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Bucherhang

Startplätze:1
Landungen:1
Koord.:47.6934°N, 11.7208°E
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Geländekarte

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Start- & Landeplätze

1 Startplatz, 1 Landeplatz

Bucherhang Startplatz

Start
Höhe900m ü. M.
Koord.47.6934, 11.7208
WindNO-O
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Bucherhang Landeplatz

Landung
Höhe800m ü. M.
Koord.47.6954, 11.7208
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Overview

Analyse und Leitfaden für das Fluggelände Bucherhang am Tegernsee: Ein Expertenbericht für Piloten und Luftfahrtspezialisten Executive Summary für Piloten

Das Fluggelände Bucherhang in Bad Wiessee stellt eine der wertvollsten Ressourcen für die paraglidistische Aus- und Weiterbildung im bayerischen Voralpenraum dar. Gelegen an den östlichen Ausläufern des Ringbergs auf einer Höhe von 900 m ü. NN, bietet das Gelände einen moderaten Höhenunterschied von ca. 100 Metern, der jedoch durch seine spezifische Ausrichtung nach Nordost bis Ost und seine laminaren Anströmungsbedingungen eine überproportionale Bedeutung für das Techniktraining und das Groundhandling besitzt. Während der benachbarte Wallberg als anspruchsvoller Thermikberg für Streckenflüge bekannt ist, fungiert der Bucherhang als das "technische Labor" der Region, in dem Flugschüler ihre ersten Höhenflüge absolvieren und erfahrene Piloten ihre Schirmkontrolle perfektionieren.  

Die logistische Erreichbarkeit ist durch die Nähe zu Bad Wiessee und eine unkomplizierte, wenngleich strikt reglementierte Zufahrt zum Bucherbauern gekennzeichnet, wobei eine geringe Nutzungsgebühr direkt am Hof entrichtet wird. Flugtaktisch bietet der Hang bei entsprechender thermischer Aktivität die Möglichkeit, über das Startplatzniveau aufzusoaren und den Anschluss an den Ringberg oder gar die Überquerung des Tegernsees zum Wallberg zu realisieren. Die Sicherheit wird maßgeblich durch die Beachtung lokaler Hindernisse – insbesondere der Liftseile der Sonnenbichl-Lifte – und die korrekte Einschätzung des im Tagesverlauf zunehmenden Talwindes bestimmt. Für Piloten, die ein ruhiges Übungsgelände mit hoher Luftqualität und exzellenter gastronomischer Infrastruktur suchen, ist der Bucherhang eine unverzichtbare Alternative zu den oft überlaufenen Großgeländen der Alpen.  

Topographie und Geomorphologie des Tegernseer Beckens

Die fluggeografische Bedeutung des Bucherhangs lässt sich nur durch ein tiefgreifendes Verständnis der geologischen Formation des Tegernseer Tals erschließen. Das Becken wurde während der Würm-Eiszeit durch den Tegernseegletscher geformt, der eine tiefe Kerbe in die bayerischen Voralpen grub und charakteristische Terrassenlagen wie jene am Bucherhang hinterließ. Der Hang selbst stellt eine sanft geneigte Almwiese dar, die nach Osten zum See hin abfällt und durch ihre Einbettung zwischen dem Ringberg im Süden und dem Sonnenbichl im Norden vor allzu starken westlichen Winden geschützt ist, was jedoch bei Westlagen zu gefährlichen Leesituationen führen kann.  

Die Bodenbeschaffenheit besteht primär aus alpinem Grünland, das für seine Elastizität und geringe Verletzungsgefahr bei Start- und Landeübungen geschätzt wird. Die Vegetation wird durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung geprägt, was von den Piloten eine hohe Sensibilität bezüglich der Mähzyklen und des Betretungsrechts erfordert. Geomorphologisch betrachtet bietet die Neigung des Hangs den idealen Winkel für die ersten Gleitphasen eines Gleitschirms, da der Gleitwinkel moderner Einsteigerschirme (LTF-A) hier nahezu parallel zur Geländeoberfläche verläuft, was das Risiko von harten Aufschlägen bei Startfehlern minimiert.  

Geografische Kennzahlen und Standorte

In der folgenden Tabelle sind die präzisen technischen Daten aufgeführt, die für die Programmierung von Fluginstrumenten und die navigatorische Vorbereitung unerlässlich sind.

Merkmal Spezifikation Startplatz Spezifikation Landeplatz Bezeichnung Bucherhang Start Bucherhang Landung Gemeinde 83707 Bad Wiessee 83707 Bad Wiessee Bundesland Bayern, Deutschland Bayern, Deutschland GPS-Koordinaten N 47°41'36.29" E 11°43'14.97" N 47°41'43.47" E 11°43'14.81" Höhe ü. NN 900 m 800 m Relativer Höhenunterschied ca. 100 m - Exposition Nordost bis Ost (NO-O) Ebene Talsohle Erschließung Pkw (beschränkt), zu Fuß Pkw, zu Fuß Zulassung Gleitschirm & Drachen (1-sitzig / Schulung) Gleitschirm & Drachen (1-sitzig / Schulung) Export to Sheets

Quellen:  

Infrastruktur und Logistik: Der Zugang zum Gelände

Die Logistik am Bucherhang unterscheidet sich signifikant von großen Bergbahn-Fluggebieten wie dem Wallberg oder dem Tegelberg. Hier steht die Kooperation mit der lokalen Landwirtschaft im Vordergrund, was eine disziplinierte Anreise erfordert.

Anfahrt und Parkraummanagement

Die Anfahrt erfolgt über die Autobahn A8 München-Salzburg, Abfahrt Holzkirchen, und weiter über die B318 nach Gmund und Bad Wiessee. Innerhalb von Bad Wiessee ist die Beschilderung Richtung "Bucherbauer" maßgeblich. Ein kritischer Punkt in der Logistik ist das Parken: Es ist Piloten strikt untersagt, direkt am Bauernhof oder auf den schmalen Zufahrtswegen zu parken, da dies den landwirtschaftlichen Betrieb und die Rettungswege behindert.  

Stattdessen ist ein kleiner Parkplatz etwa 500 Meter vor dem Bucherhof an der Hirschbergstraße zu nutzen. Dieser Fußweg zum Gelände ist als Teil der mentalen Flugvorbereitung zu betrachten. Die Start- und Landegebühr, die derzeit bei etwa 2,50 bis 3,00 EUR liegt, muss unaufgefordert beim Bucherbauern entrichtet werden. Diese Gebühr ist eine essentielle Investition in die Erhaltung des Geländes und die Akzeptanz des Flugsports in der Gemeinde.  

Der Aufstieg und die Geländenutzung

Vom Bucherhof aus führt eine leicht ansteigende Straße oder ein Wanderweg in etwa 10 bis 15 Minuten zum Startplatz. Der Weg führt rechts am Hang vorbei und bietet bereits einen guten Überblick über die aktuellen Windverhältnisse am Landeplatz. Am oberen Rand des Hangs befindet sich ein Stacheldrahtzaun, der das Gelände begrenzt. Es ist wichtig zu beachten, dass die obersten 30 Meter des Hangs für Modellflieger reserviert sind; Gleitschirmstarts sollten unterhalb dieser Zone erfolgen, um Konflikte zwischen den Nutzergruppen zu vermeiden.  

Mikro-Meteorologie und thermische Dynamik am Tegernsee

Die Flugbedingungen am Bucherhang werden durch ein komplexes Zusammenspiel von überregionalen Windlagen und dem lokalen See-Wind-System des Tegernsees bestimmt. Als Osthang reagiert das Gelände besonders sensibel auf die morgendliche Sonneneinstrahlung.

Thermikzyklen und tageszeitliche Entwicklung

Am frühen Vormittag, oft schon ab 08:30 oder 09:00 Uhr, beginnt die Sonne den Bucherhang zu erwärmen, was zur Ablösung der ersten sanften Thermikblasen führt. In dieser Phase sind die Bedingungen für Schulungsflüge ideal, da die Luft noch laminar steigt und kaum Turbulenzen aufweist. Mit zunehmender Erwärmung setzt ab ca. 11:00 Uhr ein spürbarer Hangaufwind ein. Dieser Wind kann im Tagesverlauf, abhängig von der großräumigen Druckverteilung, an Stärke gewinnen und entweder auf West/Nordwest oder Ost/Südost drehen.  

Ein besonderes Phänomen am Tegernsee ist die Verschränkung des Talwindes mit der Thermik. Der Wind aus dem Inntal kann über die Sättel in das Tegernseer Becken drücken, was am Bucherhang zu einer Zunahme der Windstärke führt. Piloten sollten die Vorwärtsfahrt ihres Schirmes stets kritisch prüfen, da ein zu starker Talwind das Erreichen des Landeplatzes erschweren kann, wenn man sich zu weit hinter Geländekanten versetzen lässt.  

Windregime und Gefahrenanalysen

In der folgenden Analyse werden die Windrichtungen hinsichtlich ihrer Fliegbarkeit am Bucherhang bewertet.

Windrichtung Bewertung Flugtaktischer Hinweis Nordost (NO) Optimal

Beste Anströmung, ideal für Soaring und Thermikeinstieg

Ost (O) Gut

Laminarer Wind, sehr gut für Groundhandling geeignet

Nord (N) Akzeptabel

Kann zu leichten Turbulenzen am Nordrand führen

West (W) Gefährlich

Leesituation durch den Ringberg; Rotorgefahr am Startplatz

Süd (S) Ungeeignet Meist großräumige Föhnlage; am Bucherhang turbulent und unberechenbar  

Bei Windgeschwindigkeiten über 15 km/h sollte der Flugbetrieb für Anfänger eingestellt werden, da die Turbulenzen in Bodennähe exponentiell zunehmen. Erfahrene Piloten nutzen stärkere Ostwindlagen für technisches Groundhandling, müssen jedoch die Nähe zum Waldrand und die damit verbundenen Windscherungen kalkulieren.  

Die Didaktik des Geländes: Vom ersten Hüpfer zum Soaring-Profi

Der Bucherhang genießt den Ruf als einer der besten Übungshänge Bayerns. Dies liegt nicht nur an der Topographie, sondern an der pädagogischen Qualität der Flüge, die hier möglich sind.  

Schulung und Groundhandling

Flugschulen wie die Gleitschirmschule Tegernsee nutzen den Hang für die Grundausbildung, um Schülern das Gefühl für den Startlauf und die erste Steuerwirkung zu vermitteln. Durch den geringen Höhenunterschied können an einem einzigen Vormittag zahlreiche Starts absolviert werden, was die Lernkurve steil nach oben treibt. Erfahrene Piloten nutzen den Hang oft, um nach der Winterpause wieder in den Rhythmus zu kommen oder um neue Ausrüstung unter kontrollierten Bedingungen zu testen.  

Besonders wertvoll ist das Training des Rückwärtsaufziehens. Da am Bucherhang oft ein konstanter, schwacher Wind ansteht, kann die Schirmbeherrschung in der Startphase perfektioniert werden, ohne dass die Gefahr eines weiten Absturzes besteht. Die Ausbildung umfasst hier meist die ersten 10 bis 15 Höhenflüge, bevor die Schüler an den "großen" Berg, den Wallberg, wechseln.  

Taktik des Aufsoarens am Bucherhang

Für den fortgeschrittenen Piloten bietet der Bucherhang bei Nordostwind die Möglichkeit des dynamischen Soarens. Nach dem Start sollte man sich – je nach Windrichtung und unter strikter Beachtung der Liftseile – nach links oder rechts orientieren, um im schmalen Aufwindband an der Geländekante Höhe zu machen. Wer es schafft, ca. 50 bis 100 Meter über das Startplatzniveau zu steigen, findet oft den Anschluss an thermische Ablösungen, die vom Ringberg heraufziehen. Dies ist der Schlüssel, um den Bucherhang als Ausgangspunkt für größere Unternehmungen zu nutzen.  

Flugtaktik und XC-Potential: Der Weg in die Weite

Obwohl der Bucherhang primär als Übungshang klassifiziert ist, bietet er für Streckenflug-Aspiranten (XC) interessante Perspektiven, die oft unterschätzt werden.

Übergang zum Ringberg und Wallberg

Der klassische XC-Einstieg vom Bucherhang führt über das Aufsoaren zum Ringberg. Sobald eine ausreichende Höhe erreicht ist, kann das Schloss Ringberg als markanter Wegpunkt angeflogen werden. Von dort aus ist die Thermik oft zuverlässiger und kräftiger. Ein beliebtes Ziel für "Genuss-XC-Piloten" ist die Überquerung des Tegernsees zum Wallberg. Diese Strecke von etwa 4 bis 5 Kilometern über Wasser erfordert eine sichere Ausgangshöhe (mindestens 1400 m ü. NN), bietet aber eines der spektakulärsten Panoramen der bayerischen Alpen.  

Die Blauberge und das Karwendel

Ambitioniertere Piloten nutzen den Bucherhang bei einer hohen Basis, um über die Blauberge in Richtung Achensee (Österreich) vorzustoßen. Diese Route ist anspruchsvoll, da sie lange Waldstrecken ohne sichere Landeplätze beinhaltet. Dennoch ist der Bucherhang bei Nord- bis Nordostlagen oft ein besserer Startplatz als der Wallberg, da dieser dann im Lee liegen kann oder zu stark angeströmt wird.  

XC-Ziel Distanz Schwierigkeit Taktischer Hinweis Wallberg Kircherl ca. 5 km Mittel

Ausreichend Höhe am Ringberg tanken

Brauneck ca. 12 km Mittel

Talquerung zur Isar beachten

Achensee ca. 25 km Schwer

Hohe Basis für Blauberge-Überquerung nötig

Kössen (Tirol) ca. 35 km Schwer

Klassische Route über Bodenschneid und Bayrischzell

  Sicherheit und Gefahrenanalyse: Prävention am Bucherhang

Trotz seines harmlosen Erscheinungsbildes birgt der Bucherhang spezifische Risiken, die eine professionelle Gefahreneinweisung erfordern.

Mechanische Hindernisse und Liftseile

Das primäre Risiko am Bucherhang sind die Seile der Sonnenbichl-Lifte. Diese verlaufen in unmittelbarer Nähe zum Flugsektor und sind aus der Luft oft schwer zu erkennen, besonders bei diffusem Licht. Piloten müssen einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern zu allen Liftanlagen einhalten. Ein Versetzen in Richtung der Seile beim Soaren ist unbedingt zu vermeiden.  

Luftraumstruktur und Beschränkungen

Die Lage am Nordrand der Alpen bringt eine komplexe Luftraumstruktur mit sich.

Luftraum E (Echo): Der kontrollierte Luftraum beginnt am Tegernsee oft in einer Höhe von 2500 ft (ca. 760 m) über Grund. In diesem Raum ist VFR-Verkehr (Sichtflug) erlaubt, erfordert jedoch eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber motorisiertem Verkehr.  

Transponder Mandatory Zone (TMZ): In den höheren Schichten Richtung München ist eine TMZ eingerichtet. Gleitschirmpiloten ohne Transponder müssen diese Zonen strikt meiden.  

Maximale Flughöhe: Die Obergrenze für Gleitschirme ohne Transponder liegt in den bayerischen Alpen meist bei FL 130 (ca. 3960 m), sofern nicht durch spezifische CTR-Zonen (wie die Kontrollzone des Flughafens München) eine niedrigere Grenze vorgeschrieben ist. Es wird dringend empfohlen, FL 95 (ca. 2900 m) nicht zu überschreiten, um Sicherheitsabstände zum IFR-Verkehr zu wahren.  

Flarm-Empfehlung: Aufgrund des regen Segelflug- und Sportflugzeugverkehrs in der Region Tegernsee ist die Nutzung eines Kollisionswarnsystems wie FLARM oder die Ausstattung mit einem ADS-B-Sender ein signifikanter Sicherheitsgewinn.  

Naturschutz und Adler-Horstbereiche

Ein oft übersehener Sicherheitsaspekt ist der Schutz der Fauna. Rund um den Wallberg und die angrenzenden Gipfel (z. B. Bodenschneid) brüten regelmäßig Steinadler. Piloten sind verpflichtet, bekannte Horstbereiche weiträumig zu umfliegen, um Angriffe der Vögel und Störungen der Brut zu vermeiden. Informationen zu aktuellen Horstschutzzonen sind oft an den Talstationen der Bergbahnen oder im Schaukasten des Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs Tegernseer Tal (DGCTT) ausgehängt.  

Geheimtipps: Die Expertise der lokalen Piloten

Der wirkliche Mehrwert des Bucherhangs erschließt sich durch die "kleinen Kniffe", die nicht in den offiziellen Datenbanken stehen.

Optimale Thermikquellen

Die besten thermischen Ablösungen am Bucherhang befinden sich oft nicht direkt über der Startwiese, sondern an der südlich gelegenen Waldkante Richtung Ringberg. Hier heizt sich der dunkle Wald schneller auf als die grüne Wiese, was zu zuverlässigen Ablösungen führt. Ein weiterer "Hotspot" ist die kleine Geländekante unterhalb des Sonnenbichlhangs, an der sich der Talwind bricht und eine mechanische Hebung erzeugt.  

Vermeidung von Anfängerfehlern

Ein häufiger Fehler von Neulingen ist das zu frühe Eindrehen in den Endanflug. Bei starkem Talwind kann die Sinkrate über den Bäumen am Rand der Landewiese drastisch zunehmen. Es ist ratsam, den Queranflug etwas höher anzusetzen und Reserven für ein plötzliches "Durchsacken" einzuplanen. Zudem sollten Piloten darauf achten, den Schirm nicht im hohen Gras auszulegen, um die Mahd nicht zu verschmutzen, was die Beziehung zum Bucherbauern gefährden würde.  

Webcams und Wetter-Ressourcen

Lokale Experten nutzen ein spezifisches Set an Webcams, um die Lage vor Ort zu beurteilen:

Webcam Sonnenbichl: Diese Kamera zeigt den direkten Blick auf den Übungshang und ermöglicht die Beurteilung der Wolkenbasis und der Windrichtung anhand der Windsäcke vor Ort.  

Wetteransage Wallberg: Die Telefonnummer +49 160 96643891 bietet eine automatische Ansage der aktuellen Windwerte auf dem Wallberg-Gipfel. Wenn dort der Wind aus Nordost weht und unter 20 km/h liegt, sind die Bedingungen am Bucherhang meist perfekt.  

Foto-Webcam Ringberg: Bietet einen hochauflösenden Blick über das gesamte Tal und ist ideal, um die thermische Entwicklung am Morgen zu beobachten.  

Das soziale Umfeld: Gastronomie, Übernachtung und Kultur

Ein Flugtag am Bucherhang ist immer auch ein Erlebnis der bayerischen Gastfreundschaft. Bad Wiessee bietet eine exzellente Infrastruktur für die Zeit nach dem Flug.

Kulinarische Empfehlungen

Für die "Nachflug-Analyse" stehen mehrere Lokalitäten zur Auswahl, die bei Piloten besonders beliebt sind:

Gasthaus / Restaurant Stil Besonderheit Bucherbauer Rustikal

Direkt am Hang; ideal für das erste Kaltgetränk nach dem Flug

Eddy's Bodega Mediterran

Top-Steaks und entspannte Bar-Atmosphäre; Treffpunkt der Szene

La Vela Italienisch

Direkt am See; Pizza und Pasta mit Blick auf den Tegernsee

Freihaus Brenner Gehoben

Alpenküche mit Panoramablick über das Tal; ideal für festliche Anlässe

Schlosswirtschaft Bayerisch

Historisches Ambiente im Schloss Tegernsee; Berühmtes Bier vom Herzoglichen Brauhaus

  Übernachtung und Aufenthalt

Für Piloten, die mehrere Tage in der Region verbringen möchten, bietet sich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Das Hotel Bussi Baby in Bad Wiessee hat sich als moderner Hotspot für junge Aktivreisende etabliert und bietet oft Pakete in Kooperation mit lokalen Flugschulen an. Wer es traditioneller mag, findet in den zahlreichen Pensionen in Bad Wiessee und Rottach-Egern familiäre Unterkünfte. Camping-Freunde nutzen oft den Platz am Wallberg, um beide Seiten des Sees flexibel erreichen zu können.  

Rechtliche Rahmenbedingungen und Vereinswesen

Der Flugbetrieb am Bucherhang ist streng reglementiert, um die langfristige Nutzung zu sichern.

Geländehalter und Vereine

Der Bucherhang ist ein zugelassenes Fluggelände, wobei die Gleitschirmschule Tegernsee und der Bucherbauer als zentrale Ansprechpartner fungieren. Der lokale Verein, der Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Tegernseer Tal e.V. (DGCTT), betreut primär den Wallberg, ist jedoch eng mit der Fliegerszene am gesamten See vernetzt. Gastpiloten sind verpflichtet, sich über aktuelle Auflagen im Schaukasten oder auf der Website des DGCTT zu informieren.  

Flugschulen vor Ort: Kompetenzzentren

Die Ausbildung am Tegernsee wird von mehreren staatlich anerkannten Schulen durchgeführt:

Gleitschirmschule Tegernsee: Sitz in Bad Wiessee; Fokus auf Grundausbildung und Tandemflüge am Bucherhang und Wallberg.  

Adventure Sports: Ansässig in Lenggries/Brauneck, führt jedoch regelmäßig Kurse und Sicherheitstrainings in der gesamten Region durch.  

Paragliding Oberbayern: Spezialisiert auf Tandemflüge und Streckenflug-Coaching.  

Sicherheitssysteme und Notfallmanagement

Im Falle eines Unfalls ist schnelles Handeln erforderlich. Die Region Tegernsee ist durch die Bergwacht Bayern exzellent abgesichert.

Notfallkontakte

Rettungsdienst / Bergnot: 112

Polizei Bad Wiessee: +49 8022 98780

Krankenhaus Agatharied (Hausham): Nächstgelegenes Akutkrankenhaus mit Hubschrauberlandeplatz.

Flugrettung: Über die Rettungsleitstelle wird im Bedarfsfall der Rettungshubschrauber "Christoph 1" (München) oder ein SAR-Hubschrauber angefordert.

Präventive Maßnahmen

Jeder Pilot sollte vor dem Start eine Funktionsprüfung seines Rettungsgeräts und des Gurtzeugs durchführen. Am Bucherhang ist aufgrund der geringen Höhe die Öffnungszeit der Rettung kritisch; im Notfall sollte nicht gezögert werden, das Rettungsgerät sofort auszulösen ("Wurfhöhe" beachten!). Da viele Piloten am Bucherhang Übungen absolvieren, ist ein Erste-Hilfe-Set im Gurtzeug oder im Rucksack des Piloten obligatorisch.

Zusammenfassende Bewertung und Empfehlungen

Der Bucherhang am Tegernsee ist weit mehr als nur ein kleiner Hügel für Anfänger. Er ist ein strategisch wertvolles Fluggelände, das durch seine Lage, seine meteorologischen Eigenheiten und seine exzellente soziale Anbindung besticht. Für den unerfahrenen Piloten bietet er einen sicheren Rahmen für die ersten Schritte in der dritten Dimension; für den Profi ist er ein unverzichtbares Trainingsgelände für die Perfektionierung der Start- und Schirmtechnik.

Wer den Bucherhang besucht, sollte die Kooperation mit dem Bucherbauern als Privileg begreifen. Die strikte Einhaltung der Parkregeln, das unaufgeforderte Entrichten der Gebühr und der respektvolle Umgang mit der Natur sind die Garanten dafür, dass dieses Juwel der bayerischen Fliegerszene auch künftigen Generationen erhalten bleibt. Mit der richtigen taktischen Vorbereitung – insbesondere der Beachtung der Sonnenbichl-Lifte und des Talwindes – bietet der Bucherhang Flugerlebnisse, die in ihrer Intensität und Schönheit den großen Alpengipfeln in nichts nachstehen.

Abschließend lässt sich festhalten, dass der Bucherhang die perfekte Synergie aus Sport, Natur und bayerischer Lebensart verkörpert. Er ist das "Wohnzimmer" der Tegernseer Flieger und lädt jeden verantwortungsbewussten Piloten ein, Teil dieser einzigartigen Gemeinschaft zu werden.

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