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Schleppgelände Wallertheim / Flonheim

Startplätze:2
Koord.:49.8188°N, 8.0340°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

2 Startplatzätze, 0 Landeplatzätze

Schleppstrecke Wallertheim

Start
Höhe170m ü. M.
Koord.49.8188, 8.0340
WindONO, WSW
Korrekt?

Schleppstrecke Flonheim

Start
Höhe170m ü. M.
Koord.49.8065, 8.0283
WindSSO, NNW
Korrekt?

Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Flugarena Rheinhessen: Das Schleppgelände Wallertheim / Flonheim – Ein Experten-Guide für Streckenflieger und Ästheten

Das rheinhessische Hügelland, oft ehrfürchtig als die „Toskana Deutschlands“ bezeichnet, offenbart aus der Vogelperspektive eine textile Struktur aus Weinreben, Kalksteinbrüchen und sanften Wellenbewegungen der Erdkruste. Für Gleitschirm- und Drachenflieger stellt die Region um Wallertheim und Flonheim jedoch weit mehr dar als eine malerische Kulisse. Es ist eines der thermisch aktivsten Flachland-Fluggebiete Westdeutschlands, das durch eine hochspezialisierte Infrastruktur und eine jahrzehntelange Flugtradition besticht. Während die offizielle DHV-Datenbank lediglich technische Eckpunkte liefert, erfordert das wahre Verständnis dieses Geländes eine tiefe Analyse der mikroklimatischen Besonderheiten, der agrarwirtschaftlichen Rhythmen und der komplexen Luftraumstruktur im Schatten des Frankfurter Flughafens.  

Executive Summary: Der strategische Überblick

Für Piloten, die eine effiziente Entscheidungsgrundlage suchen, lässt sich das Gelände Wallertheim / Flonheim als ein duales Hochleistungs-Schleppzentrum charakterisieren. Es bietet durch zwei orthogonal zueinander verlaufende Schleppstrecken eine nahezu vollständige Windabdeckung, was in der norddeutschen Tiefebene oder im Mittelgebirgsraum Seltenheitwert besitzt. Mit Schlepplängen von bis zu 2.000 Metern in Flonheim werden Ausklinkhöhen erreicht, die in den meisten Fällen einen direkten Einstieg in die erste Thermikablösung ermöglichen. Das Gelände ist aufgrund seiner flachen Topografie und der hindernisfreien Umgebung als sicher einzustufen, stellt jedoch durch die unmittelbare Nähe zum Luftraum C des Flughafens Frankfurt hohe Anforderungen an die navigatorische Disziplin des Piloten. Die Nutzung ist an die Betriebszeiten der 1. Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen (1. WSGRH) gebunden und unterliegt strengen landwirtschaftlichen Auflagen hinsichtlich der Bewuchshöhe. Für Streckenflieger bietet das Gelände ein enormes Potenzial in Richtung Pfälzerwald oder Nahetal, sofern die thermischen Ablösepunkte über den markanten Steinbrüchen und Ortsrändern präzise getroffen werden.  

Geografische Analyse und Technische Spezifikationen

Die Standorte Wallertheim und Flonheim bilden eine operationelle Einheit, die geografisch im Herzen des Mainzer Beckens angesiedelt ist. Die Topografie ist geprägt durch das sogenannte „Rheinhessische Tafel- und Hügelland“, dessen Bodenbeschaffenheit aus Kalkmergel, Löss und Sandstein besteht – Materialien, die eine exzellente Wärmespeicherkapazität besitzen und somit die Basis für die überdurchschnittliche thermische Güte der Region bilden.

Detaillierte Geländedaten

Die technische Kapazität der beiden Schleppstrecken erlaubt einen flexiblen Flugbetrieb, der sich nach der tagesaktuellen Windrichtung ausrichtet. In der folgenden Tabelle sind die kritischen Parameter beider Standorte gegenübergestellt:

Parameter Schleppstrecke Wallertheim Schleppstrecke Flonheim Offizielle Kennung Wallertheim (DHV-ID: 828) Flonheim (DHV-ID: 828) GPS-Koordinaten (Start) N 49°49'07.57" E 8°02'02.28" N 49°48'23.31" E 8°01'41.89" Höhe über NN 170 m 170 m Primäre Startrichtungen ONO (67,5°), WSW (247,5°) SSO (157,5°), NNW (337,5°) Zulässige Windrichtungen N, SE, S, NW (variabel) N, SE, S, NW (variabel) Schlepplänge (effektiv) ca. 1.650 m ca. 2.000 m Max. erreichbare Höhe 450 m über Grund (AGL) 450 m über Grund (AGL) Schleppsystem Mobile Abrollwinde (Schuhwerk) Mobile Abrollwinde (Schuhwerk) Zertifizierung LFS (beschränkt), GS & HG LFS (beschränkt), GS & HG Export to Sheets

Quellen:  

Die signifikante Schlepplänge von 2.000 Metern in Flonheim ist ein Alleinstellungsmerkmal, das selbst bei Nullwind-Bedingungen eine ausreichende Arbeitshöhe garantiert. Die Ausklinkhöhe von 450 Metern ist rechtlich durch die Geländeordnung festgeschrieben, kann jedoch bei thermischen Ablösungen während des Schleppvorgangs variieren, wobei die maximale Seilkraftbegrenzung der Winde stets die primäre Sicherheitsinstanz bleibt.  

Logistik, Zugang und infrastrukturelle Einbindung

Die Erschließung der Startplätze erfolgt über ein Netz von landwirtschaftlichen Wegen. Da es sich um aktive Agrarflächen handelt, ist die logistische Planung für Gastpiloten von entscheidender Bedeutung, um den Betrieb nicht zu stören.

Anreise und Parkraummanagement

Die Anfahrt aus den Metropolregionen erfolgt zumeist über die Bundesautobahnen A61 und A63. Die Ausfahrt Alzey oder Bornheim (A61) sowie Biebelnheim (A63) bieten den schnellsten Zugang.  

Wallertheim: Die Schleppstrecke liegt nordwestlich der Gemeinde. Das Parken erfolgt unmittelbar an den Feldwegen, wobei eine Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern für Traktoren und Erntemaschinen strikt einzuhalten ist.  

Flonheim: Der Startplatz befindet sich in der Ebene südlich der bekannten Weinberghänge. Hier ist die Parkplatzsituation aufgrund der touristischen Frequentierung durch Wanderer („Hiwweltouren“) angespannter. Piloten sollten sich frühzeitig mit den anwesenden Vereinsmitgliedern der 1. WSGRH abstimmen.  

Es existieren keine mechanischen Aufstiegshilfen wie Bergbahnen oder Lifte. Die gesamte Logistik des Rücktransports der Schleppseile wird durch vereinseigene Quads oder PKW übernommen. Ein Fußweg zur „Startrampe“ entfällt faktisch, da der Start direkt aus der Ebene erfolgt.  

Der Schleppbetrieb der 1. WSGRH

Seit 1991 betreibt die 1. Windenschleppgemeinschaft Rheinhessen den Flugplatz mit einer mobilen Abrollwinde. Dies erfordert ein hohes Maß an Koordination. Gastflieger sollten folgende ökonomische und organisatorische Rahmenbedingungen beachten:  

Kostenstruktur: Eine Tagesmitgliedschaft/Geländegebühr beträgt 5 €, während jeder Einzelschlepp mit 8 € fakturiert wird. Studenten und Auszubildende erhalten eine Ermäßigung von 50 %.  

Flatrate-Option: Für regelmäßige Besucher bietet der Verein eine Jahres-Flatrate für 120 € an, was besonders für Piloten aus dem Mainzer oder Frankfurter Raum attraktiv ist.  

Kommunikation: Die Flugplanung erfolgt wetterabhängig über eine Mailingliste. Eine vorherige Kontaktaufnahme über die offizielle Website ist für Erstbesucher zwingend erforderlich.  

Meteorologische Analyse und Flugbedingungen

Das Verständnis der atmosphärischen Dynamik in Rheinhessen ist der Schlüssel zu langen Flügen. Die Region profitiert von ihrer Lage im Regenschatten des Hunsrücks und des Nordpfälzer Berglandes, was zu einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an sonnigen Tagen und einer trockeneren Luftmasse führt – ideale Voraussetzungen für „trockene“ Thermik ohne frühzeitige Ausbreitungen.

Thermikgenese und tageszeitliche Rhythmen

Die Thermik in Wallertheim und Flonheim ist durch eine hohe Ablösekapazität gekennzeichnet. Die dunklen Ackerflächen absorbieren die kurzwellige Sonnenstrahlung effizient und wandeln sie in fühlbare Wärme um.

Frühjahrsthermik: Bereits im April können Steigwerte von +4 bis +5 m/s auftreten. Die Labilität ist zu dieser Zeit oft am ausgeprägtesten, was jedoch auch zu turbulenteren Bedingungen führen kann.  

Sommerliche Bedingungen: Von Juni bis August stabilisiert sich die Thermik. Die Basishöhen erreichen oft 1.500 bis 2.200 Meter MSL. Typische Thermikzeiten beginnen gegen 11:00 Uhr und erreichen ihren Zenit zwischen 14:00 und 15:30 Uhr.  

Abendliches Soaring/Restthermik: Gegen 17:30 Uhr bildet sich oft über den Westhängen der Weinberge ein sanftes Steigen, das durch die Abkühlung der Hochflächen und das Nachfließen warmer Luft aus den Tälern gespeist wird.  

Windregime und Gefahrenmomente

Die Windensituation in der rheinhessischen Ebene ist meist laminar, kann aber durch die Bodenreibung in Bodennähe Scherungen aufweisen.

Günstige Bedingungen: Windgeschwindigkeiten zwischen 10 und 15 km/h sind ideal für den Schleppbetrieb. Sie unterstützen den Schirmaufbau und verkürzen die Schleppstrecke, was zu größeren Ausklinkhöhen führt.  

Gefährlicher Starkwind: Übersteigt der Wind am Boden 20-25 km/h, wird die mechanische Turbulenz in der bodennahen Grenzschicht kritisch. Da es im Flachland keine Lee-Schutzgebiete gibt, ist man der vollen Dynamik ausgesetzt. Ein „Rückwärtsdriften“ nach dem Ausklinken ist bei solchen Bedingungen eine reale Gefahr für weniger erfahrene Piloten.  

Leethermik und Rotoren: Obwohl das Gelände flach ist, fungiert der nahegelegene Donnersberg (687 m) als signifikantes Hindernis. Bei starken Südwestlagen können Wellenbewegungen oder großräumige Turbulenzen bis in das Schleppgelände hineinreichen.  

XC-Potenzial und Streckenflug-Strategien

Wallertheim / Flonheim ist ein klassisches „Launchpad“ für Streckenflüge. Die strategische Lage erlaubt verschiedene Routenoptionen:

Die Pfalz-Route (Süd-Kurs): Bei Nordwindlagen kann man entlang der Haardt in Richtung Landau fliegen. Der Vorteil ist hier die klare Linienführung entlang der Bergkante, die zuverlässige Thermikquellen bietet.

Die Odenwald-Querung (Ost-Kurs): Erfordert das Überqueren des Rheintals. Hier ist die Logistik schwierig, da der Rhein eine natürliche Barriere darstellt. Zudem muss die Kontrollzone des Frankfurter Flughafens südlich umflogen werden.

Nahetal-Route (West-Kurs): Technisch anspruchsvoll aufgrund der zunehmenden Bewaldung und der enger werdenden Täler.

Die „Secret Tips“: Insiderwissen für den Erfolg

Der Mehrwert dieses Guides liegt in den Details, die nicht in den offiziellen Handbüchern stehen. Lokale Experten nutzen spezifische Landmarken und Umweltindikatoren, um ihre Flugzeit zu maximieren.

Thermik-Trigger und Abrisskanten

In der Ebene ist die Thermik oft „versetzt“. Man findet sie nicht direkt über dem wärmsten Punkt, sondern dort, wo eine Störung der laminaren Strömung stattfindet.

Der Flonheimer Steinbruch: Die vertikalen Felswände des Sandsteinbruchs wirken wie ein Heißluftofen. Bei leichtem Wind bildet sich hier ein stehender Thermikschlauch, der oft bis zur Basis führt.  

Die Waldkante bei Wallertheim: Die Temperaturdifferenz zwischen dem kühlen Waldinneren und den angrenzenden Feldern erzeugt eine lokale Zirkulation, die oft zuverlässig Thermik triggert.

Ortsrandlagen: Die versiegelten Flächen und dunklen Dächer von Flonheim und Wallertheim sind hervorragende Wärmespeicher für die späten Nachmittagsstunden.  

Typische Fehler von Neulingen

Hektisches Kreisen: Viele Piloten beginnen sofort nach dem Ausklinken mit engen Kreisen. Experten raten dazu, erst die „Blase“ zu erfühlen und den Versatz durch den Wind einzukalkulieren. Oft steht die Thermik einige hundert Meter leewärts des Ausklinkpunktes.  

Falsche Einschätzung des Bodenwinds: Beim Schlepp im Flachland kann der Wind in 400 Metern Höhe völlig anders wehen als am Boden. Ein Blick auf die Drift von Rauchwolken oder anderen Piloten ist essentiell.  

Luftraum-Verletzungen: Die Verlockung, im Bart zu bleiben, während man sich der Untergrenze des Luftraums C nähert, ist groß. „Locals“ wissen: Lieber den Bart verlassen und 5 km weiter den nächsten suchen, als eine Sperrung des Geländes zu riskieren.  

Digitale Überwachung: Webcams und Stationen

Erfahrene Piloten nutzen ein Netzwerk aus Datenquellen, um den perfekten Zeitpunkt für die Anreise zu bestimmen:

Station / Tool Nutzen Quelle Holfuy Donnersberg Anzeige des überregionalen Windsystems (NO-Rampe) Holfuy Neuberg Windwerte im Nahetal (West-Indikator) Holfuy Laubenheim Windwerte östlich von Flonheim (Ost-Indikator) Webcam Odernheim Visuelle Kontrolle der Wolkenbasis und Bewölkung ThermiXC / XC-Planner Vorausplanung der Thermikgüte und Luftraumgrenzen   Sicherheit, Regeln und rechtlicher Rahmen

Der Erhalt der Flugerlaubnis in Rheinhessen ist ein fragiles Konstrukt, das auf dem Wohlwollen der lokalen Landwirte und der Einhaltung strenger Auflagen basiert.

Die 0,5-Meter-Bewuchshöhenregelung

Dies ist die wohl kritischste Auflage im DHV-Geländebericht. Sobald das Getreide oder der Raps auf den umliegenden Feldern höher als 50 cm steht, kann der Schleppbetrieb eingeschränkt werden, da eine Landung im Bestand Sachschaden verursacht.  

Konsequenz: In der Hochsommerphase (kurz vor der Ernte) konzentriert sich der Betrieb auf die bereits abgeernteten Flächen oder speziell gemähte Korridore.

Pilotendisziplin: Eine Außenlandung in hohem Getreide ist unbedingt zu vermeiden. Im Notfall sollte stets ein Feldweg oder eine bereits gemähte Wiese angesteuert werden.

Luftraum-Struktur: Das Frankfurt-Dilemma

Das Schleppgelände befindet sich in einer navigatorisch sensiblen Zone.

Luftraum C (Charly): Die Untergrenze liegt hier oft bei 3.500 Fuß (ca. 1.060 m) über Grund. Dies ist für einen guten Thermiktag sehr niedrig. Ein Variometer mit aktueller Luftraumwarnung ist für jeden XC-Versuch obligatorisch.  

Transponder-Pflicht: Wer höher steigen möchte, benötigt einen Transponder und Funkkontakt zu Langen Information, was für Gleitschirmflieger in diesem Sektor aufgrund der hohen Verkehrs dichte in Frankfurt jedoch kaum freigegeben wird.

Sichtbarkeit: Aufgrund der Nähe zum internationalen Flugverkehr ist die Sichtbarkeit des Schirms entscheidend. Dunkle Farben oder auffällige Muster werden von Motorfliegern besser wahrgenommen als weiß-graue Segel vor Wolkenhintergrund.  

Notfallmanagement

Erste Hilfe: Ein Notfallset befindet sich in der Regel am Windenwagen.

Koordinaten für Rettungskräfte: Die Startplätze sind über die Rettungspunkte der Forst- und Landwirtschaft erreichbar. Piloten sollten die App „Hilfe im Wald“ oder ähnliche GPS-Tools installiert haben.

Kontakt Verein: Der Geländehalter (1. WSGRH) ist die erste Anlaufstelle für organisatorische Probleme.  

Das „Drumherum“: Gastronomie, Unterkunft und Kultur

Ein Flugtag in Rheinhessen endet selten mit dem Zusammenlegen des Schirms. Die Region bietet eine hohe Lebensqualität, die den Aufenthalt auch für nicht-fliegende Begleitpersonen attraktiv macht.

Kulinarische Empfehlungen: Der Pilotentreff

Nach dem Flug ist der Besuch einer lokalen Straußwirtschaft oder eines Weinguts fast schon obligatorisch.

Weingut & Weinparadies Meyerhof (Flonheim): Ein moderner Betrieb, der für seine Architektur und seine Weine mehrfach ausgezeichnet wurde. Ideal für einen stilvollen Abschluss des Flugtags.  

Landhotel im Klostereck (Flonheim): Hier trifft man oft auf Wanderer und Radfahrer. Die Küche ist regional geprägt und bietet eine hervorragende Grundlage nach einem langen Streckenflug.  

Veronikas Weincafé (Flonheim): Ein Geheimtipp für hausgemachte Kuchen am Wochenende.  

Übernachtungsmöglichkeiten für Flieger-Wochenenden Unterkunft Stil Besonderheit Gästehaus & Weingut Dohlmühle Rustikal

Direkt in der Natur, sehr ruhig

Biggi's B&B Tiny House Individuell

Übernachtung im Garten-Finca-Stil

Ferienwohnung Huster Praktisch

90 qm, perfekt für kleine Pilotengruppen

Landhotel Espenhof Gehoben

Für Piloten mit Fokus auf Gourmet-Küche

  Alternativprogramm bei Fehlwind

Sollte der Wind einmal nicht für den Schleppbetrieb passen, bietet Rheinhessen erstklassige Alternativen:

Hangstart-Optionen: Der Donnersberg (NO bis S) oder Laubenheim (NO bis O) sind in 20-30 Minuten erreichbar.  

Wandern: Die „Hiwweltouren“ bieten spektakuläre Ausblicke auf die Fluggebiete.  

Kultur: Die Stadt Alzey mit ihrem historischen Marktplatz und dem Schloss ist ein lohnendes Ziel.  

Flugschulen und Ausbildung

Das Gelände Wallertheim / Flonheim wird primär von Vereinen genutzt, ist aber gelegentlich auch Ort für Windenschulungen.

Flugschule Hirondelle: Operiert im Rhein-Main-Neckar Dreieck und nutzt verschiedene Hänge im Odenwald und Pfälzerwald.  

Anbieter für Windenschein: Piloten, die die Windenberechtigung erwerben möchten, sollten sich direkt an die 1. WSGRH wenden, um aktuelle Schulungstermine oder kooperierende Flugschulen zu erfragen.  

Sicherheitstraining: Aufgrund der hindernisfreien Ebene eignet sich das Gelände theoretisch für Groundhandling-Einheiten, sofern dies mit dem Geländehalter abgestimmt ist.  

Fazit: Die strategische Bedeutung von Wallertheim / Flonheim

Das Schleppgelände Wallertheim / Flonheim ist kein gewöhnlicher Startplatz; es ist ein fein austariertes Ökosystem aus Technik, Natur und Gemeinschaft. Während der DHV-Eintrag nur die Hülle beschreibt, ist es die thermische Dynamik der Steinbrüche, die taktische Herausforderung des Frankfurter Luftraums und die herzliche Atmosphäre der 1. WSGRH, die diesen Ort für erfahrene Piloten so wertvoll machen. Wer die Bereitschaft mitbringt, sich in die lokalen Abläufe zu integrieren, die landwirtschaftlichen Zyklen zu respektieren und seine Navigation präzise zu planen, wird mit Flügen belohnt, die in ihrer Ästhetik und Distanz weit über das klassische Flachlandfliegen hinausgehen. Rheinhessen bietet hier die seltene Chance, den Traum vom freien Fliegen in einer der geschichtsträchtigsten Kulturlandschaften Deutschlands zu verwirklichen.

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