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Pfeffelbach / Herzerberg

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:49.5495°N, 7.3082°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Herzerberg Startplatz

Start
Höhe586m ü. M.
Koord.49.5495, 7.3082
WindSO
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Herzerberg Landeplatz

Landung
Höhe336m ü. M.
Koord.49.5443, 7.3208
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Piloten-Guide

Ausführliche Recherche und lokales Wissen

Overview

Strategische Analyse und Piloten-Leitfaden: Das Fluggelände Herzerberg / Pfeffelbach

Dieses Dokument dient als umfassende Referenz für Luftsportler, die eine Befliegung des Westrichs und der angrenzenden Regionen planen. Es integriert technische Daten, meteorologische Analysen und logistische Details, die über die Standard-DHV-Geländebeschreibungen hinausgehen, um eine präzise Flugplanung in einem der komplexesten Luftraum-Umgebungen Deutschlands zu ermöglichen.

Executive Summary: Der Herzerberg im Fokus

Das Fluggelände am Herzerberg bei Pfeffelbach stellt eine signifikante topografische Erhebung im Pfälzer Bergland dar, die aufgrund ihrer exponierten Lage als thermischer Motor der Region fungiert. Für die Entscheidungsfindung eines Piloten sind drei Kernaspekte ausschlaggebend: Erstens ist der Startplatz Herzerberg primär als Rampenstartgelände für Hängegleiter (Drachen) konzipiert; Gleitschirmfliegen ist an diesem spezifischen Hang aufgrund der Geländebeschaffenheit und der geltenden Zulassungen gegenwärtig untersagt. Zweitens erfordert die Lage innerhalb des Flugbeschränkungsgebiets ED-R 116 (Baumholder) eine überdurchschnittlich sorgfältige Luftraumprüfung vor jedem Flug. Drittens bietet die Region bei passenden Bedingungen (Südost-Lagen) ein exzellentes Potenzial für thermische Einstiege und Streckenflüge in Richtung Westen und Nordwesten, sofern die militärischen Aktivierungszeiten respektiert werden. Für Gleitschirmflieger dient dieser Leitfaden als aerologische Referenz und weist den Weg zu den unmittelbar benachbarten, legalen Ausweichgebieten wie dem Humberg oder dem Donnersberg.

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Technisches Standortprofil: Start- und Landeplätze

Der Herzerberg, eine markante Rundkuppe im Landkreis Kusel, bietet eine Infrastruktur, die über Jahrzehnte vom Drachenflugclub Saar e.V. (DFC Saar) gepflegt wurde. Die technische Ausstattung am Berg ist auf die Bedürfnisse von Hängegleitern optimiert, was sich in der Beschaffenheit der Startanlage widerspiegelt.  

Präzise Standortdaten und Koordinaten

Die Navigation zum Gelände und die Landeeinteilung basieren auf den folgenden verifizierten Datenpunkten:

Standort Funktion Geografische Koordinaten (WGS84) Höhe (m NN) Herzerberg Gipfel Startplatz (Drachenrampe) N 49° 32' 58.2'' E 7° 18' 29.6'' 586 m Pfeffelbach Hauptlandeplatz N 49° 32' 37.3'' E 7° 19' 14.1'' 336 m Pfeffelbach Alternativer Landeplatz (DHV) N 49° 32' 39.5'' E 7° 19' 14.7'' 336 m Höhendifferenz - - 250 m Export to Sheets

Die vertikale Differenz von 250 Metern zwischen Start und Landung ist für Mittelgebirgsverhältnisse moderat, bietet jedoch bei thermisch aktiven Bedingungen eine ausreichende Arbeitshöhe, um den ersten "Bart" über der Hangkante zu zentrieren.  

Startrichtung und Geländebeschaffenheit

Der Start erfolgt von einer künstlich errichteten Rampe, die exakt nach Südosten (135°) ausgerichtet ist. Der Aufbauplatz ist für die Verhältnisse in Rheinland-Pfalz außergewöhnlich großzügig bemessen. Es findet sich eine ebene Fläche, die ausreichend Platz für bis zu 20 Hängegleiter bietet, was den Herzerberg zu einem beliebten Ziel für Vereinsausflüge und Wettbewerbe macht.  

Parameter Spezifikation Hauptstartrichtung SO (135 Grad) Mögliche Startrichtungen OSO bis S (eingeschränkt durch Bäume) Startart Rampenstart (ausschließlich Drachen) Schwierigkeitsgrad Mittel (aufgrund thermischer Aktivität und Lee-Gefahr) Besonderheit Großer, ebener Aufbauplatz unmittelbar vor der Rampe Export to Sheets

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Rundkuppe des Herzerbergs zwar eine breite Anströmung erlaubt, die installierte Rampe jedoch eine klare Richtung vorgibt. Abweichungen von der idealen Südost-Anströmung führen schnell zu mechanischen Turbulenzen durch die seitlich stehenden Waldbestände.

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Logistik, Zugang und regionale Erschließung

Die Erreichbarkeit des Herzerbergs ist einer der Gründe für seine Popularität unter den regionalen Piloten. Gelegen im Grenzdreieck zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, ist die Anbindung an das Fernstraßennetz exzellent.

Anfahrt und Wegbeschreibung

Die Anreise erfolgt über die Autobahn A62 (Kaiserslautern – Trier), die nur etwa zwei Kilometer vom Gelände entfernt verläuft.  

Aus Richtung Norden/Süden: Verlassen der A62 an der Ausfahrt Reichweiler.

Zum Startplatz: Fahrt durch Reichweiler in Richtung Eckersweiler. Auf der Höhe der Bergkuppe dient ein weithin sichtbarer Fernmeldeturm als Navigationspunkt. Hier biegt man rechts ab und folgt der Straße für ca. 500 Meter, bis ein beschilderter Feldweg nach rechts zum Aufbauplatz führt.  

Zum Landeplatz: Von der Autobahnausfahrt Reichweiler führt der Weg ca. 3 km in den Ort Pfeffelbach. Dort biegt man in den "Ernteweg" ein, folgt diesem in die Straße "Auf der Bitz" und erreicht nach einer weiteren Linkskurve den Landeplatz, der durch einen weithin sichtbaren Windsack markiert ist.  

Parken und lokaler Verhaltenskodex

Das Parken am Startplatz ist auf den dafür vorgesehenen Flächen am Rand des Aufbauplatzes möglich. Es wird dringend darum gebeten, keine landwirtschaftlichen Wege zu blockieren, da der Herzerberg intensiv forst- und landwirtschaftlich genutzt wird. Ein kritischer Aspekt der lokalen Logistik ist die Rückfahrt vom Landeplatz zum Startplatz: Die Piloten sind dazu angehalten, ausschließlich die Hauptstraße in Richtung Pfeffelbach zu nutzen und keinesfalls die direkte Verbindung durch die Wohngebiete von Reichweiler zu befahren, um die Lärmbelästigung für die Anwohner zu minimieren.  

Transportmittel Details PKW-Zufahrt Bis unmittelbar an den Startplatz möglich Bergbahn / Lift Nicht vorhanden Shuttle Kein offizieller Dienst; Selbstorganisation über Zweitwagen Fußweg Vom Parkplatz zur Rampe vernachlässigbar (wenige Meter) Wanderung Optionale Auffahrt via Preußensteig für Begleitpersonen Export to Sheets

Da es keine Bergbahn gibt, ist die Gemeinschaft der Piloten am Herzerberg auf eine funktionierende Selbstorganisation angewiesen. An gut besuchten Tagen ist es üblich, dass nach der Landung Fahrgemeinschaften gebildet werden, um die Fahrer wieder zu ihren Fahrzeugen am Gipfel zu bringen.

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Meteorologie und Aerodynamik: Die Seele des Westrichs

Die aerologischen Bedingungen am Herzerberg werden durch seine Lage im Pfälzer Bergland und die spezifische Geomorphologie der Kuppe bestimmt. Der Berg gilt als "thermisches Gelände", was bedeutet, dass der dynamische Hangaufwind oft nur die Basis für den Einstieg in die eigentliche Thermik bildet.  

Thermikzyklen und saisonale Optimierung

Die beste Jahreszeit für den Herzerberg erstreckt sich vom Frühjahr (März/April) bis in den Spätsommer. Im Frühjahr sind die Temperaturgradienten zwischen den sonnenexponierten Feldern im Tal und der kühleren Luftmasse am Gipfel am stärksten, was zu kräftigen und teils eng begrenzten Thermikschläuchen führt.  

Typische Thermikzeiten: An sonnigen Tagen setzt die thermische Ablösung am Südosthang meist gegen 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr ein. Die Kuppe des Berges fungiert dabei als idealer Sammelpunkt für Warmluftpakete, die aus den tiefer gelegenen Tälern nach oben steigen.  

Abendbedingungen: Im Hochsommer kann es gegen Abend zu einem sanften "Umkehrthermik-Effekt" kommen, wenn die Waldflächen die gespeicherte Wärme abgeben, was oft ruhige und großflächige Steigwerte ermöglicht.

Windfenster und Gefahrenpotenzial

Die Sicherheit am Herzerberg hängt maßgeblich von der Windrichtung und -stärke ab.

Windrichtung Bewertung Risiko Südost (SO) Optimal Laminare Anströmung, bester Startkomfort Ost (O) Gut Leichte Seitenwindkomponente, aber fliegbar Süd (S) Möglich Erfordert Erfahrung beim Startlauf auf der Rampe Nordost (NO) Gefährlich

Massives Lee durch Waldbestände links der Rampe

Südwest (SW) Gefährlich

Mechanische Turbulenzen und Rotoren durch Bäume rechts

 

Ein besonderes Augenmerk gilt dem "Lee-Effekt". Da der Startplatz durch große Bäume links und rechts flankiert wird, führen bereits geringe Abweichungen von der idealen Anströmrichtung (135°) zu Verwirbelungen. Diese Turbulenzen können unmittelbar nach dem Verlassen der Rampe zu einem Strömungsabriss oder zu unkontrollierten Rollbewegungen des Fluggeräts führen.  

Instrumentelle Analyse via Holfuy

Lokale Piloten verlassen sich auf die Echtzeitdaten der Wetterstation Holfuy 649, die sich auf 600 m NN (leicht über dem Startplatz) befindet.  

Windtendenz: Eine stabile Tendenz aus OSO bis SO bei Windgeschwindigkeiten zwischen 10 und 20 km/h gilt als ideal.

Böigkeit: Zeigt die Station Böenwerte an, die mehr als 10 km/h über dem Durchschnitt liegen, ist mit einer unruhigen Thermik und schwierigen Startbedingungen zu rechnen.  

Webcam-Integration: Die Wetterstation bietet zudem visuelle Eindrücke, um die Wolkenbildung (Basis, vertikale Entwicklung) vorab beurteilen zu können.

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Luftraummanagement: Das "Nadelöhr" ED-R 116

Die größte Herausforderung am Herzerberg ist rechtlicher und navigatorischer Natur. Das Gelände liegt in einer Zone, die durch militärische Flugbewegungen geprägt ist.

Das Flugbeschränkungsgebiet Baumholder (ED-R 116)

Der Startplatz befindet sich unmittelbar am oder im Flugbeschränkungsgebiet ED-R 116, das den Truppenübungsplatz Baumholder schützt. Dieses Gebiet ist bei militärischer Aktivierung für den zivilen Luftverkehr gesperrt.  

Aktivierungszeiten: In der Regel ist die ED-R von Montag 07:00 Uhr bis Freitag 17:00 Uhr wirksam. Es gibt jedoch Ausweitungen durch NOTAM (Notice to Airmen), die auch Wochenenden betreffen können.  

Wochenend-Freigabe: Samstags und sonntags ist der Luftraum meistens frei befliegbar. Piloten sind jedoch verpflichtet, dies vor dem Start zu verifizieren.  

Kommunikation: Die Statusabfrage kann über "Idar-Oberstein Info" (128,360 MHz) erfolgen. In den Zeiten der Freigabe gelten die Regeln für Luftraum G (unkontrolliert) bis zur nächsten Obergrenze.  

CTR Ramstein und TRA Lauter

Bei Streckenflügen in östlicher Richtung ist die Kontrollzone (CTR) von Ramstein das limitierende Element. Ein Einflug ohne Freigabe ist strengstens untersagt und führt zu massiven Problemen für den Pilotenschein und das Fluggelände. Zudem liegt die Region unter der TRA Lauter (Temporary Reserved Airspace), einem Übungsluftraum für Jet-Flugzeuge, dessen Untergrenzen variieren können.  

Luftraum-Element Relevanz für den Piloten ED-R 116 Überprüfung der Aktivierung zwingend vor jedem Start CTR Ramstein Absolutes Flugverbot östlich/südöstlich ohne Freigabe TRA Lauter

Höhenbeschränkungen beachten; oft ab FL 100 oder tiefer

DFS NOTAM Einzige rechtssichere Quelle für kurzfristige Sperrungen  

Die Empfehlung lokaler Streckenpiloten lautet, Flüge primär nach Westen (Richtung St. Wendel) oder Nordwesten (Richtung Bostalsee/Hochwald) zu planen, um den Konflikten mit der CTR Ramstein aus dem Weg zu gehen.

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Geheimtipps und Experten-Insights: Der Mehrwert vor Ort

Um am Herzerberg erfolgreich zu fliegen, reicht es nicht, die GPS-Koordinaten zu kennen. Es ist das Wissen um die feinen Nuancen des Geländes, das einen guten Flugtag ausmacht.

Was sagen die lokalen "Oldies"?

Piloten, die den Berg seit Jahrzehnten befliegen, weisen oft auf den "Rampen-Effekt" hin. Da man am Herzerberg nicht von einer Wiese startet, sondern von einer Holzkonstruktion, entfällt der klassische Startlauf im Gelände. Dies erfordert eine präzise Schirmhaltung (beim Drachen) und ein entschlossenes Abdrücken im richtigen Moment. Neulinge machen oft den Fehler, zu passiv auf der Rampe zu stehen und werden dann von thermischen Ablösungen "überrascht", bevor sie die nötige Fluggeschwindigkeit erreicht haben.  

Die "Haus-Thermik" finden

Die zuverlässigste Thermikquelle am Herzerberg befindet sich oft leicht versetzt zur Startrichtung, über den Feldern in Richtung Pfeffelbach oder direkt an der kleinen Kante vor der Rampe.  

Taktik: Wenn man nach dem Start nicht sofort Steigen findet, lohnt es sich, die Kuppe des Berges einmal großräumig abzufliegen. Da der Berg eine Rundform hat, löst die Thermik oft dort ab, wo der Wind am steilsten auf die Flanke trifft.

Vogelschutz beachten: Im Frühjahr (1.3. bis 15.7.) ist der Schutz der Avifauna oberstes Gebot. Die Piloten sind angehalten, bekannte Brutgebiete (oft in den Felswänden der Umgebung oder in dichten Waldbeständen) großräumig zu umfliegen oder mit maximaler Höhe zu überqueren.  

Webcams und Foren

Neben der offiziellen Holfuy-Seite nutzen erfahrene Piloten oft die Webcams der Region Kusel (Tourist-Information) oder die Cam am nahegelegenen Segelfluggelände Kusel-Langenbach, um die Wolkenbasis und die Sichtweiten im Musikantenland zu beurteilen. Forenbeiträge auf Plattformen wie dem DHV-Forum oder regionalen Facebook-Gruppen (z.B. Paragliding Westpfalz) geben oft Aufschluss über den aktuellen Zustand der Rampe oder geplante Arbeitseinsätze des Vereins.

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Das "Drumherum": Kulinarik, Unterkunft und Alternativen

Ein Flug am Herzerberg ist ein Gesamterlebnis, das oft im benachbarten Ort seinen Ausklang findet.

Einkehr: Der Wolfsbornerhof

Der Landgasthaus Wolfsbornerhof in Herchweiler ist weit mehr als nur ein Restaurant; er ist das inoffizielle Hauptquartier der Fliegerszene im Westrich.  

Fliegerstammtisch: Hier treffen sich die Mitglieder des DFC Saar nach dem Flugbetrieb. Für Gastpiloten ist dies der beste Ort, um Einweisungen zu erhalten oder Mitfahrgelegenheiten zu organisieren.  

Übernachtung: Der Hof bietet Gästezimmer und ist auf Wanderer und Sportler eingestellt. Auch Wohnmobilisten finden hier oft einen ruhigen Platz für die Nacht.  

Küche: Herzhafte regionale Gerichte zu fairen Preisen sind der Standard.

Unterkunftsmöglichkeiten

Für Piloten, die einen längeren Aufenthalt planen, bietet die Region verschiedene Optionen:

Typ Empfehlung Ort Hotel/Gasthof Wolfsbornerhof Herchweiler Camping Campingplatz Bostalsee Nohfelden (ca. 20 km entfernt) Camping Camping am Königsberg Wolfstein Ferienwohnung Diverse Anbieter Pfeffelbach / Reichweiler Export to Sheets Alternativ-Startplätze bei falschem Wind

Sollte der Wind am Herzerberg nicht passen (z.B. West- oder Nordwind), bietet die Umgebung hervorragende Ausweichmöglichkeiten:

Humberg (Kusel): Ein Gleitschirmgelände für Nord/Nordwest-Lagen, das ebenfalls anspruchsvoll ist und eine Einweisung erfordert.  

Donnersberg: Bietet Startmöglichkeiten für Nordost ("Bärenloch") und Südost ("Adlerbogen"). Er ist das "Mekka" der Pfälzer Flieger.  

Ockfen (Saarburg): Ein Top-Gelände an der Saar für West/Südwest-Lagen. Hier ist jedoch oft eine Ausnahmegenehmigung des Vereins erforderlich.  

Serrig / Neumagen-Dhron: Berühmte Moselgelände, die bei Westwindlagen eine hohe Frequenz aufweisen.

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Sicherheit und Regeln: Der rechtliche Rahmen

Die Einhaltung der Regeln am Herzerberg ist die Grundvoraussetzung dafür, dass das Gelände auch in Zukunft befliegbar bleibt.

Besondere Flugregeln

Gleitschirm-Verbot: Es muss nochmals betont werden: Gleitschirmfliegen ist am Herzerberg aktuell nicht gestattet. Dies hat versicherungstechnische und zulassungsrechtliche Gründe. Gleitschirmflieger sollten auf den Humberg oder den Donnersberg ausweichen.  

Einweisungspflicht: Für Gastpiloten (Drachen) ist eine Einweisung durch ein Vereinsmitglied des DFC Saar dringend empfohlen, insbesondere um die Tücken der ED-R 116 und der CTR Ramstein zu verstehen.  

Notfall-Infos: Der nächste Rettungspunkt befindet sich am Parkplatz des Fernmeldeturms. Bei Unfällen ist die 112 zu verständigen. Es wird empfohlen, immer ein Funkgerät (PMR oder Flugfunk, falls lizenziert) mitzuführen, um im Notfall Kontakt zu anderen Piloten halten zu können.  

Kontakt zum Verein

Der Drachenflugclub Saar e.V. ist der Geländehalter. Informationen zu Mitgliedschaften, Tageskarten für Gastpiloten und aktuelle Geländemeldungen finden sich auf der offiziellen Webseite dfc-saar.de.  

Kontakt-Funktion Detail Geländehalter Drachenflugclub Saar e.V. Webseite dfc-saar.de Regionale Tourist-Info

Kusel (+49 6381 424270)

Wetterstation Holfuy ID 649

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Fazit: Ein anspruchsvolles Juwel der Westpfalz

Der Herzerberg bei Pfeffelbach ist kein "Anfängerhügel" für den Gelegenheitsflug. Er ist ein technisches und navigatorisches Highlight, das vom Piloten ein hohes Maß an Vorbereitung verlangt. Die Kombination aus Rampenstart, thermischer Dynamik und der komplexen Luftraumstruktur der ED-R 116 macht jeden Flug hier zu einer sportlichen Leistung.  

Während Drachenflieger die exzellente Infrastruktur der Rampe genießen, dient der Berg für Gleitschirmflieger als wichtiger Wegweiser in einer Region, die fliegerisch weit mehr zu bieten hat als die großen Alpenmassive. Das "Geheimnis" des Herzerbergs liegt nicht nur in seinen Aufwinden, sondern in der engen Gemeinschaft der Piloten, die sich im Wolfsbornerhof trifft und die Flugtradition im Westrich seit über 50 Jahren lebendig hält. Wer die Regeln respektiert, das Wetter via Holfuy genau beobachtet und sich Zeit für ein Gespräch mit den Einheimischen nimmt, wird mit Flügen belohnt, die über sanfte Hügelketten, historische Burgen und weite Felder führen – ein Erlebnis von ursprünglicher Freiheit in einem modernen, reglementierten Luftraum.  

Für jeden Luftsportler, der die Pfalz besucht, ist der Herzerberg – ob als aktiver Pilot auf der Rampe oder als Beobachter mit dem Fernglas – ein obligatorischer Haltepunkt auf der Reise durch die deutschen Mittelgebirge.  

(Hinweis: Die Daten zu Lufträumen und Geländezulassungen können sich ändern. Eine Prüfung der aktuellen ICAO-Karte und der DHV-Datenbank vor jedem Flug wird dringend empfohlen.)

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