierung

Das fliegerische Herz von Ahlen schlägt auf exakt N 51°47'36.89" E 7°49'13.59". Diese Koordinaten markieren nicht nur einen geographischen Punkt, sondern den Zugang zu einer streng reglementierten Luftraumnutzung. Die Schleppstrecke verläuft in Ost-West-Richtung, was angesichts der in Mitteleuropa vorherrschenden Westwinddrift eine hohe Anzahl fliegerisch nutzbarer Tage garantiert. Sowohl reine Ostlagen (oft thermisch sehr aktiv und stabil) als auch die klassischen, dynamischen Westlagen können bedient werden.

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Die Schleppstrecke: Dimensionen und Kapazität

Die offizielle Schlepplänge wird in den DHV-Datenbanken mit 780 Metern angegeben. In der Praxis variiert die nutzbare Länge je nach Vegetation und landwirtschaftlichem Zyklus, wobei Pilotenberichte und Vereinsangaben teils sogar von bis zu 900 Metern sprechen, wenn Verlängerungen oder optimale Wegeverhältnisse genutzt werden können. Diese Länge ist im Flachland ein entscheidender Faktor. Eine längere Schleppstrecke korreliert direkt mit einer höheren Ausklinkhöhe, was wiederum das Zeitfenster vergrößert, in dem ein Pilot nach dem Ausklinken Thermik suchen kann. Bei einer Seillänge von knapp einem Kilometer sind bei ruhigen Bedingungen und moderatem Gegenwind Ausklinkhöhen von 400 Metern Standard; durch moderne Techniken sind jedoch weitaus beeindruckendere Höhen möglich.

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Technologie-Sprung: Von Diesel zu Elektro

Lange Zeit war der Schleppbetrieb in Ahlen, wie vielerorts, von den klassischen Koch-Winden (Typ II und IV) geprägt, die mit Verbrennungsmotoren betrieben wurden. Jüngste Entwicklungen zeigen jedoch eine massive Modernisierung: Der betreibende Verein, Diomedea Gleitschirmclub e.V., hat auf Elektrowinden umgestellt. Diese technologische Evolution hat direkte Auswirkungen auf das Flugerlebnis:  

Sanfterer Zug: Elektromotoren liefern ein konstantes Drehmoment ohne die vibrationsträchtigen Schaltvorgänge oder Leistungsspitzen von Verbrennern. Dies führt zu einem ruhigeren Steigflug, was besonders für Flugschüler und weniger routinierte Piloten einen Sicherheitsgewinn darstellt.

Lärmemission: Der fast lautlose Betrieb erhöht die Akzeptanz bei Anwohnern und Landwirten massiv und sichert so den langfristigen Bestand des Geländes.

Stufenschlepp-Kapazität: Seit 2018 besitzt das Gelände eine offizielle Stufenschleppgenehmigung. In Kombination mit der präzise steuerbaren Elektrowinde ermöglicht dies Piloten, nach dem ersten Schleppvorgang nicht auszuklinken, sondern durch eine 180-Grad-Kehre (mit nachlassendem Seilzug) zurückzufliegen und sich erneut aufziehen zu lassen. Durch dieses „Treppensteigen“ können Höhen erreicht werden, die weit über das Limit eines einfachen Schlepps hinausgehen – offiziell ist eine maximale Arbeitshöhe von 760 Metern genehmigt. Diese Höhe ist oft der "Gamechanger", um Inversionen zu durchstoßen oder thermisch aktive Luftschichten zu erreichen, die vom Boden aus unerreichbar wären.

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Erreichbarkeit und Parkordnung

Der Zugang zum Gelände ist pragmatisch, aber streng geregelt. Es gibt keine touristische Infrastruktur wie Bergbahnen oder Shuttlebusse. Die Anreise erfolgt fast ausschließlich per PKW. Das Navigationsziel für Piloten ist die Kreuzung Borbeiner Straße / Ecke Linnekamp in 59227 Ahlen. Die Parkplatzsituation spiegelt die sensible Koexistenz mit der Landwirtschaft wider. Es stehen kostenlose Parkflächen sowohl am West- als auch am Ostkopf der Schleppstrecke zur Verfügung. Ein elementarer Grundsatz, der in jedem Briefing wiederholt wird, ist das absolute Verbot, landwirtschaftliche Wege oder Feldeinfahrten zu blockieren. In der Erntezeit haben Traktoren und Mähdrescher absolute Priorität; ein falsch geparktes Fahrzeug kann hier nicht nur den Zorn der Landwirte auf sich ziehen, sondern den Flugbetrieb für alle gefährden.

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"Walk and Fly" im Flachland

Der Begriff „Walk and Fly“ bekommt hier eine neue Bedeutung. Es geht nicht um den stundenlangen Aufstieg zum Gipfel, sondern um die logistische Effizienz am Boden. Der Fußweg vom Parkplatz zum Startwagen beträgt meist nur wenige Meter. Das Gelände ist vollkommen eben, was den Transport von Ausrüstung extrem erleichtert. Dennoch sollten Piloten festes Schuhwerk tragen, da die Startplätze oft auf unbefestigtem Ackerland oder Wiesen liegen, die je nach Witterung matschig oder uneben sein können.

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Thermische Zyklen und Saison

Das fliegerische Jahr in Ahlen folgt einem Rhythmus, der sich leicht von dem der Alpen unterscheidet.

Hauptsaison (April – Juni): Dies ist die Zeit der großen Streckenflüge. Die Temperaturdifferenz zwischen der noch kalten Höhenluft und dem sich rasch erwärmenden Boden ist maximal. Besonders im Mai, wenn die Rapsfelder blühen, entstehen starke Kontraste, die zuverlässige Bärte (Aufwinde) generieren.

Tagesgang: Während in den Bergen Osthänge schon früh morgens aktiv werden, braucht das Flachland oft etwas länger, um „anzuspringen“. Die thermisch nutzbare Zeit beginnt meist gegen 11:00 oder 12:00 Uhr, hält dafür aber an guten Tagen bis in den späten Abend an. Im Hochsommer sind Flüge bis 20:00 Uhr oder länger keine Seltenheit, oft begünstigt durch eine großflächige Umkehrthermik („Magic Lift“), bei der die Wärme, die der Boden tagsüber gespeichert hat, langsam wieder abgegeben wird.

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Windregime und die "Borbeiner Regel"

Wind ist im Flachland Freund und Feind zugleich. Ohne Hang, der Schutz bietet, ist der Pilot dem Gradientwind voll ausgesetzt.

Ideale Bedingungen: Konstanter Wind aus Ost oder West mit 10-20 km/h. Dies ermöglicht sichere Starts und einen guten Höhengewinn an der Winde.

Die kritische Südkomponente: Hier liegt die Achillesferse des Geländes. Nördlich der Schleppstrecke verläuft die Borbeiner Straße. Bei Südwind besteht die Gefahr, dass ein gerissenes Schleppseil oder ein abdriftender Pilot auf diese Straße geweht wird. Daher gilt eine unverhandelbare Sicherheitsregel: Bei Seitenwind aus Süd ist bei einem Winkel von mehr als 20 Grad der Flugbetrieb einzustellen. Diese Regel wird strikt überwacht. Ein Blick auf die Windfahne oder die lokale Wetterstation ist vor jedem Start obligatorisch.  

Lee und Turbulenzen: Da es keine Berge gibt, gibt es kein klassisches Lee hinter Gipfeln. Allerdings können Waldkanten und Baumreihen bei starkem Wind bodennahe Verwirbelungen (Leewalzen) erzeugen. Besonders beim Landeanflug hinter Baumreihen ist erhöhte Aufmerksamkeit und eine defensive Flugweise (hohe Anfluggeschwindigkeit) gefordert.

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Strategien gegen die "Blue Holes"

Ein Phänomen, das in Flugberichten von Ahlen immer wieder auftaucht, sind die sogenannten „Blue Holes“ – wolkenlose Zonen inmitten eines eigentlich gut entwickelten Cumulus-Himmels. Unerfahrene Piloten machen oft den Fehler, diese Zonen zu aggressiv durchfliegen zu wollen, in der Hoffnung auf Blauthermik. Die lokale Strategie lautet jedoch: Geduld und Höhe. „Wer oben bleiben will, muss oben bleiben“ ist mehr als eine Tautologie. Es bedeutet, dass man einen Bart bis zur Basis ausdreht, bevor man weitergleitet, da die Arbeitshöhe im Flachland oft geringer ist und man sich keinen großen Höhenverlust leisten kann, um ein blaues Loch zu queren.

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Thermikquellen abseits des Offensichtlichen

Während Neulinge oft instinktiv auf Waldränder zufliegen (in der Annahme, dort löse sich die Thermik wie an einem Grat ab), wissen die Locals, dass die wahren Quellen oft unscheinbarer sind.

Der "Schwarze Acker": Dunkle, frisch gepflügte Felder mitten in der Pampa sind oft bessere Hitzesammler als der Waldrand.

Die Rohrweihe-Falle: Im Osten des Geländes gibt es Zonen, die tabu sind. Hier brüten Rohrweihen. Das Überfliegen dieser Bereiche ist nicht nur aus Naturschutzgründen verboten, sondern taktisch unklug. Wer hier nach Thermik sucht, riskiert Konflikte mit Jägern und Naturschützern, die den Platz die Zulassung kosten könnten. Die Locals meiden diesen Sektor konsequent und suchen ihr Glück eher westlich oder zentral über den landwirtschaftlichen Nutzflächen.

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Die virtuelle Wetterwarte

Moderne Piloten verlassen sich nicht nur auf den Blick in den Himmel.

Holfuy Station: In der Nähe gibt es eine Holfuy-Wetterstation (ID 1506), die Live-Winddaten liefert. Der entscheidende Wert ist hier nicht nur die Windstärke, sondern die exakte Gradzahl der Richtung. Zeigt Holfuy eine südliche Komponente (z.B. 200°), wissen Ahlener Piloten, dass sie gar nicht erst losfahren müssen – die 20-Grad-Regel greift unbarmherzig.  

Schwarmintelligenz via FANET: Der Verein ist technologisch hochgerüstet. Dank engagierter Mitglieder wie Burkhard Vogt gibt es lokale FANET-Bodenstationen. Wer ein entsprechendes Vario (z.B. Skytraxx) besitzt, wird Teil eines digitalen Netzwerks. Man kann oft schon von zu Hause aus sehen, wo andere Piloten gerade steigen, was die Flugplanung revolutioniert.

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Streckenflug (XC) Kompendium

Das wahre Potenzial von Ahlen offenbart sich dem Streckenpiloten. Anders als beim „Hausbart-Fliegen“ im Gebirge ist hier jeder Flug eine Reise ins Ungewisse. Basierend auf Flugdatenbanken (DHV-XC, XContest) und Pilotenberichten lassen sich zwei Hauptrouten identifizieren, die das strategische Rückgrat für XC-Jäger bilden.

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Die "Sauerland-Connection" (Richtung Süd-Ost)

Dies ist die Königsdisziplin. Das Ziel ist es, vom flachen Münsterland in die Mittelgebirge des Sauerlands zu fliegen.

Wetterlage: Erfordert eine Nordwest-Strömung, die den Piloten nach dem Start in Richtung Südosten schiebt.

Herausforderung: Der Übergang vom Flachland ins Hügelland ist meteorologisch komplex. Oft ändern sich Basis und Windregime. Zudem muss man den Luftraum Dortmund südlich umfliegen oder unterfliegen.

Belohnung: Wer es schafft, die ersten Hügel des Sauerlands zu erreichen, findet dort oft kräftigere Thermik und kann den Flug über die bewaldeten Rücken verlängern. Flüge von Ahlen bis ins Sauerland gelten als Ritterschlag.

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Der "Venlo-Run" (Richtung West/Süd-West)

Bei stabilen Ostlagen, die oft mit sehr guter Thermik einhergehen, öffnet sich der Weg in die Niederlande.

Route: Vom Startplatz geht es mit dem Ostwind im Rücken Richtung Westen, vorbei an Städten wie Lüdinghausen oder Haltern.

Referenzflug: Piloten wie „Pepe“ haben bewiesen, dass Flüge bis weit hinter die niederländische Grenze (Venlo) möglich sind, mit Distanzen von über 100 Kilometern.  

Taktik: Hier gilt es, die Lufträume von Münster/Osnabrück (im Norden) und die Einflugschneisen der großen Flughäfen im Ruhrgebiet (im Süden) im Auge zu behalten. Der Korridor ist breit, aber nicht unendlich. Ein aktuelles Luftraum-File auf dem Navigationsgerät ist überlebenswichtig.

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Luftraum-Management

Das Münsterland ist kein freier Spielplatz. Der Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) im Norden projiziert eine Kontrollzone (CTR), die für Gleitschirme absolut tabu ist. XC-Flüge führen fast immer südlich an dieser Zone vorbei. Ebenso relevant ist der Luftraum C und D der Verkehrsflughäfen im Süden (Dortmund, Düsseldorf). Die Kunst des Streckenfliegens ab Ahlen besteht darin, in dem „Sandwich“ zwischen diesen Lufträumen Höhe zu machen und Strecke zu gleiten, ohne eine Verletzung zu begehen.

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Sicherheit und Regeln: Der "Code of Conduct"

Die Existenz des Fluggeländes hängt von der strikten Einhaltung der Regeln ab. Der Verein Diomedea hat über Jahrzehnte ein Vertrauensverhältnis zu Behörden und Landwirten aufgebaut, das nicht gefährdet werden darf.

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Flugbetriebliche Auflagen

Funkpflicht: Eine sichere Sprachverbindung zwischen Pilot und Windenführer ist vorgeschrieben. Dies gilt besonders beim komplexen Stufenschlepp. Die Frequenzen (LPD/PMR) werden beim Tagesbriefing bekannt gegeben.

Abstand zur Straße: Neben der bereits erwähnten 20-Grad-Regel für den Seitenwind gilt auch ein striktes Überflugverbot für die Borbeiner Straße während der Startphase. Nach dem Ausklinken muss die erste Kurve (Wiedereindrehkurve) so gesetzt werden, dass man sich vom Seil und der Straße entfernt. Am Oststartplatz wurde der Punkt für diese Kurve explizit um 155 Meter nach Westen verlegt, um den Sicherheitsabstand zu maximieren.

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Gastflugregelung

Ahlen ist ein gastfreundliches Gelände, aber kein öffentlicher Park.

Anmeldung: Gastpiloten müssen sich vorab anmelden (oft über die Website oder Kontaktpersonen des Vereins).

Einweisung: Eine Einweisung durch einen lokalen Geländewart ist obligatorisch, um auf die speziellen Gefahren (Straße, Rohrweihe, Luftraum) hinzuweisen.

Gebühr: Eine Tagesmitgliedschaft ist zu lösen. „Schwarzfliegen“ wird nicht toleriert und kann zum Platzverweis führen.

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Der Diomedea Gleitschirmclub

Der Verein ist mehr als nur Betreiber; er ist eine soziale Institution. Gegründet 1992, zeichnet er sich durch eine familiäre Atmosphäre aus („Helmreihen sucht man vergebens“).  

Events: Legendär sind Veranstaltungen wie der „Longest Day“, an dem der Flugbetrieb bereits bei Sonnenaufgang (z.B. 04:41 Uhr) beginnt, um den längsten Tag des Jahres voll auszukosten. Auch das Sommerfest und saisonale „Anfliegen“ sind feste Termine im Kalender, bei denen oft in der vereinseigenen „Feten-Scheune“ gefeiert wird.  

Ausbildung: Die Kooperation mit der Flugschule „Active Zone“ sorgt für stetigen Nachwuchs und garantiert, dass Sicherheitsstandards durch den Schulungsbetrieb hochgehalten werden.

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Après-Fly und Kulinarik

Nach einem langen Flugtag trifft man sich nicht in einer anonymen Raststätte, sondern in den lokalen Institutionen.

Gaststätte Jönsthövel: In Sendenhorst gelegen, ist dies der inoffizielle Stammtisch vieler Piloten. Rustikale westfälische Küche und ein Biergarten bieten den idealen Rahmen für das „Landebier“ und Fachgespräche.  

Hof Herweg: Eine weitere Option für lokale Spezialitäten in direkter Umgebung.

Selbstversorgung: Am Platz selbst wird oft gegrillt. Die Infrastruktur (Bauwagen, Grill) wird an Flugtagen rege genutzt.

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Alternativen bei "Südwind-Frust"

Wenn die Windfahne unbarmherzig auf Süd steht und Ahlen gesperrt ist, müssen Piloten ausweichen.

Halden im Ruhrgebiet: Die Halde Norddeutschland oder Halde Hoheward bieten Soaring-Möglichkeiten, sind aber fliegerisch anspruchsvoll und oft reglementiert (B-Schein-Pflicht, Einweisung).

Kulturprogramm: Die Region bietet Industriekultur von Weltrang. Die Zeche Westfalen in Ahlen ist ein beeindruckendes Zeugnis der Bergbaugeschichte und eine lohnende Alternative an Regentagen.

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Fazit

Der Startplatz Ahlen-Borbein ist ein Juwel für den ernsthaften Piloten. Er bietet keine leichte Kost für Landschaftsgucker, sondern serviert fliegerische Herausforderungen à la carte. Die Kombination aus modernster Elektrowinden-Technik, der Möglichkeit zum extremen Höhengewinn durch Stufenschlepp und der strategischen Lage für weite Streckenflüge macht ihn zu einem der Top-Spots im deutschen Flachland. Wer die Regeln respektiert – insbesondere die heilige Distanz zur Borbeiner Straße und den Brutgebieten der Rohrweihe – wird hier in eine Gemeinschaft aufgenommen, die den Traum vom Fliegen mit westfälischer Bodenständigkeit und hoher technischer Kompetenz lebt. Ahlen ist der Beweis, dass man keine Berge braucht, um hoch hinaus zu kommen – nur ein langes Seil, gute Freunde und den richtigen Riecher für die nächste Thermikblase.

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